Kekse backen: Bei wieviel Grad und wie lange – ausführliche Anleitung und Tipps

Greifst du regelmäßig im Supermarkt nach einer Packung Kekse? Damit bist du nicht allein! Aber wusstest du, dass selbst gebackene Kekse mindestens genauso einfach - wenn nicht sogar einfacher - zuzubereiten sind? In diesem Beitrag erklären wir dir Schritt für Schritt, was du brauchst, wie lange die Kekse gebacken werden, bei welcher Temperatur und mit welcher Ofeneinstellung sie am besten gelingen.

Grundregeln: Temperatur, Ofenart und Vorheizen

Im Allgemeinen brauchen Kekse etwa 10 bis 15 Minuten im Ofen. Die genaue Backzeit hängt jedoch von deinem Ofen und der Dicke der Kekse ab. Ein praktischer Tipp: Achte auf die Ränder. Werden sie goldbraun, sind die Kekse meist genau richtig. Nimm sie dann sofort aus dem Ofen - auch wenn sie sich noch weich anfühlen.

Für ein gleichmäßig gebackenes Ergebnis brauchst du keine extrem hohen Temperaturen. Ein Umluftofen ist etwas kraftvoller, daher sollte die Temperatur entsprechend reduziert werden. Die meisten Kekse gelingen am besten mit Ober- und Unterhitze. Das sorgt für eine gleichmäßige Bräunung.

Hast du nur Umluft? Wichtig: Immer den Ofen vorheizen! Wenn du den Teig in einen kalten Ofen gibst, laufen die Kekse schnell auseinander oder backen ungleichmäßig. Während das Vorheizen des Backrohrs beim Kuchenbacken oftmals überflüssig ist, wird es bei Keksen empfohlen. Um das gewünschte Backergebnis zu erzielen, benötigen sie eine bestimmte Starttemperatur.

Praktische Temperaturempfehlungen

  • Ober-/Unterhitze: 175-180 °C - viele klassische Rezepte (z. B. Ausstechplätzchen, Mürbeteig) empfehlen 175-180 °C.
  • Umluft: ca. 160 °C - wenn du mehrere Bleche gleichzeitig backen willst, reduziere die Temperatur um etwa 15-20 °C.
  • Backzeiten: in der Regel 7-15 Minuten, abhängig von Rezept und Dicke der Kekse.

Beispielrezepte und konkrete Angaben

Chocolate Chunk Cookies (Menge ergibt ca. 12 Cookies)

Weiche Butter mit den beiden Zuckersorten mehrere Minuten cremig schlagen. Vanilleextrakt und Eier zugeben und kurz verrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen, zur Eier-Butter-Mischung geben und zu einem Teig verrühren (nach Belieben mit den Knethaken des Rührgeräts). Ca. 180 g der Schokochunks mithilfe eines Kochlöffels oder Teigspatels unter den Teig heben.

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Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig mithilfe eines Eisportionierers ca. 12 Kugeln abstechen, mit den Händen rund formen und mit viel Abstand auf dem Blech platzieren. Leicht platt drücken. Da die Kekse verlaufen, empfehlen wir ca. 6 Kekse auf einem Blech zu backen. Die restlichen Schokochunks auf den Teigkugeln verteilen und leicht andrücken.

Die Kekse im vorgeheizten Ofen ca. 10-12 Min. backen. Der Rand sollte dabei nicht zu dunkel werden, die Mitte des Kekses darf noch etwas feucht aussehen. Die Kekse herausnehmen (ggf. bei Ober-/Unterhitze das zweite Blech hineinschieben) und ca. 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen. Dann mit einem Pfannenwender vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen. Beim Abkühlen werden die Kekse nochmal etwas fester.

Schokocookies auf Backblech

Mürbeteig-Ausstechplätzchen (klassisches Ausstechrezept)

Für den Mürbeteig Mehl, Zucker, Vanillinzucker und Salz in einer Schüssel mischen. Kalte Butter in Stücke schneiden und zusammen mit dem Ei zugeben. Zügig mit den Händen oder dem Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig kneten. Teig flachdrücken, in eine Frischhaltedose geben und mindestens 30 Minuten kaltstellen.

Ein Blech mit Backpapier auslegen, Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Arbeitsfläche bemehlen. Teig auf der Arbeitsfläche etwa 5 mm dick ausrollen und mit beliebigen Keks-Ausstecherformen ausstechen. Kekse direkt auf das Blech legen. Kekse im vorgeheizten Ofen ca. 7-10 Minuten backen (pro Blech). Vollständig auskühlen lassen.

