Kakaonibs ohne Zucker: Nährwerte, Verwendung und Vorteile

Kakaonibs gelten als Superfood und zuckerfreie Alternative zu Schokolade. Was es genau mit den Kakaostückchen auf sich hat und was du beim Kauf von Kakaonibs beachten solltest, erfährst du hier.

Was sind Kakaonibs und wie werden sie hergestellt?

Bei Kakaonibs handelt es sich um geraspelte Kakaobohnen. Kakaonibs werden aus rohen Kakaobohnen hergestellt. Dafür durchlaufen die Kakaobohnen eine mehrtägige Fermentation. Nachdem die reife Kakaobohne geerntet, fermentiert und gesäubert wurde, wird sie getrocknet und geschält. Die Bohnen werden dafür nach der Ernte zerbrochen, getrocknet und fermentiert. Anschließend werden sie in kleine, mundgerechte Stücke gebrochen. Kakaonibs sind im eigentlichen Sinne geröstete Kakaobohnen, die geschält und in kleine Stückchen zerbrochen werden. Dieses schonende Herstellungsverfahren sorgt dafür, dass die meisten hochwertigen Nährstoffe in der Kakaobohne enthalten bleiben und diese somit über Rohkostqualität verfügen. Erst dann erhalten sie das typisch intensive und leicht bittere Aroma.

Fermentations- und Trocknungsprozess der Kakaobohnen

Geschmack und Einsatz in der Küche

Kakaonibs schmecken deutlich herb, leicht bitter und nach Kakao, ähnlich wie Bitterschokolade. Wie bereits angedeutet, weisen Kakaonibs einen eher herben und etwas bitteren Geschmack auf, welcher an den von dunkler Schokolade erinnert. Liebhabern von dunkler Schokolade sollte der Geschmack von Kakaonibs also zusagen - Anhänger von Vollmilchschokolade hingegen eher weniger. Kakaonibs werden überwiegend als Topping oder zum Backen verwendet. Sie eignen sich um Müslis, Desserts oder Kuchen zu verfeinern. Kakaonibs eignen sich daher als Snack für zwischendurch, aber auch als Topping und Beilage für das morgendliche Müsli oder das frisch zubereitete Porridge. Kakaonibs eignen sich so auch als besondere Hingucker als Streusel auf Gebäck und lassen sich wunderbar für die besondere Kakao-Note von selbstgemachten Desserts verarbeiten. Es gibt sie inzwischen auch schon verarbeitet in Backwaren, Müslimischungen und Riegeln zu kaufen.

Kakaonibs als Topping auf Müsli und Gebäck

Nährwerte und Inhaltsstoffe (Wichtige Zahlen)

Kakaonibs enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Kakaonibs versorgen dich pro 100 Gramm mit etwa 600 Kilokalorien. Sie sind wegen ihres hohen Fettgehalts mit etwa 600 Kilokalorien pro 100 Gramm sehr kalorienreich. Auch was den Fettgehalt angeht, sind sie vielen Nüssen nicht unähnlich: So bestehen sie zu etwa 55 Prozent aus Fett. Bezüglich der Mikronährstoffe versorgen sie dich vor allem mit nennenswerten Mengen an Magnesium, Eisen und Calcium. Magnesium: Kakaonibs besitzen mit 450 mg auf 100 g überdurchschnittlich viel Magnesium, welches u.a. für die Energieversorgung von Gehirn und Muskulatur zuständig ist. Calcium: Kakaonibs verfügen mit 160 mg auf 100 g über mehr Calcium als Kuhmilch. Ballaststoffe: Notwendig für eine gute und gesunde Verdauung. Antioxidantien: Vor allem Flavonoide sind in Kakaonibs enthalten und nehmen verschiedene Schutzfunktionen ein. Ein weiterer interessanter Inhaltsstoff in Kakaobohnen sind die sogenannten Flavonoide. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die scheinbar den Blutdruck leicht senken können.

Bestandteil Angabe pro 100 g
Kalorien ≈ 600 kcal
Fett ≈ 55 %
Magnesium ≈ 450 mg
Calcium ≈ 160 mg
Ballaststoffe reichlich

Gesundheitliche Aspekte und Vorsichtsmaßnahmen

Da Kakaonibs weder Zucker, Milch, noch andere Zusatzstoffe enthalten, gelten sie als gesunde Alternative zu Schokolade. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie ohne Zucker, Milch und Zusatzstoffe auskommen. Durch die schonende Herstellung enthalten Kakaonibs mehr wertvolle Inhaltsstoffe des Kakaos wie Magnesium oder Eisen als herkömmliche Schokolade, erklärt Jutta Saumweber, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. Allerdings werden Kakaonibs ohnehin nicht in größeren Mengen verspeist, allein schon wegen dem herben Geschmack, welchen sie mit sich bringen. Hersteller empfehlen einen Verzehr von etwa 10 bis 15 Gramm pro Tag.

