Rezepte für Kekse zum Füllen: Klassiker und neue Ideen für jeden Geschmack
Kekse zum Füllen gehören zu den vielseitigsten und beliebtesten Gebäcken. Sie verbinden zarten, mürben Teig mit himmlisch fruchtigen, schokoladigen oder nussigen Füllungen - und bieten das perfekte Basisrezept für Abwechslung auf dem Plätzchenteller, zum Kaffee oder zum Verschenken. In diesem Beitrag erwarten dich detaillierte Anleitungen, bewährte Tipps und kreative Hintergrundinformationen rund um gefüllte Kekse. Ob für Backanfänger oder Fortgeschrittene, zu Weihnachten, Ostern oder als Sonntags-Nascherei: Hier findest du das richtige Rezept und viele Inspirationen zum Variieren, Dekorieren und Verpacken.
Gefüllte Kekse: Traditioneller Genuss und kreative Vielfalt
Gefüllte Kekse überraschen mit einer spannenden Textur-Kombination - außen knusprig, innen zart und aromatisch. Marmelade, Schokoladencreme, Nüsse oder Gewürzfüllungen machen sie zu kleinen Kunstwerken mit besonderem Genussfaktor. Plätzchen mit Marmelade sind ein Klassiker und einfach köstlich. Mit diesem Rezept gelingen sie Ihnen garantiert - als Mitbringsel oder einfach so.
Die mit Marillenmarmelade gefüllten Mürbteigkekse kommen tatsächlich aus Linz. Ihre Geschichte lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Bekannt ist Linz nicht nur für seine Kekse, sondern auch für die Linzer Torte: Das Rezept gilt als das älteste Tortenrezept der Welt. Engelsaugen, auch Husarenkrapfen genannt, sind ein echter Plätzchen-Klassiker.
Angefangen bei Frühlingskeksen mit frischem Rhabarber, sommerlichen Plätzchen mit Lavendel oder Pfirsich bis hin zu Chai-Tee-Keksen für gemütliche Herbsttage. Früchte, Nüsse, Gewürze & Schokolade vereinen sich zu neuen Keks-Kreationen.
Das Grundprinzip: Mürbeteig für gefüllte Kekse
Mehl, Zucker, Butter - ein klassischer Mürbeteig besteht aus nur drei Zutaten. Und das im Verhältnis 3-2-1: drei Teile Mehl, zwei Teile Butter, ein Teil Zucker. Der Grundteig für viele Kekse. Das Geheimnis eines guten Keksteiges ist die Butter. Diese sollte kalt sein, damit die Masse möglichst mürbe wird und knusprig ausbackt. Für diesen Zweck kann man fertigen Keksteig auch für einige Minuten oder sogar Stunden in den Kühlschrank legen.
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Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Eine Mulde in die Mitte formen. Die kalte Butter in kleinen Stückchen in die Mulde geben, anschließend die Eigelbe und den Zucker zusammen mit dem Vanillezucker darüber geben. Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig: der Teig ist im Prinzip ein Mürbeteig, der mit den Händen geknetet wird. Am besten gibt man zunächst das Mehl in eine große Schüssel und vermischt es mit dem Backpulver und einer Prise Salz.
Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig sollte vor der Weiterverarbeitung kalt und fest sein.
| Zutat | Menge | Hinweis |
|---|---|---|
| Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630) | 250 g | Basis für Mürbeteig |
| Backpulver | 1 TL | für Lockerheit |
| Rohrzucker | 100 g | Süße und Struktur |
| Bourbon-Vanillezucker | 1 Päckchen | Aroma |
| Salz | 1 Prise | Geschmack |
| Eigelb | 3 Stück | Bindung und Farbe |
| Butter, kalt | 150 g | Mürbigkeit |
| Marmelade | nach Wahl | Füllung |
Klassiker: Marmeladen-Kekse zum Füllen
Der Alltags-Klassiker für gefüllte Kekse sind Marmeladen-Kekse. Die Kekse machte meine Mutter schon, als ich Kind war und die Zubereitung ist denkbar einfach. Sie sind ein köstlicher Snack zum Nachmittags-Tee oder -Kaffee und lassen sich mit jedweder Marmelade füllen. Die Marmelade: Im Prinzip lassen sich die Kekse mit jeder Marmelade zubereiten. Meine Kinder mögen nur fein passierte Marmelade ohne Kerne und ohne Stückchen. Ich bewahre Marmelade grundsätzlich immer im Kühlschrank auf, weiß aber auch, dass Marmelade bei vielen im Küchenschrank steht. In diesem Fall empfehle ich, die Marmelade vorher unbedingt zu kühlen! Auch das hilft, dass sie beim Backen im Keks bleibt, da sie dann nicht zu flüssig ist.
