Kekse bei 120 Grad backen: Dauer und Vorteile
Greifst du regelmäßig im Supermarkt nach einer Packung Kekse? Damit bist du nicht allein! Aber wusstest du, dass selbst gebackene Kekse mindestens genauso einfach - wenn nicht sogar einfacher - zuzubereiten sind?
Warum niedrige Temperaturen beim Backen von Keksen interessant sind
Für ein gleichmäßig gebackenes Ergebnis brauchst du keine extrem hohen Temperaturen. Viele Inhaltsstoffe werden geschont. Diese bilden sich vermehrt bei der Zubereitung mit hohen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit. Deshalb kann das Backen bei niedrigeren Temperaturen Vorteile haben, etwa den Erhalt von Aromen und empfindlichen Inhaltsstoffen.
Wie lange Kekse bei 120 °C backen?
Im Allgemeinen brauchen Kekse etwa 10 bis 15 Minuten im Ofen. Die genaue Backzeit hängt jedoch von deinem Ofen und der Dicke der Kekse ab. Bei niedrigeren Temperaturen verlängern sich die Backzeiten entsprechend: Bei 120 °C dauert das Backen länger als bei 175 °C, wobei die Kekse dennoch durchbacken können, wenn du ausreichend Zeit einplanst.
Praktische Hinweise zur Backdauer
- Ein praktischer Tipp: Achte auf die Ränder. Werden sie goldbraun, sind die Kekse meist genau richtig.
- Nimm sie dann sofort aus dem Ofen - auch wenn sie sich noch weich anfühlen.
- Hast du nur Umluft? Wichtig: Immer den Ofen vorheizen!
- Wenn du den Teig in einen kalten Ofen gibst, laufen die Kekse schnell auseinander oder backen ungleichmäßig.
- Tipp: Backen Sie immer nur ein - und zwar kaltes - Blech gleichzeitig. Das dauert zwar länger, verhindert jedoch das Zerlaufen und unterstützt eine knusprige Außenhülle.
Welche Ofeneinstellung ist sinnvoll?
Die meisten Kekse gelingen am besten mit Ober- und Unterhitze. Das sorgt für eine gleichmäßige Bräunung. Ein Umluftofen ist etwas kraftvoller, daher sollte die Temperatur entsprechend reduziert werden.
Rezeptgrundlage: Teigzubereitung (Sätze aus dem Entwurf)
Für selbst gebackene Kekse brauchst du keine voll ausgestattete Vorratskammer. Mit ein paar Grundzutaten und einfachen Küchenutensilien kommst du schon sehr weit. Vermenge Butter, Zucker, Mehl und eine Prise Salz zu einem geschmeidigen Teig. Klebt er zu sehr? Dann gib etwas Mehl dazu. Ist er zu bröselig? Ein kleiner Schuss Milch kann helfen. Wickel den Teig in Frischhaltefolie und lasse ihn mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
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Beispielrezepte und Temperatur-Empfehlungen aus dem Material
Unsere Redaktion hat viel probiert. Sehr gute Ergebnisse haben wir mit diesem Rezept erhalten. Das Grundrezept lässt sich beliebig abwandeln und durch weitere Zutaten ergänzen:
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Butter | 150 g |
| brauner Zucker | 100 g |
| weißer Zucker | 100 g |
| Vanillezucker | 1 Päckchen |
| Ei | 1 |
| Mehl | 180 g |
| Backpulver | 1/2 TL |
| Salz | 1 Prise |
| gehackte Nüsse | 100 g |
| Schokotröpfchen | 150 g |
Zuerst die zimmerwarme Butter mit dem Zucker verrühren, dann das Ei dazugeben und rühren, dann alle Zutaten in der oben genannten Reihenfolge hinzugeben. Alles fein verrühren und dann in kleinen Kleksen mit ausreichend Abstand aufs Blech geben. Nach 12 bis 14 Minuten bei 175° C sind die Cookies fertig.
Anpassung für 120 °C
Bei 120 °C verlängert sich die Zeit deutlich gegenüber 12-14 Minuten bei 175 °C; rechne mit deutlich längeren Backzeiten und beobachte die Kekse: Die goldbraunen Ränder sind dein Indikator, nicht die Stoppuhr.
