Kekse ohne Plastikverpackung: Umweltfreundlich kaufen oder selbst backen und kreativ verpacken
Ob für Adventsfrühstück, als kleine Aufmerksamkeit für Kolleg:innen oder Lieblingsmenschen - Kekse gehören zu den nachhaltigen Geschenkideen und können ganz einfach ohne Plastik gekauft oder selbst gebacken und umweltfreundlich verpackt werden. Wenn du auf Zellophan- und Plastiktüten verzichten willst, findest du hier zahlreiche Inspirationen und praktische Tipps für Einkauf, Herstellung und kreative Verpackung deiner Kekse - alles mit dem Ziel, möglichst wenig Müll zu produzieren.
Kekse plastikfrei kaufen: Wo und wie ist das möglich?
Das Angebot an Süßwaren ist riesig, doch gerade in der Vorweihnachtszeit sind die meisten Kekse und Plätzchen aufwendig in Plastik verpackt. Schon beim Gang durch die Supermarktregale werden viele Zero Waste-Fans vom Anblick unzähliger bunter Kunststoffverpackungen erschlagen. Tatsächlich gibt es jedoch einige Möglichkeiten, Kekse und andere Süßigkeiten ohne Plastikverpackung zu erwerben:
- Im Unverpackt-Laden findest du oft Schokolade, ummantelte Nüsse, Gummibärchen, Bonbons und Kekse lose und kannst sie in eigene Behälter abfüllen.
- Bei Hussel oder anderen Confiserien kannst du lose Ware mit eigener Dose kaufen.
- Auf dem Wochenmarkt oder bei lokalen Bäckereien erhältst du oft Kekse, wenn du eine eigene Dose mitbringst.
- Kirmes oder Weihnachtsmärkte bieten gebrannte Mandeln und andere Leckereien, meist in Papier oder gerne auch in deinem eigenen Gefäß an.
- Einige Bio-Märkte und Marken wie Rapunzel, Bauckhof oder KoRo bieten Kekse und Snacks in Glasbehältern oder kompostierbaren Packungen an.
Wer keinen Unverpackt-Laden in der Nähe hat, kann auch Süßwarenfachgeschäfte, Kioske oder Wochenmärkte nutzen. Lose Süßigkeiten wie Pralinen, Bonbons und Fruchtgummis werden auch in Kaufhäusern, Manufakturen und sogar im Kiosk um die Ecke verkauft. Gerade beim Bäcker gehört es inzwischen zum guten Ton, eigene Dosen zum Einkauf mitzubringen. Snacks und Kekse plastikfrei im Alltag zu organisieren gelingt besonders gut, wenn man immer einen Stoffbeutel, ein Vorratsglas oder eine Edelstahl-Box dabeihat.
Kekse selbst backen: Der nachhaltig-leckere Klassiker
Die nachhaltigste Art zu naschen besteht natürlich darin, selber zu backen. Selbstgemachte Plätzchen zaubern nicht nur Freude, sie lassen sich auch individuell gestalten und ohne Zusätze oder unnötige Verpackung herstellen. Für viele ist der Verzicht auf Süßkram eine große Herausforderung beim plastikfreien Leben - doch Apfelmus, gebrannte Mandeln oder auch Müsli- und Schokoriegel kannst du mit wenig Aufwand selbstmachen und leckere Alternativen zur Plastiktüte schaffen.
Viele Rezepte sind einfach und schnell zubereitet und es ist genau nachvollziehbar, was im Produkt enthalten ist. Zusätzlich kannst du beim Backen regionale oder Bio-Zutaten verwenden und so den ökologischen Fußabdruck verringern. Wenn du wenig Zeit hast, bieten sich besonders schnelle Rezepte wie „Plätzchen von der Rolle“ an.
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Kekse umweltfreundlich und ohne Plastik verpacken: Kreative Ideen
1. Bestickte Spanschachtel
Eine Spanschachtel ist nicht nur praktisch, sondern auch dekorativ und kann individuell bestickt werden. Drucke dir eine grafische Schneeflocke als Vorlage aus, übertrage mit Bohrer die Löcher und sticke mit Garn das Motiv auf. Optional kann die Box mit Seidenpapier ausgelegt und erst anschließend mit Keksen befüllt werden.
| Material | Vorteil |
|---|---|
| Spanschachtel, Stickgarn, Seidenpapier | Wiederverwendbar, individuell dekorierbar |
2. Konservendose voller Kekse
Upcycling-Idee: Verschenke Kekse in einer scheinbar ungeöffneten Konservendose. Diese plastikfreie Verpackung sorgt für Überraschungsmomente. Nach dem Entfernen und Reinigen des Dosenbodens kannst du die Dose kreativ verzieren und später wieder verschließen.
