Knoblauch Honig Rezept: Wirkung als natürliches Antibiotikum

Knoblauch-Honig ist eine köstliche Möglichkeit, die gesundheitlichen Potenziale der Knoblauchknolle mit denen eines naturbelassenen Honigs zu kombinieren. Das süß-scharfe Ergebnis lässt sich als Würzmittel für viele Gerichte verwenden. Und ganz nebenbei stärkt es auch noch das Immunsystem, die Verdauung und das Herz-Kreislauf-System.

Definition: Was sind natürliche Antibiotika?

Natürliche Antibiotika wirken als pflanzliche Alternative zu chemischen Antibiotika entzündungshemmend. Ein natürliches Antibiotikum ist immer ein pflanzliches Antibiotikum mit Ausnahme von Honig. Zu den bekanntesten gehören Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer, Apfelessig, Kurkuma oder Kapuzinerkresse. Sie alle wirken antibiotische und antibakteriell und viele stärken dank den gesunden Inhaltsstoffen, wie sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine, unser Immunsystem.

Während Heilpflanzen keine medizinische Behandlung mit Antibiotika ersetzen, können sie dennoch einen großen Beitrag in der Vorbeugung und Behandlung von Infekten leisten. Das auf traditionellen Rezepten basierende „natürliche Antibiotikum“ kombiniert die Wirkung von Ingwer, Kurkuma, Meerrettich, Chilis, Zwiebeln, Knoblauch, Honig und Apfelessig zu einer besonders effektiven Mischung, die Ihnen dabei helfen kann, Ihr Immunsystem zu stärken.

Knoblauchzehen und Glas mit Honig

Warum pflanzliche natürliche Antibiotika?

  • Pflanzliche Antibiotika können auch zur Prophylaxe eingenommen werden und beugen Infektionen vor, sodass etwa Erkältungen, Blasenentzündung oder Übelkeit gar keine Chance haben.
  • Natürliche Antibiotika verursachen in der Regel keine Nebenwirkungen, sondern stärken das Immunsystem.
  • Auch Schwangere und Kinder können pflanzliche Antibiotika einnehmen.
  • Besonders praktisch: Natürliche Antibiotika können wir in jedem Supermarkt oder Bio-Laden kaufen oder sogar im Garten selber anbauen.

Vorteile und Grenzen gegenüber herkömmlichen Antibiotika

Keiner bestreitet, dass dank Antibiotika schon unzählige Menschen gerettet wurden. Sie haben aber auch ernsthafte Nachteile. Antibiotika, die wir beim Arzt verschrieben bekommen, haben zahlreiche Nebenwirkungen. Sie greifen auch gesunde Zellen respektive Bakterien im Körper an und töten diese ab. Dazu gehören insbesondere Darmbakterien wie die Laktobakterien und Bifidobakterien.

Die Folge: Pathogene Mikroben haben freies Feld und Pilze, Viren und Fäulniskeime können sich ungehemmt vermehren. Das schwächt wiederum unser Immunsystem. Antibiotika können auch Allergien auslösen. Ein weiteres bekanntes und gefährliches Problem ist, dass der massive und vereinzelt falsche Einsatz von synthetischen Antibiotika Resistenzen hervorruft. Gefährliche Bakterien können dann nicht mehr getötet werden und vermehren sich weiter. Inzwischen gibt es auch multiresistente Bakterien.

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Ein großer Vorteil dieser „natürlichen Antibiotika“ ist es, dass eine Resistenzentwicklung sehr unwahrscheinlich ist. Resistenzentwicklung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die „natürlichen Antibiotika“ irgendwann nicht mehr gegen bestimmte Bakterien wirken, weil diese eben resistent gegenüber dem Wirkstoff geworden sind. Das ist eine große Gefahr bei den industriell hergestellten Antibiotika.

Illustration: natürliches Antibiotikum vs. synthetisches Antibiotikum

Wirkstoffe und Beispiele: Knoblauch, Honig, Kurkuma & Co.

In erster Linie ist der Knoblauch für seine antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung bekannt. Für die positiven gesundheitlichen Effekte sind die schwefelhaltigen Verbindungen im Knoblauch verantwortlich. Eine besondere Rolle spielt hier das Alliin, das sich bei mechanischem Zerkleinern oder auch beim Trocknen in das Allicin umwandelt. Damit der Knoblauch nach dem Zerkleinern seine volle Wirkung entfalten kann, sollte er ca. 5 Minuten an der Luft gelassen werden, bevor er in eine Pfanne gegeben wird.

Honig schmeckt nicht nur lecker. Als Hausmittel wirkt auch besonders der Manuka-Honig wie ein starkes natürliches Antibiotikum. Selbst wo herkömmliche Antibiotika aufgrund von resistenten Bakterien versagen, schlägt Manuka-Honig bei der Behandlung immer noch an. Doch auch gewöhnlicher Bio-Honig kann zum starken Antibiotikum werden, und zwar in Verbindung mit Kurkuma.

