Warum brennt Honig im Mund: Ursachen, Zusammenhänge und Behandlungsmöglichkeiten

Allergiesymptome im Mund, im Rachen oder an den Lippen können erschreckend sein. In den meisten Fällen sind sie aber nicht gefährlich, nämlich dann, wenn ein orales Allergie Syndrom die Ursache ist. Das Orale Allergie Syndrom (OAS, ICD-10 T78.4) kann bei Patienten auftreten, die Allergien haben. Patienten sprechen dann oft von einer „Allergie im Mund“. Das gilt vor allem, wenn eine Pollenallergie oder eine Sensibilisierung auf Pollen vorliegt, z.B. eine Gräserpollen-Allergie. Das orale allergische Syndrom (engl. Oral allergy syndrome) kann sich nach dem Essen als allergische Reaktion im Mund und Rachen, an der Zunge, am Gaumen und an den Lippen durch ein Kribbeln, Jucken, Brennen oder durch Schwellungen bemerkbar machen. Das Immunsystem stuft bei dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel dann nicht nur die Allergene aus der Luft als "feindlich" ein, sondern auch die Allergene aus Nahrungsmitteln, die ähnliche Proteinstrukturen aufweisen.

Allergische Reaktionen an der Mundschleimhaut können bei einer Pollenallergie auf mehrere Nahrungsmittel auftreten, zum Beispiel Apfel, Banane, Ananas, Erdbeeren, Kiwi, verschiedene Nusssorten wie Erdnuss oder Haselnuss. Bei der Birke ist eine Kreuzallergie auf Nüsse eine häufige Reaktion. Dazu kann es in der Folge zusätzlich zu allergischen Reaktionen auf rohe Äpfel, rohe Karotten oder/und rohen Sellerie kommen. Aber auch bei einer Hausstaubmilben-Allergie kann es zu einem oralen Allergiesyndrom, mit Jucken im Mund, juckenden, brennenden, kribbelnden Lippen und Lippenrändern kommen. Dabei wird vor allem über allergische Reaktionen gegenüber Shrimps berichtet.

Bildquelle: Dr. med.

Äpfel und Karotten sind hitzeinstabile Allergene, daher sind diese Nahrungsmittel nach dem Erhitzen für Kreuzallergiker meist verträglich. Die Allergene von Baumnüssen und Sellerie sind hitzestabil und können auch in gekochtem oder gebackenem Zustand allergische Reaktionen, wie zum Beispiel brennende kribbelnde Lippen oder auch ein Kribbeln am Gaumen, auslösen. Allerdings gilt das nicht unbedingt für jeden Patienten. Denn auch innerhalb einer Sorte von Nahrungsmitteln gibt es deutliche Unterschiede, da manche Apfelsorten, um ein Beispiel zu nennen, mehr Allergene enthalten als andere. Eine grundsätzliche Einteilung der Nahrungsmittelallergene in hitzestabil oder hitzelabil ist daher nicht sinnvoll.

Neben diesen bekannten Auslösern gibt es auch weniger verbreitete Nahrungsmittel, die bei sensibilisierten Personen ein Orales Allergie Syndrom auslösen können. Das orale Allergiesyndrom (OAS) kann im gesamten Verdauungsapparat auftreten. Es kann im Mundbereich zu Zungenbrennen, Schwellungen an den Lippen, zu einer geschwollenen Zunge oder zu Schwellungen im Rachenbereich kommen. Auch über brennende, juckende Lippen und eine juckende Zunge berichten die Patienten bei dieser Allergie. Folge der Schwellungen kann Atemnot sein. Durch die Schwellungen ähnelt das Orale Allergie Syndrom (OAS) dem Angioödem, bei dem es ebenfalls zu Schwellungen im Bereich von Lippen, Zunge und Rachen kommen kann. In einigen Fällen kommt es beim Oralen Allergiesyndrom auch zu kleinen pockenartigen und stark juckenden Erhebungen bzw. Bläschen im Mundraum, zum Beispiel an der Zunge oder an den Lippen.

