Tiramisu und andere Desserts einfrieren: Tipps und Tricks für längere Haltbarkeit
Viele kennen das Problem: Nach einer Feier oder einem gemütlichen Abendessen bleiben köstliche Desserts übrig. Oft stellt sich dann die Frage, ob man diese einfrieren kann, um sie länger haltbar zu machen. Dieser Artikel gibt Ihnen wertvolle Tipps zum Einfrieren von Tiramisu, Pudding und anderen Süßspeisen, damit Sie Lebensmittelverschwendung vermeiden und trotzdem jederzeit ein leckeres Dessert genießen können.
Tiramisu einfrieren: So geht's richtig
Tiramisu, der italienische Dessertklassiker, lässt sich grundsätzlich gut einfrieren. Wenn nach einer Feier etwas von dem leckeren Schichtdessert übrigbleibt, können Sie es bedenkenlos einfrieren. Dies gilt sowohl für Varianten mit als auch ohne Ei, wobei es bei Tiramisu mit Ei zu leichten Konsistenzveränderungen der Creme nach dem Auftauen kommen kann.
Worauf man achten sollte
- Frische: Frieren Sie das Tiramisu so frisch wie möglich ein, idealerweise am Tag der Zubereitung.
- Tiramisu mit rohen Eiern sollte nur frisch eingefroren werden. Ein Tiramisu mit Eiern, das z. B. einige Stunden bei Raumtemperatur auf dem Buffett stand und über Nacht noch im Kühlschrank gelagert wurde, ist nicht mehr für den Gefrierschrank geeignet.
- Portionierung: Portionieren Sie die Tiramisu-Reste vor dem Einfrieren. Das hat den Vorteil, dass Sie später die gewünschte Menge einfacher auftauen können.
- Verpackung: Verpacken Sie das Tiramisu luftdicht in gefriergeeigneten Dosen oder Gefrierbeuteln.
- Lagerdauer: Im Gefrierschrank ist das Tiramisu bis zu drei Monate haltbar.
Auftauen leicht gemacht
- Tauen Sie das Tiramisu schonend auf, indem Sie es abgedeckt für mehrere Stunden oder über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. So wird die Kühlkette nicht unterbrochen.
- Wer es eilig hat, kann das Tiramisu auch im Wasserbad auftauen.
- Wichtig: Einmal aufgetautes Tiramisu sollte nicht erneut eingefroren werden.
Tiramisu-Rezepte für den Vorrat
Nutzen Sie die Möglichkeit, Tiramisu einzufrieren, und probieren Sie neue Rezepte aus. So haben Sie immer einen leckeren Nachtisch im Tiefkühler parat, wenn Ihnen danach ist. Wie wäre es mit Bratapfel-Tiramisu im Glas, Tiramisu mit Mandarinen oder Tiramisu mit Amarettini-Keksen?
Pudding einfrieren: Eine Frage der Qualität
Pudding hat einen hohen Flüssigkeitsanteil, der beim Einfrieren kristallisiert. Dadurch verliert der Pudding nach dem Auftauen seine Bindung und Konsistenz. Obwohl das Einfrieren von Pudding grundsätzlich möglich ist, müssen Sie Abstriche bei der Qualität machen.
Tipps zur Aufbewahrung von Pudding
- Kühlschrank: Im Kühlschrank ist Pudding für ein bis zwei Tage haltbar. Füllen Sie den frisch gekochten Pudding am besten noch heiß in sterilisierte Gläser und verschrauben Sie diese fest. Alternativ können Sie die Reste in einem luftdichten Gefäß im Kühlschrank aufbewahren.
- Einfrieren: Wenn Sie Pudding einfrieren, bewahren Sie ihn nicht länger als drei Monate im Gefrierfach auf. Erwärmen Sie ihn langsam bei mittlerer Hitze.
- Fazit: Pudding einzufrieren lohnt sich kaum, da der aufgetaute Pudding qualitativ nicht an frisch zubereiteten Pudding herankommt. Bereiten Sie Pudding lieber frisch und in kleinen Mengen zu, um den vollen Geschmack zu genießen.
Welche Lebensmittel sollte man besser nicht einfrieren?
Nicht alle Lebensmittel sind gleichermaßen für das Einfrieren geeignet. Einige Produkte verändern durch die Kälte ihren Geschmack, ihre Textur oder ihre Qualität so stark, dass sie nach dem Auftauen kaum noch genießbar sind.
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Wasserreiches Obst und Gemüse
Obst und Gemüse mit einem hohen Wasseranteil, wie Melonen, Tomaten, Gurken, Beeren oder Trauben, werden nach dem Auftauen schnell matschig.
Salate
Salate wie Eisbergsalat, Kopfsalat oder Rucola sind nicht zum Einfrieren geeignet, da sie ebenfalls matschig werden. Blattspinat kann hingegen eingefroren werden, da er ohnehin weiterverarbeitet und gekocht wird.
Pudding und Cremes mit Gelatine
Gelatinehaltige Lebensmittel verlieren durch die niedrigen Temperaturen ihre Bindekraft und werden flüssig.
Frischkäse und Weichkäse
Während Hartkäse wie Gouda oder Parmesan eingefroren werden kann, sollten Sie Frisch- und Weichkäse nicht in den Froster legen, da sie flockig oder matschig werden können.
Eier
Rohe Eier können platzen, da sich die Flüssigkeit bei niedrigen Temperaturen ausdehnt. Gekochte Eier bekommen eine unschöne, gummiartige Konsistenz.
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Milchprodukte
Milchprodukte wie Quark, Joghurt, Sahne oder Vollmilch können nach dem Auftauen eine flockige Konsistenz haben.
Knoblauch
Knoblauch verliert deutlich an Geschmack, wenn er eingefroren und anschließend aufgetaut wird.
Rohe Kartoffeln
Die Stärke in rohen Kartoffeln wandelt sich bei niedrigen Temperaturen in Zucker um. Nach dem Auftauen würden sie deutlich süßer schmecken und ihre Konsistenz verlieren. Verarbeitete Kartoffeln wie Püree lassen sich dagegen gut einfrieren.
Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, können Sie sich am Wochenanfang einen Essensplan machen. So haben Sie einen Überblick, wann Sie was essen wollen, und können entsprechend einkaufen. Bleiben trotzdem einmal Reste übrig, die Sie nicht einfrieren wollen, können Sie damit vielleicht einen leckeren Resteeintopf kochen.
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