Lebkuchen schwedisch Bezeichnung Herkunft Tradition – Pepparkakor und ihre Geschichte
Heute gibt es ein Rezept für schwedische Lebkuchen Kekse, die auch Pepparkakor genannt werden. Lebkuchen werden im Allgemeinen auch Pfefferkuchen genannt und zwar nicht nur in Skandinavien! Man vermutet, dass sie so genannt werden, weil früher alle exotischen Gewürze einfach „Pfeffer“ genannt wurden. Und im Grunde sind Pfefferkuchen ja Gewürzkuchen. Für diese Lebkuchen Kekse oder Pepparkakor braucht ihr keinen Pfeffer, aber jede Menge aromatische Gewürze. Ganz wichtig ist, dass ich Ceylon Zimt verarbeite, der wenig Cumarin enthält. Achtet darauf, dass ihr die richtige Zimtsorte verwendet. Cassia Zimt ist sehr viel schärfer, die Mengen im Rezept sind nicht für diese Zimtart gerechnet. Solltet ihr nur diese Zimtsorte im Haus haben, müsst ihr etwas sparsamer dosieren! Ganz unten im Rezept für die Zimtsterne erkläre ich, was es mit den Sorten und dem Cumaringehalt auf sich hat!
Du findest auf herzelieb noch mehr Plätzchen Rezepte! Dann in einer Pfanne den dunklen Sirup zusammen mit dem braunen Zucker und der Butter unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Danach das Mehl hinzufügen und einen glatten Teig herstellen. Zwei bis drei Backbleche mit einer Backmatte oder Backpapier belegen und zur Seite stellen. Nun die Arbeitsfläche mehlen und den Teig für die Lebkuchenkekse 4 - 6 mm dick ausrollen. Plätzchen bzw. Ich lasse die Lebkuchen Kekse etwas auf dem Blech auskühlen, dann lege ich sie auf ein Backgitter. Wenn sie kalt sind, bearbeite ich sie weiter. Einen Teil fülle ich wie Linzer Plätzchen, die Spitzbuben oder Hildabrötchen genannt werden. Ich verwende dunklen Rübensirup für diese Lebkuchen Kekse. Das gibt diesen besonderen Geschmack. Der Teig für die Plätzchen ist 2 Wochen im Kühlschrank haltbar. Ich friere den Lebkuchenteig auch ein. Verbrauchen innerhalb von 3 Monaten.
Pepparkakor heißen die traditionellen Gewürz-Lebkuchen, Pfefferkuchen oder auch Gewürzkekse aus Schweden, die während der Weihnachtszeit gebacken und genascht werden. Sie schmecken nach Zimt, Nelken und Kardamom und sind damit perfekt, um sich in behagliche Weihnachtsstimmung zu knuspern. Abschließend kannst du sie mit Zuckerguss verzieren. Sollen die Pepparkakor glutenfrei sein, ersetzt man das Mehl einfach durch glutenfreies Mehl. Ein Vorteil ist, dass Pfefferkuchen besonders lange haltbar sind. Backt man genügend und lagert sie trocken in einer Keksdose, hat man die ganze Adventszeit etwas davon.
Werden zu Glögg serviert, sind Lebkuchen in Schweden eng mit der Weihnachtszeit verbunden. Lebkuchen sind in Schweden untrennbar mit Weihnachten verbunden. Man nimmt an, dass sie Ende des 19. Jahrhunderts als typisches Weihnachtsgebäck etabliert wurden. Seit 1996 gibt es den Pepparkakans Dag, den Tag des Pfefferkuchens, der am 9. Dezember begangen wird. Typische Formen sind Herzen, Sterne, Weihnachtsbäume sowie der Lebkuchenmann; außerdem gibt es Figuren wie Ziegenbock und Schwein als Symbole von Mythologie bzw. Fruchtbarkeit.
In Schweden essen die Menschen Pepparkakor besonders gern zu Heißgetränken wie Kaffee, Tee oder Glögg, und tauchen sie hinein, damit sie weicher werden - vor allem am Lucia-Tag. IKEA bietet zur Weihnachtszeit die Kekse in verschiedenen Formen an, auch als Pfefferkuchenhaus. In Schweden sind Annas Pepparkakor besonders bekannt, produziert seit 1929 in Stockholm. Der Geschmack erinnert an Zimt, Nelken und Kardamom und passt hervorragend zur festlichen Stimmung.
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Zur Geschichte des Lebkuchens im Allgemeinen gehört, dass honiggesüßte Fladen schon im alten Ägypten bekannt waren, die Römer libum, mellita placenta und strues nannten. Im Mittelalter wurden Honigkuchen in Klöstern gebacken und mit Gewürzen versehen, um Verdauung zu fördern und Haltbarkeit zu erhöhen. Die Bezeichnung Pfefferkuchen verweist auf die lange Gewürztradition, während der Name Lebkuchen vermutlich vom lateinischen libum für Fladen oder Opferkuchen abgeleitet wird. Erste Zünfte in Schweidnitz (1293) und Nürnberg sowie Thorn trugen wesentlich zur Verbreitung bei. Das Backen von Lebkuchen erlebte im 15. bis 17. Jahrhundert eine Blüte in deutschen Städten, während die Einführung von Backpulver und andere Triebmittel im 19. Jahrhundert neue Texturen ermöglichte.
Heute unterscheidet das Deutsche Lebensmittelbuch braune Lebkuchen (knetbare Teige, Honig als Süßungsmittel) von Oblatenlebkuchen (Makronenmasse mit Oblaten). Elisenlebkuchen gelten als feinste Oblatenlebkuchen, verlangt nach mindestens 25 % Mandeln, Haselnüssen oder Walnüssen. Die Lagerung von Lebkuchen beeinflusst Konsistenz: gereifter Teig entwickelt intensiveren Geschmack und bleibt bei richtiger Feuchte weich. Typische Gewürze sind Anis, Fenchel, Ingwer, Kardamom, Koriander, Macis, Muskat, Nelken, Piment und Zimt. In der DDR existierte eine spezialisierte Handwerksausbildung für Lebkuchenbäcker; heute arbeiten viele Bäcker weiterhin in dieser Tradition oder bauen darauf auf.
- Tipps für den Crunch: Verwende Ceylon Zimt statt Cassia Zimt, um Cumarinspiegel zu reduzieren.
- Backe die Plätzchen 8-10 Minuten bei hoher Temperatur, lasse sie auskühlen, verziere nach Belieben mit Zuckerguss.
- Lagere den Teig kalt, damit sich Aromen gut verbinden und Haltbarkeit verlängert wird.
Historische Rezepte zeigen unterschiedliche Varianten: Nürnberger Lebkuchen, Thorner Kathrinchen, Neisser Pfefferkuchen und weitere regionale Spezialitäten. Ein traditionelles Rezept aus Schlesien verwendet Gewürze wie Zimt, Anis, Koriander, Kardamom, Macis, Pfeffer und Nelken, ergänzt durch Roggenmehl, Rübensirup, Honig, Zucker, Kakao, Mandeln, Zitronenschale und Backpulver.
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