Zusätzliche Diagnosemöglichkeiten bieten der Prick-Test oder der Prick-to-Prick-Test, bei dem der Test mit frischen Nahrungsmitteln erfolgt. Ein Prick-to-Prick-Test mit dem natürlichen Allergen würde immer dann zum Einsatz kommen, wenn für das verdächtige Allergen kein Standardextrakt zur Verfügung steht. Ein Beispiel hierfür wäre der Apfel, bei dem es sehr viele Sorten gibt. Ein standardisiertes Extrakt kann diese Sortenvielfalt nicht abdecken, weshalb man hier in bestimmten Fällen zur Durchführung des Tests auf natürliches Material zurückgreifen würde, d.h. Bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie durch Kreuzreaktionen ist in bestimmten Konstellationen eine allergenspezifische IgE-Bestimmung indiziert. Eine sichere Methode zur Diagnose des Oralen Allergiesyndroms (OAS) ist, wie bei anderen Nahrungsmittelallergien auch, der orale Provokationstest. Er ist das einzige Instrument, das eine klinisch relevante Nahrungsmittelallergie und die auslösende Menge sicher von einer Sensibilisierung abgrenzen kann. Hierfür würde man das verdächtige Allergen für einen bestimmten Zeitraum aus dem Speiseplan streichen. Nach der Karenz würde man das Nahrungsmittel dann in einem gezielten Provokationstest verabreichen. Dieser Test darf allerdings ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht bzw. medizinisch fachlicher Anleitung durchgeführt werden.

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Prick-Test und Provokationstest - Diagnostik des OAS

Was hilft bei einer Allergie im Mund? Wie bei allen Allergien ist die wichtigste und sicherste Maßnahme beim Oralen Allergiesyndrom (OAS) die Meidung des Auslösers. Allerdings ist eine ungezielte diätetische Karenz bei vorliegender Pollensensibilisierung nicht gerechtfertigt. Die symptomatische Behandlung des oralen Allergiesyndroms orientiert sich an den Empfehlungen für die Behandlung der Nahrungsmittelallergie. Hier kommen Medikamente aus der Gruppe der H1-Antagonisten bzw. Antihistaminika wie Cetirizin oder Desloratadin oder aus der Gruppe der Glukokortikoide wie Prednisolon oder Methylprednisolon zur Anwendung. Hausmittel finden in der Behandlung des oralen Allergiesyndroms keine Evidenz.

Was tun, wenn Symptome für das Orale Allergiesyndrom (OAS) typischen Symptome erstmalig auftreten? Es sollte unbedingt schnellstmöglich ein Arzt über den Notruf 112 kontaktiert werden, insbesondere wenn die Zunge oder der Rachenraum von einer Allergie betroffen sind. Keinesfalls sollte man sich selbst in Auto setzen und versuchen, die nächste Notfallambulanz aufzusuchen. Gerade beim ersten Auftreten des Oralen Allergiesyndroms (OAS) ist es nicht absehbar, welchen Schweregrad die Symptome erreichen werden. Der Arzt wird dann umgehend Gegenmaßnahmen durch die Gabe von Medikamenten ergreifen bzw. ein Antiallergikum für zukünftige Notfälle verordnen. Diese Patienten benötigen auch eine entsprechende gründliche Aufklärung. Eine weitere, langfristige Option für die Behandlung des Oralen Allergiesyndroms (OAS) ist eine Spezifische Immuntherapie (SIT) auf die zugrundeliegende Allergie. Allerdings gibt es hier keine Erfolgsgarantie. Eine komponentenbasierte Allergiediagnostik kann dabei helfen, Patienten zu identifizieren, die von einer SIT am ehesten profitieren. Der Einsatz von Biologika als Begleittherapie zur SIT wird aktuell erforscht. Um den Speiseplan nicht zu stark einzuschränken, sollte getestet werden, was verträglich ist und was nicht. Manche Allergene sind nicht hitzestabil. Das bedeutet, dass z.B. Nowak Węgrzyn A, Sicherer SH, Feldweg AM. Pollen food allergy syndrome (oral allergy syndrome): Pathophysiology and allergens. UpToDate. Waltham, MA: UpToDate; 2025. Kamei A, Izawa K, Ando T, et al. Development of mouse model for oral allergy syndrome to identify IgE cross reactive pollen and food allergens: ragweed pollen cross reacts with fennel and black pepper. Front Immunol. 2022;13:945222. Unsere Beiträge beinhalten lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Selbstmedikation und ersetzen nicht den Arztbesuch.

