Karamelleis mit Stückchen: Ein Rezept für den perfekten Genuss

Unglaublich verführerisch und eine Sünde wert: Karamelleis versüßt jeden Sommertag! Mit diesem Rezept werden alle Eisträume wahr - zumindest, wenn man Karamellcreme liebt. Es schmeckt herrlich cremig, sahnig, süß und aromatisch.

Karamelleis ist ernährungsphysiologisch nicht gerade die leichteste Angelegenheit, aber dafür Genuss pur. In diesem Artikel wird verraten, wie man Karamelleis selber machen kann - ohne den klassischen Kondensmilch-Geschmack. Die Variante basiert auf selbstgemachter Karamellcreme und einer Art Vanilleeis-Masse. Die Zubereitung dauert ein wenig, aber das Ergebnis ist alle Mühen wert. Es wird empfohlen, das Karamelleis mit einer Eismaschine zuzubereiten, da der Rühraufwand ohne Maschine um einiges höher ist.

Variantenreichtum: Von klassisch bis salzig

Neben dem Klassiker kann man auch salziges Karamell-Eis machen. Eine leichte Salznote in süßen Speisen ist etwas Besonderes. Die Dosis kann dabei nach Belieben gestaltet werden. Pur sieht das Karamell-Eis etwas "nackig" aus, schmeckt aber keineswegs langweilig. Zum Schluss kann man einfach etwas Swirl darüber geben und ein paar softe Karamellstückchen unterheben - perfekt!

Neben dem Salz-Karamell-Eis sind auch Karamell-Popcorn, Apfel-Cupcakes mit Karamell, Karamell-Schoko-Törtchen und Karamell-Shortbread köstlich.

Die Zutaten und Zubereitung

Für die Karamell-Basis:

  • 140 Gramm Zucker
  • 40 Milliliter Wasser
  • 60 Gramm Butter in kleinen Stücken
  • 80 Milliliter Sahne
  • Eine Prise Salz

Für das Eis:

  • Die Karamellbasis
  • 240 Milliliter Milch
  • 240 Milliliter Sahne
  • 1 Vanilleschote (Mark)
  • 4 Eigelb
  • 40 Gramm Zucker
  • Optional: 1 TL Johannisbrotkernmehl

Zubereitung:

  1. Karamellcreme zubereiten: Zucker und Wasser in einen nicht zu kleinen Topf geben und bei mittlerer Temperatur ohne Rühren goldbraun werden lassen. Das kann ein paar Minuten dauern. Vorsicht, es kann sehr heiß werden!
  2. Nach und nach die Butterstückchen unterrühren und schmelzen lassen, dann Sahne und Salz zugeben. Die Masse unter gelegentlichem Rühren ca. 5-8 Minuten bei mittlerer bis hoher Temperatur köcheln lassen.
  3. Etwa ein Viertel des Karamells für die spätere Deko abnehmen.
  4. Für das Eis unter den Rest Karamell im Topf die Milch, Sahne sowie das ausgekratzte Mark der Vanilleschote rühren und leicht erwärmen.
  5. Die Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen.
  6. Die Zucker-Eier-Creme nach und nach zur (nicht zu heißen) Karamellsahne geben und unter ständigem Rühren einige Minuten auf etwa 75 Grad erwärmen, bis die Eismasse leicht andickt bzw. cremig wird. Sie darf dabei nicht kochen. Alternativ im heißen Wasserbad erwärmen.
  7. Die Eismasse etwa auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen.
  8. Dann in die Eismaschine geben und je nach Gerät ca. 60 Minuten gefrieren lassen. Gegen Ende nach Belieben ein paar Karamellwürfel bzw. gehacktes Karamellkonfekt unterheben.
  9. Das Eis in einen gefriergeeigneten Behälter geben und mit der übrigen Karamellcreme dekorieren bzw. mit Karamellswirl verzieren. Entweder direkt essen - dann ist es eher softer - oder bis zum Essen nochmal ins Gefrierfach stellen.

Karamelleis ohne Eismaschine: So geht's trotzdem

Auch ohne Eismaschine kann man Karamelleis selber machen. Das Geheimnis ist, eine Karamellcreme aus gezuckerter Kondensmilch herzustellen und diese als Eisbasis zu verwenden.

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Zutaten:

  • Karamell mit gezuckerter Kondensmilch (siehe Beschreibung unten)
  • 250 Gramm Schlagsahne

Zubereitung:

  1. Karamell mit gezuckerter Kondensmilch herstellen (siehe Beschreibung unten).
  2. Sahne steif schlagen.
  3. Alle Zutaten verrühren und Karamell mit dem Schneebesen von Hand unterrühren.
  4. Die Masse in eine Box füllen und fest verschließen.
  5. Über Nacht gefrieren lassen.
  6. Circa 10 Minuten antauen lassen und genießen.