Kurkuma enthält Curcumin, ein starkes Antioxidans mit entzündungshemmenden und antimikrobiellen Eigenschaften. Es unterstützt das Immunsystem und hilft, Infektionen vorzubeugen. Außerdem fördert Kurkuma die Entgiftung des Körpers.

Weitere bekannte natürliche Antibiotika: Ingwer (entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral), Kapuzinerkresse (Senföle wirken desinfizierend), Meerrettich (wirksam gegen Atemwegs- und Harnwegsinfekte), Propolis (flavonoidreiches Bienenharz mit antimikrobieller Wirkung), Oreganoöl (enthält Carvacrol und Thymol) und Thymian (Thymol wirkt antibakteriell).

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Rezept: Knoblauch-Honig (einfaches Hausmittel)

Der Knoblauch-Honig ist in wenigen Minuten angesetzt. Dann heißt es warten und dafür sorgen, dass die Zehen stets mit Honig bedeckt sind. Um das Risiko für Verderbnis oder die Vermehrung gesundheitgefährdender Bakterien (z. B. Botulismus) zu minimieren, kann ein kleiner Schuss Apfelessig ergänzt werden. Der niedrigere pH-Wert hilft das Wachstum unerwünschter Keime zu hemmen.

ZutatenMenge
Frischer Knoblauch100 g
Naturbelassener Honig250 g
Optional Apfelessig1 TL - 1 EL

Zubereitung:

  1. Glas und Deckel abspülen und keimfrei machen.
  2. Knoblauch schälen und putzen. Die Zehen leicht mit der flachen Seite eines Messers andrücken.
  3. Die Knoblauchzehen in das Glas schichten und den Honig darüber geben. Der Knoblauch sollte komplett mit Honig bedeckt sein und keine Luftblasen zurückbleiben.
  4. Das Glas verschließen und an einem lichtgeschützten Ort bei Raumtemperatur für mindestens 30 Tage fermentieren lassen.
  5. Wichtig: In den ersten Tagen täglich öffnen, um Gase entweichen zu lassen und kurz aufschütteln, damit der Knoblauch stets von Honig bedeckt ist. Nach ca. 3 Tagen bilden sich die ersten Bläschen. Der Honig wird dann flüssiger und die Bläschen lassen irgendwann nach. Dann nicht mehr öffnen.
  6. Den fertigen Knoblauch-Honig im Kühlschrank aufbewahren.

Zum Würzen: Verwende den Knoblauch-Honig in Dressings und Marinaden anstelle von herkömmlichem Honig. Eine kleine Portion (etwa in der Größe des kleinen Fingernagels) der Paste wird dann gleichzeitig mit einem Glas Wasser eingenommen.

Instagram-Video: Knoblauch-Honig Zubereitungsschritte

Dosierung und Anwendung bei Erkältungen

Bei akuten, leichten Beschwerden, wie etwa ersten Erkältungserscheinungen, alle zwei Stunden einen halben Teelöffel des Gemischs lutschen. Am zweiten Tag alle 3 Stunden. Bessern sich die Symptome, dann über ein paar Tage noch 3 x täglich einen halben Löffel Antibiotikums einnehmen. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollten Sie jedoch lieber den Arzt aufsuchen statt mit natürlichen Antibiotika zu experimentieren.

Der Anti-Erkältungs-Sirup kombiniert die heilenden Eigenschaften von Knoblauch und Waldhonig - zwei bewährten Hausmitteln gegen Husten, Halsschmerzen und Viren. Knoblauch wirkt wie ein natürliches Antibiotikum und bekämpft Viren sowie Bakterien, während Waldhonig das Immunsystem stärkt und den Hals beruhigt. Durch die Kombination der beiden Zutaten entsteht ein fermentierter Sirup, der mild im Geschmack ist und eine verstärkte Wirkung entfaltet. Nach der Zubereitung ist der Sirup mehrere Monate haltbar und kann bei den ersten Anzeichen einer Erkältung eingenommen werden.

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Weitere Rezepte mit Honig und Pflanzen

Honig mit Kurkuma (schnell wirkendes Mittel)

Die Herstellung dieses natürlichen Heilmittels ist denkbar einfach: auf 200 ml kaltgeschleuderten Honig kommen 2 TL Kurkuma und etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, welcher als zusätzlicher Aktivator gilt. Die Mischung wird so lange verrührt, bis eine homogene Masse entsteht. Anwendung: Bei akuten, leichten Beschwerden, wie etwa ersten Erkältungserscheinungen, alle zwei Stunden einen halben Teelöffel des Gemischs lutschen.

