Kann man Pudding backen? Rezepte und Tipps für saftige Puddingkuchen
Pudding und Kuchen sind eine perfekte Kombination, die für besonders saftige und cremige Backergebnisse sorgt. Ob Streuselkuchen, Butterkuchen mit Pudding oder klassische Vanillepudding-Kuchen - Pudding macht jeden Kuchen zu einem besonderen Genuss. In diesem Artikel erfahrt ihr bewährte Rezepte, wie man Puddingkuchen zubereitet, sowie praktische Tipps, wie die Konsistenz des Puddings gelingt und wie man Fehler vermeidet.
Die beliebtesten Puddingkuchen-Klassiker
Zu den klassischen Puddingkuchen gehören zum Beispiel der Streuselkuchen mit Puddingfüllung, die Donauwelle mit saftigem Rührteig, Kirschen und Vanillepudding, sowie der Russische Zupfkuchen, bei dem Schokoladenteig und Quarkcreme kombiniert werden.
Ein weiterer beliebter Klassiker für große Runden ist der Pudding-Streuselkuchen vom Blech. Er besticht durch seinen buttrigen Knetteig, die samtige Vanillepuddingfüllung und große Butterstreusel, die teils unten in der Form fest gedrückt und teils oben auf dem Kuchen verteilt werden.
Wie wird Puddingkuchen gebacken? Grundrezepte und Schritt-für-Schritt-Anleitung
Streuselkuchen mit Puddingfüllung
- Pudding kochen: Das Puddingpulver mit einem Teil Zucker mischen und mit etwas Milch glatt rühren. Die restliche Milch mit dem Zucker aufkochen, vom Herd nehmen und die Puddingmischung mit einem Schneebesen einrühren. Kurz auf mittlerer Hitze weiterrühren, bis der Pudding eindickt. Den Pudding lauwarm abkühlen lassen und dabei umrühren, damit keine Haut entsteht.
- Teig zubereiten: Für den Streuselteig Mehl, Backpulver, Zucker, Salz, Ei und kalte Butter in kleinen Stücken vermengen, zuerst mit Knethaken und dann mit den Händen zu Streuseln verarbeiten.
- Backform vorbereiten: Eine Springform mit Backpapier auslegen und Ränder einfetten.
- Boden formen: Zwei Drittel des Teiges als Boden in die Form drücken.
- Pudding auftragen: Die Puddingfüllung auf dem Teigboden glatt streichen.
- Streusel verteilen: Die restlichen Streusel auf dem Pudding verteilen.
- Backen: Den Kuchen bei 175 Grad Ober- und Unterhitze etwa 50-60 Minuten backen. Nach etwa 35 Minuten eventuell mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
- Abkühlen: Vor dem Anschneiden mindestens 45 Minuten auskühlen lassen.
Der Kuchen ist durch die cremige Puddingfüllung besonders saftig und lässt sich auch gut am Vortag backen.
Butterkuchen mit Pudding - Eine saftige Luxusvariante
Butterkuchen mit Pudding ist eine besondere Variante des klassischen Butterkuchens, bei dem der Hefeteig mit cremigen Pudding-Inseln und karamellisierten Mandeln ein geniales Mundgefühl erzeugt. Der Pudding wird nach dem „Kleckskuchen-Prinzip“ in Mulden aufgetragen und nicht glatt verteilt, um beim Backen in Form zu bleiben.
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| Zutaten Hefeteig | Zutaten Vanillepudding | Zutaten Belag |
|---|---|---|
| 500 g Weizenmehl Type 550 280-300 g kalte Milch 15 g frische Hefe 60 g Zucker 10 g Vanillezucker 1 Ei (Größe M) 5 g Salz 80 g Butter (kühl, in Stücken) | 500 ml Milch 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (ca. 37 g) 2 EL Zucker | 60 g geschmolzene Butter 80 g Zucker 80 g Mandelblättchen |
- Hefeteig zubereiten: Hefe in kalter Milch auflösen. Mehl, Zucker, Vanillezucker und Ei hinzufügen. Kneten bis der Teig glatt und elastisch ist. Salz und Butter portionsweise einkneten. Teig ruhen lassen (1,5-2 Stunden bei Raumtemperatur oder über Nacht im Kühlschrank).
- Pudding kochen: Puddingpulver mit Zucker mischen und mit Milch angerührt aufkochen, dabei gut umrühren, bis der Pudding fest wird. Abkühlen und mit Frischhaltefolie abdecken, um Hautbildung zu vermeiden.
- Form vorbereiten: Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen. Hefeteig darauf ausbreiten und 60 Minuten gehen lassen.
- Mulden formen: Mit einem bemehlten Kochlöffelstiel oder Daumen tiefe Mulden in den Teig drücken.
- Pudding verteilen: Den gekochten Pudding mit zwei Teelöffeln in Klecksen in die Mulden setzen. Nicht verstreichen.
