Honig ums Maul schmieren: Bedeutung und Herkunft einerRedewendung
Sich bei jemandem beliebt machen wollen oder jemandem schmeicheln - in solchen Situationen könnte behauptet werden, man schmiere jemandem Honig ums Maul. Diese Redensart ist seit dem 12./13. Jahrhundert gebräuchlich und versinnbildlicht, dass man jemanden mit süßen Worten verwöhnt.
Bedeutung der Redewendung
Wer jemandem "Honig ums Maul schmiert", möchte sich bei seinem Gegenüber einschmeicheln oder einschleimen, um etwas Bestimmtes zu erreichen. Es ist eine leichte Form der Manipulation, bei der man versucht, jemanden durch Schmeichelei und übertriebene Komplimente für die eigenen Zwecke zu gewinnen.
Mögliche Herkünfte der Redewendung
Für die Herkunft dieser Redewendung gibt es verschiedene Erklärungen, wobei die bekanntesten im Folgenden erläutert werden.
Bärendressur
Die wohl bekannteste Erklärung stammt aus früheren Jahrhunderten und bezieht sich auf die Bärendressur. Damals wurden Bären im Zirkus für Kunststücke trainiert und nach einer gelungenen Übung mit Honig belohnt, der ihnen um das Maul geschmiert wurde. Das Abschlecken des Honigs beschäftigte und beruhigte die Bären, wodurch der Honig als Teil der Konditionierung diente.
Chinesischer Opferbrauch
Eine weitere Überlieferung besagt, dass die Redensart auf einem chinesischen Brauch beruht, bei dem Menschen an besonderen Tagen ihren Götterfiguren Honig auf die Lippen schmierten, um sie gnädig zu stimmen. Diese Erklärung wird jedoch oft als wenig überzeugend angesehen.
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Verwendung und Beispiele
Die Redewendung "jemandem Honig ums Maul schmieren" wird in verschiedenen Kontexten verwendet, um auszudrücken, dass jemand versucht, sich durch Schmeichelei einen Vorteil zu verschaffen.
Beispiele:
- "Ein Freund ist ein Mensch, der einem nicht ständig Honig ums Maul schmiert."
- "Schmieren Sie Ihrem zukünftigen Chef keinen Honig ums Maul."
- "Sie wollte mir nur Honig ums Maul schmieren, damit ich sie zu meiner Geburtstagsparty im Freibad einlade."
- "Er hat ihr Honig ums Maul geschmiert, um sie zu überzeugen, ihm bei seinem Projekt zu helfen."
Abgrenzung zu anderen Redewendungen
Es ist wichtig, die Redewendung "jemandem Honig ums Maul schmieren" von ähnlichen Ausdrücken zu unterscheiden. So bedeutet beispielsweise die Redewendung "Alles in Butter" dass alles in Ordnung ist, während "Tomaten auf den Augen haben" bedeutet, etwas zu übersehen oder nicht zu bemerken. "Geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst" bedeutet, dass man jemanden wegschicken will.
Die philosophische Tiefe hinter der Redewendung
Obwohl die Bedeutung der Redewendung recht offensichtlich ist, steckt darin eine gewisse philosophische Tiefe. Honig symbolisiert das Süße und Erstrebenswerte, während der Stachel für das Gefährliche und potenziell Schmerzhafte steht. Daraus lässt sich ableiten, dass es nichts Gutes ohne das Schlechte gibt oder dass nichts, was sich zu haben lohnt, einfach zu bekommen ist.
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