Käsekuchen mit 1 kg Quark und Vanillepudding: cremig, locker und schnittfest
Bei Käsekuchen scheiden sich die Geister. Wieviele Rezepte habe ich im Laufe der letzten Jahre hier schon ausprobiert? Unzählige! Der eine war zu wässerig, der nächste war wie Gummi und der dritte irgendwie trocken… Und eins hatten sie stets gemeinsam: Es wurde immer Puddingpulver zum abbinden verwendet.
Mein Mann und ich lieben Käsekuchen! Aber das richtige Rezept zu finden war kompliziert. Aus vielen einzelnen Rezepten habe ich jetzt mein absolut perfektes Käsekuchenrezept ausgetüftelt: cremig, locker aber trotzdem irgendwie kompakt in der Textur. Wenn ihr also noch auf der Suche nach eurem perfekten Rezept seid, dann gibt diesem hier eine Chance! Viel Spaß beim Nachmachen und vor allem beim Genießen!
Warum 1 kg Quark und Vanillepuddingpulver?
Quark im Käsekuchen ist natürlich die Hauptzutat, er bildet die Basis für die cremige, leckere Käsemasse des Kuchens. Quark gibt es in Deutschland in der Regel mit den Fettgehalten 40%, 20% oder Magerstufe. Generell gilt, je höher der Fettanteil, desto cremiger wird auch der Kuchen. Weil hier im Rezept aber auch Öl ist, reicht der Quark in Magerstufe oder 20% Fettgehalt.
Puddingspulver Vanille diese Päckchen bestehen in erster Linie aus Speisestärke. Theoretisch ja, denn du brauchst etwas, das die Bindung in der Quarkfüllung erhöht. Die Eier lassen die Quarkmasse zwar stocken, geben aber nicht genug Halt. Stärke bringt die richtige Bindung.
Zutaten im Überblick
Für den Mürbteig (Ø 26 cm Springform)
- 300 g Weizenmehl
- 75 g Puderzucker
- 150 g kalte Butter
- 1 Eigelb (Größe M oder L)
- 1 TL Vanilleextrakt, selbstgemacht oder gekauft*
- 1 Prise Salz
- 2-3 EL kaltes Wasser
Für die Käsemasse
- 1 kg Quark (z. B. 500 g Magerquark + 500 g Quark 20%)
- 200 g Zucker
- 2 Eier (Gr. M)
- 1 Pck. Vanillepuddingpulver
- 1 Vanilleschote (Mark) oder 1 TL Vanilleextrakt
- 2 TL Zitronenabrieb, 1 Zitrone (Saft und Schale)
- 500 ml Milch
- 200 ml neutrales Speiseöl
- 1 Prise Salz
Öl bringt mit seinem Fett die Cremigkeit in den Quarkkuchen. Milch bringt die notwendige Flüssigkeit mit. Zucker für dieses Rezept verwende ich einen normalen Rübenzucker.
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Teig vorbereiten: knuspriger Mürbeboden
Für den Mürbteig alle Zutaten bis auf das Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Flachrührer zu einem Mürbteig verkneten lassen. Falls nötig noch ca. 2-3 EL kaltes Wasser dazugeben. Alternativ alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen rasch alles verkneten. Den Teig nun auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Den Boden einer 26 cm Springform mit Backpapier auslegen. Die Springform mit dem Teig auskleiden. Den Rand komplett nach oben ziehen (aus eventuellen Teigresten lassen sich tolle Butterplätzchen backen also nicht wegverfen!). Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen und die Springform in den Kühlschrank stellen.
Käsemasse mit 1 kg Quark und Vanillepudding anrühren
Quark mit Zucker und Eiern in einer großen Schüssel verrühren. Vanilleschote längs halbieren und das Mark ausschaben. Zum Quark geben und zusammen mit Zitronenabrieb und Puddingpulver-Mischung in den Quark rühren. Zuletzt die übrige Milch (500ml) und Öl unter Rühren zugeben und alles 1 Minute gut verrühren. Wichtig: Werden die Zutaten zu kurz verrührt, kann es sein, dass sich das Öl beim Backen absetzt.
Die Quarkmasse ist recht flüssig, nicht wundern, das hat schon seine Richtigkeit. Sie kommt auf den Teig und wandert etwa eine Stunde in den Ofen.
Backen bei moderater Hitze
Backofen auf 200 Grad (Umluft: 180 Grad) vorheizen. Die Springform 5-6 mal kräftig auf die Arbeitsplatte klopfen damit die Luftblasen nach oben steigen können. Backofentemperatur auf 160 Grad (Umluft: 140 Grad) reduzieren. Flüssige Quarkmasse in die heiße Springform gießen und für ca. 70 Min. backen. Auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen.
Der Kuchen wird während dem Backen hoch gehen wie ein Atompilz, nach dem Backen aber wieder absinken.
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So verhindert ihr Risse auf der Oberfläche
Ich verrate euch übrigens im Rezept, wie ihr es schafft, dass die Oberfläche des Kuchens nicht reißt. Nach 20-25 Minuten Backzeit den Kuchen kurz aus dem Ofen nehmen und mit einem scharfen Messer rundherum ca. 1 cm tief zwischen Mürbteigrand und Käsemasse einschneiden. So verhindert ihr das Reißen der Oberfläche.
