Wirkung von Kurkuma und Honig gegen Pickel: Anwendung und Tipps
Ein strahlender Teint ohne lästige Unreinheiten und Pickel - klingt das nicht traumhaft? Jetzt ist ein gelbes Pulver zum Geheimtipp bei der Hautpflege geworden, das eigentlich in der Küche verwendet wird!
Was ist Kurkuma und welche Inhaltsstoffe sind relevant?
Kurkuma (Curcuma longa) ist eine Pflanze aus Südostasien, die seit Jahrtausenden in der Ayurveda-Medizin eingesetzt wird. Das uns bekannte Kurkuma Pulver wird aus dem Wurzelstock der Pflanze (dem sogenannten Rhizom) gewonnen. Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Kurkuma Pulver sind ätherische Öle, Curcumin, Zucker, Proteine und Harze. Kurkuma ist in erster Linie ein Gewürz, das aus der gelben Safranwurzel gewonnen wird und in der indischen Küche breite Anwendung findet.
Wirkung von Curcumin: entzündungshemmend, antibakteriell, antioxidativ
Die bedeutendste Eigenschaft von Kurkuma für die Hautpflege ist sicherlich seine entzündungshemmende, antibakterielle und antioxidative Wirkung. Das enthaltene Curcumin ist für die entzündungshemmende Eigenschaft von Kurkuma verantwortlich. Curcumin hemmt bestimmte Entzündungsenzyme in der Haut und kann so Rötungen, Schwellungen und Pickel sichtbar reduzieren. Freie Radikale beschleunigen die Hautalterung. Curcumin neutralisiert diese schädlichen Moleküle effektiv und schützt so die Hautzellen vor vorzeitigem Abbau. Kurkuma kann die Bildung von Melanin regulieren und dadurch dunkle Flecken, Pigmentstörungen und einen ungleichmäßigen Teint abmildern.
Limitationen der Forschung und Bioverfügbarkeit
In vielen Studien wurden die Wirkungen von Curcumin näher untersucht. Allerdings ist die Forschung in vielen Bereichen noch lückenhaft und es müssten noch tiefergehende Tests und randomisierte Versuche durchgeführt werden. Natürlich gibt es die Möglichkeit, Kurkuma Pulver direkt einzunehmen, so dass es innerlich wirkt. Das «Problem» dabei ist, dass Kurkuma schlecht bioverfügbar ist. Das bedeutet, dein Körper kann nur geringe Mengen der Wirkstoffe über die Darmwand aufnehmen. Kurkuma ist übrigens deshalb so schlecht bioverfügbar, weil es schlecht wasserlöslich ist. Die aufgenommenen Wirkstoffe werden im Blutkreislauf schnell wieder abgebaut - was ungünstig ist, denn sie müssen lange genug im Blutkreislauf bleiben, damit sie ihre Wirkung entfalten können.
Es gibt zwei Wege, um Kurkuma für den Körper besser bioverfügbar zu machen. Zum einen werden für Nahrungsergänzungsmittel häufig Kurkuma Extrakte verwendet, damit kleinere Mengen eingenommen werden können. Zum anderen wird den Kapseln oder Tabletten häufig Piperin beigegeben. Als Kapseln oder Tabletten ist die Einnahme von Kurkuma relativ einfach. Das Problem der Bioverfügbarkeit kann dadurch umgangen werden, dass Extrakte verwendet werden, oder Piperin beigegeben wird. Wenn du lieber Kurkuma als Pulver oder als frische Knolle verwendest, musst du beachten, dass du relativ große Mengen zu dir nehmen musst, um überhaupt eine Wirkung erzielen zu können. Die WHO empfiehlt eine Menge von bis zu 3 Gramm (ca. ein Teelöffel) pro Tag.
