Käsekuchen mit Quark und Sahne: Ausführliches Rezept und Zubereitung
Käsekuchen mit Quark und Sahne ist ein deutscher Klassiker: cremig, zart und mit einer feinen Zitronennote. Das folgende Rezept führt Schritt für Schritt durch die Zubereitung von Mürbeteigboden und Quark-Sahne-Füllung, erklärt Backzeiten, Kühlphasen und gibt praktische Tipps für ein perfektes Ergebnis.
Zutaten - Basis und Varianten
Für den Mürbeteig (klassisch für Ø 26-28 cm Springform):
- 250 g Mehl (oder 275 g Weizenmehl Typ 405 je nach Variante)
- 70-100 g Zucker (je nach Rezeptangabe)
- 125-150 g kalte Butter
- 1 Ei
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 1 TL Backpulver
Für die Quark-Sahne-Füllung (Variantenangaben zusammengeführt):
- 500-1000 g Quark (Magerquark bis 40% Fett; 20-40% empfohlen für cremigere Konsistenz)
- 150-175 g Zucker
- 3-5 Eier (je nach Rezeptmenge; häufig 3-5 Eier, teils getrennt)
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver oder Speisestärke
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 200-400 ml Schlagsahne
- Saft und Abrieb einer halben Zitrone
- optional: 1-2 Päckchen weiße Gelatine (bei no-bake-Varianten oder wenn man die Füllung stärker stabilisieren möchte) und 150 ml Wasser
- optional: Mandarinen, Beeren, Kirschen oder Rosinen zum Unterheben
Vorbereitung des Mürbeteigs
Mehl, Zucker, Fett in Flöckchen, Ei, Vanillezucker und Backpulver zügig zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Ich mache das oft in der Reihenfolge wie die Zutaten aufgelistet sind: Butter schaumig schlagen, Zucker, Vanillezucker und Salz dazugeben, weiter schlagen, ein Ei dazugeben und ca. 1 Minute lang unterrühren. Dann das Mehl nach und nach dazugeben, solange bis sich alle Zutaten einigermaßen verbunden haben. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten (manchmal bis zu 60 Minuten je nach Rezept) in den Kühlschrank legen.
Den Teig auf wenig Mehl so ausrollen, dass die Form am Boden und am Rand etwa 3 cm hoch ausgekleidet ist. Teig in die Springform legen und andrücken; dabei einen ca. 3 cm hohen Rand formen. Teig mit einer Gabel einige Male einstechen; überschüssiges Mehl ausklopfen. Falls der Teig an den Rändern ungleichmäßig ist, kann man mit einem Buttermesser überschüssige Ränder abschneiden und andrücken, wo der Rand zu niedrig ist.
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Boden blind backen (falls gewünscht) oder direkt verwenden
Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze (Umluft: 160°) vorheizen. Die Springform (Ø 26 cm) fetten und den Teigboden auf der unteren Schiene 25 Minuten backen, wenn ein vorgebackener Boden gewünscht ist. In vielen klassischen Rezepten wird der Boden vorgebacken, in anderen Varianten wird die Quarkfüllung direkt auf den rohen Teig gegeben und die gesamte Torte gebacken.
Quark-Sahne-Füllung - klassische Zubereitung
Eier und Zucker mit den Quirlen des Handrührers etwa 5 Minuten dickcremig rühren. Bei Varianten mit getrennten Eiern: Die 5 Eier erst trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen; das Eigelb mit Zucker, Vanillezucker und ggf. Zitronenabrieb verrühren. Den Zitronensaft auspressen und Zitronenabrieb hinzufügen.
Quark, Zitronensaft (und Zitronenschale) sowie Öl oder weiche Butter unter die Eicreme rühren. Vanillepuddingpulver oder Speisestärke und die Sahne ebenfalls unterrühren. Besonders beim Zugeben des Puddingpulvers oder der Speisestärke aufpassen, dass sich keine Klümpchen bilden; die Zutaten nacheinander in eine Schüssel geben und zusammen verrühren, falls nötig einige Esslöffel Quarkmasse in aufgelöste Gelatine rühren (bei Verwendung) und zurückgeben.
Die Sahne mit unbedingt sauberen Rührstäben steif schlagen und nur portionsweise unter die Quarkmasse heben. Wenn Eiweiß geschlagen wurde, am Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben, damit die Masse luftig bleibt. Eventuell abgetropfte Mandarinen, Beeren oder andere Früchte vorsichtig unterheben.
