Kekse mit Schokolade überziehen: Anleitung und Tipps
Egal ob es im Rezept steht oder nicht, es gibt nur wenige Backwaren, die sich nicht mit ein wenig Schokoglasur oder -verzierung noch unwiderstehlicher machen lassen. Schön glänzend, zart schmelzend mit dem richtigen Biss - genau so soll Schokoglasur aussehen und schmecken!
Warum Schokolade als Überzug?
Schmelzene Schokolade findet beim Backen viele Anwendungsmöglichkeiten: Glasieren, Verzieren, kleine Schönheitsfehler kaschieren. Fast niemand! Deshalb ist das Verzieren mit Schokolade auch für Weihnachtsplätzchen eine gute Idee.
Grundlagen: Teig und Vorbereitung
Mehl: Das Fundament. Die Wahl des richtigen Mehls ist entscheidend für die Textur Ihrer Kekse. Zucker: Süße Perfektion. Kristallzucker oder Puderzucker? Fette: Butter vs. Margarine. Butter sorgt für einen reichhaltigen Geschmack, während Margarine eine leichtere Textur bietet. Unsere Wahl? Eier: Wir brauchen Eier, oder? Zumindest ein Ei sollte im Grundrezept enthalten sein, damit der Teig gut bindet und eine tolle Konsistenz aufweist.
Mischen Sie alle Zutaten zusammen und kneten Sie, was das Zeug hergibt. Eine Dicke von 4-6 mm ist ideal für die meisten Kekse. Zu dünn und sie werden zu knusprig, zu dick und sie werden nicht richtig durchgebacken. Von klassischen Kreisen bis zu komplexen Figuren, die Möglichkeiten sind endlos. Nachdem Sie Ihre Kekse mit den Plätzchenausstechern in Form gebracht haben, geht es ab in den Ofen.
Vorheizen ist Pflicht. Backzeit: Je nach Dicke und Größe variiert die Backzeit. Sobald die Kekse goldbraun sind und die Küche nach Weihnachten duftet, können Sie die Kekse aus dem Ofen nehmen. Wer bei Plätzchen auf eine goldene Backfarbe und tollen Glanz setzen möchte, bestreicht das knusprige Gebäck vor dem Backen mit Eigelb.
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Schokolade schmelzen: Technik und Sicherheit
Bei Kuvertüre musst du beim Schmelzen schon eher die richtige Temperatur (ca. 30°C im Auge haben, damit sie dir nach dem Aushärten nicht grau wird. Unser Tipp: Erhitze normale Schokolade mit etwas Kokosfett. Dafür gibst du die Schokolade mit einem Teelöffel Kokosfett in eine kleine Metallschüssel und hängst sie in einen Topf mit köchelndem Wasser. Pass aber auf, dass kein Wasser in die Schokolade kommt!
Schüssel in den Kochtopf stellen bzw. Schokolade über Dampf (Wasserbad) bei schwacher Hitze schmelzen. Beim Umrühren die Schokolade mit einem Löffel am Schüsselrand glattstreichen und darauf achten, dass keine Luft untergerührt wird. Besonders schön lassen sich Plätzchen außerdem verzieren, wenn du die Schokolade zusammen mit Kokosfett vorsichtig im Wasserbad schmelzen lässt.
Arten von Schokogüssen und ihre Anwendung
Kuvertüre, Kuchenglasur oder Schokolade: für einen schokoladigen Guß hast du viele Möglichkeiten. Am unempfindlichsten, aber auch am wenigsten verwandt mit Schokolade ist die Kuchenglasur, die du nur erwärmen musst. Gebäck mit Schokoglasur trocknet an einem kalten Ort schneller als Gebäck mit Zuckerguss.
Für eine glatte Oberfläche ist Zuckergussglasur aus Wasser und Puderzucker unübertroffen. Zubereitung: Alle Zutaten mischen und gut verrühen. Mit einem Pinsel oder einen Spritzbeutel lässt sich der Zuckerguss nun auf die Kekse aufbringen. Zuckerguss ist der Klassiker. Einfacher könnte Plätzchen verzieren gar nicht sein. Aus Puderzucker und Wasser oder Zitronensaft ist ruck, zuck ein süßer Guss zusammengerührt, mit dem das Verzieren richtig Freude bereitet.