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Honig: traditionelle Anwendung und wissenschaftliche Erkenntnisse
Zuckersüß und komplett natürlich: Honig begeistert viele nicht nur mit seinem charakteristischen Geschmack, sondern ist angeblich auch ein natürliches Mittel gegen Pickel und andere Hautunreinheiten. Schon die alten Römer nutzten Honig, um Wunden zu heilen und verschiedene Beschwerden zu lindern. Hochwertiger Honig in Bio-Qualität enthält rund 240 verschiedene Stoffe, wobei die Zusammensetzung vom Sammelgebiet der Bienen und von der Jahreszeit abhängt. Die Bienen geben ihrer Tracht - so wird die Ernte genannt - über ihren Speichel Enzyme hinzu, die für die antibakterielle Wirkung und die Haltbarkeit des Honigs verantwortlich sind.
Wenn von den gesundheitlichen Vorteilen von Honig die Rede ist, wird als Erstes meist seine antibakterielle Wirkung genannt. Zwar stimmt es, dass Honig Bakterien und Mikroben abtöten kann, jedoch kann dieser Effekt nicht zur Behandlung von Hautproblemen benutzt werden. Denn das Bakterium, das in den meisten Fällen für die Bildung von Akne verantwortlich ist - Propionibacterium acnes - kann nicht von Honig abgetötet werden. Stattdessen ist Honig daher eher für die Versorgung von Wunden interessant und weniger für die Dermatologie.
Wann Honig nützlich sein kann
Komplett wirkungslos gegen Hautunreinheiten ist Honig jedoch nicht: Honig hat nämlich antifungale Eigenschaften und kann bei fungaler Akne eine präventive Wirkung haben. Honig enthält außerdem eine Reihe von Wirkstoffen, die die Haut beruhigen können und Rötungen und Reizungen besänftigen. Dafür sorgen unter anderem die enthaltenen Fettsäuren, Aminosäuren, Antioxidantien und B-Vitamine. Um diesen beruhigenden Effekt zu nutzen, kann man mit Honig und anderen Zutaten eine Gesichtsmaske ganz unkompliziert selbst machen. Besonders beliebt ist die Kombination mit Quark, Grüntee, Zimt oder Zitrone.
Kombination Kurkuma + Honig: Golden Honey und die Idee dahinter
Golden Honey - dieser Köstlichkeit wird so manche heilende Wirkung zugeschrieben. Was ist Golden Honey? Als Golden Honey wird die Mischung aus Kurkuma und Honig bezeichnet: Die goldene Färbung von Honig wird durch die Zugabe von Kurkumapulver noch intensiver. Da Kurkuma wasserlöslich ist, kann sie ganz einfach in Honig gerührt werden, normalerweise in einem Verhältnis von mindestens 90 Prozent Honig und dem entsprechenden Anteil Kurkuma. Daraus entsteht eine etwas festere Konsistenz, weshalb die Mischung auch Honig-Kurkuma-Paste genannt wird.
Die Kombination aus Kurkuma und Honig soll die Wirkung der beiden Stoffe noch verstärken. Die Mischung wird vor allem im Ayurveda als Wunderwaffe gegen so manche Beschwerden eingesetzt, ob Magen-Darm-Probleme oder Erkältung. Ob und wie die Mischung tatsächlich das Immunsystem stärkt oder entzündungshemmend wirkt, ist medizinisch nicht nachgewiesen. Probieren Sie deshalb selbst, ob Ihnen die Kurkuma-Honig-Paste bei kleineren Beschwerden hilft. Ganz wichtig zu betonen ist, dass Golden Honey in keinem Fall eine medikamentöse Behandlung ersetzen kann, vor allem nicht bei schweren und chronischen Erkrankungen.
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Anwendungen auf der Haut: Masken, Peelings, Pasten
Häufig wird empfohlen, Kurkuma als Maske auf der Haut anzuwenden. Eine Maske ist eine effektive Methode, um Unreinheiten entgegenzuwirken und die Poren zu reinigen. Dabei wird eine dickflüssige Paste hergestellt, die mit einem Pinsel oder direkt mit den Fingern auf die Gesichtshaut aufgetragen wird. Kurkuma - bzw. Curcumin - wird neben der entzündungshemmenden Wirkung auch eine antioxidative Eigenschaft nachgesagt. Antioxidantien binden sich an die sogenannten freien Radikale, welche dafür sorgen, dass es bei uns zu Hautirritationen oder Entzündungen kommt, die den Alterungsprozess beschleunigen.
