Koreanischer Kuchen & Hotteok: Einfaches Rezept zum Nachbacken
Es ist mal wieder soweit. Denn es mag vielleicht auf den ersten Blick nicht so aussehen, doch diese leckeren Teilchen hier sind aus Hefeteig. Sollte ich jetzt nur auch mal aufklären, was ihr hier eigentlich seht: koreanische Hotteok. Hotteok sind eine Art gefüllte Pfannkuchen aus Hefeteig aus nur wenigen Zutaten.
Warum Hefeteig gar nicht so aufwendig ist
Aber bevor hier jetzt irgendwer denkt „och neee, Hefeteig… viel zu aufwendig..“, dem sei gesagt: gar nicht. Aus meiner Sicht sowieso generell nicht - denn Hefeteig macht eigentlich alles allein und wenn man zusätzlich noch ne Küchenmaschine hat, schmeißt man lediglich Zutaten in die Schüssel. Dieser hier ist aber noch einfacher. Alle Zutaten in eine Schüssel, Holzlöffel gezückt und dann mal kurz umgerührt. Das war’s. Jeder Mürbeteig ist aufwendiger!
Zutaten für die Hotteok-Teigbasis (vegan möglich)
Aus einem schnellen Hefeteig gemacht. Für den Teig alle trockenen Zutaten mischen. Mandeldrink und Wasser hinzugeben und mit einem Holzlöffel gut verrühren. Der Teig ist recht klebrig - das soll so.
Füllungen: klassisch und fruchtig
Bei mir in vegan und neben der klassischen Nussfüllung außerdem mit einer Himbeer-Kokos-Variante. Für die klassische Füllung: Inzwischen für die Füllung die Nüsse sehr fein hacken. Mit Zucker, Muskat und Zimt gut mischen. Für die Himbeer-Kokos-Füllung beide Zutaten vermischen.
Schritt-für-Schritt: Hotteok zubereiten
- Die easy-peasy-Teigherstellung habe ich schon beschrieben.
- Dann wartet man ein Stündchen und schon kann man die Hotteok zubereiten.
- Dafür nimmt man einfach etwas Teig ab, drückt ihn in der Hand platt, klatscht ein bisschen Füllung in die Mitte und verschließt das Ganze wieder.
- Eine beschichtete Pfanne auf mittlere Stufe erhitzen. Etwas Öl hineingeben.
- Hände etwas einölen. Vom Teig einen Esslöffel abnehmen und auf der Handfläche plattdrücken. Einen Teelöffel Füllung darauf geben.
- Teigkugel mit der Naht nach unten in die Pfanne geben und mit einem Pfannenwender plattdrücken. Kurz warten, dann direkt wenden und weiter braten.
Kurz in Kokosöl in der Pfanne braten und fertig. Das einzig etwas Knifflige ist der klebrige Teig. Ich sage euch, die Teile sind so lecker. Frisch aus der Pfanne sowohl knusprig, als auch saftig und einfach wahnsinnig aromatisch. Sowohl die Nuss- als auch die Himbeer-Kokos-Variante. Ich kann kaum sagen, was ich besser finde. Übrigens kalt oder kurz aufgetoastet an den nächsten Tagen auch immer noch ein Genuss.
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Variationen - süß und herzhaft
- Schokolade oder Peanut Butter Banane.
- Herzhafte Version: Für den Teig nur einen Teelöffel Zucker nehmen, dafür etwas mehr Salz und schnell eine Spinat-Feta-Füllung zubereiten.
- Oder was mit Tomaten und Käse? Ich bin mir sicher, euch fallen hunderte geniale Varianten ein.
Tipps zur Arbeit mit klebrigem Hefeteig
Der Teig ist recht klebrig - das soll so. Hände etwas einölen hilft sehr beim Formen und Verschließen der Teigkugeln. Wenn man zusätzlich noch ne Küchenmaschine hat, schmeißt man lediglich Zutaten in die Schüssel. Jeder Mürbeteig ist aufwendiger!
Gebrauchsanweisung: Aufbewahrung und Wiedererwärmen
Übrigens kalt oder kurz aufgetoastet an den nächsten Tagen auch immer noch ein Genuss. Frisch aus der Pfanne sowohl knusprig, als auch saftig und einfach wahnsinnig aromatisch. Ich wünsche euch noch den herrlichsten Sonntag, ihr Lieben!