Spezielle Anwendungen: Decarboxylierung und Cannabis-Infusion (aus Entwurfssätzen)
Heize Deinen Backofen auf 110 bis 120 Grad Celsius vor und zerkleinere Dein Cannabismaterial vorsichtig. Verteile dann das zerkleinerte Material gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech, schiebe es in den vorgeheizten Backofen und belasse es dort zwischen 30 und 45 Minuten. Alle 15 Minuten solltest Du das Cannabismaterial kontrollieren und ggf. vorsichtig wenden.
Die Decarboxylierung ist ein chemischer Prozess, der durch das Erhitzen in Gang gesetzt wird und bei dem sich eine Carboxylgruppe (CO2) abspaltet. Der Prozess ist ungefähr dann abgeschlossen, wenn Du einen starken Cannabisgeruch wahrnimmst, da die Terpene (Aromastoffe) freigesetzt werden.
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Cannabinoide wie THC und CBD sind lipophil (fettlöslich) und lösen sich aufgrund ihrer molekularen Struktur besser in Fett als in Wasser. Deshalb benötigen die Cannabinoide Fett als Transportmedium, weil es ihre Stabilität erhöht und durch die Magensäure nicht so schnell abgebaut wird. Butter eignet sich hervorragend als Trägerstoff, um die Verfügbarkeit der Cannabinoide im Körper zu erhöhen.
Die Herstellung ist einfach: Bringe zunächst einen Liter Wasser in einem Topf zum Kochen und schneide 250 Gramm Butter in kleine Würfel. Danach legst Du die Würfel in das kochende Wasser und wartest ab, bis sie vollständig geschmolzen sind. Stell die Hitze auf die kleinste Stufe, füge das decarboxylierte Cannabismaterial hinzu und rühre die Mischung gut um.
Sicherheits- und Gesundheitsaspekte beim Backen bei niedrigen Temperaturen
Acrylamid kann sich bilden, wenn kohlenhydratreiche Lebensmittel stark erhitzt werden. Da sich Acrylamid erst oberhalb von 120 Grad Celsius beim Backen, Braten, Frittieren oder Rösten bildet, sind alle nicht erhitzten sowie gekochten oder gedünsteten Lebensmittel frei davon. Bei Temperaturen knapp über 120 °C steigt das Risiko der Acrylamidbildung an, weshalb schonendes Backen und das Vermeiden starker Bräunung empfohlen wird.
Höher belastete Produkte wie Kaffeeersatz, Pommes Frites, Kartoffelchips, oder Lebkuchen sollten möglichst selten verzehrt werden. Temperaturrichtwerte: Temperaturen von 190 Grad Celsius bei Ober- und Unterhitze bzw. von 170 Grad Celsius bei Umluft sollten nicht überschritten werden. Hell gebackene Plätzchen enthalten weniger Acrylamid als stark gebräuntes Gebäck.
Praktische Tipps und Varianten
- Für ein gleichmäßiges Ergebnis: Ofen vorheizen und ein Blech kalt stellen, bevor du den Teig aufs Blech setzt.
- Wenn du nur Umluft hast, reduziere die Temperatur gegenüber Ober- und Unterhitze.
- Bei empfindlichen Zutaten oder speziellen Anwendungen (z. B. Decarboxylierung von Cannabis) sind 110-120 °C ein sinnvoller Bereich.
- Bei Brotteigen oder Hefeteig gilt: Das Backen bei niedriger Temperatur macht Hefeteig nicht automatisch luftig; dafür sind tüchtiges Durchkneten und ausreichend lange Gehzeiten entscheidend.
- Wenn du Kekse mit ungewöhnlichen Zutaten backst (z. B. Schokoladenriegel, Marshmallows), passe die Zucker- und Feuchtigkeitsmengen im Teig an.
Fazit in praktischen Schritten
- Teig zubereiten: Butter, Zucker, Mehl, Salz vermischen; ggf. mit Milch oder Mehl korrigieren.
- Teig kühlen: Teig mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Ofen vorheizen: Besonders wichtig bei Umluft.
- Bei 120 °C backen: Längere Zeit einplanen und Ränder als Indikator für Garheit nutzen.
- Kekse sofort herausnehmen: Auch wenn sie sich weich anfühlen, sie festigen beim Abkühlen.
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