Geschichte und Besonderheiten der italienischen Schokolade von Venchi

Venchi ist eine italienische Schokoladen Manufaktur, die auf eine über 140 Jahre alte Geschichte stolz sein kann. Die Geschichte der Venchi-Schokoladen beginnt Ende des 19. Jahrhunderts in Turin, dem Herzen von Piemont. Damals gründete der erst 20jährige Silvano Venchi in Turin eine Konditorei, die schnell für ihre kleine Schokoladenteile wie die Doubledone, Cremino oder die Schokoladenzigarren berühmt wurde. Der junge Chocolatier Silvano Venchi eröffnete 1878 seine erste Werkstatt und wurde bald für innovative Rezepte bekannt. Die Geschichte von Venchi beginnt mit Silviano Venchi, einem echter Piemonteser Jungen aus Turin, der ein großes Faible für Schokolade hatte.

Mit 16 Jahren begann er eine Tätigkeit als Hilfskraft in einer Süßwarenwerkstatt. Er stellte auch Schokolade her und probierte immer neue Kombinationen aus. Es gelang ihm, sich während der nächsten Jahre ausreichend Kenntnisse anzueignen und auch etwas Geld zurückzulegen, um sich zwei Bronzekessel zu kaufen - sein Handwerkszeug um seinen Traum zu verwirklichen: eine eigene Schokoladenwerkstatt zu eröffnen.

Vom Handwerk zur weltweiten Präsenz

Über mehr als ein Jahrhundert hat Venchi den Glauben an Handarbeit und authentische Zutaten bewahrt. Venchi ist eine traditionsreiche Manufaktur, die seit 1878 die Verarbeitung von Schokolade zur wahren Kunst veredelt und eine der feinsten und hochwertigsten Schokoladen herstellt. Die Produktion, die seit jeher im Herzen des Piemont gelegen ist, gliedert sich ein in die lange Schokoladentradition dieser einzigartigen Region Italiens, die als historische Kakaoroute und Heimat der weltweit aromatischsten Haselnüsse bekannt ist.

Heute produziert Venchi in Cuneo, etwa 70 km südlich von Turin, und exportiert mehr als 350 Schokoladenspezialitäten - überwiegend aus selbstgerösteten Piemonteser Haselnüssen - in alle Welt und seit 2006 stellen sie auch Speiseeis her. Im Laufe der Jahre hat Venchi seine Türen in vielen verschiedenen Ländern geöffnet. Nach eigenen Angaben ist Venchi in über 70 Ländern präsent. 115 eigene Schokoladen Geschäfte führt Venchi auf der ganzen Welt. Als Unternehmen mit einer mehr als 145-jährigen Geschichte teilen wir mit über 350 Schokoladenrezepten und 90 Gelato-Geschmacksrichtungen die italienische Lebensart und authentische Aromen in jedem Winkel der Welt.

Venchi-Laden mit Auslage von Pralinen und Gelato

Ikonische Produkte und kreative Spezialitäten

Wahre Leidenschaft, Sorgfalt und Kreativität waren wohl nötig um die vielen kleinen Schokoladenteilchen, die wahre Ikonen der Schokoladenwelt sind, zu entwickeln. Ganz besonders beliebt ist der Venchi Chocaviar, eine große Praline mit Füllung, die mit kleinen Schokoladenperlen besetzt ist und so einen Hauch von Kaviar und Luxus versprüht. 2004 brachte Venchi Chocoviar auf den Markt, auch bekannt als „Schokoladenkaviar“.

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Mit Schokoladen Caviar und Zigarren aus Schokolade hat sich der italienische Chocolatier weltweit einen Namen gemacht. Darüber hinaus stechen aber besonders die ausgefallenen Kreationen, wie z.B. die schönen Schokoladenzigarren oder der edle "Chocaviar", ins Auge. Die in Italien weit verbreiteten dreieckigen Gianduiotto-Pralinen sowie selbst die erfundenen Nougatine-Pralinen mit Krokant machen in diversen Sorten ebenfalls einen großen Teil des Angebotes aus.

Die Ergebnisse waren dermaßen zufriedenstellend, dass schon nach wenigen Jahren die „Nougatine“ geboren wurden, kleine Pralinen aus mit extra dunkler Schokolade bezogenen gehackten und karamellisierten piemontesischen Haselnüssen (wir empfehlen Ihnen, die Geschichte noch einmal zu lesen, während Sie sich eine dieser Köstlichkeiten auf der Zunge zergehen lassen). Die Giandujotti sind sehr schön nussige Milchschokoladen-Nougatstückchen einzeln verpackt.

