Karottensaft mit Honig: Mehr als nur ein süßer Genuss – Ein Überblick über gesundheitliche Vorteile
Karottensaft erfreut sich großer Beliebtheit als schmackhaftes und vermeintlich gesundes Getränk. Besonders in Kombination mit Honig wird ihm eine zusätzliche gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Doch was steckt wirklich dahinter? Dieser Artikel beleuchtet die gesundheitlichen Vorteile von Karottensaft mit Honig, gibt Tipps zur Zubereitung und klärt über mögliche Risiken auf.
Karottensaft: Ein Nährstoff-Kraftpaket
Karotten sind bekannt für ihren hohen Gehalt an Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A. Ein Glas Karottensaft (ca. 250 ml) liefert etwa 5 mg Beta-Carotin und 900 Mikrogramm Vitamin A. Der Körper wandelt Beta-Carotin in Vitamin A um, welches eine wichtige Rolle für die Sehkraft, das Immunsystem und die Hautgesundheit spielt. Karottensaft enthält außerdem Vitamin C, Vitamin B1 und Vitamin B2, die das Immunsystem stärken und den Stoffwechsel unterstützen.
Warum Karottensaft besser als rohe Karotten sein kann:
Durch das Entsaften oder Mixen von Karotten werden die Zellwände aufgebrochen, wodurch die wertvollen Nährstoffe, insbesondere die Karotinoide, besser freigesetzt und vom Körper aufgenommen werden können. Karotinoide wirken als Radikalfänger und können das Krebsrisiko senken.
Nährwerte von Karottensaft (pro 100 ml):
- Eiweiß: 0,5 g
- Fett: 0,2 g
- Kohlenhydrate: 5,0 g (davon Zucker: 4,0 g)
- Ballaststoffe: 0,5 g
- Kalorien: 25 kcal / 105 KJ
Die gesundheitlichen Vorteile im Detail
Regelmäßiger Konsum von Karottensaft kann sich positiv auf verschiedene Körperfunktionen auswirken:
- Stärkung des Immunsystems: Das reichlich enthaltene Vitamin C wirkt als Antioxidans und schützt den Körper vor oxidativem Stress.
- Hautschutz: Vitamin E und Vitamin A fördern die Bildung gesunder Zellen und schützen die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen. Beta-Carotin kann zudem die Eigenschutzzeit der Haut verlängern und Sonnenbrand vorbeugen. Carotine wirken auch dem Alterungsprozess der Haut entgegen.
- Verbesserung der Sehkraft: Vitamin A ist essentiell für die Gesundheit der Augen und kann einer Verringerung der Sehfähigkeit vorbeugen.
Honig: Süße mit gesundheitlichem Mehrwert?
Honig wird seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel eingesetzt. Er enthält Enzyme, Antioxidantien und antibakterielle Wirkstoffe. Insbesondere Manuka-Honig, der aus dem Blütennektar des Südseemyrte gewonnen wird, wird traditionell bei Erkältungen und anderen Infektionen eingesetzt.
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Die Kombination von Karottensaft und Honig:
Die Zugabe von Honig zum Karottensaft kann den Geschmack verbessern und zusätzliche gesundheitliche Vorteile bieten. Honig kann helfen, Halsschmerzen zu lindern und das Immunsystem zu stärken. Allerdings sollte Honig in Maßen konsumiert werden, da er einen hohen Zuckergehalt hat.
Karottensaft selber machen: So geht's
Karottensaft lässt sich leicht zu Hause herstellen. Am besten verwendet man dafür Bio-Karotten aus der Region, die von Juni bis November Saison haben. Bio-Karotten sind nicht mit Pestiziden belastet und somit schonender für die Umwelt und die Gesundheit.
Zubereitung mit dem Entsafter:
- Karotten waschen, putzen und gegebenenfalls schälen.
- Karotten nach und nach in den Entsafter geben.
- Den fertigen Saft nach Belieben mit Ingwer, Kurkuma, Orangen oder Leinöl verfeinern.
Zubereitung ohne Entsafter (mit dem Mixer):
- Karotten waschen, putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden.
- Karottenstücke in den Mixer geben und zu einem homogenen Brei pürieren. Bei Bedarf etwas warmes Wasser hinzufügen.
- Den Karottenbrei durch ein Sieb oder ein Seihtuch passieren, um den Saft zu gewinnen.
- Den Saft nach Belieben mit Honig, Ingwer, Kurkuma, Orangen oder Leinöl verfeinern.
Variationen für den besonderen Geschmack
Karottensaft lässt sich vielseitig verfeinern:
- Fruchtig: Apfel- oder Orangensaft sorgen für eine zusätzliche Vitaminzufuhr und einen süßeren Geschmack.
- Würzig: Ingwer und Kurkuma verleihen dem Saft eine leicht scharfe Note und wirken entzündungshemmend.
- Nussig: Ein Schuss Leinöl oder ein anderes nussiges Öl verbessert die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine.
Wie viel Karottensaft ist gesund?
Ernährungswissenschaftler empfehlen, täglich ein Glas (250 ml) Karottensaft zu trinken. Es ist ratsam, auf Saft ohne zugesetzte Süßungsmittel und aus biologischem Anbau zu achten. Karottensaft im Tetrapack oder in abgedunkelten Glasflaschen ist besser vor Licht geschützt, wodurch die Vitamine länger erhalten bleiben.
Mögliche Nebenwirkungen:
Bei übermäßigem Konsum von Karottensaft kann es aufgrund des hohen Beta-Carotin-Gehalts zu einer Gelb- bzw. Orangefärbung der Haut kommen, insbesondere im Gesicht und an den Handflächen. Eine Überdosierung von Vitamin A kann auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Daher sollte vor einem regelmäßigen Konsum von größeren Mengen Karottensaft ein Arzt konsultiert werden.
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Karottensaft für eine natürliche Bräune?
Einige Menschen trinken Karottensaft, um eine natürliche Bräune zu erzielen. Das enthaltene Beta-Carotin wird in der Haut eingelagert und kann zu einem orange-braunen Teint führen. Allerdings ist die Farbe meist nicht so braun wie bei einer Bräunung durch UV-Strahlen, sondern eher orange. Um eine sichtbare Tönung zu erzielen, wird empfohlen, täglich etwa 300 ml Karottensaft über einen Zeitraum von mehreren Wochen zu trinken.
Karottensaft im Rahmen einer Saftkur
Karottensaft eignet sich auch gut für Saftkuren, die den Körper entlasten und die Gesundheit fördern sollen. Im Rahmen einer Saftkur wird für einen oder mehrere Tage auf feste Nahrung verzichtet und stattdessen nur Saft, Wasser und Tee getrunken. Karottensaft liefert dabei wichtige Nährstoffe und Vitamine.
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