Wann glasieren: Reihenfolge beachten
Einteilung beim Glasieren: Nicht für jede Sorte extra Glasur vorbereiten. Am besten, man bereitet mehrere Sorten vor, die glasiert werden sollen. Dann mit jenen Sorten beginnen, die getaucht werden (Spitzen von Kipferln, Unterseite von Kokoskuppeln, Mokkakrapferln, …).
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Vorsicht: Gebäcksorten, von denen sich Brösel lösen (Nussecken, Mandelschnitten, Florentiner etc.) werden ganz zum Schluss glasiert. Die restliche Schokoglasur kann man dann eventuell für Rumkugeln oder zum Glasieren von Kokosstangerln verwenden.
Techniken: Tauchen, Bestreichen, Bespritzen
Spritzgebäck wird häufig zur Hälfte in Schokoladenguss getaucht, das kannst du natürlich mit Keksen aus einfachem Plätzchenteig ebenso machen. Tipp: Etwas sparsamer im Schokoladenverbrauch ist das Einstreichen mit dem Backpinsel. Dafür bestreichst du deine Plätzchen vor dem Backen mit verquirltem Eigelb. Sie werden dann im Backofen schön gold-gelb.
Anschließend das Gebäck mit einer Gabel in die Schokoglasur tauchen oder mit feinen Schokostreifen überziehen. Schokolade (Kuvertüre) oder Kuchen Glasur über Dampf (Wasserbad) bei schwacher Hitze schmelzen und die Kekse darin tauchen oder damit bestreichen. Schokolade (Kuvertüre) oder Glasur fest werden lassen.
Verzieren nach dem Glasieren
Immer erst kurz vom dem Festwerden der Schokolade oder Glasur anbringen, so erhält man das beste Ergebnis. Für optische Highlights sorgst du außerdem mit bunten Zuckerstreuseln, Zuckerperlen oder anderen Zuckerornamenten, die mithilfe des Zuckergusses am Plätzchen haften bleiben. Die Streusel sinken nicht ein bzw. färben nicht ab.
Nutzen Sie Zuckerstreusel, um bunte Akzente zu setzen. Nehmen Sie Kokosraspeln, um weißen Elementen Textur zu verleihen. Benutzen Sie Schokoperlen für Augen und Nelken für Hände. Auch mit Schokolinsen und Schokolade lassen sich hübsche Kekse herstellen.
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Weitere Dekorationstechniken
Royal Icing wird aus Staubzucker, Eiklar und Zitronensaft oder Wasser hergestellt. Kekse bekommen mit Royal Icing eine glatte und matt glänzende Oberfläche. Konturieren: Dickere Royal Icing verwenden, um Konturen auf den Keks zu spritzen. Erst auffüllen, wenn die Umrandung angetrocknet ist, sonst bricht die Umrandung sehr leicht.
Fondant: Zubereitung: Fondant lässt sich leicht kneten und leicht ausrollen. Kneten Sie den Fondant vor Verwendung gut durch und rollen Sie ihn anschließend auf ca. 2 mm Dicke aus. Den Fondant bringen Sie am besten mit einem Messer oder den Keksausstechern in eine passende Form. Besonders für große Bereiche im Keks oder erhabene Stellen wie Augen eignet sich Fondant sehr gut.
Natürliche Dekoration: Die Kekse mit essbaren Blüten oder Blättern verzieren. Darauf achten, dass die Blumen für den Verzehr geeignet sind. Als Basis zum Befestigen eignen sich Schokoglasuren (Kakao, Vollmilch oder weiß). Natürliche Dekoration kurzfristig anbringen, denn diese Kekse kann man nicht stapeln und brauchen daher viel Platz bei der Lagerung.