Kekse formen: Sobald der Teig richtig schön kalt und fest ist, kann man den Backofen vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Man bricht sich ein bisschen von dem Teig ab und rollt ihn zwischen den Händen zu einer Kugel mit ca. 2 cm Durchmesser. Anschließend drückt man mit dem Daumen eine Mulde in die Teigkugel. Wer es besonders gleichmäßig haben möchte, kann dazu auch die Rückseite eines Kochlöffels nehmen. Wichtig: die Mulde sollte tief genug und der Rand drumherum nicht zu dünn sein! Damit verhindert ihr, dass beim anschließenden Backen die Marmelade aus dem Keks herausläuft.
In die Mulde einen Klecks gekühlte Marmelade setzen. Die Kekse in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 12-15 Minuten backen. Die Backzeit kann daher etwas variieren, beträgt aber in der Regel etwa 12-15 Minuten. Ich heize meinen Ofen auf 175-180 Grad Umluft vor und backe die Kekse in der Mitte des Ofens. Sobald der Rand der Kekse goldgelb ist und anfängt leicht zu bräunen, sind die Kekse fertig. Ich setze die Kekse direkt nach dem Backen zum Abkühlen auf ein Gitter. Lässt man die Kekse auf dem warmen Backblech abkühlen, werden sie oft weich. Für mich dürfen sie jedoch gerne ein bisschen knuspern.
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Rezept: Marmeladen-Kekse
- 250 g Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630)
- 1 TL Backpulver
- 100 g Rohrzucker
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eigelb
- 150 g kalte Butter
- Marmelade nach Wahl
Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde kühlstellen. Kleine Kugeln (2 cm) formen, Mulde hinein drücken, Marmelade einfüllen und 12-15 Minuten bei 175-180°C Umluft backen.
Tipp: Die Kekse halten sich in einer luftdicht verschlossenen Dose ca. 1 Woche. Sofern sie nicht vorher aufgegessen werden.
Schokoladige Verführung: Dark Chocolate Kisses
Dark Chocolate Kisses - allerfeinste Schokoladen-Plätzchen, die auf der Zunge zergehen. Mit ihrem Schokoladenkern sind sie ein Traum. Für alle, die nicht so sehr auf Schokolade stehen, die finden in "Meine kreative Kekswerkstatt" über 40 weitere Rezepte, da ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Zutaten: Dark Chocolate Kisses
- 40 g Mehl
- 140 g Speisestärke
- 1/4 TL Zimt
- 40 g Puderzucker
- 25 g Kakaopulver
- Mark einer halben Vanilleschote
- 130 g kalte Butter
- 4 TL Kakaonibs
- 100 g Zartbitter-Kuvertüre
Mehl, Speisestärke, Zimt, Puderzucker, Kakaopulver und Vanille in einer Schüssel vermischen. Butter würfeln und mit Kakaonibs hinzugeben, erst mit Knethaken, dann per Hand zu glattem Teig verkneten. Backofen auf 175 °C vorheizen, haselnussgroße Kugeln formen, auf Blech legen, Mulde drücken, ca. 12-15 Min. backen. Kuvertüre nach Anleitung temperieren, in Mulde füllen, auskühlen lassen.
Kreative und moderne Interpretationen
Kekse sollen nicht nur gut schmecken, sondern auch so aussehen. Das Auge isst schließlich mit. Mit Rollfondant zauberst du aus deinen Keksen richtige Kunstwerke in 3D-Optik. Einfacher geht’s mit Zuckerperlen, Schokolade, Kokosraspeln, Streusel und Co. Oder mit Eiweißglasur. Wer Lust auf ausgefallene Kombinationen hat, greift zu Besonderheiten wie Rosmarin-Zitronen-Shortbread oder Paranuss-Plätzchen mit Fleur de Sel und verlockender Feige. Außergewöhnliche Zutaten wie Matcha-Tee oder Tonkabohne, die Kombination mit Gewürzen wie Rosmarin sowie die Verwendung von alternativen Mehl- und Zuckersorten bieten eine neue Art des Keks-Genusses.
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Bunte Konfetti-Kekse
Super easy, kaum Gematsche und extrem gut genießbar für Jung und Alt: knusprige Konfetti-Kekse. Geschmacklich überzeugen Konfetti-Kekse bei uns daheim nicht nur die Kindern, sondern auch die Erwachsenen. Sie sind knusprig, aber nicht zu hart. Süß, aber nicht klebrig überzuckert.
Zutaten:
- 125 g Margarine oder Butter
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Ei
- 225 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- Streusel nach Wunsch
Margarine/Butter und Zucker schaumig rühren. Ei einarbeiten, danach Mehl und Backpulver zugeben. Hälfte der Streusel unterkneten. Teig für mindestens 1 Stunde luftdicht verschlossen kalt stellen. Backofen auf 180°C vorheizen, Kekse ausstechen oder formen, 10-12 Minuten backen. Nach Belieben mit weiteren Streuseln verzieren.
