Johannisbeeren Marmelade – Perfekte Mischung, Rezept und Tipps für Genießer

Leuchtend rot, herrlich süß und leicht säuerlich: Johannisbeermarmelade bringt Sommerstimmung auf den Frühstückstisch! Diese köstliche Marmelade ist vielseitig, einfach herzustellen und überzeugt durch ihr fein ausbalanciertes Aroma. Im Folgenden findest du ein ausführliches Rezept, Tipps zur Zubereitung, kreative Variationsmöglichkeiten und Antworten auf häufige Fragen.

Frisch geerntete Johannisbeeren und selbstgemachte Marmelade im Glas

Warum Johannisbeermarmelade?

  • Das feine Gleichgewicht aus Süße und Säure begeistert selbst Menschen, die frische Johannisbeeren meiden.
  • Marmelade ohne Kerne ist besonders samtig, weich und glatt - ein Genuss beim Frühstück.
  • Ideal zur Verwertung großer Johannisbeer-Ernten: Neben Kuchen und Muffins ist Marmelade eine besonders vielseitige Möglichkeit.
  • Selbstgemachte Marmelade lässt sich individuell anpassen und ist deutlich weniger süß, wenn man 2:1 oder 3:1 Gelierzucker verwendet.
  • Die Marmelade eignet sich hervorragend als Brotaufstrich, als Füllung in Kuchen und Gebäckspezialitäten oder als Geschenk.

Welche Johannisbeeren und Zutaten für beste Ergebnisse?

Für Marmelade kannst du sowohl rote als auch schwarze Johannisbeeren, aber auch eine Mischung daraus verwenden. Vollreife und saftige Beeren liefern den besten Geschmack und eine optimale Konsistenz.

  • Rote Johannisbeeren enthalten besonders viel Pektin und gelieren problemlos.
  • Schwarze Johannisbeeren sind etwas milder, duften intensiver und harmonieren gut in Mischungen.
  • Für 1 Kilo feines Johannisbeerpüree werden ca. 1,4 kg rohe Beeren benötigt, denn nach dem Passieren bleibt weniger Fruchtmasse übrig.

Basiszutaten für klassische Johannisbeermarmelade:

  • 1 kg Johannisbeeren (entstielt und gewaschen, rot und/oder schwarz)
  • 500 g Gelierzucker (2:1)
  • Optional: 1-2 EL Zitronensaft, Vanillemark, eine Prise Zimt oder andere Gewürze nach Geschmack (z. B. Lavendelblüten, Rosmarin, Tonkabohne) für mehr Raffinesse
Zutaten für Johannisbeermarmelade: Beeren, Gelierzucker, Vanille und Zitrone

Grundrezept für rote oder gemischte Johannisbeermarmelade

  1. Gläser inklusive Deckel mit kochend heißem Wasser ausspülen, zum Trocknen auf sauberes Tuch stellen.
  2. Johannisbeeren waschen, trocken tupfen und mit den Fingern oder einer Gabel von den Rispen abstreifen. Schlechte oder unreife Beeren aussortieren.
  3. Die Beeren portionsweise im Food Processor, Thermomix oder mit dem Pürierstab so lange pürieren, bis eine feine Masse entsteht (ca. 15-20 Sekunden auf Stufe 6).
  4. Die Masse durch ein großes Sieb oder Passiertuch streichen, sodass möglichst viel Fruchtfleisch und Saft extrahiert werden (Kerne und Häute verbleiben im Sieb).
  5. Das gewonnene Püree abwiegen (es muss exakt 1 kg ergeben) und in einen weiten Topf geben.
  6. Gelierzucker und ggf. Gewürze oder Zitronensaft gut unterrühren.
  7. Die Fruchtmasse unter ständigem Rühren stark aufkochen lassen. Ab dem ersten Blubbern mindestens 3-4 Minuten sprudelnd kochen. Nicht länger als 8 Minuten!
  8. Gelierprobe: Einen Teelöffel Marmelade auf einen kalten Teller geben und leicht abkühlen lassen. Wird der Tropfen fest, ist die Marmelade fertig.
  9. Evtl. entstandenen Schaum mit einem Schaumlöffel abnehmen.
  10. Sofort in sterile, heiße Gläser füllen und bis zum Rand befüllen. Gläser mit Deckel fest verschließen und optional für 10 Minuten auf den Kopf stellen, um die verbliebene Luft zu sterilisieren.
Herstellungsschritte Johannisbeermarmelade: Pürieren, Passieren, Kochen, Abfüllen

Besondere Variationen - Kreativität beim Mischen und Würzen

  • Für eine Johannisbeermarmelade mit Stückchen pürierst du die Beeren nur grob oder mischt einen Teil unpassiert unter das Püree.
  • Kombiniere schwarze und rote Johannisbeeren für eine aromatische Mischung.
  • Mit einer Prise Zimt, Mark von Vanilleschote, einem Hauch Rosmarin oder Lavendelblüten bekommt die Marmelade ein besonderes Aroma.
  • Ein Schuss Rum, Grand Marnier oder Marillenschnaps verleiht deiner Marmelade einen feinen Pfiff.
  • Zusätzlicher Zitronenabrieb sorgt für mehr Frische und unterstützt das Gelieren, besonders bei schwarzen Johannisbeeren.