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Doch Kakaonibs können mit Schadstoffen belastet sein. Das Schwermetall Cadmium befindet sich natürlicherweise im Boden. Besonders in Regionen, die sich in der Nähe von vulkanischem Gestein befinden, sind die Böden sehr reich an Cadmium. Der Schadstoff gelangt dann in die Kakaobohnen. Nehmen wir regelmäßig zu hohe Cadmiummengen zu uns, reichert sich das Metall im Körper an und kann unsere Nieren und Knochen schädigen. Deshalb gibt es für Cadmium EU-Grenzwerte, die Lebensmittel nicht übersteigen dürfen. Neben anderen Lebensmitteln wie Tee oder rohen Salaten enthält auch Kakao Aluminium. In Maßen kann der Körper dies einfach durch die Nieren wieder ausscheiden. Nehmen wir jedoch zu hohe Mengen auf oder leiden bereits unter einer bestimmten Vorerkrankung, kann Aluminium das Nervensystem, die Nieren, Knochen und die Entwicklung eines Embryos schädigen. Du musst deswegen nicht vollständig auf Kakaoprodukte verzichten.

Herkunft, Nachhaltigkeit und Kaufkriterien

Kakaobäume benötigen ein ausreichend warmes und feuchtes Klima. Dementsprechend werden sie in tropischen Gebieten, insbesondere in der Elfenbeinküste, Ghana und Indonesien, angebaut. Produke aus der Kakaobohne kommen aus den Tropen und legen eine lange Strecke nach Deutschland zurück. Wem Nachhaltigkeit und Klimaschutz wichtig sind, sollte Importprodukte sparsam verwenden, rät Jutta Saumweber. Für bessere Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern ist es ratsam, auf Bio-Qualität und auf das Fairtrade-Siegel zu achten. Um derartige Verhältnisse nicht zu unterstützen, solltest du beim Kauf von Kakaonibs und anderen kakaohaltigen Produkten auf das Fairtrade-Siegel achten.

Karte der Hauptanbaugebiete: Elfenbeinküste, Ghana, Indonesien

Praktische Tipps: Verwendung, Einkauf und Dosierung

Kakaonibs sind besonders als zuckerfreie Alternative zu herkömmlicher Schokolade bekannt. Kakaonibs enthalten keinen Zucker, was sie zu einer gesunden Alternative zu herkömmlichen Schokoladenstreuseln oder zuckerhaltigen Schokoladen-Flakes macht. Kakaonibs schmecken nach Kakao, ähnlich wie Bitterschokolade. Sie eignen sich um Müslis, Desserts oder Kuchen zu verfeinern. Kakaonibs werden überwiegend als Topping oder zum Backen verwendet. Erhältlich sind sie in Bioläden, Supermärkten, Drogeriemärkten und im Internet. Es gibt sie inzwischen auch schon verarbeitet in Backwaren, Müslimischungen und Riegeln zu kaufen.

Immer wieder wird dem Konsum von Kakao und auch Schokolade nachgesagt, er sorge für eine gute Laune und macht glücklich. Doch stimmt das wirklich und was steckt dahinter? Durch die Einnahme von rohem Kakao wird im menschlichen Gehirn die Ausschüttung gewisser Neurotransmitter gefördert. Neben anderen Neurotransmittern, handelt es sich dabei in erster Linie um Serotonin und Endorphin, welche als Glücks- und Wohlfühlhormone bekannt sind. Temporäre Stimmungstiefs, wie beispielsweise PMS können angeblich durch einen ansteigenden Serotoninspiegel gelindert werden. Des Weiteren können die durch rohen Kakao ausgeschütteten Neurotransmitter auch die Kommunikation zwischen den “grauen Zellen” lenken.

Rezeptideen mit Kakaonibs: Müsli, Brownies und Energy-Balls

Empfehlungen beim Kauf

  • Achte auf Bio-Qualität und Fairtrade-Siegel für bessere Arbeitsbedingungen und nachhaltigere Produktion.
  • Beziehe Herstellerinformationen zur Herkunft, um Risikogebiete für Cadmium besser einschätzen zu können.
  • Verwende Kakaonibs sparsam wegen der CO2- und Transportkosten importierter Produkte.
  • Halte dich an empfohlene Portionsgrößen (ca. 10-15 g pro Tag), um Kalorien- und Schadstoffaufnahme zu begrenzen.

Bezugsquellen

Erhältlich sind Kakaonibs in Bioläden, Supermärkten, Drogeriemärkten und im Internet. Es gibt sie inzwischen auch schon verarbeitet in Backwaren, Müslimischungen und Riegeln zu kaufen. Unabhängiger Journalismus braucht Menschen, die dahinterstehen - auch in der Google-Suche.

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