Horror Torte Rezept backen: Schritt-für-Schritt zur gruseligen Halloween-Torte

„Süßes oder Saures!“ war die letzten Jahre zusätzlich zu St. Martin bei uns überraschend oft an der Haustüre zu hören. Halloween kommt rüber geschwappt, ob man es mag oder nicht, wir müssen es so nehmen wie es kommt. Irgendwie kann ich es ja auch verstehen, auch wenn mein Herz für den ganzen Horror-Kram nicht schlägt: Gruslige Vampire, Gespenster und Skelette, dass ist der Traum vielen kleiner Kinder. Wer dieses Jahr eine Mini Gespenster-Party feiern möchte, oder einen kleinen Grusel-Fan eine tolle und einfache Geburtstagstorte zaubern möchte, wird hier fündig werden.

Grundidee und Varianten

Was macht das Törtchen so fluffig und aromatisch lecker? Die Kombination aus Weißweinessig und Natron! Wichtig ist, dass alsbald die beiden Zutaten miteinander gemischt werden, die blubbernde Masse zügig unter den Teig gehoben wird. Der klassische Red Velvet Cake alleine passt ja schon perfekt für Halloween. Mit dieser roten Halloween Torte seid Ihr der Star auf jeder Halloween Party. Der klassisch amerikanische Red Velvet Cake mit Kakao und einem Frischkäse Frosting wird für Halloween mit Edelbitter Schokolade übergossen und mit Baiser Geistern dekoriert. Ein wahrer Spaß für Groß und Klein an Halloween, der ohne die Geisterdeko auch jeden anderen Anlass versüßt!

Der Trick: Unsere vierstöckige Torte bereitest du aus fertig gekauften Wiener Böden zu. Aus diesen stichst du einfach mithilfe eines großen Ausstechers vier Kreise aus, die später abwechselnd mit süßer Frischkäsecreme und Beerenmus gestapelt werden. Fehlen nur noch eine Schicht Frosting als Abschluss und die heimlichen Stars der Torte: selbst gemachte Baiser-Knochen, mit denen wir die Halloween-Torte verzieren.

Horror Torte mit Baiser-Geistern und rotem

Zutaten (Beispiel: Red Velvet Cake + Baiser-Geister)

  • 250 g Mehl, 15 g Trinkschokoladenpulver (helles Pulver), 1 Prise Salz
  • 120 g Butter (Zimmertemperatur), 300 g Zucker, 2 Eier, 1 Mark einer Vanilleschote
  • 240 ml Buttermilch, 1 TL Weißweinessig, 1 TL Natron, Rote Lebensmittelfarbe
  • 450 g Frischkäse, 100 g Puderzucker, Lebensmittelfarbe (für Frosting)
  • Für Baiser-Geister: 35 g Eiweiß, 70 g Zucker, 1 Prise Zitronensaft, 1 Prise Salz
  • Für Schoko-Drip: Edelbitter Kuvertüre, Schlagsahne

Vorbereitung und Backen des Red Velvet Bodens

  1. Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und die runde Tortenform mit Backpapier belegen. Die Seiten der Form gut mit Butter einfetten.
  2. Mehl, Salz und Kakao durch ein Sieb in eine Schüssel sieben. Achtung: Bitte unbedingt ein helles Kakaopulver (Trinkschokolade) verwenden, sonst wird der Kuchen nicht leuchtend rot!
  3. Die Zimmertemperatur warme Butter 2 Minuten mit dem Schneebesen der Küchenmaschine oder des Handrührgeräts schlagen. Zucker hinzufügen und weiterschlagen, bis die Masse fluffig wird. Die Eier nacheinander zufügen. Die Vanilleschote auskratzen und den Inhalt der Masse beifügen.
  4. Die Buttermilch mit roter Lebensmittelfarbe gut mischen. Nehmt so viel Farbe, bis Euch das Ergebnis gefällt. Wir benutzen meist eine Messerspitze.
  5. In die Buttermischung nun 1/3 der Mehl-Kakao-Mischung geben. Gut vermischen. Daraufhin die Hälfte der Buttermilch beifügen. Nochmals gut mischen. Ein weiteres 1/3 der Mehlmischung dazugeben. Wieder gut vermischen. Die restliche Hälfte der Buttermilch hinzufügen. Gut mischen. Das letzte 1/3 des Mehles hinzufügen und erneut gut mischen.
  6. In einer kleinen Schüssel Weißweinessig und Natron mischen und die blubbernde Mischung unter den Teig heben. Schnell in die vorbereitete Tortenform geben und für ca. 25 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Nach der angegebenen Backzeit mit einem Zahnstocher prüfen, ob der Teig durch ist. Alsbald dieser fertig ist, Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Baiser-Geister herstellen