Nüsse, Gewürze und besondere Füllungen
Mit perfekten Rundungen: Die mürben Doppeldecker umschließen eine feine Füllung aus Cashews und getrockneten Früchten. Die Mandelplätzchen gehen rasch, gefüllt wird mit Vanill’-Ganache. Süße Versuchung in Herzform - da kann man kaum widerstehen. Gefüllt mit Dulce de Leche sind diese Schoko-Kekse doppelt leckere Doppeldecker! Mit gewissem Einschlag: Fein gehackte Walnusskerne, gutes Orangeat und Mohn in zwei Varianten füllen die Scheibchen aus Mürbeteigstrudel.
Die feinen Mürbeteigecken mit dekorativem Minzblatt und süß-säuerlicher Lemon-Curd-Glasur betören mit buttriger Frische. Macarons schmecken das ganze Jahr und sind in vielen Variationen erhältlich. Ein Mini-Mandelmakrönchen mit Konfitürekern thront auf einer Kakaomakrone mit Schoko-Ganache.
Gefüllte Kekse - Tipps für den Backalltag
- Schürze umbinden: Besonders, wenn kleine Kinder mitmachen, empfehle ich die richtige „Schutzausrüstung”.
- Teig gut kühlen, damit die Kekse schön knusprig werden.
- Backofen auf die richtige Temperatur vorheizen, damit die Kekse beim Backen formstabil bleiben.
- Die Backzeit ist ein Richtwert. Kekse im Blick behalten und aus dem Rohr nehmen, wenn sie leicht gebräunt sind.
- Zucker in Maßen verwenden, sonst werden die Kekse schnell zu süß. Natürliche Alternativen wie Honig, Agavendicksaft oder Dattelsirup ausprobieren.
- Marmelade und andere Füllungen sollten möglichst fest und kühl sein, damit sie beim Backen nicht verlaufen.
Kekse dekorieren und verschenken
Mit wunderbaren Verziertechniken werden aus selbst gebackenen Keksen kleine Kunstwerke. Am Ende jeder Keks-Session findet ihr tolle Anregungen, wie sich die gefüllten Plätzchen hübsch und sicher verpacken lassen - ideal als Geschenk oder Mitbringsel. Und um das Keks-Glück perfekt zu machen, gibt es am Ende des Buchs wunderhübsche Anregungen, um eure Keks-Kreationen kreativ zu verpacken.
Kekse backen ist total einfach und macht viel Spaß. Besonders Kinder lieben es, Mama beim Keksebacken zu helfen oder Plätzchen auszustechen und zu dekorieren. Die meisten Rezepte sind auch so einfach, dass schon kleine Hände mitmachen können.
Gefüllte Plätzchen für jede Jahreszeit
Kekse sind das ganze Jahr über beliebt - nicht nur zu Weihnachten. Auch im Frühling, zu Ostern oder Pfingsten, im Sommer zum Gartenpicknick oder im Herbst zur Kürbiszeit oder Halloween gibt es viele Gelegenheiten. Versucht sie gerne einmal mit unterschiedlichen Marmeladensorten und passt sie so den Jahreszeiten an. Holt Euch für die Zubereitung Unterstützung von kleinen Helfern und macht es so zu einem kleinen Event.
Wissenswertes und Fun Facts rund ums Keksebacken
- Kekse waren bis ins 19. Jahrhundert absolute Luxusgüter. Die darin enthaltenen Gewürze wie Kakao und Zimt sowie auch Zucker waren nämlich extrem teuer und für die meisten so unerschwinglich.
- In Österreich auch Aranzini genannt, sind die kandierten Orangenschalen wichtiger Bestandteil vieler Kekse wie der Hausfreunde.
- Von A wie Anisbögen bis Z wie Zimtsterne: Es gibt über 20.000 verschiedene Sorten Weihnachtskekse.
- Cookies sind die amerikanischen Verwandten unserer Kekse. Sie sind außen knusprig und innen weich. Sehr oft sind Schokoladenstücke drin.
- Laut Statista sind Vanillekipferl die liebste Kekssorte der Österreicher.
Backen verbindet Generationen
Der Duft von frisch gebackenen Keksen versetzt mich immer sofort in meine Kindheit. Damals habe ich gern mit meiner Großmutter gebacken. Ich erinnere mich, wie ich in der alten Küche stand und Keksteig knetete. Heute verwende ich oft traditionelle Keksrezepte aus einfachen Zutaten. Die meisten Kekse, Cookies und Plätzchen brauchen nur wenige Zutaten, die man eigentlich immer im Haus hat.
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