Wirkung und Rezept: Ingwer-Shot mit Honig und Kurkuma
Klirrende Kälte, Alltagsstress und die alljährliche Erkältungssaison können dem Immunsystem im Winter ganz schön zu schaffen machen. Fertig ist der Immun-Boost-Shot.
Schon seit Jahrtausenden wird Kurkuma wegen des Inhaltsstoffs Curcumin, der auch für die orange-gelbliche Färbung verantwortlich ist, als Gewürz- und Heilpflanze geschätzt. In asiatischen Ländern weiß man bereits seit vielen Jahrtausenden um die Kraft des Ingwers und nutzt die Knolle als Gewürz, zu medizinischen Zwecken sowie in unzähligen Gerichten und Getränken.
Warum Ingwer, Kurkuma, Zitrus und Honig zusammenwirken
Ingwer hemmt die Vermehrung von Viren, wirkt antioxidativ, schmerz- und entzündungshemmend, zudem unterstützend auf die Darmgesundheit und kann sogar antikarzinogen (anti-krebserregend) wirken. Kurkuma wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd, krebshemmend und antimikrobiell. Zitrusfrüchte sind sehr reich an Vitamin C und unterstützen den Körper bei der Eisenaufnahme. Honig hemmt durch seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung die Entstehung von Entzündungen.
Stell dir jetzt diese 4 Power Zutaten in einem Drink vor, der katapultiert dich in eine andere Sphäre. Zu den kleinen Drinks mit großer Wirkung zählt auch unser Jamu-Wellness-Shot. Die Powerknolle Kurkuma - auch bekannt als Gelbwurzel oder indischer Safran - ist mit dem Ingwer verwandt, daher passen die beiden auch so wunderbar zusammen.
Wirkung im Detail
Du kennst die Wunderknolle Ingwer vielleicht schon als eines der besten natürlichen Hausmittel gegen Erkältungen oder verstopfte Nasen, doch in unserem Power-Shot entfaltet der Ingwer auch geschmacklich sein volles Potenzial: ein würzig-zitroniges Aroma, das eine leichte Schärfe mit sich bringt. Daher gibt der Ingwer unserem Shot mit Kurkuma noch eine ganz eigene Würze.
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Nur damit wir uns richtig verstehen: Kurkuma wirkt antibakteriell und kann nicht wirklich viel gegen Viren tun. Kurkuma wird gerade im Ayurveda seit unzähligen Jahren eingesetzt um Entzündungen vorzubeugen und sie zu therapieren. In der westlichen Medizin ist man zumindest schon mal sicher, dass Ingwer bei leichten Magen-Darm-Beschwerden helfen kann und gegen Reiseübelkeit wirkt. In der TCM wird Ingwer u.A. bei Husten, Fieber, Schmerzen aller Art, Krämpfen, rheumatischen Gelenkbeschwerden, Schwangerschaftsübelkeit und auch Bluthochdruck verwendet.
Zutaten für den Ingwer-Kurkuma-Honig-Shot
- 50 g Ingwer
- 50 g Kurkuma-Wurzel
- 3 Zitronen
- 4 Orangen
- 1 EL Leinöl
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
- Honig zum Fermentieren bzw. als Süßungsmittel / Konservierung
Kurkumashots ohne Pfeffer sind nur halb so gesund. Denn der im schwarzen Pfeffer enthaltene Wirkstoff Piperin erhöht die Aufnahme des gesunden Kurkumins im Kurkuma um das 2000-fache.
Zubereitung: Schnell-Methode (am selben Tag)
- Den Ingwer mit einem kleinen Löffel schälen und mit einer Reibe fein reiben. Die Kurkumawurzel gut waschen und ebenso fein reiben oder hacken.
- Die Zitronen und die Orangen auspressen. Zusammen mit dem Ingwer und dem Kurkuma in einen hohen Mixbecher füllen.
- Leinöl und Pfeffer hinzugeben und mit dem Pürierstab fein pürieren. Das Rezept ergibt pro Portion ca. 150 ml.
- Wenn ihr weder Mixer noch Entsafter habt, dann habt ihr nun zwei Möglichkeiten. Ihr könnt die Shots einfach so mit dem geriebenen Ingwer und Kurkuma trinken.
- Wenn ihr keine Stückchen schlucken möchtet, dann solltet ihr die Flüssigkeit für ca. 6 Stunden ziehen lassen. Anschließend könnt ihr die Shots durch ein Sieb geben und die Ingwer- und Kurkumastückchen herausfiltern.
- Die fertigen Ingwer-Kurkuma-Shots werden in eine sterilisierte Flasche abgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt. Es empfiehlt sich, pro Tag einen Shot (circa 40 Milliliter, entspricht ungefähr einem Schnapsglas) zu trinken.
Die selbst gemachten Shots sind, kühl aufbewahrt, etwa fünf Tage haltbar. Die Shots halten sich im Kühlschrank ca. (Hinweis: kühl aufbewahrt etwa fünf Tage).
Alternative: Ingwer-Kurkuma-Honig-Ferment
Ingwerwurzel und Kurkumawurzel lassen sich nicht nur klassisch in Salzlake fermentieren, auch als süßes Ingwer-Kurkuma-Honig-Ferment ist es ein wahrer Genuss. Der Honig übernimmt dabei das Fermentieren, denn erhöht man den natürlichen Wasseranteil von 17 auf 19 % im Honig, werden die natürlichen wilden Hefen im Honig aktiviert und ein Fermentationsprozess wird gestartet.
