Asiatische Desserts mit Banane: Rezepte und Zubereitungen

Bananen spielen in zahlreichen asiatischen Süßspeisen eine zentrale Rolle: von cremigem Tapioka-Pudding über gedämpften Bananenkuchen bis zu frisch frittierten, knusprigen Bananenstücken. In diesem Artikel finden Sie ausführliche Rezeptbeschreibungen, Zubereitungstipps, Variationsmöglichkeiten und Hinweise zur Aufbewahrung.

Tapioka-Pudding mit Banane (Chè chuối)

Tapioka-Pudding ist ein vietnamesisches Dessert, das aus Kokosmilch, Banane und Tapioka-Perlen gekocht wird. Hast du schon mal von Chè chuối gehört? Das ist ein köstliches Dessert aus Vietnam: Tapioka-Pudding mit Banane und Kokosmilch. Dieses Rezept ist vegan, super aromatisch, natürlich gesüßt und schnell zubereitet.

Tapioka-Pudding mit Banane im Glas, garniert mit Erdnuss-Sesam-Karamell

Zutaten (für mehrere Gläser)

  • 40 g Tapiokaperlen
  • Wasser zum Einweichen und Kochen
  • Kokosmilch
  • reife Bananen (für den Pudding und als Garnitur)
  • Kokosblütenzucker oder nach Bedarf Süßungsmittel
  • Vanille
  • geröstete Erdnüsse und Sesam
  • Ahornsirup (zum Karamellisieren)

Vorbereitung

Tapiokaperlen in einer kleinen Schale in reichlich Wasser für 20 Minuten einweichen. Anschließend abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen. Inzwischen die Bananen für den Pudding in Scheiben schneiden. Erdnüsse hacken und mit Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Mit Ahornsirup übergießen, karamellisieren lassen und auf ein Stück Backpapier geben. Abkühlen lassen und für später beiseitestellen.

Zubereitung

Wasser, Kokosmilch, Kokosblütenzucker und Vanille in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Tapiokaperlen und Bananenscheiben zugeben und alles erneut aufkochen. Hitze reduzieren und unter Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis eine sämige Konsistenz erreicht ist. Tapioka-Pudding in kleine Weckgläser füllen und mit Erdnuss-Sesam-Karamell und frischer Banane garnieren. Warm oder kalt genießen.

Tipps und Hinweise

  • Je länger der Pudding (abgedeckt) im Kühlschrank ruht, desto fester wird er. Die Konsistenz gleicht nach etwa 4 Stunden der von Chia-Pudding.
  • Isst man die Nachspeise noch warm, ist sie recht flüssig. Lässt man sie einige Zeit im Kühlschrank erkalten, dickt die Masse an und bekommt eine festere Konsistenz.
  • Tapioka-Perlen werden aus der stärkehaltigen Maniok-Wurzel gewonnen. Im Grunde bestehen die Perlen aus reiner Stärke, was ihre gute Bindefähigkeit erklärt.
  • Die Farbe entsteht bei manchen Varianten durch einen Extrakt aus Pandanblättern, welche in der asiatischen Küche sehr gerne als natürliche Lebensmittelfarbe genutzt werden.
  • Der einzige Haken an diesem Rezept: die Tapioka-Perlen bekommst du nicht an jeder Ecke. In den meisten Asialäden solltest du allerdings fündig werden.
  • Bevor du Tapioka-Pudding im Restaurant bestellst, solltest du definitiv nach den Zutaten fragen. Denn manchmal wird die Nachspeise mit Kuhmilch, Eiern oder Honig zubereitet.
  • Ein großer Vorteil: du kannst diese Süßspeise schon mehrere Stunden im Voraus kochen und dann einfach in den Kühlschrank stellen. Kalt schmeckt der Pudding oft sogar noch etwas besser!