Formen und Backen
Die flüssige Quark-Füllung auf den vorbereiteten Teigboden gießen. Falls der Boden bereits gebacken und abgekühlt ist, wird er meist horizontal halbiert: Den gebackenen Boden aus dem Ofen holen, den Springformrand entfernen und den Kuchen sofort auf ein mit Backpapier versehenes Kuchenrost stürzen. Nach dem Abkühlen wird der Boden horizontal halbiert; manche schneiden mit einem Faden, andere mit einem gezackten langen Messer vorsichtig durch. Die obere Hälfte beiseite stellen und die untere Hälfte auf eine große Tortenplatte legen; einen Tortenring darum legen. Die gesamte Käsekuchenmasse auf den Boden füllen und glatt streichen, dann die obere Bodenhälfte auflegen.
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Kuchen auf der untersten Schiene im Backofen etwa 75 Minuten backen (je nach Ofen und Füllungsmenge 60-75 Minuten). Eventuell nach 40-45 Minuten mit Backpapier oder Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Für Varianten mit geringer Temperatur: 170° Ober-/Unterhitze für etwa 60 Minuten ist ebenfalls üblich. Nach der Backzeit den Ofen ausschalten und den Käsekuchen darin abkühlen lassen. Dabei einen Holzlöffel zwischen Backofentür und Ofen klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und der Kuchen nicht zu stark einsinkt. Zum Abkühlen das Backpapier vom Kuchen nehmen.
Abkühlen, Lösen und Servieren
Den Kuchen nach dem vollständigen Abkühlen mit einem breiten Tortenheber vorsichtig aus der Springform lösen. Auf eine Kuchenplatte legen und den Kuchenrand mit Puderzucker bestäuben. Den Kuchen am besten einen Tag durchziehen lassen - so entwickelt er das beste Aroma. Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestreuen oder mit Schlagsahne garnieren.
Praktische Tipps und Varianten
- Quarkwahl: Für eine besonders cremige Konsistenz Quark mit 20-40% Fett verwenden; mit Magerquark gelingt der Kuchen, er wird jedoch etwas bröckeliger.
- Mürbeteig nicht zu lange kneten, damit er zart bleibt; vor dem Ausrollen erneut kühlen.
- Sahne und Eischnee vorsichtig unterheben, damit die Masse locker bleibt.
- Den Kuchen im ausgeschalteten Ofen mit leicht geöffneter Tür abkühlen lassen, damit er nicht zusammenfällt.
- Wer Zeit sparen möchte: Variante ohne Boden (Quarkkuchen direkt in der Springform) ist einfacher, aber weniger knusprig.
- Für mehr Geschmack im Boden: Die Hälfte des Mehls durch gemahlene Nüsse ersetzen.
- Fruchtvarianten: Mandarinen, Beeren, Kirschen oder Pfirsiche sorgen für Abwechslung.
Kurzübersicht Backzeiten und Temperaturen
| Schritt | Temperatur | Zeit |
|---|---|---|
| Vorheizen | 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) | - |
| Boden vorbacken (optional) | 180°C | ca. 25 Minuten |
| Gesamter Kuchen backen | 170-180°C (Ober-/Unterhitze) | 60-75 Minuten |
| Abkühlen im Ofen | Ofen aus | 15-30 Minuten mit geöffneter Tür, dann vollständig auskühlen lassen |
Rezeptvarianten-Schnellübersicht (häufige Mengen)
- Kleine Variante (ca. Ø 26 cm): 250 g Mehl, 70-100 g Zucker, 125 g Butter, 1 Ei; Füllung 500 g Quark, 150 g Zucker, 3 Eier, 200 ml Sahne, 1 Pck. Puddingpulver.
- Große Variante (traditionell „175 g“-Familienrezept): Oft mit 4-5 Eiern, 750-1000 g Quark, 175-400 ml Sahne; Boden 275 g Mehl, 150 g Butter, 100 g Zucker.
- Mit Gelatine: 2 Päckchen weiße Gelatine, 150 ml Wasser quellen lassen und wie angegeben auflösen, einige Löffel Quarkmasse dazu geben und wieder zurückführen.
Guten Appetit - mit diesem Rezept gelingt dir ein klassischer, cremiger Käsekuchen mit Quark und Sahne, der an Omas Kuchentafel erinnert und sich wunderbar variieren lässt.
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