Rezept: Käsekuchen mit Mandarinen

Weltbester Käsekuchen mit Mandarinen: Ob man dieses Rezept so nennen darf, ist natürlich Geschmackssache. Wir jedenfalls lieben Omas Mandarinen-Käsekuchen!

Ein Käsekuchen, der fruchtig und cremig zugleich ist, habe ich hier mit den Käsekuchen mit Mandarinen für Dich. Durch das Obst bekommt so ein saftiger Käsekuchen mit Mandarinen aber nochmal eine besondere Note (auch wenn ich hier zugegebenermaßen auf Dosenfrüchte zurückgreife). Das Ergebnis zergeht auf der Zunge. Himmlisch lecker!

Zutaten (Springform Ø26 cm)

  • Für den Mürbeteig: 270 g Weizenmehl, ¼ TL Backpulver, 1 Prise Salz, 90 g Zucker, 1 mittelgroßes Ei, 140 g Butter kalt in Stückchen, 1 EL Eiswasser nach Bedarf.
  • Für die Quarkmasse: 2 mittelgroße Eier, 160 g Zucker, 500 g Quark 20% Fett (abgetropft), 1 TL abgeriebene Zitronenschale, 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver, Öl und Milch (Mengen wie im Text angegeben).
  • Für den Belag: 2 Dosen Mandarinen (Abtropfgewicht: ca. 175 g pro Dose), aufgefangener Mandarinensaft für den Guss.

Alternative Variante: Käsekuchen vom Blech (ca. 30 × 40 cm)

Für viele Stücke: Boden 300 g Mehl, 100 g Zucker, 150 g Butter kalt, 1 Ei, 1 Prise Salz. Käsemasse: 4 Eier, 200 g Zucker, 1 Päckchen Vanillepuddingpulver, 1 kg Quark Magerstufe, 120 ml Öl neutral, 250 ml Milch. Belag: 2 Dosen Mandarinen.

Mandarinen aufgeschnitten und Quarkmasse daneben

Zubereitung - Schritt für Schritt (Springform)

  1. Für den Mürbeteig Mehl, Backpulver, Salz und Zucker in eine Schüssel geben. Eier und Butter in Flöckchen zugeben und erst mit den Knethaken, dann mit den Händen zu einem homogenen Teig verarbeiten. Sollte er nach einigen Minuten noch zu trocken und bröselig sein, etwas Eiswasser zugeben.
  2. Den Teig zu einer Kugel formen, leicht platt drücken und in Frischhaltefolie gewickelt mind. 30 Minuten kühlstellen.
  3. Die Flüssigkeit vom Quark abtropfen lassen. Die Mandarinen sehr gut abtropfen lassen.
  4. Mürbeteig kurz Zimmertemperatur annehmen lassen. Eine 26 cm Springform fetten und mit Mehl bestäuben, ggf. den Boden mit Backpapier bespannen. Den Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  5. Etwa zwei Drittel des Mürbeteigs mit einem Nudelholz auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen Folie gleichmäßig in Springformgröße ausrollen. Den Boden der Springform mit Teig auslegen. Aus dem restlichen Teig eine lange Rolle formen und diese für rundherum an den Teigrand legen. Mit den Fingern einen ca. 3 cm hohen Rand hochziehen. Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
  6. Für die Quarkmasse die Eier mit dem Zucker etwa 2 Minuten schaumig rühren. Den gut abgetropften Quark unterrühren. Zitronenabrieb, Vanillepuddingpulver, Öl und Milch ebenfalls zugeben und alles zu einer homogenen, recht flüssigen Creme verrühren.
  7. Als erstes etwa ein Drittel der Quarkmasse auf den Boden gießen. Dann die Hälfte der abgetropften Mandarinen darauf verteilen. Weitere Quarkmasse vorsichtig esslöffelweise darauf verteilen, damit die Mandarinen nicht wegfließen. Sobald diese bedeckt sind, die komplette restliche Creme vorsichtig draufgießen. Mit den restlichen Mandarinen belegen.
  8. Den Kuchen ca. eine Stunde backen. Nach etwa 45 Minuten eventuell mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu stark bräunt.
  9. Kuchen im abgeschalteten Ofen bei spaltbreit geöffneter Tür etwa 30 Minuten stehen lassen.

