Einfaches Rezept für Kekse ohne Milch: Vegane Butterplätzchen zum Ausstechen

Mit diesem schnellen und einfachen Plätzchen-Rezept kannst du die besten veganen Butterplätzchen zum Ausstechen für die Weihnachts- und Adventszeit selber backen. Wer hat Plätzchen Backen mit Oma als Kind auch so sehr geliebt? Mir hat Teig kneten, Plätzchen ausstechen, backen und diese anschließend schön dekorieren immer viel Spaß gemacht.

Warum dieses Rezept funktioniert

Der Mürbeteig, auch als Knetteig bekannt, besteht in der Regel nur aus 3 Zutaten: Mehl, Zucker und Butter und kommt ganz ohne Eier aus. Mein einfaches Keksrezept ohne Ei und Milch ist eines von vielen Grundrezepten für Mürbteig, also eigentlich nichts spektakuläres. Trotzdem schmecken die 3 Zutaten Plätzchen immer wieder gut - und sind vor allem unglaublich variabel.

Welche Zutaten eignen sich

Für zarte vegane Butterplätzchen eignet sich am besten helles Weizen- oder Dinkelmehl. Je feiner das Mehl, umso feiner und zarter werden die Plätzchen. Man könnte aber auch eine Mischung aus hellem und gröberem Mehl nehmen. Wer möchte, könnte auch einen Teil des Mehls durch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse ersetzen wie bei meinem Rezept für vegane Linzer-Kekse.

Ich empfehle einen sehr feinkörnigen Zucker oder Puderzucker zu nehmen, damit man keine groben Kristalle im Teig hat. Grundsätzlich kann aber jeder Zucker wie Rohrohrzucker, weißer oder brauner Zucker oder Kokosblütenzucker verwendet werden.

Da vegane Butter einen höheren Fettanteil von 80% hat, ist sie im gekühlten Zustand nicht so weich wie Margarine, sodass man dann einfacher mit dem Teig arbeiten kann und er im Ofen nicht so leicht zerläuft. Die Butter kann man oftmals sehr unkompliziert mit Pflanzen-Margarine oder auch Öl austauschen. Rapsöl und Sonnenblumenöl haben keinen Eigengeschmack und eignen sich sehr gut. Alsan ist eine Margarine aus Kokosfett und Palmfett, die sich sehr gut zum Backen eignet und Butter durch ihre Festigkeit sehr gut ersetzt.

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Teig verfeinern

Je nach Vorliebe und Geschmack kannst du den Plätzchen-Grundteig noch mit anderen Gewürzen und Aromen verfeinern. Ich gebe zum Beispiel gerne noch eine Prise Salz und etwas Vanille hinzu, aber man könnte sich auch für Zimt, Spekulatius-Gewürz, Kürbis-Gewürz oder Zitronen- oder Orangenschale entscheiden. Ich liebe Backaroma aus den kleinen Fläschchen. (Die Backaromen von Dr. Oetker sind vegan).

Zutaten (für Grundrezept, ca. eine Blechladung)

  • 300 g Mehl (oder 300 g Dinkel- oder Weizenmehl)
  • 100 g Puderzucker (oder 100 g feinkörniger Zucker)
  • 200 g vegane Butter oder Margarine (z. B. Alsan) oder 150-200 g vegane Butter je nach Rezeptvariante
  • 1 Pck. Vanillezucker oder 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • optional: Zitronen- oder Orangenabrieb, Zimt, Gewürze nach Geschmack

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Mehl, Puderzucker, Vanille und Salz in eine große Schüssel sieben.
  2. Die gewürfelte vegane Butter hinzufügen und alles mit den Händen (oder in einer Küchenmaschine) zu einem Teig verarbeiten.
  3. Mehl, Zucker und Butter zu einem Teig verkneten, am besten erst mit der Küchenmaschine, dann nochmal kurz mit den Händen nacharbeiten. Der Teig erscheint erstmal bröselig, wird dann aber zu einer Art Streuseln und zuletzt schön homogen. Notfalls noch 1 TL Eiswasser zugeben.
  4. Anschließend den Teig zu einem flachen Ball formen, fest in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Stunde (oder 30-120 Minuten je nach Rezept) in den Kühlschrank legen.
  5. Den Ofen auf 200 °C Ober-Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen und 2-3 große Backbleche mit Backpapier auslegen.
  6. Eine Arbeitsfläche und ein Nudelholz mit Mehl bestäuben. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und ca. 0,5-0,6 cm dick ausrollen. Die erste Teigkugel kurz Zimmertemperatur annehmen lassen, mit der Hand leicht flachdrücken und zwischen Folie oder auf leicht bemehlter Fläche ausrollen.
  7. Mit beliebigen Ausstechformen Plätzchen ausstechen und auf die vorbereiteten Backbleche legen. Die Plätzchen immer auf ein kaltes Backblech legen. Teigreste zusammenkneten, erneut ausrollen und weitere Plätzchen ausstechen, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.
  8. Die Plätzchen ca. 8-12 Minuten backen, oder bis die Ränder leicht gebräunt und knusprig sind. Je nach Rezept variiert die Temperatur: 175-200 °C Ober-/Unterhitze (160-180 °C Umluft) und die Zeit 8-15 Minuten.
  9. Die Plätzchen auf ein Kuchengitter legen und vollständig abkühlen lassen.
Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen

Dekorieren und Varianten

Ich habe mich für eine Zuckerglasur und Streusel entschieden. Für eine andere Farbe, kannst du einfach etwas natürliche Lebensmittelfarbe oder Superfoodpulver unter die Glasur rühren. Oder du verwendest einen farbigen Saft statt Zitronensaft wie bei meinen veganen Donuts, Madeleines oder dem Blutorangen-Gugelhupf.