Praktische Tipps und Fehler vermeiden
Pass aber auf, dass kein Wasser in die Schokolade kommt! Beim Umrühren die Schokolade mit einem Löffel am Schüsselrand glattstreichen und darauf achten, dass keine Luft untergerührt wird. Gebäck mit Schokoglasur trocknet an einem kalten Ort schneller als Gebäck mit Zuckerguss. Verpackst du Plätzchen mit Schokoglasur in einer Keksdose, so empfehle ich dir etwas Butterbrotpapier zwischen die einzelnen Schichten zu legen.
Vielleicht hast du dich schon mal gefragt, warum der Zuckerguss auf manchen Plätzchen so glänzt? Das liegt sicher an einem untergerührten Eiweiß. Das sogenannte Royal Icing wird besonders gern für Lebkuchen verwendet, da es besser aushärtet. Rutschen sie dir runter, ist dein Guss zu flüssig.
Einfache Deko-Ideen ohne Zuckerguss
- Indem wir das Glas auf den ausgerollten Plätzchenteig drücken, übertragen wir das hübsche Muster auf die Kekse!
- Rosmarin sorgt für ein tolles Muster! Dafür stechen wir ebenfalls Kreise aus dem Teig aus und drücken einen Zweig Rosmarin hinein.
- Zeichne dein gewünschtes Motiv auf Back- oder Butterbrotpapier, schneide es von Innen her aus und lege es auf den bereits gebackenen Keks. Nun kannst du eine Schicht Puderzucker darüberrieseln lassen.
- Dafür die Klinge leicht in den Teig drücken und dies im regelmäßigem Abstand wiederholen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Ihre Meisterwerke müssen Sie natürlich nicht sofort verputzen, obwohl sich Ihre Freunde und Familie schon darauf freuen werden. Für maximale Frische verwenden Sie luftdichte Behälter. Hast du Plätzchen und Weihnachtsgebäck mit Zuckerguss dekoriert, lässt du es anschließend einige Stunden auf dem Blech liegen.
Verpackst du Plätzchen mit Schokoglasur in einer Keksdose, so empfehle ich dir etwas Butterbrotpapier zwischen die einzelnen Schichten zu legen.
Praktische Rezepte und Spartricks
Du kannst ihn ganz einfach selber machen: Verrühre 200 g Puderzucker mit 4 Esslöffeln Flüssigkeit. Der Guss sollte cremig fließend sein, dann ist er richtig. Als Flüssigkeit eignen sich Zitronensaft, Limettensaft oder Orangensaft als saurer Kontrast.
Unser Tipp: Erhitze normale Schokolade mit etwas Kokosfett. Dafür gibst du die Schokolade mit einem Teelöffel Kokosfett in eine kleine Metallschüssel und hängst sie in einen Topf mit köchelndem Wasser.
Vier einfache Ideen mit großer Wirkung
Wir zeigen dir auf vier ganz unterschiedliche Arten, wie man Plätzchen toll ohne Zuckerguss dekoriert. Trotzdem sind die Ideen einfach gemacht und erfordern kein teures Equipment. Noch mehr tolle Ideen zum Verzieren von Plätzchen: Nun fehlt dir nur noch der richtige Gebäckschmuck? Dazu stöberst du am besten mal durch das Backregal im Supermarkt.
| Technik | Material | Tipp |
|---|---|---|
| Tauchen | Kuvertüre, Kuchenglasur | Kokosfett zugeben, Wasserbad nutzen |
| Bestreichen | Backpinsel, verquirltes Ei | Für Glanz vor dem Backen Eigelb benutzen |
| Aufspritzen | Spritzbeutel, Royal Icing | Konturen zuerst trocknen lassen |
| Fondant | Rollfondant, Ausstecher | Auf ~2 mm ausrollen |
Kekse dekorieren ist mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Es ist eine Kunstform, die Präzision, Kreativität und ein Auge fürs Detail erfordert. In diesem umfassenden Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Kekse in Meisterwerke verwandeln können, die nicht nur gut schmecken, sondern auch atemberaubend aussehen.
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