Kann man jeden Kuchen als Muffin backen? Tipps und Tricks für perfekte Mini-Kuchen

Muffins erfreuen sich großer Beliebtheit, ob auf Kindergeburtstagen, Buffets oder einfach zum Kaffee. Die kleinen Kuchen sind schnell gebacken und vielseitig вариieren. Doch was, wenn man keinen Muffin-Teig zur Hand hat, sondern nur einen Kuchenteig? Oder umgekehrt? Kann man jeden Kuchen als Muffin backen? Und was muss man dabei beachten? Dieser Artikel gibt Antworten und verrät Tipps für gelungene Mini-Kuchen.

Kuchenteig als Muffins backen - geht das?

Grundsätzlich ist es möglich, einen Kuchenteig auch in Muffinförmchen zu backen. Viele Hobbybäcker haben das bereits erfolgreich ausprobiert. Ein Kuchenteig in einer Kuchenform zu backen, ist ebenfalls kein Problem. Wenn man sich die Zutaten von Muffins und Kuchen ansieht, fällt auf, dass Muffins meist nur 2 TL Backpulver enthalten, während in Kuchen oft 1 Päckchen Backpulver verwendet wird (bei ca. 500g Mehl).

Anpassung der Backzeit

Der wichtigste Unterschied beim Backen von Kuchenteig als Muffins liegt in der Backzeit. Muffins benötigen aufgrund ihrer geringeren Größe eine deutlich kürzere Backzeit als ein ganzer Kuchen. Eine pauschale Aussage zur idealen Backzeit ist schwierig, da diese von der Rezeptur des Teiges und der Größe der Muffinförmchen abhängt. Als Faustregel gilt jedoch:

  • Muffins: ca. 15-25 Minuten
  • Kuchen: ca. 30-60 Minuten

Es ist ratsam, die Muffins nach etwa 15 Minuten Backzeit regelmäßig zu kontrollieren. Ein einfacher Holzstäbchentest hilft festzustellen, ob die Muffins durchgebacken sind. Bleibt beim Herausziehen kein Teig am Stäbchen haften, sind die Muffins fertig.

Temperatur anpassen

Auch die Backtemperatur kann bei der Verwendung von Kuchenteig für Muffins eine Rolle spielen. Oftmals wird empfohlen, die Temperatur etwas zu reduzieren, um zu verhindern, dass die Muffins zu schnell verbrennen. Eine Temperatur von 175 Grad Ober- und Unterhitze hat sich bewährt.

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Muffinteig als Kuchen backen - eine Notlösung?

Auch die umgekehrte Variante, Muffinteig als Kuchen zu backen, ist möglich. Ein Nutzer hat notgedrungen ausprobiert, weil er seinen Muffinteig schon gemacht hatte, als ihm auffiel, dass er keine Förmchen mehr da hatte. Also hat er seinen Teig einfach in eine Kastenform gefüllt (mit Backpapier versteht sich). Nach knapp einer Stunde bei einer Temperatur von ca. 120-150 Grad Umluft war er fertig. Er ist gut aufgegangen und schmeckt super. Geht also schon auch mit nur 2 TL Backpulver und 1 TL Natron. Ob er das wiederholen würde? Naja, es ist natürlich einfacher, sich an eine vorgegebene Backzeit zu halten und nicht ständig nachschauen zu müssen, aber wenn mal wieder Förmchen fehlen, wieso nicht?!

Backzeit und Temperatur im Auge behalten

Da ein Kuchen mehr Teig enthält als ein Muffin, muss die Backzeit entsprechend verlängert werden. Auch hier empfiehlt sich der Holzstäbchentest, um den Garzustand zu überprüfen. Die Backtemperatur sollte etwas reduziert werden, um sicherzustellen, dass der Kuchen gleichmäßig durchbackt und nicht verbrennt. Eine Temperatur von 180 °C Umluft für knapp 30 Minuten hat sich bewährt.

Tipps für perfekte Muffins und Kuchen

Unabhängig davon, ob man einen Kuchen- oder Muffinteig verwendet, gibt es einige grundlegende Tipps, die für ein optimales Ergebnis beachtet werden sollten:

  • Trockene und feuchte Zutaten getrennt mischen: Milch, Eier und Zucker zusammen aufschlagen. Die trockenen Zutaten, wie Mehl, Natron oder Backpulver gründlich miteinander vermischen und nur kurz unter den Teig heben.
  • Nicht zu lange rühren: Lieber nicht zu viel Rühren, sonst werden die Mini-Kuchen zäh und fest. Wenn ihr noch kleine Mehlspitzen im Teig erkennen könnt, habt ihr alles richtig gemacht.
  • Teig schnell verarbeiten: Sobald der Teig angerührt ist, muss er möglichst schnell in die Förmchen, denn das Treibmittel beginnt sofort zu arbeiten.
  • Förmchen richtig befüllen: Füllt 2-3 Esslöffel in die Papier- oder Silikonförmchen und lasst genügend Platz, damit nichts überläuft.
  • Kreativ sein: Es gibt unzählige Möglichkeiten, die leckeren Mini-Kuchen zuzubereiten. Von süß bis herzhaft sind eurem Geschmack keine Grenzen gesetzt.
  • Muffins richtig aufbewahren: Wenn man sie nicht sofort verzehrt, bewahrt man die kleinen Trend-Kuchen am besten luftdicht verschlossen bei Raumtemperatur in einer Frischhaltebox auf, so halten sie sich bis zu einer Woche. Sie gehören nicht in den Kühlschrank - dort werden sie fest.

