Kaffeebrot mit Zuckerguss: Tradition, Rezept und Geheimnisse für das perfekte Frühstücksbrot
Kaffeebrot mit Zuckerguss ist ein ganz besonderes Gebäck, das vor allem in Bremen zur Weihnachtszeit bekannt ist, aber das gesamte Jahr über gerne als zwiebackähnliches Brot zum Kaffee, Tee oder Kakao genossen wird. Das Brot verbindet die Leidenschaft für Kaffee und das Backen und bietet ein einzigartiges Geschmackserlebnis, das durch den Zusatz von Kaffee aromatisch, herb und mit wachmachender Wirkung begeistert. Kaffeebrot eignet sich hervorragend zum Einstippen in den heißen Kaffee und überzeugt mit einer krossen Textur und süßem Zuckerguss. Hier erfahren Sie alles zur Geschichte, Variationen und natürlich das klassische Rezept inklusive Tipps und Tricks für das perfekte Kaffeebrot.
Die Geschichte und Besonderheiten des Kaffeebrots
Genau wie der Klaben, gehört auch das Kaffeebrot in Bremen primär zur Weihnachtszeit. Allerdings kann man das ganze Jahr über das zwiebackartige Gebäck zum Kaffee, Tee oder Kakao genießen. Geprägt durch die Schiffahrt und den Handel hat Kaffee in Bremen eine lange Geschichte und ist ein Teil der Bremer Persönlichkeit. Das Kaffeebrot ist ein Hefeteig, welcher als Stange gebacken und anschließend in Scheiben geschnitten wird und mit Zucker und Zimt garniert. Mindestens eine warme Mahlzeit am Tag ist in vielen Familien üblich. Die Vergangenheit macht die Bremer Kultur aus und hat auch die Essenskultur geprägt.
Was macht Kaffeebrot so besonders?
- Einzigartiges Aroma durch den Ersatz von Wasser durch Kaffee im Teig
- Knusprige Konsistenz, ähnlich wie Zwieback
- Süßer Zuckerguss oder Zimt-Zucker kommt meist obendrauf
- Perfekt zum Einstippen in Kaffee
Kaffeebrot klingt komisch, oder? Wer es einmal gebacken hat, wird wahrscheinlich verrückt danach sein. Meine Theorie: wenn Brot das mit Bier gebacken wird (ich bin kein Biertrinker!) schon lecker ist, wie wird mir dann ein mit Kaffee gebackenes Brot (ja, ich bin kaffeeabhängig) erst schmecken?
Grundrezept für Kaffeebrot mit Zuckerguss - Schritt-für-Schritt-Anleitung
Hier folgt das klassische Rezept, das besonders gut gelingt, leicht nachzubacken ist und für einen hohen Genuss sorgt. Es sind mehrere Varianten bekannt - vom einfachen Frühstücksbrot mit Dinkelmehl bis zum traditionellen Brot mit Weizenmehl, Ei und Zuckerguss.
Zutaten für das klassische Kaffeebrot
| Zutaten | Menge |
|---|---|
| Mehl | 500 g |
| Hefe (frisch oder trocken) | 1 Würfel / 1 Tütchen |
| Salz | 2 Prisen |
| Zucker | 4 EL |
| Margarine | 50 g |
| Eier | 2 |
| Wasser | 200 ml (alternativ: Kaffee) |
| Für den Guss: | Puderzucker, 1 Eiweiß, etwas Wasser |
Zubereitung
- Teig vorbereiten: Das Mehl, Zucker, weiche Margarine, Eier und Salz mit ca. 200 ml lauwarmen Wasser in eine Schüssel geben. Die Frischhefe gleichmäßig darauf zerbröseln bzw. die Trockenhefe darauf schütten. Alles zusammen ordentlich verkneten, bis der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt. Eventuell noch Mehl dazugeben.
- Teig ruhen lassen: Den Teig an einem warmen Ort zugedeckt ca. eine Stunde aufgehen lassen.
- Brotlaib formen: Aus dem Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech einen Brotlaib formen. Achtung: nicht zu hoch formen, sonst passt es beim Einstippen nicht mehr in den Kaffeebecher. Das Gebäck geht beim Backen auch noch weiter auf. Jetzt nochmal 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.
- Backen: Dann das Blech mit dem Laib im vorgeheizten Backofen (Umluft: 175 °C, Ober-/Unterhitze: 200 °C) auf der mittleren Schiene je nach Größe des Gebäcks und gewünschtem Bräunungsgrad ca. 15 - 30 Minuten backen. Eine Stäbchenprobe machen. Es sollte kein Teig mehr am Holzstäbchen haften bleiben.
- Brotscheiben rösten: Nach dem Abkühlen das Gebäck in dicke Scheiben schneiden und die Scheiben im Backofen bei ca. 175 °C Ober-/Unterhitze goldbraun rösten. Abkühlen lassen.
- Zuckerguss herstellen: Aus Puderzucker, einem Eiweiß und sehr wenig Wasser einen Guss herstellen und jeweils eine Seite der Scheiben damit bestreichen. Nach dem Trocknen einfach essen oder in den heißen Kaffee einstippen.
Tipps:
- Für Allergiker einfach das Eiweiß im Guss weglassen.
- Wer es würziger mag, kann den Guss durch eine Mischung aus Zimt und Zucker ersetzen.