Chocaviar-Praline mit Schokoladenperlen

Sortiment und Produktumfang

Die Marke zeichnet sich durch ein sehr großes Sortiment aus: eine riesige Auswahl an einzelverpackter Kiloware (Giandujotti, Schichtnougat, die berühmten Cubotti Chocaviar, gefüllte Pralinen,...), Tafelschokoladen, Aufstriche, und Geschenkpackungen jeder Art. Venchi-Schokoladen kommen in einem unglaublichen Spektrum an Geschmäckern und Texturen. Von dunklen Schokoladen mit hohem Kakaoanteil für echte Kenner bis hin zu zarten Milch- und weißen Varianten - jede Linie offenbart eine andere Seite der Venchi-Welt.

Im Schokoladensortiment findet man auch zuckerfreie Sorten (ohne Süßstoff und somit vermutlich auch wenig süß). Es wird auch die eine oder andere Schokolade mit sortenreinem Kakao angeboten (etwa "Venezuela 85%").

Produktkategorie Beispiele
Pralinen & Confiserie Giandujotti, Nougatine, Cubotti Chocaviar, gefüllte Pralinen
Tafelschokolade Verschiedene Kakaoanteile, sortenreine Herkunft (z. B. Venezuela 85%)
Gelato 90+ Geschmacksrichtungen seit 2006
Aufstriche & Geschenkboxen Suprema Cremes, Metalldosen, Festliche Kollektionen

Zutaten, Rezepturen und piemontesische Wurzeln

In Sachen Zutaten legt Venchi besonderen Wert auf die mediterrane Art der Schokolade, ohne Butter und Sahne, dafür mit den besten Haselnüssen, Mandeln, Pistazien und natürlich Olivenöl. Natürlich ist es eine Frage der Ehre als Italiener auch eine Creme Gianduja im Sortiment zu haben. Bei Venchi sind es die Suprema Cremes, die mit Olivenöl schön cremig gemacht werden.

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Jede Schokolade wird aus sorgfältig ausgewählten Rohstoffen hergestellt: Haselnüsse aus Piemont mit PGI (geschützte geografische Angabe), hochwertigem Kakao und natürlichen Zutaten ohne künstliche Aromen, Farben oder Konservierungsstoffe. Die verwendeten Haselnüsse stammen aus dem Piemont, die Pistazien hauptsächlich aus Bronte und die Mandeln zumindest aus dem Mittelmeerraum. Heute produzieren sie überwiegend aus selbstgerösteten Piemonteser Haselnüssen.

Piemonteser Haselnüsse und geröstete Nussmischung

Qualität, Nachhaltigkeit und Herstellung

All Venchi Schokoladenrezepte basieren auf ihre Regel des „Buono Buonissimo“, zu Deutsch in etwa „gut, sehr gut“, was sich durch die Verwendung von 100 % natürlichen Zutaten, von weniger Zucker und von keinerlei künstlichen Inhaltsstoffen ausdrückt. In ihren Rezepten gibt es kein Palmöl, keine künstlichen Zusätze oder unnötige Zusatzstoffe.

Doch Venchi stoppt nicht bei der Qualität - die Marke setzt sich auch für nachhaltige Produktion ein. Durch die Zusammenarbeit mit zertifizierten Lieferanten, die ethische Standards beim Anbau von Kakao und Haselnüssen respektieren, trägt Venchi aktiv zum Umweltschutz bei. Die verwendete Vanille stammt ebenfalls aus nachhaltigen Quellen, darüber hinaus arbeitet man auch am eigenen Energieverbrauch, versucht den Einsatz von Kunststoff in den Verpackungen zu reduzieren und den CO2-Ausstoß in der gesamten Wertschöpfungskette zu minimieren.

Design, Verpackung und Einkaufserlebnis

Der Kauf von Venchi-Schokolade ist nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein ästhetisches Erlebnis. Jede Verpackung ist sorgfältig gestaltet - von eleganten Metallboxen bis hin zu festlichen Kollektionen, die wie kleine Kunstwerke aussehen. Venchi ist nicht nur für seine erstklassigen Gianduia-Schokoladen und Pralinen bekannt, sondern auch für die unverwechselbaren, künstlerisch gestalteten Verpackungen, die jedes Stück Schokolade in ein kleines Geschenk verwandeln.

