Wie wirkt Kakao als Wachmacher

Ohne Kaffee läuft für viele Menschen morgens gar nichts. Doch nicht jedem schmeckt das braune Getränk. Nach dem Aufstehen benötigt der Körper Zeit, um den Kreislauf nach der Ruhephase in Schwung zu bringen. Glücklicherweise gibt es natürliche Wachmacher, die genauso gut wirken und zusätzliche Vorteile für den Körper mit sich bringen.

Theobromin statt Koffein: sanfteres Aufputschen

Auch Kakao funktioniert als natürlicher Wachmacher. Er enthält nämlich den Wirkstoff Theobromin, der mit Koffein verwandt ist, aber eine etwas mildere aufputschende Wirkung hat. Theobromin erweitert die Gefäße, regt den Kreislauf an, kann die Stimmung aufhellen und Hustenreiz lindern. Der natürliche Wirkstoff Theobromin sorgt für eine gleichmäßige, langanhaltende Wachheit - ohne Herzrasen oder Stress.

Kakao enthält nur knapp 0.2 % Koffein, dafür aber bis zu 5 % Theobromin. Auch dieser Pflanzenstoff blockiert Adenosin, jedoch deutlich schwächer. Es wird langsamer aufgenommen und erreicht seine maximale Wirkung oft erst nach mehreren Stunden. Die Wirkung ist körperlich spürbar, aber mental ruhiger. Kakao wirkt also langsamer, dafür aber gleichmäßiger und langanhaltender.

Becher heißer Kakao, Schale mit Kakaobohnen

Nährstoffprofil: mehr als nur ein Muntermacher

Daneben liefert Kakao zahlreiche andere gesunde Inhaltsstoffe: Kein anderes pflanzliches Lebensmittel enthält zum Beispiel so viel Magnesium wie Kakao, nämlich 500 Milligramm pro 100 Gramm Kakaopulver. Auch Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Kalium und Kupfer sind reichlich enthalten. Kakaobohnen enthalten Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Kalium, Ballaststoffe, in geringeren Mengen die Vitamine B1, B2 und E.

Was dem Kakao Superfood-Status einbringt, ist sein hoher Gehalt an Antioxidantien, die dabei helfen, die Zellen vor schädlichen freien Radikalen zu schützen und damit den Alterungsprozess zu verlangsamen. Dazu kommen noch sogenannte Flavonole. Wie Kaffeebohnen enthält Kakaopulver Flavanole, die entzündungshemmende Effekte haben, Ihre Blutgefäße entspannen und die Blutzuckerkontrolle verbessern.

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Kakao und Gehirnleistung: Flavanole und Durchblutung

Der im Kakao enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Epicatechin regt die Gehirndurchblutung an - das wirkt sich positiv auf die Merkfähigkeit und Konzentration aus. In einer Studie zeigte sich, dass die Sauerstoffversorgung im Gehirn nach einem flavanolreichen Kakao deutlich stärker anstieg als nach einem flavanolarmen Getränk. Die Teilnehmer lösten die komplizierten Aufgaben in einer um 11 Prozent kürzeren Zeitspanne.

Mit flavanolreichem Kakao lassen sich also zunächst die Funktionen der Blutgefäße im Gehirn verbessern und daraufhin dann auch die geistige Fitness. Die Sauerstoffversorgung nahm dabei etwa dreimal stärker zu als nach dem flavanolarmen Kakao.

Grafik: Wirkung von Flavanolen auf Gehirndurchblutung

Stimmungsaufheller und Neurotransmitter

Die enthaltenen Amine Phenylethylamin (PEA) und Tryptamin sind echte Stimmungsaufheller. Ein weiterer Inhaltsstoff, das Tryptophan, dient als Basis für das Glückshormon Serotonin. Mit Theobromin enthalten die Bohnen einen Stoff, der ähnlich wirkt wie Koffein, jedoch sanfter. Er steigert die Produktion von Dopamin im Gehirn.

Praktische Hinweise zur Zubereitung und Auswahl

Fertige Getränkepulver enthalten oft sehr viel Zucker. Kakao sorgt nicht nur an kalten Tagen für Wärme, viele verbinden mit einer heißen Tasse der schokoladigen Spezialität auch gute Erinnerungen an die Kindheit. Verwenden Sie keine Fertigpulver! Besser ist es, den Kakao-Drink aus reinem Kakaopulver und Milch selbst herzustellen und dabei im besten Fall auf Zucker zu verzichten.