Das richtige Muffin-Grundrezept

Wer gerne backt, braucht definitiv ein gutes Muffins-Grundrezept. Hier ist es ♥ !

Zutaten:

  • 125 g Butter, weiche
  • 125 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 Ei(er)
  • 200 g Mehl
  • 0. 5 Pck. Backpulver
  • 1 Tasse Milch (kleine Tasse, ca. 150 ml)

Zubereitung:

  1. Die Butter mit dem Zucker cremig schlagen und im Anschluss Vanillezucker dazu geben und verrühren. Danach die Eier nach und nach mit der Butter-Zucker-Mischung verrühren.
  2. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und einen kleinen Teil in die Butter-Zucker-Mischung geben. Im Anschluss einen Teil Milch dazu. Den Rest Milch und Mehl weiter im Wechsel unterrühren.
  3. Der Teig kann nun beliebig mit z.B. Nüssen, Kakao, Nutella, Früchten etc. verfeinert werden - er schmeckt aber auch so sehr gut und luftig!
  4. Ich backe diesen Teig als Kuchen bei 180 °C Umluft knapp 30 Minuten (Garprobe mit Holzstäbchen). Muffins gehen schneller, knapp 10 Minuten.
  5. Nach dem Backen den Kuchen auskühlen lassen und nach Belieben mit Zuckerguss, Schokoladenguss oder Puderzucker verfeinern.

Tipps und Tricks für hohe Muffins

Für hübsche Muffins wie im Coffeeshop sollte der Teig eher dick und zäh sein, da ein zu flüssiger Teig unschön verlaufen kann, ein zu fester aber nicht richtig aufgeht. Außerdem werden die Förmchen bei mir inzwischen fast randvoll mit Muffinteig gefüllt (früher nur zu ⅔).

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  • Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • In einem Schüsselchen Mehl, Backpulver, Natron und Salz gut miteinander vermischen.
  • In einer (zweiten) Rührschüssel kurz die Eier mit dem Zucker verquirlen. Dann Öl, flüssige Butter und Joghurt unterrühren, bis die Masse homogen ist.
  • Die trockenen Zutaten zu den feuchten geben. Alles möglichst kurz (!), aber kräftig miteinander verrühren.
  • Den Teig nach Belieben verfeinern (siehe Tipps).
  • Mit einem Löffel in ca. 12-16 Papier- oder Silikonförmchen füllen; der Teig darf bis kurz unter den Rand gehen. Förmchen am besten zusätzlich auf ein Muffinblech stellen.
  • Die Muffins je nach Größe ca.

Muffin-Probleme und ihre Lösungen

Wer die Schritte im Muffins-Grundrezept genau befolgt, dürfte eigentlich keine Schwierigkeiten bekommen. Zu den häufigsten Fehlern hier dennoch Tipps:

  • Die Muffins gehen nicht auf: Das kann daran liegen, dass zu wenig oder zu altes Backpulver bzw. Natron im Teig war. Natron braucht zudem, um richtig wirken zu können, immer eine weitere säuerliche Zutat wie Buttermilch, Joghurt, Zitronensaft.
  • Die Muffins fallen zusammen: Wenn der Muffinteig zu flüssig ist, fallen die Küchlein eventuell in der Mitte zusammen. Lieber noch einen zusätzlichen Esslöffel Mehl unterrühren. Außerdem dürfen die Muffins nicht zu früh aus dem Ofen geholt werden. Ob sie durchgebacken sind, erkennt ihr z.B. mithilfe der Stäbchenprobe.
  • Die Muffins werden nicht saftig: Wenn sie trocken und hart statt saftig und luftig werden, habt ihr die Zutaten vielleicht zu lange und kräftig verrührt. Vielleicht war der Teig zu fest oder ihr habt das Fett reduziert. Womöglich war die Backzeit auch zu lange.
  • Die Muffins kleben an den Förmchen: Das liegt oft an den Zutaten. Saftiges Obst bzw. Beeren klebt gerne mal am Rand. Dann lieber Silikonförmchen verwenden. Teige mit zu wenig Fett kleben ebenfalls oft - etwa, wenn du statt Eiern und Butter nur Obstmus und Joghurt verwendest. Unabhängig davon: Meist lassen sich Muffins erst nach dem Abkühlen lösen.
  • Die Muffins sehen nicht schön aus: Bei Papierförmchen läuft der Teig oft stark in die Breite; die Muffins werden zu flach und trocken. Die Lösung: Papierförmchen immer zusätzlich auf ein Muffinblech stellen. Anderes Problem: Der Teig läuft über und die fertigen Muffins sehen eher nach Riesenpilzen als nach schönen runden Küchlein aus. Das liegt meist an einem zu flüssigen Teig oder daran, dass die Förmchen übervoll waren.

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