Banh Chuoi Hap - gedämpfter vietnamesischer Bananenkuchen

Mai sagt: „Banh Chuoi Hap ist ein vietnamesisches Dessert. Ein sehr einfacher gedämpfter Bananenkuchen aus Tapiokastärke, Zucker und Bananenscheiben. Serviert wird dieser mit einer Kokossauce und einer Sesam-Erdnuss-Mischung.“

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Banh Chuoi Hap gedämpfter Bananenkuchen, mit Kokossauce und Sesam-Erdnuss-Mischung

Zutaten

  • 500 g geschälte, gereifte Bananen
  • 110 g Tapiokastärke
  • 35 g Zucker
  • 65 ml Wasser
  • 1 g Salz
  • 1 Prise Kurkuma
  • Für die Kokossauce: 400 ml Kokosmilch (Fettgehalt mind. 17%), 30 g Zucker, 8 g Vanillinzucker
  • Pandanblätter (optional für Aroma und Farbe)

Zubereitung Kuchen

Die Banane nach dem Kauf noch mindestens 3 Tage reifen lassen. Sie ist genau richtig, wenn die Schale braune Stellen hat. Die Banane schälen und in 1-1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Mit Zucker, Salz und Kurkuma gut durchmischen. Am besten bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Wenn sich ein wenig Bananen-Zuckerwasser abgesetzt hat, ist es richtig. Tapiokastärke und das Wasser dazugeben. Gut durchrühren, bis keine Tapiokaklümpchen zu sehen sind und die Masse glatt ist. In eine 22 cm Silikonkuchenform oder kleine Muffin-Silikonförmchen geben. Die Oberfläche etwas glatt streichen und 20 Minuten dämpfen. Wenn der Kuchen durchsichtig wird, Herd ausmachen und 10 Minuten ruhen lassen. Danach aus dem Dampfgarer nehmen und abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen ist der Kuchen etwas fester und löst sich besser aus der Form.

Zubereitung Kokossauce

Kokosmilch mit Zucker, Vanillinzucker und Salz gut verrühren. Der Zucker sollte sich ganz aufgelöst haben. Tapiokastärke mit Wasser verrühren und zum kalten Kokos-Zucker dazugeben. Pandanblätter waschen, trockentupfen und in 5-6 cm Streifen schneiden und in die Kokos-Zucker-Mischung geben. Bei höchster Stufe unter ständigem Rühren auf dem Herd zum Kochen bringen. Die Kokosmilch verhält sich genau wie normale Milch, diese schäumt auf, wenn sie kocht. Sobald sie aufschäumt, den Herd ausstellen und weiter 3 Minuten unter Rühren köcheln lassen. Die Kokossauce vom Herd nehmen und die Pandanblätter herausfischen.

Servieren

Den abgekühlten Kuchen anschneiden und auf einen Teller legen. Die Kokossauce über den angeschnittenen Kuchen gießen. Die gestampften Erdnüsse und den gerösteten Sesam darüberstreuen und genießen.

Wichtige Hinweise

  • Tapioka ist im heißen Zustand sehr klebrig und weich, so dass der Kuchen beim Herausnehmen schnell zerbrechen kann. Hier ist sehr viel Geduld nötig.
  • Das ständige Rühren der Kokossauce ist sehr wichtig. Wenn sich die Tapiokastärke im kalten Zustand nicht gut mit der Kokosmilch vermischt hat, wird sie schnell klumpig/grieselig.

Gebackene Banane mit Honig (frittiert)

Eines der leckersten Desserts, die man beim Chinesen am Buffet bekommt: Gebackene Banane mit Honig. Frisch frittiert - außen knusprig und innen saftig und bananig-süß. Einfach köstlich!

Gebackene Bananen, goldbraun frittiert und mit Honig beträufelt

Teigmantel

  • 80 g Mehl
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Meersalz
  • 100 ml Pflanzenmilch
  • ggf. 1-2 EL Wasser

Vorbereitung und Ausbacken

Das Mehl mit dem Backpulver, dem Zucker und dem Salz in eine Schale geben und vermischen. Die Milch dazugießen und zu einem klumpenfreien Teig verrühren. Nun noch 1-2 EL Wasser dazugeben, bis der Teig die richtige Konsistenz zur Ummantelung der Bananen hat (nicht zu dick und nicht zu dünn). Die Bananen schälen und in Stücke schneiden (mindestens daumendick). Die Bananenstücke einzeln durch den Teig ziehen und direkt im Anschluss im heißen Öl frittieren. Die Bananenstücke etwa 2 Minuten ausbacken, bis sie goldbraun sind. Anschließend auf ein Küchenpapier geben und kurz abtropfen lassen.

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Zum Servieren

Die gebackenen Bananen frisch frittiert auf Teller verteilen und mit Honig beträufelt servieren. Gebackene Bananen sind vegan, einfach zu machen und wunderbar lecker.