  1. Säubert zunächst die Schüssel sowie den Schneebesen mit einem Küchenpapier, das ihr vorab in Weißweinessig tränkt. Dies verhindert, dass sich jegliche Art von Fettrückständen in eurem Equipment befinden und das Eiweiß nicht fest wird. Alternativ kann das Zubehör gut mit Spülmittel gereinigt werden.
  2. Trennt das Eigelb vom Eiweiß. Essentiell ist, dass sich kein bisschen vom Eigelb im Eiweiß befindet, da das Fett im Eigelb den Eischnee nicht steif werden lässt.
  3. Jetzt kommt das Eiweiß in die Rührschüssel. Hinzu gebt Ihr den Zitronensaft und stellt den Mixer auf mittlere Stufe. Mixt das Eiweiß so lange, bis es ein wenig schäumt.
  4. Als nächstes gebt Ihr den Zucker während des Mixens löffelweise in die Schüssel. Wenn der ganze Zucker in der Schüssel ist, stellt Ihr den Mixer auf eine höhere Stufe und rührt die Mischung für 8-15 Minuten. Prüft nach 8 Minuten, ob die Mischung bereits fertig ist, indem Ihr die Masse zwischen euren Finger bewegt und somit fühlt, ob der Zucker aufgelöst ist. Außerdem sollte das Eiweiß so fest sein, dass es beim Umdrehen der Schüssel am Boden haften bleibt.
  5. Am Schluss kommt eine Prise Salz hinzu. Nochmal gut mischen und fertig ist die Baiser-Masse. Den Backofen auf 100 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  6. Nun die Baiser Masse in einen Spritzbeutel mit einer großen, runden Tülle geben und Geister formen. Aus der Masse bekommt ihr ca. 10 Geister. Bei 100 Grad Ober- und Unterhitze für ca. 40 Minuten im Ofen backen. Die Ofentür während des Backens nicht öffnen! Nach der Backzeit Ofen ausmachen und geschlossen lassen. Die Meringue noch mindestens 1 Stunde im Ofen lassen, bis dieser ausgekühlt ist.
Baiser-Geister auf Backpapier

Frischkäse-Frosting und Schokodrip

Frischkäse und Lebensmittelfarbe in einem Standmixer oder einer Küchenmaschine gut mischen. Puderzucker in die Schüssel geben und gut vermengen. Das Mark einer Vanilleschote hinzufügen und erneut mischen. Nachdem der Kuchen vollständig abgekühlt ist, diesen mit Hilfe eines scharfen Messers oder eines Bildfadens längs in zwei Teile schneiden. Eine Hälfte auf einen Teller geben und mit Frischkäse-Frosting belegen. Darauf zweite Hälfte auf das Frosting setzen und den Kuchen mit einer ersten dünnen Schicht Frosting einkleiden. In den Kühlschrank geben und nach ca. 1 Stunden mit dem Rest des Frostings ummanteln.

Schlagsahne zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und über die vorab klein gehackte Schokolade gießen. Verrühren bis die Schokolade sich aufgelöst hat und eine cremige Masse entstanden ist. In einen Spritzbeutel geben und auf den abgekühlten Kuchen spritzen.

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Zusammensetzen und dekorieren

  1. Nachdem der Kuchen vollständig abgekühlt ist, diesen ggf. waagerecht teilen und die Böden abwechselnd mit Frischkäse-Frosting und, falls gewünscht, einer Beerenschicht belegen.
  2. Crumb Coat: Eine dünne Krümelschicht (Crumb Coat) auftragen, kaltstellen, dann glatt einstreichen und auf der gut durchgekühlten Torte den Drip setzen.
  3. Die Baiser-Geister mit geschmolzener Schokolade verzieren: Schokolade im Wasserbad schmelzen und Augen und Mund mit Hilfe eines Zahnstochers auf die abgekühlten Baiser Geister malen.
  4. Gespenster vorsichtig vom Backpapier lösen und die Halloween-Torte mit den übrigen Augen und den Gespenstern verzieren. Halloween-Kuchen sind der schaurig-süße Mittelpunkt auf dem Gruselbuffet.
Fertig verzierte Horror-Torte mit roten Drips und Baiser-Geistern