Pures Kakaopulver ist nur schwach entölt und enthält mindestens 20 Prozent Kakaobutter. Sie finden es in Biomärkten und im Supermarkt meist bei den Backzutaten. Milch oder Pflanzen-Drink in einem Topf erwärmen. Währenddessen Kakaopulver, Zimt und Kurkuma oder Kardamom mischen und in die Flüssigkeit rühren.

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Wenn du mehrere Sorten vergleichen möchtest, ist das Moruga Starter Kit der einfachste Einstieg. Viele mögen 15 bis 25 g Kakao mit heißem Wasser oder Pflanzendrink, kräftig gemixt, optional mit einer Prise Salz oder etwas Gewürz. Starte nicht mit der größten Menge, sondern mit einer normalen Tasse und guter Zubereitung.

Zubereitung: Kakaopulver, Milch und Gewürze in einem Topf

Qualität, Herkunft und Nachhaltigkeit

Wer trotzdem fair gehandelten (Bio-)Kakao oder Schokolade kauft, unterstützt bessere Lebensbedingungen und nachhaltige Anbaumethoden. Denn viele Kakaobauern arbeiten unter prekären Bedingungen, und Kinderarbeit ist in vielen Regionen trauriger Alltag. Moruga verwendet genau diese seltenen Sorten: sortenrein, fair gehandelt und aus nachhaltigem Mischwald-Anbau.

Weniger als fünf Prozent der weltweiten Kakaoernte gelten als Edelkakao. Edelkakao aus nachhaltigem Mischwald-Anbau bedeutet: keine Monokulturen, sondern natürliche Ökosysteme, die Biodiversität fördern und langfristig stabile Erträge sichern. Gleichzeitig profitieren die Kakaobauern von besseren Preisen für hohe Qualität.

Vergleich: Kakao, Kaffee und andere natürliche Wachmacher

Wenn Kaffee für eine Sache bekannt ist, dann ist es seine Wirkung des Wachmachers. Koffein wird schnell vom Körper aufgenommen. Bereits nach etwa 30-60 Minuten erreicht es im Blut die höchste Konzentration. Durch die Wirkung auf das zentrale Nervensystem wird der Kreislauf angeregt, der Kopf wird klarer und die Gedanken strukturierter. Während die Koffein-Wirkung nach dem Kaffee-Konsum schneller abfällt, wirkt Kakao zwar etwas langsamer, hält aber deutlich länger an.

Andere natürliche Wachmacher sind Ingwer, Guarana und Matcha. Guaranasamen machen ebenfalls durch Koffein wach, sie liefern sogar mehr davon als Tee oder Kaffee und das Koffein wird langsamer abgegeben. Matcha enthält Koffein, wirkt belebend und seine Wirkung hält länger an, da das Koffein erst im Darm freigesetzt wird. Ingwer bringt den Kreislauf in Schwung und fördert die Verdauung und kann zudem als natürlicher Wachmacher eingesetzt werden.

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Kurze Tabelle: Wirkweise im Vergleich

Getränk / Stoff Wirkstoff Wirkung Besonderheit
Kakao Theobromin, Flavanole Langsame, gleichmäßige Wachheit; verbessert Durchblutung Reich an Magnesium, Antioxidantien
Kaffee Koffein Schneller Kick, kürzerer Peak Schnelle Aufnahme; kann Herzrasen verursachen
Matcha Koffein (gebunden) Lang anhaltend, ruhige Wachheit Koffein wird später freigesetzt
Guarana Koffein (hoher Gehalt) Lang anhaltend durch Gerbstoffe Meist besser verträglich als gerösteter Kaffee
Ingwer Gingerole, Shogaole Anregend, fördert Kreislauf und Verdauung Gut als Shot oder Tee
Kurzes Video: Zubereitung eines hochwertigen Kakaodrinks

Praktische Tipps für den Alltag

  • Wähle reines Kakaopulver (100% Kakao) statt gezuckerter Fertigmischungen.
  • Beginne mit 15-25 g Kakao pro Tasse und passe Menge nach Wirkung an.
  • Für längere Wachheit statt schnellem Peak: Kakao oder Matcha ausprobieren.
  • Achte auf Herkunft und fairen Handel beim Kauf von Kakao.
  • Vermeide zu viel Zucker, um den gesundheitlichen Nutzen nicht zu mindern.

Der erste Moment am Morgen entscheidet oft über den ganzen Tag: hektisch, getrieben - oder ruhig, fokussiert und klar. Wer statt Kaffee auf hochwertigen Kakao setzt, entdeckt eine neue Art von Energie. Ein Moment, der nicht antreibt, sondern trägt. Ein Ritual, das bewusst macht, statt nur wach zu machen.

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