Apfelkuchen mit Olivenöl Rezept
Dieses Rezept ist für mich mehr als nur ein Kuchen; es ist ein Stück Kreta. Es ist die Wertschätzung für gute Produkte und die Freude am Genuss, die wir bei Amoratura leben. Probiert es aus, lasst euch von der Saftigkeit begeistern und teilt eure Kreationen mit uns!
Zutaten für eine 26er Springform
- 4-5 Stück Äpfel, große Bio-Boskoop-Äpfel (ca. 500 g säuerliche Äpfel werden in verschiedenen Varianten genannt)
- 250 g Ricotta (Alternativ Magerquark)
- 100-200 g Olivenöl (je nach Rezeptangabe; für dieses Rezept empfehle ich ein Olivenöl mit kräftigem Aroma aus dem mittleren Preissegment)
- 200 g Zucker (oder 100 g je nach Variante)
- 3 Eier (Größe L) oder 4-5 Eier in anderen Varianten
- Saft und fein abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
- 225 g Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl (je nach Variante)
- 2 TL Weinstein-Backpulver (oder 2 TL Backpulver)
- 2 Prisen Salz
- Optional: 50-100 g gemahlene Walnüsse zum Bestreuen
- Für den Guss: Wasser, Honig, Zimt, Abrieb einer halben Orange und Olivenöl
Vorbereitung der Äpfel
Wascht die Boskoop-Äpfel, schält sie und entfernt das Kerngehäuse. Raspelt die Äpfel grob oder schneidet sie in sehr feine, kleine Würfel. Gebt sie direkt in eine Schüssel und beträufelt sie sofort mit dem Saft der Zitrone und dem Abrieb der Orange. Das verhindert, dass sie braun werden, und verleiht dem Kuchen eine schöne Frische. Stellt die Äpfel beiseite.
Teig anrühren
In einer großen Rührschüssel die Eier mit dem Zucker und der Prise Salz schaumig schlagen, bis die Masse hellgelb und cremig ist. Das dauert ein paar Minuten und ist die Basis für die spätere Saftigkeit. Die Fette hinzufügen: Lasst nun die geschmolzene Butter und anschließend das Amoratura Olivenöl unter ständigem Rühren langsam in einem dünnen Strahl einfließen. Rührt weiter, bis beides vollständig eingearbeitet ist und die Masse glänzt. Ihr werdet merken, wie diese Kombination eine unglaubliche Geschmeidigkeit in den Teig bringt.
Ricotta und Olivenöl mit dem Handmixer oder in der Küchenmaschine kräftig glatt mixen, dann den Zucker einrieseln lassen und alles gründlich verrühren. Das dauert etwa 2-3 Minuten, bis eine richtig schön glatte Masse entstanden ist. Die Eier trennen und das Eigelb hinzufügen. Gründlich für mindestens 1-2 Minuten unterrühren. Dann noch kurz Zitronensaft und -schale unterrühren.
Mehl, Grieß und Backpulver
Siebt das Dinkelmehl zusammen mit dem Grieß und dem Backpulver in eine separate Schüssel und mischt es kurz. Gebt diese Mischung dann portionsweise zu der Ei-Fett-Masse und rührt nur so lange, bis alles gerade eben kombiniert ist. Nicht überrühren! In anderen Varianten wird Mehl zusammen mit Zimt, Salz, Backpulver und Natron gesiebt.
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Apfelstücke unterheben
Die Äpfel erst schälen, dann vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in mundgerechte, ca. 1-2 cm große Stücke schneiden. Dann vorsichtig unter den Teig heben. Hebt nun die vorbereiteten Apfelraspel oder -würfel vorsichtig unter den Teig. Achtet darauf, dass sich die Äpfel gleichmäßig verteilen.
Eischnee-Technik (optional, für besonders fluffige Kuchen)
Ihr solltet euch aber zumindest die Mühe machen die Eier zu trennen und das Eiweiß separat steif zu schlagen. Eiweiß in einer absolut sauberen und fettfreien Schüssel mit dem Salz steif schlagen und dann nur noch mit einem Teigschaber oder Kochlöffel direkt vorsichtig unter den Teig heben. Das Ergebnis ist ein wunderbar saftiger und fluffiger Kuchen.
Backen
Heizt euren Backofen auf 175-180 °C Ober-/Unterhitze vor. Fettet eine Springform (26 cm Durchmesser) gut ein und bestäubt sie leicht mit Mehl oder legt sie mit Backpapier aus. Füllt den Teig in die Form und streicht ihn glatt. Backzeit: Backt den Kuchen für etwa 45-55 Minuten auf der mittleren Schiene. Macht unbedingt die Stäbchenprobe: Wenn ihr ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens stecht und es sauber herauskommt, ist er fertig. Sollte die Oberfläche zu schnell bräunen, deckt sie mit etwas Alufolie ab. Den Ofen ausschalten und den Kuchen noch 5 Minuten im Ofen stehen lassen.