Weitere koreanische Teigvarianten: Garaetteok & Tteokbokki (Kurzüberblick)
Weich, zäh und unglaublich vielseitig: Garaetteok sind die klassischen koreanischen Reiskuchen, die du vielleicht schon aus Tteokbokki oder der Neujahrssuppe Tteokguk kennst. Mit ein paar einfachen Zutaten und der richtigen Technik kannst du sie auch zu Hause selbst machen.
Wissenswertes zu Garaetteok
Garaetteok sind längliche, zylinderförmige Reiskuchen aus sehr fein gemahlenem Reismehl. Charakteristisch ist ihre besondere Konsistenz: weich und gleichzeitig elastisch, fast ein wenig zäh, aber auf eine angenehme Art. Für klassische Garaetteok brauchst du nicht-klebriges Reismehl (koreanisch mepssalgaru/ssalgaru), und zwar sehr fein vermahlen, idealerweise nassvermahlen (wet-milled).
Kurzanleitung: Garaetteok selber machen
- Starte damit, dass du 250 g sehr fein gemahlenes Reismehl in eine hitzebeständige Schüssel gibst.
- Rühre 1 TL Salz ins Reismehl ein und gieße 180 ml kochendes Wasser direkt dazu, rühre sofort kräftig um.
- Das krümelige Ergebnis dämpfst du ca. 25 Minuten. Danach auf die Arbeitsfläche geben, mit 1 TL Sesamöl übergießen und kräftig kneten oder stampfen, bis der Teig geschmeidig ist.
- Zu Rollen formen, in Stücke schneiden - fertig zum Verwenden für Tteokbokki oder Suppen.
Tipps zur Lagerung von Reiskuchen
Frisch gemachte Garaetteok sind am allerbesten, wenn du sie direkt verarbeitest, doch du kannst sie problemlos einfrieren: Wickel die Garaetteok in etwas Frischhaltefolie, gib sie in einen Gefrierbeutel oder einen luftdichten Behälter und friere sie portionsweise ein. Im Kühlschrank solltest du sie höchstens ein, zwei Tage aufbewahren.
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Tteokbokki kurz erklärt (als Inspiration)
Nach dem Egg-Drop-Sandwich, Hotteok, Bibimbap, und Kimchi ist Tteokbokki eine Leckerei, die du unbedingt auch mal ausprobieren solltest. Den Reiskuchen gibt es auch fertig zu kaufen im Asia-Supermarkt. Ebenso findest du dort Gochujang, die koreanische fermentierte Chilipaste, die in der Soße auf keinen Fall fehlen sollte.
Grundrezept Tteokbokki (Kurzfassung)
- Reiskuchen: 300 g Reismehl (oder fertige Reiskuchen), 180 ml Wasser, 1 TL Salz, 1 TL Sesamöl
- Soße: 500 ml Wasser, 2 Knoblauchzehen, 2 EL Gochujang, 2 EL Sojasoße, 1 ½ EL Zucker, Frühlingszwiebeln, Sesam
Zubereitung: Reiskuchen dämpfen, kneten, rollen und schneiden. Für die Soße Wasser erhitzen, Knoblauch, Gochujang, Sojasoße und Zucker einrühren, Reiskuchen köcheln lassen bis die Soße leicht andickt. Mit Frühlingszwiebeln und Sesam servieren.
Praktische Tabelle: Vergleich Hotteok vs. Garaetteok / Tteok
| Gericht | Teigbasis | Textur | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| Hotteok | Hefeteig (oft mit Zucker, Milch oder Pflanzenmilch) | weich, innen saftig, außen knusprig | Süß gefüllte Pfannkuchen / Streetfood |
| Garaetteok | Fein gemahlenes Reismehl + heißes Wasser | elastisch, zäh | Tteokbokki, Suppe, gebraten |
| Tteokbokki | Garaetteok als Basis | weich, sämig in Sauce | Scharf-süßes Pfannengericht / Streetfood |
Ich selbst war noch nicht da, aber als mir irgendso ein Teil bei Pinterest entgegengehüpft ist, musste ich es direkt nachbasteln. Und dabei natürlich leicht verändert. Zum einen habe ich es durch den Austausch der Milch veganisiert. Zum anderen durch die Verwendung von Dinkel-Vollkornmehl etwas gesünder gestaltet.
Die Herstellung ist super einfach. Die easy-peasy-Teigherstellung habe ich schon beschrieben. Dann wartet man ein Stündchen und schon kann man die Hotteok zubereiten.
Ich freue mich auf deinen Kommentar: Erzähl mir, wie du deine Hotteok am liebsten zubereitest und ob du sie lieber süß, herzhaft oder klassisch magst.
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