Rezepttabelle: Marmeladenklassiker zum Mischen

Obst Mischungsvorschlag Besonderheiten
Rote Johannisbeeren + Erdbeeren, + Brombeeren Intensiv-fruchtig, aromatisch
Schwarze Johannisbeeren + Himbeeren, + Melone Kräftig und leicht herbstlich
Weiße Johannisbeeren + Stachelbeeren Sehr mild und fein
Verschiedene Marmeladenmischungen mit roten und schwarzen Johannisbeeren

Tipps zur Vorbereitung und Haltbarkeit

  • Zur Vermeidung von Schimmel: Gläser und Deckel gründlich auskochen oder in die Spülmaschine geben, anschließend an der Luft trocknen lassen.
  • Beim Abfüllen darauf achten, dass der Glasrand sauber bleibt.
  • Marmelade sollte nach dem Abkühlen an einem kühlen, dunklen Ort gelagert und nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Selbstgemachte Marmelade ist mindestens ein Jahr haltbar; angebrochene Gläser halten sich im Kühlschrank einige Wochen.
  • Sauberes Arbeiten ist das A und O für eine lange Haltbarkeit deiner Marmelade.

5 Profi-Tipps für den perfekten Aufstrich

  1. Immer vollreife, frisch gepflückte Beeren verwenden.
  2. Vor der Verarbeitung sorgfältig waschen und Stiele entfernen.
  3. Zur feinen Konsistenz das Fruchtmark passieren, für mehr Biss einen Teil ganz lassen.
  4. Gelierprobe nicht vergessen, um die richtige Festigkeit zu kontrollieren.
  5. Sofort heiß in sterile Gläser abfüllen und verschließen, um Aroma und Frische zu bewahren.
Zubereitung und Abfüllen von Johannisbeermarmelade Schritt für Schritt

FAQ: Häufige Fragen zur Johannisbeermarmelade

  • Wann ist die beste Erntezeit? Ende Juni bis Anfang September, je nach Sorte. Vollreife Beeren schmecken am besten.
  • Kann man Johannisbeeren pürieren? Ja, am besten mit einem leistungsstarken Pürierstab oder Food Processor. Für samtige Marmelade danach durch ein Sieb streichen.
  • Wie kann man weniger Zucker verwenden? Spezieller Gelierzucker mit einem höheren Fruchtanteil (z. B. 3:1 oder 4:1) sorgt für natürliche Süße und fruchtigen Geschmack. Einkochzeit und Sauberkeit sind dann besonders wichtig.
  • Wie gelingt eine besonders feine Marmelade? Nach dem Kochen das Püree durch ein Sieb oder Passiertuch streichen - so werden Kerne und Schalen entfernt.
  • Unterschied Marmelade und Gelee? Marmelade enthält Fruchtmark und ggf. Fruchtstücke; Gelee besteht nur aus Fruchtsaft.

Weitere Marmeladen-Rezepte und Mischideen

  • Johannisbeer-Erdbeermarmelade
  • Johannisbeer-Brombeermarmelade
  • Stachelbeeren-Johannisbeeren-Marmelade
  • Blutorangen-Erdbeer-Marmelade
  • Schwarze Johannisbeeren-Vanille
  • Erdbeer-Banane-Kiwi-Marmelade
Vielfältige Marmeladenkreationen im Glas - verschiedene Farben und Texturen

Nährwerte und Gesundheitliche Aspekte

  • Johannisbeeren sind reich an Vitamin C, Ballaststoffen und Antioxidantien.
  • Die Marmelade nimmt einige gesunde Inhaltsstoffe mit - obwohl Gelierzucker enthalten ist.
  • Für eine kalorienärmere Variante ohne klassischen Gelierzucker können Flohsamenschalen oder Alternativen verwendet werden.

Pro Glas (200 ml) klassische Marmelade: ca. 138 kcal, 15 g Kohlenhydrate, 1 g Fett, 12 g Eiweiß.

Pur, kreativ oder gemischt: So schmeckt Marmelade das ganze Jahr

Ob als frischer Brotaufstrich, zu Quark oder Joghurt, im Kuchen oder als besondere Füllung: Johannisbeermarmelade lässt sich immer genießen. Die Familie freut sich, die Sommersüße zu konservieren und das Frühstück das ganze Jahr über mit selbstgemachter Marmelade zu veredeln.

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Frühstück mit Johannisbeermarmelade, frischem Brot, Croissants und Kaffee

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