Frittier-Tipps

Frittieren ist einfach, wenn man vorher ein paar Dinge weiß. Am wichtigsten ist die Verwendung des richtigen Öls. Je höher der Rauchpunkt, desto hitzestabiler das Öl. Ein hoher Rauchpunkt vermeidet, dass sich beim Erhitzen schädliche Stoffe bilden. Je weniger mehrfach ungesättigte Fettsäuren, desto besser - sie oxidieren bei Hitze jedoch sehr schnell und bilden freie Radikale. Je weniger Eigengeschmack, desto besser. Auf der sicheren Seite ist man mit Kokosfett, Kokos- und Palmöl (letzteres ist aus ökologischer Sicht jedoch nur bedingt empfehlenswert). Auch raffinierte Öle (wie zum Beispiel raffiniertes Olivenöl) sind so hitzestabil, dass sie hohen Temperaturen standhalten und sich zum Frittieren eignen. Nicht verwenden sollte man kaltgepresste Öle oder Fette mit Wassergehalt wie Margarine und Butter. Öle mit hohem Rauchpunkt sind beispielsweise Sonnenblumenöl, Erdnuss- oder Sesamöl.

Weitere asiatische und von Asien inspirierte Bananenrezepte

Bei „Thailändischer Küche“ denkt man oft zuerst an Currys oder Suppen. Süßspeisen, wie Bananen in Kokosmilch, kommen einem manchmal erst später in den Sinn. Thailändische Süßspeisen enthalten häufig Klebreis, Süßkartoffeln, Kokosmilch, Früchte wie Mangos oder Bananen und natürlich sehr viel Zucker. Bananen in Kokosmilch ist ein Gericht mit einer sehr großen Anhängerschaft. Fast jeder mag es. Man kann Bananen in Kokosmilch frisch zubereitet und heiß oder lauwarm oder kalt aus dem Kühlschrank genießen.

Bananen in Kokosmilch, serviert in einer Schale

Weitere süße Ideen mit Banane (asiatisch-inspiriert oder fusion): Pancakes mit Bananen, Kardamom und Zimt; vegane Bananenwaffeln; No-Bake-Tarte mit gebackenen Bananen; veganer Erdbeer-Bananen-Smoothie; Bananen-Lollis mit Schokolade; Banana Bread; Banoffee Pie; Frühstücks-Hotdog mit Banane; Bananenshake mit Pistazien-Eis und Peanutbutter-Sahne; Bananensplit mit Granola; vegane Cookie Dough Nicecream aus gefrorenen Bananen.

Vergleich der Konsistenzen und Lagerung

Das leckere Tapioka-Perlen-Dessert schmeckt für mich wie eine Mischung aus Milchreis und Chia-Pudding. Isst man die Nachspeise noch warm, ist sie recht flüssig. Lässt man sie einige Zeit im Kühlschrank erkalten, dickt die Masse an und bekommt eine festere Konsistenz. Ein großer Vorteil vieler dieser Desserts: du kannst sie mehrere Stunden im Voraus zubereiten und dann kalt servieren. Achte dann nur darauf, Toppings wie Erdnuss-Sesam-Karamell und frische Banane erst kurz vor dem Servieren aufzulegen.

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Kurze Zutaten- und Bezugsübersicht

Zutat Verwendung Bezugsquelle
Tapiokaperlen / Tapiokastärke Pudding, gedämpfter Kuchen Asialaden oder Online
Kokosmilch Saucen, Pudding Supermarkt
Pandanblätter / Pandan-Extrakt Aroma, natürliche Farbe Asialaden, online
Bananen Hauptzutat in allen Rezepten Obsttheke
Erdnuss, Sesam Topping Supermarkt, Asialaden

Praktische Hinweise zu Bananenqualität

Die Bananen sollten reif sein, aber noch keine braunen Stellen haben. Dann wären sie zu reif, und das sieht nicht mehr so schön aus. Die Banane ist genau richtig, wenn die Schale braune Stellen hat (bei manchen Rezepten, z. B. für Banh Chuoi Hap, sollen Bananen sogar sehr reif sein). Für Puddings und Kuchen geben reife Bananen ausreichend natürliche Süße, sodass raffinierter Zucker reduziert oder ganz weggelassen werden kann. Im Tapioka-Pudding-Rezept bringen die reifen Bananen von Natur aus eine hohe Süßkraft mit, die lediglich durch eine kleine Menge Kokosblütenzucker abgerundet wird.

Demonstration: Zubereitung von Chè chuối (Tapioka-Pudding mit Banane)

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