- Kekse in verkehrter Richtung einfüllen, Dosenboden wieder ankleben und gut trocknen lassen.
- Gemustertes Papier, ein kleines Etikett und Dekoration sorgen für einen individuellen Look.
3. Kekse im Glas verschenken
Alte Einmach- oder Honiggläser eignen sich hervorragend zur plastikfreien Verpackung und als hübsches, zweites Geschenk. Mit Packpapier, Bäckergarn und Geschenkanhänger wird daraus eine dekorative, nachhaltige Verpackung, die immer weiter verwendet werden kann.
4. Butterbrottüten in Szene setzen
Butterbrottüten sind schnell und einfach zu nutzen, besonders als Last-Minute-Verpackung. Mit Sternen oder Elementen aus Bastelkarton und einem hübschen Band wird aus einer einfachen Tüte eine attraktive Geschenkverpackung.
- Butterbrottüte mit Plätzchen füllen, Öffnung falten und mit Klebepunkten, Papiersternen oder dekorativen Elementen verschließen.
5. Weitere Upcycling- und Naturmaterialien
Eine Vielzahl nachhaltiger Verpackungsmöglichkeiten ergibt sich durch den geschickten Einsatz von Alltagsgegenständen:
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- Stoffservietten oder hübsche Tücher sind doppelt nützlich als Verpackungsmaterial und Teil des Geschenks.
- Alte Blechteller, Kisten, Weinkisten, Tassen oder Becher lassen sich hervorragend als Geschenkverpackung für Kekse einsetzen.
- Bienenwachstücher sind eine vegane Alternative zu Zellophanfolien und halten Gebäck frisch.
- Geschenktüten aus Bastelpapier, alten Kalenderblättern oder Tapetenresten sind günstig herzustellen und individuell gestaltbar.
Süßes plastikfrei aufbewahren und genießen: Praktische Tipps
- Ein Snack-Vorrat ohne Plastik beginnt mit guter Vorbereitung und eigenem Behälter. Vorratsgläser, Stoffbeutel, Edelstahldosen und Bienenwachstücher helfen beim verpackungsfreien Einkauf und bei der Lagerung.
- Großpackungen im Unverpackt-Laden oder Bio-Großhandel füllen die Vorräte effizient für die ganze Familie auf.
- Lose Snacks auf Märkten und selbstgemachte Leckereien sind perfekte Alternativen für den umweltfreundlichen Alltag.
Snacks to go - plastikfreie Lösungen für unterwegs
Auch unterwegs gelingt nachhaltiges Naschen: Besonders auf Märkten, Weihnachtsmärkten oder beim Bäcker sind eigene Dosen und Beutel die erste Wahl. Viele geliebte Backwaren und Kekse müssen gar nicht einzeln in Plastik verpackt werden - sie werden dir gern unverpackt überreicht, wenn du deinen Behälter mitbringst.
Kosten & Zugänglichkeit: Warum plastikfreie Kekse teurer sind - und trotzdem Sinn machen
Bemerkenswert ist: Produkte, die nicht in Plastik verpackt sind, sind im Verkauf oft teurer als klassische Industrieware. Das hat verschiedene Gründe: Oft ist die Herstellung nachhaltiger Verpackungen aufwändiger, zusätzlich sind die Produkte häufig vegan oder palmölfrei und die Verpackungen werden mit Bio-Farben bedruckt oder aus nachhaltiger Pappe gefertigt. Trotz des Preises lohnt sich der Umstieg - alleine der deutlich geringere Müll und das gute Gefühl, aktiv etwas für die Umwelt zu tun, sprechen dafür.
Zero Waste und plastikfreie Geschenke zu Weihnachten
Verzichte auf Einwegverpackungen und gönne deinen Keksen den Auftritt, den sie verdienen. Mit etwas Kreativität lässt sich fast alles verwenden, was sonst im Müll landen würde - und du schenkst nicht nur Genuss, sondern auch Nachhaltigkeit und Herz. Nehme dir mehr Zeit für das Geschenk und für das Verpacken an sich. Die Verpackung wird so oft selbst zum kleinen Kunstwerk und kann lange Freude bereiten.
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