Die Kurkuma-Gesichtsmaske ist schnell hergestellt. 2 TL Kurkuma auf 1 TL Kokosöl (Verhältnis 2:1). Um der Haut noch mehr Gutes zu tun können Sie etwas Honig oder Heilerde hinzufügen. Fertig gemixt? Super. Tragen Sie nun die Paste gleichmäßig auf das gereinigte Gesicht auf und lassen sie diese 15 Minuten einwirken. Anschließend mit lauwarmem Wasser abwaschen und Ihre gewohnte Gesichtspflege auftragen. Die Maske kann regelmäßig, also ein bis zwei Mal die Woche angewendet werden.
Kurkumapulver mit Honig verrühren und die Paste auf die betroffenen Hautstellen auftragen. Mindestens 10 Minuten einwirken lassen, dann abnehmen und mit Wasser abwaschen. 1 Teelöffel Kurkumapulver mit ausreichend Wasser oder Rosenwasser zu einer Paste verarbeiten, auf die Hautstellen (nicht auf offene Wunden!) verteilen und auf der Haut trocknen lassen. Anschließend gründlich mit Wasser oder einer Waschlotion abwaschen. Kurkuma mit einem Tropfen Kokosöl vermischen und als Maske auf dem Gesicht verteilen. Kokosnussöl enthält Laurinsäure, die effektiv gegen Hautbakterien wirkt, die für entzündliche Akne (Eiter, Pickel, etc.) verantwortlich sind. Je nach Konsistenz mindestens 5 Minuten einwirken lassen.
Rezept: Kurkuma-Honig-Joghurt-Maske
Wir brauchen nur noch Honig und einen Klecks Joghurt - und schon haben Sie die Hauptbestandteile der Gesichtsmaske parat! Geben Sie je 1 bis 2 Esslöffel pro Zutat in eine kleine Schüssel und verrühren Sie alles gut miteinander. Tragen Sie die Maske auf das gereinigte Gesicht auf. Zum vereinfachten Auftragen bietet sich ein Pinsel an. Anschließend lassen Sie die Maske bis zu 20 Minuten einwirken und entfernen sie danach mit viel lauwarmem Wasser. Tupfen Sie Ihr Gesicht trocken. Tragen Sie nach der Anwendung der Gesichtsmaske eine milde Feuchtigkeitspflege auf, die Ihrem Hauttyp entspricht.
Sicherheitshinweise und mögliche Nebenwirkungen
Die Kurkuma-Maske versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, wertvollen Nährstoffen, beugt Unreinheiten vor und lässt sie frisch erstrahlen. Kurkuma-Hautpflege ist für die meisten Menschen gut verträglich. Es gibt jedoch einige Punkte, die Du im Blick haben solltest: Verfärbung: Curcumin hat ein starkes Färbepotenzial. Auf der Haut ist das meist unkritisch, kann aber Kleidung oder helle Handtücher gelblich verfärben. Je nach Einwirkzeit bleibt nach Anwendung der Maske ein gelblicher Schimmer auf der Haut zurück. Am besten testest du beim ersten Mal die Maske abends oder am Wochenende, wenn du das Haus nicht gleich wieder verlässt.
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Hautirritationen: Bei sehr empfindlicher Haut kann es zu leichten Rötungen kommen. Lichtempfindlichkeit: Einige Nutzerinnen berichten von leichter Lichtempfindlichkeit nach der Anwendung - daher nach Kurkuma-Produkten tagsüber immer Sonnenschutz auftragen. Achtung: Kurkuma färbt sehr stark. Verantwortlich dafür ist der Stoff Curcumin. Wenn Sie die Maske anwenden, sollten Sie entweder alte Kleidung tragen oder diese mit einem alten Handtuch schützen - falls doch mal etwas daneben geht, könnten sonst gelbe Flecken auf Ihren Textilien zurückbleiben. Auch die Haut wird nach der Anwendung gelblich schimmern, was aber alsbald wieder verschwindet.