Warum reisst Käsekuchen? Risse entstehen in der Regel aufgrund zu großer Temperaturunterschiede. Deshalb den Käsekuchen mit 500g Quark am besten auch nach dem Backen im Backofen auskühlen lassen.
Abkühlen, Kühlen, Schneiden
Den Kuchen nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren noch ca. 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen damit er sich besser schneiden lässt (mit einem feuchten Messer schneiden!)
TIPP-II: Den Kuchen bestenfalls über Nacht auskühlen lassen und dann noch für 2 Stunden in den Kühlschrank! Dann setzt er sich schön, lässt sich toll schneiden und wird besonders lecker!
Wie schneidet man ein schönes Kuchenstück? Um ein besonders schönes Kuchenstück präsentieren zu können, brauchst du ein scharfes Messer und ein großes Glas heißes Wasser. Vor jedem Schnitt tauchst du das Messer in heißes Wasser.
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Häufige Fragen und Varianten
Welcher Quark macht’s cremig?
Quark gibt es in Deutschland in der Regel mit den Fettgehalten 40%, 20% oder Magerstufe. Generell gilt, je höher der Fettanteil, desto cremiger wird auch der Kuchen. Weil hier im Rezept aber auch Öl ist, reicht der Quark in Magerstufe oder 20% Fettgehalt.
Ohne Wasserbad und Ofentür-Tricks?
Hierzu bedarf es nämlich keinem Wasserbad, keinem Abkühlen im Ofen oder anderen aufwändigen Dingen. Es ist kinderleicht :o)
Mit oder ohne Rand?
Wer Käsekuchen mit Rand liebt... Wenn du lieber einen Käsekuchen mit Rand machen möchtest, mache einfach die doppelte Menge des Mürbeteigs. Somit bleibt genug Teig für einen knusprigen Rand. Die Käsekuchen-Masse brauchst du nicht verdoppeln.
Fruchtige Note
Wer es gerne etwas fruchtiger mag, kann einfach ein paar Himbeeren und Erdbeeren nehmen, die Hälfte davon pürieren und über den Kuchen klecksen.
Backzeiten und Temperaturen auf einen Blick
| Schritt | Temperatur | Zeit | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Vorheizen | 200 °C (Umluft 180 °C) | - | Form vorbereitet, Boden eingestochen |
| Backen | 160 °C (Umluft 140 °C) | ca. 70 Min | Nach 20-25 Min. rundherum 1 cm einschneiden |
| Abkühlen | Raumtemperatur | komplett auskühlen | Danach kühl stellen |
| Kühlen | Kühlschrank | 1-2 Std. (besser über Nacht) | Mit feuchtem Messer schneiden |
Aufbewahrung und Servicetipps
Er muss unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort hält er sich gut abgedeckt 3 bis 4 Tage. Am besten bewahrst du ihn unter einer Kuchenhaube oder in einer luftdichten Box auf, damit er keine Fremdgerüche annimmt. Im Sommer oder bei hohen Temperaturen solltest du unbedingt darauf achten, dass er nicht zu lange ungekühlt herumsteht. Mein Tipp zum Servieren: Nimm ihn etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit er wieder schön cremig wird.
Fehler vermeiden: Laufende Form, wässrige Masse, Ölabsatz
Anscheinend passiert es manchen ab und zu, dass der Kuchen über die Form läuft. Deshalb verlinke ich euch hier* meine Springform. Wichtig: Werden die Zutaten zu kurz verrührt, kann es sein, dass sich das Öl beim Backen absetzt. Der Kuchen wird während dem Backen hoch gehen wie ein Atompilz, nach dem Backen aber wieder absinken.
TIPP:Auch wenn Eischnee aufschlagen nervt, es lohnt sich!
Alternative ohne Vanillepuddingpulver
Ich bin ja eine absolute Gegnerin dieser “Convenient” Dinge. Puddingpulver besteht lediglich aus Stärke, Farbstoff und Aroma. Die Eigelbe mit der zerlassenen Butter in einer Schüssel gut verrühren (Handrührgerät oder Küchenmaschine) und anschließend den Zucker, das Mark der Vanilleschote, den Abrieb und den Saft einer Biozitrone dazugeben und alles gut verrühren. Nun das Mehl, die Stärke und das Backpulver dazugeben und untermischen. Den Quark unter die Eigelb-Zucker-Mehlmischung rühren, bis es eine glatte Masse ist. Nun vorsichtig den Eischnee unterheben.
Kurzanleitung: Rezept Käsekuchen 1 kg Quark Vanillepudding
- Springform (Ø 26 cm) mit Backpapier auslegen und Rand fetten.
- Mürbteig herstellen, ausrollen, Boden einstechen, kühlen.
- Quark, Zucker, Eier verrühren; Vanillemark, Zitronenabrieb, Puddingpulver einrühren.
- Milch und Öl unterrühren, bis die Masse glatt und homogen ist.
- Ofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen, Form 5-6 Mal aufklopfen, Temperatur auf 160 °C (Umluft 140 °C) reduzieren.
- Masse einfüllen und ca. 70 Min. backen; nach 20-25 Min. rundherum 1 cm einschneiden.
- Komplett auskühlen lassen, 1-2 Std. kalt stellen, mit feuchtem Messer schneiden.
Wenn nicht, dann hereinspaziert und Platz genommen. Wenn ihr also noch auf der Suche nach eurem perfekten Rezept seid, dann gibt diesem hier eine Chance!
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