Zubereitung - Schritt für Schritt (Blechversion)

  1. Ein Backblech ca. 30 × 40 cm mit Backpapier belegen. Alle Zutaten für den Boden zügig zu einem Teig verkneten. Auf dem Blech andrücken und einen kleinen Rand hochziehen.
  2. Eier und Zucker kurz verrühren. Puddingpulver unterrühren. Quark, Öl und Milch glatt einarbeiten. Nicht aufschlagen. Die Masse auf den Boden streichen. Mandarinen gut abtropfen lassen und darauf verteilen.
  3. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad Ober-/Unterhitze 45 bis 50 Minuten backen. Er soll fest wirken, darf aber noch leicht wackeln. Danach komplett auskühlen lassen.
  4. Den aufgefangenen Mandarinensaft bei Bedarf mit etwas Wasser ergänzen und mit dem Tortenguss nach Packungshinweis aufkochen. Den Guss dünn auf dem vollständig ausgekühlten Kuchen verteilen.
Mandarinen-Käsekuchen im Anschnitt

Tipps & Tricks

  • Wenn ihr vermeiden wollt, dass die Quarkcreme reißt, lest euch noch mal mein klassisches Käsekuchen-Rezept durch. Wichtig ist unter anderem, dass der Kuchen langsam abkühlt. Und im Übrigen auch komplett kalt ist, wenn man ihn anschneidet.
  • Wichtig ist, dass der Quark nicht zu grob ist und keine überschüssige Flüssigkeit mitbringt. Ich verwende Dosenmandarinen mit festem Fruchtfleisch. Zu viel Saft verwässert die Oberfläche und verlängert die Backzeit.
  • Das Öl ist kein Zufall. Butter würde hier fester ausbacken. Öl hält die Struktur weich.
  • Die Form vorbereiten: Fette die 26-cm-Springform mit neutralem Speiseöl oder Butter ein, bevor du den Teig für den Käsekuchen mit Mandarinen hineingibst. Den Boden kannst du zusätzlich noch mit Backpapier auslegen.
  • Ab in den Ofen: Stelle die Form auf die unterste Schiene, sonst kann es passieren, dass die Oberfläche schon dunkel wird, während der Kuchen im Inneren noch flüssig ist.
  • Genug Abkühlzeit einplanen! Ein wichtiger Hinweis, der für fast alle Käsekuchen-Rezepte gilt: Lass den Kuchen im abgeschalteten Backofen und bei leicht geöffneter Backofentür abkühlen. Nimm ihn erst aus der Form, wenn er vollständig abgekühlt ist. Bei einem zu schnellen Temperaturwechsel kann er Risse bekommen.
  • Abtropf-Tipp: Lass die Mandarinen gut abtropfen, bevor du sie unterhebst, damit der Mandarinen-Käsekuchen schön cremig und nicht zu flüssig wird.
  • Den aufgefangenen Saft brauchst du später für den Guss. Wenn der Mandarinensaft nicht reicht, mit Wasser auffüllen. Auf zusätzlichen Zucker im Guss verzichten, da im Saft jede Menge davon vorhanden ist.
  • Butter schneller schmelzen: Um die Butter für den Quarkkuchen mit Mandarinen zu schmelzen, kannst du sie auch ein paar Minuten in die Mikrowelle stellen - das geht schneller.
Demonstration: Käsekuchen mit Mandarinen backen

Aufbewahrung & Variationen

  • Der Käsekuchen mit Mandarinen hält sich im Kühlschrank etwa 3 Tage. Bewahre ihn gut abgedeckt (zum Beispiel in einer Kuchenbox) auf. Durch den hohen Quarkanteil muss der Kuchen unbedingt kühl gelagert werden.
  • Einfrieren: Du kannst den Quarkkuchen mit Mandarinen problemlos einfrieren! Schneide ihn dafür am besten in Stücke und friere diese einzeln in einem gefriergeeigneten Behälter oder in einem Gefrierbeutel ein - so kannst du ihn dir portionsweise herausnehmen. Im Tiefkühler hält er sich etwa 3 Monate.
  • Zutatenvariationen: Statt Magerquark kannst du auch Speisequark mit einem höheren Fettanteil verwenden. Statt Mandarinen passen auch Pfirsiche, Kirschen, Aprikosen oder Beeren super - im Sommer kannst du die Mandarinen einfach nach Belieben durch andere Früchte ersetzen.
  • Für mehr Cremigkeit: Bei Magerquark bleibt aber manchmal die Cremigkeit auf der Strecke. Da hilft es, den Quark mit Frischkäse zu mischen. Der Unterschied ist nur der Geschmack.

Warum dieses Rezept so gelingt

Dieser Käsekuchen verzeiht viel. Alles nur kurz verrühren. Ja. Das ist normal. Das Geheimnis liegt in der cremigen Quarkmasse und darin, dass er langsam im ausgeschalteten Ofen auskühlen darf. So bekommt er diese fast schon seidige Konsistenz, die ihn so besonders macht.

Für wen eignet sich dieses Rezept?

Einfach und unkompliziert: Für viele Stücke (Blech), für spontane Kuchengelüste, für Familienfeste, Kindergeburtstage und alle, die Dosen-Mandarinen lieben oder im Winter frisches Obst ersetzen möchten.

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Variante Boden Quark Backzeit
Springform (Ø26 cm) Mürbeteig 500 g Quark 20% Fett ca. 60 min (175 °C)
Blech (30×40 cm) einfacher Teig 1 kg Magerquark 45-50 min (160 °C)

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken. Und wenn ihr allgemein gern Zitrusfrüchte esst, habe ich noch viele weitere Inspirationen.

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