Kann Honig schädlich für die Haut sein? Da Honig auf Pickel eine sehr milde Wirkung hat, ist die Anwendung für die meisten Hauttypen auch nicht gefährlich oder schädlich. Allerdings muss beachtet werden, dass gerade günstigere Sorten mit Pestiziden und anderen Schadstoffen behaftet sein könnten, die die Haut belasten. Achte deshalb bei der Auswahl des Honigs darauf, Dich für zertifizierte Sorten aus nachhaltiger Herstellung zu entscheiden. Pollen und Bienenproteine lösen bei vielen Menschen außerdem allergische Reaktionen aus. Menschen mit einer Pollenallergie sollten deshalb bei der Anwendung von Honig auf Pickeln besonders vorsichtig sein oder lieber komplett darauf verzichten.
Wann professionelle dermatologische Behandlung nötig ist
Die Ursachen für Pickel und Akne sind sehr vielfältig und von Mensch zu Mensch verschieden. Um Pickel deshalb nachhaltig und sicher zu behandeln, wird immer eine Beratung durch eine/n qualifizierte/n Ärzt:in empfohlen. Die meisten Dermatolog:innen raten bei wiederkehrender Akne und Pickeln von einer Behandlung mit Honig ab und empfehlen stattdessen verschiedene medizinisch wirksame Stoffe, die nachgewiesenermaßen einen positiven Effekt auf die Haut haben. Zu den am intensivsten erforschten und wirksamsten Stoffen, die bei Pickeln und Akne helfen können, zählt die Vitamin-A-Säure und ihre Derivate (Retinoide und Retinol). Auch Cremes mit Benzoylperoxid werden bei der Behandlung von Pickeln eingesetzt. Niacinamid (Vitamin B3) ist ein weiterer lang erforschter, dermatologischer Wirkstoff.
In Kombination mit pflegenden Wirkstoffen wie Panthenol, Ceramiden, Zink oder Aloe Vera kann ein/e Ärzt:in eine Hautpflegeroutine erstellen, die optimal an die Bedürfnisse verschiedener Hauttypen angepasst ist und Pickel schnell und sicher bekämpft. Als alleiniges Mittel zur Behandlung von Hautunreinheiten und Pickeln ist Honig ebenfalls nicht zu empfehlen. Treten bei Dir regelmäßig Pickel und Akne auf, hat das meist tiefer liegende Ursachen, die von einer/m Dermatolog:in untersucht und gezielt behandelt werden sollten.
Praktische Tipps zur Anwendung
- Testen Sie neue Mischungen immer zuerst an einer kleinen Hautstelle, um Überempfindlichkeiten auszuschließen.
- Bei Anwendung tagsüber danach Sonnenschutz auftragen, da Kurkuma bei einigen Menschen Lichtempfindlichkeit auslösen kann.
- Verwenden Sie am besten Bio-Qualität bei Kurkuma, Honig und Joghurt, um Pestizide zu vermeiden.
- Bei innerlicher Anwendung Kurkuma mit etwas schwarzem Pfeffer (Piperin) kombinieren, um die Aufnahme zu verbessern.
- Wer empfindlich auf Duft- oder Zusatzstoffe reagiert, sollte auf fertige Produkte verzichten und lieber einfache, selbst gemachte Mischungen verwenden.
- Bei großflächigen oder schwerwiegenden Hautproblemen ärztlichen Rat einholen statt ausschließlich Hausmittel anzuwenden.
Rezepte-Übersicht (Kurz)
| Anwendung | Zutaten | Einwirkzeit |
|---|---|---|
| Kurkuma-Honig-Joghurt-Maske | 1-2 EL Kurkuma, 1-2 EL Honig, 1 EL Joghurt | 10-20 Minuten |
| Kurkuma-Kokosöl-Zahnpasta (Aufhellung) | 1 TL Kokosöl, 2 TL Kurkuma | kurz auftragen (Zahnbürste extra verwenden) |
| Golden Milk (Getränk) | Kurkuma-Paste, Milch, Honig, Zimt, Pfeffer | zum Trinken |
Raus aus dem Gewürzregal, ran an den Teint: Diese natürlichen Mittel können unterstützen, aber bei hartnäckiger Akne ersetzen sie keine medizinische Behandlung. Probieren Sie vorsichtig aus, achten Sie auf Qualität und lassen Sie bei Bedarf eine dermatologische Beratung erfolgen.
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