Guss vorbereiten und der "Revani-Moment"
Während der Kuchen im Ofen ist, bereitet ihr den Guss vor. Gebt Wasser, Honig, Zimt, den Abrieb der halben Orange und das Amoratura Olivenöl in einen kleinen Topf. Lasst alles kurz aufkochen und dann bei mittlerer Hitze für 2-3 Minuten leicht köcheln, bis sich der Honig vollständig gelöst hat. Nehmt den Topf vom Herd und stellt ihn beiseite.
Sobald der Kuchen fertig gebacken ist, nehmt ihn aus dem Ofen. Lasst ihn etwa 5 Minuten in der Form ruhen. Stecht dann mit einem Holzstäbchen oder einer Gabel viele kleine Löcher in die Oberfläche des noch warmen Kuchens. Gießt nun den warmen Honig-Zimt-Guss langsam und gleichmäßig über den gesamten Kuchen. Lasst ihn vollständig einziehen.
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Topping & Abkühlen
Bestreut den Kuchen sofort mit den gemahlenen Walnüssen und optional etwas Zimt. Lasst den Kuchen nun vollständig in der Form abkühlen, damit der Guss optimal einziehen und sich die Aromen entfalten können. Der Kuchen sollte nach dem Backen auch noch unbedingt eine Nacht durchziehen, damit die Äpfel in den Kuchen einziehen und der Zimtgeschmack sich gleichmäßig verteilt.
Serviervorschläge und Tipps
- Mein Tipp zum Servieren: Ich liebe diesen Kuchen am liebsten lauwarm. Wenn er noch leicht warm ist und die Aromen sich voll entfaltet haben, ist er einfach unwiderstehlich. Eine Kugel gutes Vanilleeis dazu - das ist für mich der Himmel auf Erden!
- Für alle, die es pur mögen: Ein Stückchen vom abgekühlten Kuchen mit einer Tasse griechischem Bergtee ist auch ein Gedicht.
- Wer das Olivenölgeschmack milder mag, kann ein geschmacksneutraleres Öl wie das Olivenöl Cucina von Bertolli verwenden.
- Ich empfehle für diesen Kuchen ein Olivenöl mit kräftigem (gerne auch etwas bitterem) Aroma aus dem mittleren Preissegment.
- Ottolenghi empfiehlt eine dreitägige Wartezeit, damit die Aromen voll zur Geltung kommen. Bei uns reichte manchmal auch 60 Sekunden - probiert selbst, wie intensiv ihr den Geschmack mögt.
Varianten
- Italienische Version mit Ricotta: Saftiger italienischer Apfelkuchen für den Herbst, mit Ricotta und Olivenöl gebacken und mit Zitrone verfeinert. Puderzucker als Finish reicht oft.
- Griechische Variante: Apfelkuchen mit Walnüssen, Zimt und Orange; nach dem Backen mit geschmolzener Schokolade und Schlagsahne als Extra servieren.
- Rustikale Auflaufform: Rezept für eine hohe Auflaufform 25×30 cm mit Äpfeln, Walnüssen und Rosinen.
Kurze Tabelle: Mengenangaben (Übersicht)
| Zutat | Menge (Standard) | Alternative / Hinweis |
|---|---|---|
| Ricotta | 250 g | oder Magerquark |
| Olivenöl | 100-200 g | kräftiges Aroma empfohlen |
| Zucker | 100-200 g | je nach Süße |
| Eier | 3 (Gr. L) | Eigelb/Eiweiß getrennt für fluffig |
| Mehl | 225 g (Weizen) / Dinkel möglich | Type 405 empfohlen |
| Backpulver | 2 TL | Weinstein-Backpulver ok |
| Äpfel | ca. 500 g (4-5 Stück) | Boskoop, Elstar, Topaz, Braeburn etc. |
Ich wohne in einer Region, die bekannt für ihre Äpfel ist und bin so happy, dass ich wieder voll aus der regionalen Vielfalt schöpfen kann. Endlich wieder Apfelkuchen! Mein heutiger Apfelkuchen ist unglaublich lecker und dabei so wahnsinnig simpel. Ich nenne ihn einfach mal einen italienischen Apfelkuchen, dabei handelt es sich eigentlich um eine Eigenkreation. Der Kuchen enthält aber verschiedene, typisch italienische Elemente, also ist es zumindest ein von Italien inspirierter Apfelkuchen, einigen wir uns darauf.
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