Das zeitlose Ladenkonzept: In den Venchi-Filialen gab es fortan neben den Schokoladen auch täglich frisch zubereitetes italienisches Gelato. Sollten Sie je an einem Venchi Geschäft vorbeigehen - kaufen Sie sich dort ein Eis. Unsere Ikone: Chocoviar.

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Elegante Venchi-Geschenkboxen und Metalldosen

Geschmackserlebnisse: Beispiele aus dem Sortiment

Venchi-Schokoladen sind bekannt für ihre erstklassige Qualität der Zutaten und Detailverliebtheit. Dunkle Venchi-Schokoladen begeistern diejenigen, die ausgeprägte Bitterkeit und Tiefe im Geschmack lieben, während Gianduia- und Milchvarianten wegen ihrer seidigen Textur und nussigen Charakter geschätzt werden. Die Schokolade "Nougatine" mit karamellisierten Haselnüssen ist eine Version der 1905 vom Unternehmen erfundenen Konfektsorte als Tafel. Der Kakaoanteil liegt bei 56%, der Fokus liegt klar auf den knusprigen Nüssen. Sehr lecker, wobei der Schokoladenteil hier beinahe egal ist.

Die Schokolade "Pistacchio Gourmet" ist eine weiße Schokolade mit 30% gerösteten Pistazien (die mit diesem Anteil als erstes in der Zutatenliste stehen). Die Schokolade an sich ist grün, hinzu kommen noch Pistazienstücke. Das ist ganz klar die beste Schokolade dieser Art, die ich bislang probieren durfte. Starker, angenehmer Pistaziengeschmack und nicht zu süß. Ganz toll!

Herstellung und Verkostung von Venchi-Schokolade

Wertung und Verbrauchererfahrungen

In den Zutatenlisten der von mir gekauften Produkte finde ich neben den erwartbaren Zutaten auch Vanillearoma und als Emulgator Sojalezitin - nicht dramatisch. Als internationales Großunternehmen mit einem Umsatz über 200 Millionen Euro spielt Venchi in einer anderen Liga als viele der kleineren, hier sonst vorgestellten Schokoladenhersteller. Bewertungen zu Preis/Leistung und Geschmack fallen unterschiedlich aus: die Tafeln kosteten im Handel etwa 8-10 Euro pro 100 g. Insgesamt legt Venchi sehr viel Wert auf hochwertige Zutaten und Handwerkskunst.

Venchi im Kontext der Schokoladengeschichte

Bis zum 16. Jahrhundert existierte Schokolade ausschließlich in Mittelamerika, und in einer ganz anderen Form: Kakaobohnen wurden geröstet, gemahlen, mit Wasser vermengt und zu einem schaumigen Getränk aufgeschlagen: Xocolatl - herb und belebend. Für Maya und Azteken war Kakao heilig - ein göttliches Geschenk, die „Speise der Götter“ (Theobroma cacao). Die ersten Europäer, die Kakao kennenlernten, waren Männer aus Christoph Kolumbus’ Mannschaft, doch erst um 1520 brachte Hernán Cortés Kakaobohnen nach Spanien, nachdem er am Hof des Kaisers Montezuma in Tenochtitlán gewesen war. Anfangs diente der bittere Geschmack medizinischen Zwecken. Kurz darauf verfeinerten Jesuiten das Rezept: Mais, Honig und Chilis wurden durch Rohrzucker und Vanille ersetzt - die Geburtsstunde der Trinkschokolade.

Ende des 16. Jahrhunderts war sie am spanischen Hof sehr beliebt, und ab 1585 importierte Spanien Kakao regelmäßig. Zunächst blieb Schokolade ein Luxusgut. 1615 präsentierte Frankreich sie bei der Hochzeit von Ludwig XIII. und Anna von Österreich als edles Geschenk. Bald folgte England mit seinen berühmten „Chocolate Houses“, und mit der wachsenden Nachfrage gründeten europäische Mächte Kakaoplantagen entlang des Äquators. In dieses historische Umfeld setzte Silvano Venchi sein Handwerk und formte daraus eine eigenständige, mediterrane Schokoladenkultur.

Historische Darstellung von Trinkschokolade und Kakaobohnen

Ob weiß, Milch oder Zartbitter - wer könnte zu Schokolade Nein sagen? Und wenn du dir ein Leben ohne sie nicht vorstellen kannst, sei froh, dass du nicht vor dem 16. Jahrhundert geboren wurdest!

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