- Belag: Geschmolzene Butter gleichmäßig auf den Teig geben, mit Zucker und Mandeln bestreuen.
- Backen: Bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 20-22 Minuten backen bis goldgelb.
- Ausruhen: Lauwarm auskühlen lassen und in Stücke schneiden.
Tipps für perfekte Puddingkuchen
- Pudding richtig kochen: Pudding sollte mindestens eine Minute stark kochen, damit er fest wird und beim Backen nicht verläuft.
- Konsistenz anpassen: Für festeren Pudding weniger Milch oder mehr Puddingpulver bzw. Stärke verwenden. Manchmal ist ein Zusatz von Schmand oder Crème fraîche sinnvoll, um die Creme stabiler zu machen.
- Keine Angst vor Puddinghaut: Das Abdecken mit Frischhaltefolie direkt auf dem Pudding verhindert Hautbildung. Wenn eine Haut entsteht, ist das auch nicht schlimm für den Backvorgang.
- Teig und Pudding abkühlen lassen: Boden sollte vor dem Auftragen des Puddings vorgebacken und ausgekühlt sein, damit der Pudding nicht mit dem Teig verläuft.
- Früchte gut abtropfen: Wenn Früchte auf den Pudding kommen, sollten sie gut abgetropft sein, damit der Kuchenboden nicht matschig wird.
- Backzeit beachten: Nicht zu lange backen, sonst wird der Teig trocken. Für Butterkuchen mit Pudding maximal 22 Minuten.
- Aufbewahrung: Puddingkuchen im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter oder abgedeckt aufbewahren, so bleibt die Creme 3 bis 4 Tage frisch und fest.
- Am besten nach Temperatur auskühlen: Kuchen zuerst bei Zimmertemperatur auskühlen lassen, bevor er in den Kühlschrank kommt, um Kondenswasser zu vermeiden.
- Einfrieren: Viele Puddingkuchen, wie den Streuselkuchen, kann man gut einfrieren.
Häufige Probleme und Lösungsansätze beim Backen mit Pudding
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Pudding verläuft auf dem Kuchen | Pudding zu flüssig gekocht | Pudding fester kochen, abkühlen lassen und in Klecksen auftragen |
| Pudding verbrennt während des Backens | Zucker oder Mandeln sind nicht gleichmäßig verteilt | Mandeln auch über den Pudding klecksen streuen, bei Bedarf Kuchen mit Folie abdecken |
| Teig geht nicht auf | Hefe zu alt oder Teig zu kalt | Teig an warmem Ort gehen lassen, Hefe verwenden, die nicht abgelaufen ist |
| Kuchen wird trocken | Zu lange gebacken | Backzeit strikt einhalten, nicht über 22 Minuten backen |
Variationen und Geschmacksideen
Puddingkuchen lassen sich vielfältig variieren: Statt Vanillepudding kann man Schokoladen-, Karamell- oder Pistazienpudding verwenden. Gewürze wie Zimt, Kardamom oder Tonkabohne ergänzen die Cremigkeit wunderbar.
Frische Beeren, Schokoraspel, geröstete Nüsse oder essbare Blüten machen den Kuchen zu einem besonderen Hingucker. Auch Obst wie Kirschen, Aprikosen oder Pfirsiche passen hervorragend zur Puddingcreme.
Wer sich eine weniger fetthaltige, aber cremige Füllung wünscht, kann Schmand oder Crème fraîche in die Puddingcreme einarbeiten. Das sorgt für eine stabilere Konsistenz und einen leicht säuerlichen Akzent.
FAQ - Antworten auf häufig gestellte Fragen
- Kann ich auch Schokoladenpudding nehmen?
Ja, das funktioniert sehr gut. Mandeln können dann gegen Schokostreusel oder gehackte Haselnüsse ausgetauscht werden. - Geht Kuchen mit fertigem Pudding aus dem Becher?
Eher nicht - der Pudding aus dem Kühlregal ist meist zu flüssig und wird beim Backen wässerig. Selbst gekochter Pudding bleibt stabiler. - Kann ich Früchte in den Kuchen geben?
Ja, Kirschen, Aprikosen und weitere Früchte passen hervorragend. Wichtig ist, die Früchte trocken oder gut abgetropft zu verwenden. - Wie bewahre ich den Puddingkuchen richtig auf?
Im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter oder mit Frischhaltefolie abgedeckt. So bleibt die Creme mehrere Tage frisch. - Kann ich Pudding auch mit Sahne ersetzen?
Ja, für leichtere Varianten kann Sahne verwendet werden - beim klassischen Butterkuchen wird z.B. nach dem Backen flüssige Sahne über den heißen Kuchen gegossen.
Probiert die Rezepte und Tipps aus, um herrlich saftige Puddingkuchen zu backen, die bei Familie und Gästen garantiert gut ankommen. Viel Spaß beim Backen und Genießen!
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