Zwiebel-Honig-Mischung

Zubereitung der Zwiebel-Honig-Mischung: Man schneidet eine mittlere bis große Zwiebel in feine Würfel. Diese werden in ein Schraubglas gegeben und mit etwa 100 ml Honig bedeckt. Das Ganze sollte 6 - 24 Stunden ziehen. Zwischendurch ein bis zwei Mal umrühren und anschließend das recht flüssige Ergebnis abseihen. Dosierung: 2 - 3 Teelöffel 3 x täglich. Tipp: Eine noch stärkere Wirkung erzielt man unter Zugabe einer gehackten, großen Knoblauchzehe und etwas frisch gepresstem Zitronensaft.

Natürliche Antibiotikum mit Meerrettich und Kapuzinerkresse

Für einen Auszug und die Anfertigung eines natürlichen Antibiotikums wird, neben etwa 100 Gramm des frischen Laubs der Kapuzinerkresse, ein etwa zwei Zentimeter großes Stück Meerrettich und ein halber Liter Schnaps, zum Beispiel Wodka, benötigt. Zur Zubereitung die Blätter der Kresse grob schneiden und den Meerrettich reiben, in ein Schraubglas geben und mit dem Alkohol aufgiessen. Nun einfach zwei Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen und dann abseihen. Die Dosis: Maximal 30 Tropfen über den Tag verteilt. Dieser Auszug kann prophylaktisch oder bei Bronchitis, grippalen Infekten, Schnupfen oder Harnwegsinfekten eingenommen werden.

Kapuzinerkresse und frisch geriebener Meerrettich

Großer Rezeptvorschlag: „Natürliches Anti‑Erkältungs‑Elixier“

Das auf traditionellen Rezepten basierende „natürliche Antibiotikum“ kombiniert Ingwer, Kurkuma, Meerrettich, Chilis, Zwiebeln, Knoblauch, Honig und Apfelessig zu einer besonders effektiven Mischung. Zutatenbeispiel: 700 ml naturtrüber Apfelessig, 25 g Knoblauch, 70 g Zwiebeln, 17 g Peperoni/Chili, Meerrettich, Ingwer und Kurkuma. Die Mischung in Gläser füllen und 14 Tage lang im Kühlschrank ziehen lassen. Täglich schwenken, kräftig schütteln oder umrühren. Nach 14 Tagen die Flüssigkeit abseihen und in frische Gläser füllen.

Zur unterstützenden Behandlung bei Infekten können Sie über den Tag verteilt bis zu 6 Esslöffel der Mischung einnehmen, beispielsweise dreimal täglich ein bis zwei Esslöffel. Zur Stärkung des Immunsystems genügt bereits ein Esslöffel pro Tag. Unverdünnt wirkt das „natürliche Antibiotikum“ am intensivsten. Zur besseren Verträglichkeit verdünnen Sie es in einem Glas Wasser, in Gemüsesaft oder Joghurt. Bitte spülen Sie Ihren Mund nach der Einnahme immer mit Wasser oder zuckerfreien Getränken aus, um zu verhindern, dass die enthaltene Säure den Zahn-Schmelz angreift.

Weitere Anwendungsbeispiele und Tipps

  • Wer sich auf Basis einer Gemüsebrühe einen Sud mit frischem Ingwer, etwas Chili, Thymian, Salbei und Knoblauch zubereitet, hat eine würzige wie wirkungsvolle Waffe gegen Infekte.
  • Mehrmals täglich ein Tropfen Oreganoöl eingenommen wirkt antiviral, antioxidativ, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Teebaumöl dient dagegen lediglich zur äußeren Anwendung auf der Haut.
  • Purer Knoblauch kann allerdings unsere Speiseröhre reizen, deshalb empfiehlt es sich, mit einem Glas Wasser nachzuspülen. Die schwefelhaltigen Verbindungen können zu Blähungen und Krämpfen führen. Deshalb sollte man sich beim Konsum von Knoblauch langsam herantasten um keine Nebenwirkungen zu erfahren.
  • Wer die Luxus-Variante möchte, setzt auf Manuka-Honig. Die Kombination mit Honig wirkt ebenso antibiotisch und bekämpft schädliche Bakterien.

Sicherheitshinweise

Natürlich kann eine Knoblauchzehe keine klassische Therapie mit Antibiotika, die vom Arzt verordnet wurde, ersetzen. Im akuten Notfall sollte man immer einen Arzt aufsuchen. Das „natürliche Antibiotikum“ unterstützt das Immunsystem und ist nicht schädlich für die Darmflora. Es kann allerdings keine vom Arzt verschriebene Antibiotika ersetzen!

Bei starken oder anhaltenden Beschwerden suchen Sie bitte einen Arzt auf. Wenn sich die Flüßigkeit optisch oder geschmacklich verändert, darf sie nicht mehr eingenommen werden. Zur Minimierung von Risiken kann ein kleiner Schuss Apfelessig ergänzt werden, da der niedrigere pH-Wert das Wachstum unerwünschter Keime hemmt.

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