Karamell mit gezuckerter Kondensmilch herstellen:

Eine Dose gezuckerte Kondensmilch für 20 Minuten in den Schnellkochtopf geben. Alternativ den Topf bis über die Dose mit gezuckerter Kondensmilch mit Wasser füllen und circa 2 Stunden köcheln lassen.

Tipps und Tricks für das perfekte Karamelleis

  • Die richtige Temperatur: Die Temperatur der Eismasse sollte etwa 70 - 80 Grad betragen, um mögliche Keime im Ei abzutöten. Wäre die Masse zu heiß, würde das Ei stocken und Klumpen bilden. Die Temperatur ist optimal, wenn die Eismasse zwar sichtbar dampft, jedoch keine Blasen vom Topfboden aufsteigen.
  • Gefrierzeit: Die Eismasse sollte mindestens 3 Stunden im Kühlschrank vollständig abkühlen, bevor sie in die Eismaschine gegeben wird.
  • Karamell-Swirl: Ein paar Minuten vor Ende der Kühlzeit in der Eismaschine die Hälfte der halbierten Salted Caramel Sauce in die Eismaschine träufeln, sodass sie nur kurz unter die Masse gerührt wird und einen leckeren Karamell-Swirl hinterlässt.
  • Aufbewahrung: Das selbstgemachte Salted Caramel Eis in einen verschließbaren Behälter füllen, garnieren und für mindestens 2 Stunden oder bis zum Servieren in das Gefrierfach stellen.
  • Zu hartes Eis: Wenn die Eiscreme im Tiefkühler zu hart wird, hilft es, ca. 5 - 10 Minuten bei Raumtemperatur zu warten, bis das Eis wieder schön cremig und leicht zu portionieren ist.
  • Die richtige Gefriertemperatur: Der typische Gefrierschrank zu Hause hat häufig -25 Grad und ist dementsprechend viel zu kalt. Am besten den Tiefkühler auf ca. -18 Grad einstellen.
  • Lagerung: Das Eis am besten nach der Zubereitung in der Eismaschine direkt in einen luftdichten Behälter füllen und bei etwa -18 Grad im Tiefkühlschrank einfrieren. Da sich mit der Zeit die Konsistenz verändern kann und auch der Geschmack verloren geht, sollte man es nicht länger als zwei Monate aufbewahren. Außerdem sollte das Eis besser nicht zu lange angetaut und anschließend erneut eingefroren werden, da es sonst schnell verderben kann.

Weitere Tipps für die perfekte Konsistenz

  • Fettgehalt: Um eine weiche und cremige Eiscreme zu erhalten, ist es wichtig, Fett (Sahne und Milch) in die Creme zu geben.
  • Zucker: Den Zucker vorher in der Masse schmelzen lassen. Wenn der Zucker geschmolzen ist, löst er sich besser auf und hat eine elastische Eigenschaft (wie bei der Herstellung von Bonbons).
  • Bindemittel: Johannisbrotkernmehl ist ein Verdickungsmittel für Sahne und Eis. Es ist eine sehr gute Hilfe, um die Masse geschmeidig und ohne Eiskristalle zu halten. Guarmehl ist ein Geliermittel, das oft in der Eiszubereitung verwendet wird, um die cremige Konsistenz zu erhalten. Optional kann 1 TL Johannisbrotkernmehl hinzugefügt werden.

Variationen für jeden Geschmack

  • Salted Caramel Eis: Für Salted Caramel Eis eine gesalzene Karamellsauce verwenden. Diese verleiht dem Eis nicht nur einen unverwechselbaren Geschmack, sondern auch eine zartschmelzende Konsistenz.
  • Karamell-Stückchen: Kurz bevor das Eis fertig ist, Zutaten für "Karamell-Stückchen" mit in die Eismaschine geben.
  • Nuss-Karamell Eis: Geröstete und karamellisierte Mandeln oder Macadamianüsse hinzufügen.
  • Nougat Karamell Eis: Nougat in kleine Stücke hacken und unter die Eismasse mischen.

Warum wird Eis zu hart?

Wenn die Eiscreme zu hart wird, liegt das oft an der zu niedrigen Temperatur im Gefrierschrank. Der typische Gefrierschrank zu Hause hat häufig -25 Grad und ist dementsprechend viel zu kalt. Stelle deinen Tiefkühler am besten auf ca. -18 Grad ein.

Die Bedeutung von Eigelb

Das Salted Caramel Eis wird nicht nur durch die Karamellauce, sondern auch durch das Ei in der Eismasse so wunderbar cremig. In Eigelb ist Lecithin enthalten, ein Emulgator, der für die perfekte Bindung von Fett und Wasser sorgt. Auch nach dem Gefrieren bleibt das Eis durch den natürlichen Emulgator leicht zu portionieren und frei von unschönen Eiskristallen.

Nicht nur die Textur, sondern auch der Geschmack und die Farbe werden vom Eigelb positiv beeinflusst. Durch das Eigelb wird das Salted Caramel Eis eine runde (und unglaublich leckere) Sache!

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