Wichtig ist, dass der Honig den Ingwer und den Kurkuma komplett bedeckt, da beide sonst zu Schimmelbildung neigen. Daher ist es hier besonders wichtig, sauber zu arbeiten. Und Geduld ist gefragt: Es dauert nämlich eine Weile, bis das Ferment anfängt zu arbeiten. Wenn Sie Ingwer- und Kurkumaknollen in Bioqualität verwenden, müssen diese nicht geschält werden. Das ist vorteilhaft, da sich auf der Schale nützliche Mikroorganismen befinden, die den Fermentationsprozess unterstützen.
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Schritt-für-Schritt Fermentationsanleitung
- Reiben Sie beide Wurzeln grob auf einer Kastenreibe (und achten Sie darauf, Handschuhe zu tragen, da Kurkuma stark färbt und die Hände ansonsten anschließend gelb-orange werden können).
- Zerstoßen Sie die Pfefferkörner im Mörser grob und mischen Sie sie mit den geriebenen Knollen, bevor die Mischung in das Glas gefüllt wird.
- Die Menge passt gut in ein 0,75-Liter-Bügelglas oder ein Glas mit Schraubverschluss. Decken Sie alles vollständig mit Honig ab - nichts darf herausschauen. Hier kann ein Trichter helfen: Einfach das Glas kopfüber in den Trichter stellen und komplett auslaufen lassen.
- Achten Sie darauf, dass keine unbedeckten Reste am Glasrand haften bleiben und arbeiten Sie sehr sauber. Die Feuchtigkeit, die aus Ingwer und Kurkuma austritt, reicht in der Regel aus, um die Mischung innerhalb weniger Tage zu verflüssigen.
- Stellen Sie das Glas unbedingt an einen warmen Ort, wobei mindestens 20°C ideal sind. Um Schimmelbildung zu verhindern, öffnen Sie das Glas 1 bis 2 Mal täglich und rühren Sie gut um.
- Fahren Sie so fort, bis die Fermentation einsetzt, was Sie daran erkennen, dass sich kleine Bläschen im Ferment bilden. Achtung: Sobald die Fermentation beginnt, entsteht im Glas ein hoher Druck. Sobald die Bläschenbildung einsetzt, muss es im Prinzip nicht mehr umgerührt werden und kann es nach einigen Tagen Fermentation genossen werden.
- Es hält sich relativ lange, einige Monate sind absolut realistisch. Die Aufbewahrung des Glases erfolgt am besten in der Küche, aber nicht im direkten Sonnenlicht stehenlassen.
Verwendung des Ferments
- Goldene Milch: 1 Tasse Pflanzenmilch aufwärmen, 1 bis 2 Esslöffel des Ingwer-Kurkuma-Honig-Fermentes hinzufügen sowie 1 Prise Zimt und/oder Pumpkin Spice, 1 angedrückte Kardamomkapsel. Der Milchdrink sollte nicht zu heiß erwärmt werden, um die guten Eigenschaften des Ferments nicht zu zerstören. Der ultimative Wohlfühl-Genuss an frösteligen Herbst- und Wintertagen.
- In Curry oder Hackbällchen: Das Ferment bringt eine leicht orientalische, scharf-süße Note in Curry-Gerichte oder in Hackbällchen.
- Als Dressing oder in Bowls: Wer seine Bowl mit knackigem Gemüse und Salaten selbst gestaltet, mischt einfach einen Esslöffel des Ferments unter das Dressing.
- Als Topping auf Joghurt: Einfach Joghurt pur in eine Schüssel geben und mit gehackten Walnüssen und dem Ferment verfeinern.
Tipps, Sicherheit und Lagerung
Achtung: Kurkuma färbt ALLES außer Zähne. Bitte arbeitet mit Handschuhen und mit Unterlagen, die verfärben können. Kurkuma verfärbt auch Küchengeräte, weshalb meine Reibe schon recht gelb ist. Ein kleiner Tipp: legt Klamotten oder Küchengeräte, die Kurkumaflecken haben, einfach in die direkte Sonne.
Ich schäle Ingwer und Kurkuma nicht, weshalb ich beides ausschließlich in Bio-Qualität kaufe. Optisch werden die Shots natürlich schöner, wenn man Ingwer und Kurkuma vorher schält.
Zwar glaube ich nicht, dass ich es extra sagen muss, doch dieses Rezept ist natürlich kein Allheilmittel und auch kein Garant für ein intaktes Immunsystem. Es wird also niemandem vor dem C-Wort schützen. Was diese Shots aber enthalten: eine fette Portion antibakterielle und entzündungshemmende Wirkstoffe.
Praktische Hinweise zur Anwendung
Für alle die gerade selbst gegen eine Erkältung kämpfen, kann dieser zitronige, leicht nach ingwerschmeckende Shot eine willkommene Unterstützung zu den herkömmlichen Medikamenten sein! Und wenn du dich zu den glücklich Gesunden zählst, schadet er auch nicht.
In den USA werden sie schon länger gefeiert, mittlerweile gehören Ingwer-Kurkuma-Shots auch bei uns zu den absoluten Trendgetränken. Überschlagen sich die Fans vor Begeisterung: Ingwer-Shots bringen die Abwehrkräfte in Schwung, liefern jede Menge Vitamin C zur Unterstützung deines Immunsystems und gelten zu Recht als kleine Energy-Booster für Zwischendurch.
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Kurze Rezeptübersicht (Zeit und Haltbarkeit)
| Schwierigkeit | Gesamtzeit | Haltbarkeit |
|---|---|---|
| Einfach | 4 Stunden 20 Minuten (inkl. Ziehzeit) bzw. schnell in 20-30 Minuten | Shots: ca. 5 Tage im Kühlschrank; Ferment: mehrere Monate |
Die fertigen Ingwer-Kurkuma-Shots werden in eine sterilisierte Flasche abgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt. Wirf den übrig gebliebenen Trester nicht in den Restmüll. Er ist in der Biotonne oder im Bokashi-Eimer besser aufgehoben.
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