Tipps für mehr Grusel-Optik

  • Um den Grusel-Faktor zu erhöhen, besteht die Füllung aus schaurig schöner, dunkel roter Hagebutten Konfitüre mit Cassis. Ihre Farbe ist einfach unschlagbar und sorgt für den richtigen Schauder Effekt, wenn die Torte angeschnitten wird.
  • Damit die Torte auch von Außen außergewöhnlich aussieht, habe ich eine einfache und leichte Creme angerührt und diese mit Lebensmittelfarbe schwarz eingefärbt. Besonders gerne mag ich diese einfachen Fledermäuse, auch wenn sie nicht essbar sind, wegen ihrer 3D Optik. Die spiegelnden Flügel lassen sich zur Seite abknicken, so dass die Torte viel interessanter aussieht.
  • Für das „Blut“ kochst Du Himbeeren mit Zucker und Zitrone auf, lässt sie 3 Minuten sanft köcheln, rührst die angerührte Stärke ein und kochst das Ganze noch 1 Minute. Dann lässt Du die Soße komplett abkühlen. Für einen langsamen Drip die Soße leicht andicken, damit die Tropfen langsam laufen.
  • Matte Buttercreme wirkt schön „staubig“. Glänzende Elemente wie Mirror Glaze oder Isomalt-Scherben sehen „nass“ und glasig aus.

Praktische Hinweise

  • Wegen Frischkäse und Frucht gehört die Torte in den Kühlschrank. Für den Transport nimmst Du eine stabile Tortenbox und stellst sie rutschfest ins Auto.
  • Unsere Halloween-Rezepte sind einfach und anfängertauglich gestaltet. Kein Wunder, schließlich sind die Kuchen und Torten selbst schon fertig gebacken. Anstatt Mehl, Eier und Zucker zusammenzurühren, kannst du also getrost noch ein paar künstliche Spinnweben im Haus verteilen, deinen Umhang bügeln oder die Vampirzähne einsetzen.
  • Beim Einsatz fertiger Böden: Nicht immer muss man für eine tolle Torte komplett selber backen. Hier habe ich fertige Böden, wie es sie in dem Lebensmittelladen zu kaufen gibt, als Grundlage genommen.
Video: Aus zwei Marzipan-Torten wird eine Horror-Torte

Mehr Deko-Ideen

  • Halloween-Süßigkeiten: Mini-Dracula-Gebisse, Gummi-Augen oder Fruchtgummi in Spinnen-, Wurm- oder Fledermaus-Form.
  • Baiser und Schokoküsse mit Gesichtern aus flüssiger Schoki werden zu kleinen Geistern.
  • Lakritzschnecken als Spinnenbeine oder Skelett-Gesichter.
  • Kekse und Lebkuchen mit „R.I.P.“ beschriftet als kleine Grabsteine.
  • Kuchenkrümel als "Erde" für den Friedhof-Look, darauf fühlt sich Ungeziefer aus Fruchtgummi besonders wohl!

Rezepte und Ideen zum Variieren

Die Gruselparty zu Halloween ist der perfekte Anlass, schaurig-leckere Kuchen fürs Buffet zu backen. Dabei müssen es nicht immer aufwendige Meisterwerke sein: Einfache Halloween-Kuchen gelingen mit simplen Teigen auch ohne viel Backerfahrung und sorgen trotzdem für Gänsehaut. Färbe den Teig mit grüner Lebensmittelfarbe zum glibberigen Zombiekuchen, dekoriere einen Schokokuchen mit Zuckerguss als Spinnennetz-Kuchen oder zaubere aus einem Blechkuchen mit zerbröselten Oreos einen gruseligen Grabstein-Kuchen. Auch ein Skelettkuchen lässt sich ganz leicht umsetzen - mit weißen Schokoknochen, Zuckerskeletten oder essbaren Augen aus dem Supermarkt.

Mit diesen Techniken und Ideen seid ihr bestens vorbereitet, damit eure Halloween-Torte nicht nur schaurig aussieht, sondern auch köstlich schmeckt. Viel Spaß beim Backen und Verzieren - macht euch bereit für die Nacht des Grauens!

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