- Das Brot kann auch einen Tag ruhen, bevor es in Scheiben geschnitten und weiterverarbeitet wird.
Varianten und raffinierte Ideen für Kaffeebrot
Ein Brot, bei dem das Schüttwasser durch Kaffee ersetzt wird (hier zumindest ein Teil des Schüttwassers) und zudem noch ein Kochstück aus gebrühtem Kaffeepulver verwendet wird, ergibt ein komplexes und vielschichtiges Geschmackserlebnis, das weit über die übliche Kaffeebrot-Note hinausgeht. In Kombination mit einer Fermentation durch Sauerteig ergibt sich ein unverwechselbares Aroma.
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Das Dinkel Kaffeebrot besteht aus gerade mal 4 Zutaten: Hellem Dinkelmehl, etwas Salz, etwas frischer Hefe und frisch gebrühtem Kaffee, der den kompletten Wasseranteil im Teig ersetzt. Die lange Teigruhe sorgt für einen noch besseren Geschmack und eine bessere Bekömmlichkeit, da durch die lange Gare Stärke und Ballaststoffe besser aufquellen, sowie gewisse schwer verdauliche Zuckermoleküle abgebaut werden, die ansonsten oft Blähungen und Unwohlsein verursachen.
Viele haben das Kaffeebrot auch mit französischem T80 Label Rouge Mehl oder Schweizer Ruchmehl gebacken, das die Frischhaltung verbessert und für besondere Aromen sorgt. Das Brot kann im Gusseisentopf gebacken werden, wodurch es im eigenen Dampf zuerst aufgeht und später durch das Backen ohne Deckel eine schöne braune Kruste erhält.
| Mehlart | Eigenschaften | Ergebnis |
|---|---|---|
| Label Rouge T80 | Hohe Wasseraufnahme, besondere Frischhaltung | Aromatisch, leicht süßliche Krume |
| Weizenmehl 1050 | Standard, feinporig | Leicht helles Brot |
| Dinkelmehl | Luftige, wattige Krume | Kruste toll aufgerissen |
Experten-Tipp:
Mein Tipp: Nehmt zwei flache Teller und befeuchtet einen mit Wasser (gering!) und mischt auf dem anderen Zimt und Zucker. Legt dann die Brotscheiben kurz auf den Teller mit Wasser und tunkt dann die Brotscheibe direkt in Zimt & Zucker.
Zwiebackähnlich zum Kaffee: Das Einstippen
Das Kaffeebrot ist zwiebackähnlich mit Zuckerguss zum Einstippen in den Kaffee. Nach dem Trocknen schmeckt das Brot besonders kross und kann in Dosen lange aufbewahrt werden. Besonders beliebt ist das Brot als Frühstücksbrot, mit gesalzener Butter, würzigem Käse, Marmelade, Honig oder Schokoaufstrich.
Es gibt kaum jemanden, der dem Charme von frisch gebackenem Brot widerstehen kann. Besonders beim Frühstück ist eine gute Bekömmlichkeit sehr wichtig. Das Kaffeebrot passt gut zu herzhaften Belegen wie Schinken und Käse, macht aber auch bei Honig und Marmelade eine gute Figur. Mir schmeckt es am allerbesten pur mit etwas gesalzener Butter.
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Zubereitungstipps im Überblick
- Brotlaib nicht zu hoch formen - passt dann besser in den Kaffeebecher.
- Goldbraune Röstaromen entstehen durch das Backen im Topf.
- Nach dem Abkühlen in dünne oder dicke Scheiben schneiden, je nach Vorliebe.
- Zuckerguss weiß und schön durch Eiweiß, für Allergiker weglassen.
- Brotscheiben im Backofen bei 120°C Heißluft trocknen, bis sie ganz kross sind.
- Abkühlen lassen und in Dosen aufbewahren - hält sich mehrere Wochen.
Warum Kaffeebrot mit Zuckerguss das perfekte Frühstücksbrot ist
Frischer Kaffee am Morgen, dazu ein selbst gebackenes Kaffeebrot zum Einstippen - das ist Genuss und ein echter Wachmacher. Das Brot lässt sich unkompliziert abends ansetzen und über Nacht gehen, dann morgens fertig backen. Herausgekommen ist ein wunderbar luftiges Brot mit weicher, wattiger Krume und wilder Porung. Die Kruste ist toll aufgerissen, sehr knusprig und voller leckerer Röstaromen. Ein hervorragendes Frühstücksbrot, das man ebenso gut nur mit einem Stück gesalzener Butter, mit würzigem Käse oder Wurst oder mit Marmelade, Honig oder Schokoaufstrich essen kann.
Es ist nicht so, als hätte ich da nicht schon mal drüber nachgedacht… WAS wäre, wenn man da Wasser mal durch etwas anderes ersetzt? Und was könnte da Sinn machen? Welches Aroma könnte da gut passen und sich toll entfalten?! Ich sag nur KAFFEEBROT!!!
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- Leckere Kaffeestreifen selber machen - ein Gebäck, das an "Stremel" erinnert.
- Das Kaffeebrot wird mit Hefe im Kaffee angesetzt, lange gereift und dann gebacken.
- Die Küche duftet nach Volkommenheit und frischem Brot - das besondere Erlebnis nach dem Backen.
- Ein Brot, das optimal zum Kaffee passt - egal ob morgens zum Frühstück oder abends mit Käse.
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