Mürbeteig-Ausstechplätzchen dekoriert

Dark Chocolate Kisses (aus dem Backbuch)

Das Mehl mit Speisestärke, Zimt, Puderzucker, Kakaopulver und dem Vanilleschotenmark in eine Schüssel geben und vermischen. Die Butter in kleine Stücke schneiden und mit den Kakaobohnensplittern hinzugeben. Erst mit den Knethaken eines Handrührgeräts, anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.

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Den Backofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Aus dem Teig haselnussgroße Kugeln formen und diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit dem Ende eines Kochlöffels vorsichtig eine kleine Mulde in die Mitte der Kugeln drücken und ca. 12-15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, kurz auf dem Backblech abkühlen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Dark Chocolate Kisses auf Kuchengitter

Backtipps für gleichmäßige Ergebnisse

  • Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben - nicht jedoch die Butter. Die Butter sollte hochwertig und kalt sein, der Teig anschließend gut gekühlt.
  • Zu langes Kneten macht den Teig „brandig“: Fett und Wasser treten aus, der Teig wird bröselig.
  • Klebt der Teig zu sehr? Dann gib etwas Mehl dazu. Ist er zu bröselig? Ein kleiner Schuss Milch kann helfen.
  • Der Teig soll nicht am Nudelwalker kleben und trotzdem schön gleichmäßig werden. Besser eine Backmatte aus Silikon verwenden oder den Teig zwischen zwei Lagen Folie oder Backpapier ausrollen.
  • Kekse verändern auf einer heißen Unterlage ihre Eigenschaften. Daher sollten sie stets auf ein ausgekühltes Blech gelegt werden.

Wenn etwas schiefgeht

Die Backzeit der Kekse ist ein Richtwert. Wenn das Backen trotzdem schief geht, sollte man es sportlich nehmen und versuchen, aus den Resten dennoch etwas zu zaubern.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Die Kekse kannst du luftdicht verpackt mindestens 1 Woche aufbewahren. Falls du sie mehrere Monate lagern möchtest, kannst du sie auch bis zu 3 Monate einfrieren. Wenn sie gut ausgekühlt in einer verschließbaren Blechdose und an einem trockenen Ort gelagert werden, sind Butterplätzchen etwa 4 Wochen haltbar. Mit Glasur etwas kürzer.

Variationen, Zutaten und kreative Ideen

Ob klassisch, kreativ oder festlich - es gibt unendlich viele Möglichkeiten, Kekse zu backen. Früchte, Nüsse, Gewürze & Schokolade vereinen sich zu neuen Keks-Kreationen. Highlights wie Rosmarin-Zitronen-Shortbread oder Paranuss-Plätzchen mit Fleur de Sel und verlockender Feige.

Außergewöhnliche Zutaten wie Matcha-Tee oder Tonkabohne, die Kombination mit Gewürzen wie Rosmarin sowie die Verwendung von alternativen Mehl- und Zuckersorten bieten eine neue Art des Keks-Genusses. Für alle die es jetzt nicht mehr erwarten können und sofort loslegen wollen, gibt es zahlreiche Backbücher und Shops mit Backzubehör und Zutaten.

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Demonstration: Cookies formen und Blech bestücken

Fehlerbilder und schnelle Lösungen

  • Der Plätzchenteig wird nicht glatt, sondern krümelig: Meist hilft es, noch weiter zu kneten und zum Schluss mit der Hand nachzuarbeiten. Falls der Teig insgesamt zu trocken wirkt, kann man einen Teelöffel Eiswasser zugeben.
  • Der Plätzchenteig bröselt beim Ausrollen: Direkt nach der Kühlzeit ist die Teigkugel noch sehr hart. Erst kurz Zimmertemperatur annehmen lassen und dann nochmal kurz mit der Hand durchkneten bzw. flachdrücken.
  • Der Plätzchenteig ist zu weich: Lass ihn nochmal länger im Kühlschrank und/oder gib etwas zusätzliches Mehl esslöffelweise dazu.

Zusammenfassung praktischer Backdaten (Orientierungstabelle)

Gebäck Ofenart Temperatur Backzeit
Chocolate Chunk Cookies Ober-/Unterhitze (Umluft möglich) 180 °C (160 °C Umluft) 10-12 Minuten
Mürbeteig-Ausstechplätzchen Ober-/Unterhitze 175-180 °C (160 °C Umluft) 7-10 Minuten
Dark Chocolate Kisses Ober-/Unterhitze 175 °C 12-15 Minuten

Noch ein letzter Tipp

Wer mehrere Bleche gleichzeitig in den Ofen schieben möchte, sollte auf Umluft umstellen. Du kannst die Cookies aber auch bei Ober-/Unterhitze hintereinander backen. Und: Immer den Ofen vorheizen - das ist bei Keksen besonders wichtig.

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