Die einfachste Deko sind Plätzchenstempel. Kekse sehen besonders hübsch mit kunterbunten Streuseln aus. Gerade, wenn man sie mit Kindern backt und vernascht.

Fertige verzierte vegane Butterplätzchen

Lagerung und Vorbereiten

Die veganen Butterplätzchen können prima im Voraus gebacken werden, da sie sehr lange haltbar sind und mit der Zeit sogar mürber werden. In einer verschlossenen Keks-Dose aufbewahrt und bei Zimmertemperatur gelagert halten sie sich bis zu 4 Wochen. Unverzierte Plätzchen können nach dem Abkühlen auch portionsweise in Gefrierbeuteln für 3 Monate eingefroren werden.

Auch den ungebackenen Mürbeteig kann man gut vorbereiten und im Kühlschrank lagern oder für die Zukunft einfrieren. Einfach zu einer flachen Kugel formen, dann in Frischhaltefolie einwickeln und zuletzt in einen Gefrierbeutel geben. Du kannst auch die rohen Plätzchen auf dem Backblech liegend einfrieren, bis sie hart sind, dann in eine Box oder Tüte geben und bei Bedarf auftauen und backen.

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Tipps, Tricks und Alternativen

  • Wenn der Teig zu lange geknetet wird, wird die Margarine zu warm und verbindet sich mit dem Mehl. Der Teig wird dann „brandig“, d.h. er wird brüchig und bröckelt beim Ausrollen. Nur so lange wie nötig kneten.
  • Der Teig lässt sich kalt am besten ausrollen. Alternative: Das Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und den Teig darauf ausrollen.
  • Normaler Haushaltszucker ist etwas gröber und löst sich im Teig nicht so schnell auf; daher ist Puderzucker oft angenehmer.
  • Das Salz nicht weglassen. Nur eine kleine Prise nehmen!
  • Ein halbes Fläschchen Backaroma nach Geschmack eignet sich sehr gut, um den Teig etwas aufzupeppen.

Weitere einfache vegane Keksrezepte (Kurzüberblick)

Einfache Plätzchen können auch sehr einfach ohne Eier und Butter gemacht werden: Zutatenbeispiel: 300 g Roggenmehl, 120 g Rohrzucker, 100 g Margarine, ½ Pck. Backpulver, 1 Pck. Vanillezucker, 1 Banane. Zubereitung: Margarine mit Zucker schaumig schlagen, Banane zerdrücken, Mehl mit Backpulver mischen, Teig kneten, kühlen, ausrollen und bei 170 °C ca. 10 Minuten backen.

Vanillekipferl: Mehl sieben und mit gemahlenen Mandeln, Zucker, Salz und Vanillezucker vermischen. Margarine in den Teig kneten, Walnuss-große Portionen formen und bei 180 °C ca. 8 Minuten backen. Mit Puderzucker bestäuben.

Zimtsterne: Gemahlene Nüsse mit Puderzucker und Zimt mischen, Wasser und Zitronensaft zugeben, Teig kneten, 5 mm dick ausrollen, Sterne ausstechen und bei 180 °C 6-8 Minuten backen. Zuckerguss aus Puderzucker und pflanzlicher Milch anrühren und auftragen.

Nougat Plätzchen: Mehl mit Zucker mischen, Öl hinzufügen, Teig kneten, ausrollen, bei 180 °C 15-18 Minuten backen, eine Hälfte mit Kuvertüre bestreichen, Nougat schmelzen und nach Belieben füllen.

Auswahl veganer Weihnachtsplätzchen

Rezepte ohne Milch, ohne Ei: Austauschmöglichkeiten

Die Milch lässt sich ganz einfach durch pflanzliche Alternative ersetzen. Die Alternativen werden dabei aus Hafer, Mandeln, Haselnüssen oder Soja hergestellt und sind rein pflanzlich. Wenn es etwas süßer sein soll, kann man Hafermilch nehmen; Mandel- und Soja-Milch sind hingegen sehr neutral im Geschmack.

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Doch für viele Kuchen und Plätzchen braucht man auch Eier. Dafür gibt es viele Ersatzmöglichkeiten: Apfelmus (60 g Apfelmus + 1 TL Pflanzenöl), Banane (1 Banane ersetzt 2 Eier in Bindung und Feuchtigkeit), Kürbispüree (60 g als Ersatz bei herzhafteren Teigen), Seidentofu (60 g püriert für Käsekuchen/Quiche) oder 2 EL Mehl + 1 EL Backpulver + 2 EL Öl + 2 EL Wasser als Ersatzmischung.

Häufige Fragen

  • Welches Mehl eignet sich? Für zarte Plätzchen helles Weizen- oder Dinkelmehl, je feiner desto zarter.
  • Kann ich normalen Zucker statt Puderzucker nehmen? Ja, aber Puderzucker löst sich feiner im Teig und ergibt eine zartere Struktur.
  • Wie kann ich die Plätzchen dekorieren? Zuckerguss, Schokolade, Streusel, Plätzchenstempel oder Puderzucker sind einfache Varianten.
  • Wie lagere ich die Plätzchen? In einer verschlossenen Keksdose bei Raumtemperatur, bis zu 4 Wochen.
  • Kann ich die Plätzchen einfrieren? Unverzierte Plätzchen oder der rohe Teig lassen sich gut einfrieren (bis zu 3 Monate).
Rezept-Video: Schritt-für-Schritt Anleitung zum Ausstechen und Backen

Noch ein letzter Tipp

Das Beste: Wer sie backen will, kann sofort loslegen - die Standardzutaten dürfte jeder zuhause haben. Wenn du dieses vegane Plätzchen-Rezept ausprobierst, hinterlasse mir gerne einen Kommentar und eine Sternebewertung! Viel Spaß beim Backen!

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