Die Symptome des oralen Allergiesyndroms können während der Heuschnupfensaison auftreten. Hitze verändert jedoch die Form der Proteine, die das orale Allergiesyndrom in der Regel verursachen. Versuche also, gekochtes oder hitzebehandeltes Obst und Gemüse zu dir zu nehmen, wie zum Beispiel pasteurisierten Saft und Dosen- oder Trockenfrüchte. Entferne die Schale: Es kann auch einen Unterschied machen, frisches Obst oder Gemüse zu schälen und nur das Fruchtfleisch zu essen, denn der Hauptteil der Allergene sitzt in der Schale. Trage dabei jedoch Handschuhe oder bitte jemanden, dies für dich zu tun, da Hautkontakt auch Symptome verursachen kann. Das Abschälen von Obst und Gemüse unter fließendem Wasser kann allergene Partikel davon abhalten, deine Nase und deine Augen zu reizen. Werde kreativ: Experimentiere mit ungewohntem Obst und Gemüse, das keine Symptome verursacht, oder verwende einen einfachen Ersatz. Avocado eignet sich zum Beispiel gut zum Verdicken von Smoothies, wenn du keine Bananen verwenden kannst. Oder probiere Kürbis in deinem Rezept für Karottenkuchen aus. Ein neues Kochbuch ist eine gute Möglichkeit, eine veränderte Zutatenliste in ein Gourmet-Abenteuer zu verwandeln.

Honig-Allergie - Pollen, Kreuzreaktionen und regionale Unterschiede

Wie bei vielen Lebensmitteln ist auch eine Honig-Allergie möglich. Symbol oder Unterstreichung gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Provision - ohne Mehrkosten für Sie! Mehr Infos Honig-Allergie: Das sind die SymptomeLebensmittelallergien, wie eine Allergie gegen Honig, machen sich oft durch die gleichen Symptome bemerkbar. Bei entsprechenden Symptomen sollten Sie im Idealfall auflisten, was Sie zuvor verspeist haben. Ein Großteil der Symptome kann für eine Lebensmittelintoleranz genauso wie für eine Allergie sprechen. Symptome und Ursachen bei einer Honig-Allergie. (Bild: imago images / Petra Schneider) Ursachen: Honig, Pollen und FructoseTreten die Symptome für eine Lebensmittelallergie bei Ihnen auf, können Sie zunächst nur mutmaßen. Während Sie gegen Honig allergisch sein können, ist es auch möglich, dass Sie gegen Pollen allergisch sind. Im Honig befinden sich Rückstände von verschiedensten Pollenarten. Als Pollenallergiker können Sie versuchen, sich mit dem Konsum von Honig aus der Region toleranter gegen die Pollen zu machen. Zudem enthält Honig Fructose. Insbesondere bei Magen-Darm-Beschwerden kann auch eine Fructoseinteloranz die Ursache sein. Die Unverträglichkeit ist zwar keine Allergie, wird aber aufgrund ähnlicher Symptome oft mit einer Allergie gegen Honig, Obst & Co. Aufschluss kann letztendlich nur ein Allergietest geben. Am besten lassen Sie beim Arzt verschiedene Allergietests durchführen, mindestens auf Honig und Pollen. Zunächst muss die Bedeutung einer Allergie geklärt werden. Der Begriff Allergie wird häufig undifferenziert und fälschlicherweise synonym mit dem der Unverträglichkeit (auch Intoleranz) verwendet, da beide Reaktionen ähnliche Symptome hervorrufen können. Eine Nahrungsmittelintoleranz herrscht dann vor, wenn es im Körper zu Stoffwechselstörungen kommt, zum Beispiel durch einen Enzymdefekt oder Enzymmangel. Durch den mangelnden Abbau bestimmter Substanzen im Körper kommt es zu dosisabhängigen Darmreaktionen wie Blähungen, Krämpfe, Durchfall oder Verstopfung. Häufigste Vertreter der Nahrungsmittelintoleranzen sind die Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz, Sorbitintoleranz. Bei einer Allergie handelt es sich um eine fehlorientierte Immunreaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe, die sogenannten Allergene, die in der Umwelt oder Nahrung vorkommen. Sie werden vom Körper als fremd eingestuft und lösen eine spezifische Immunantwort aus. Hier reichen oft schon kleinste Mengen des Allergens aus. Allergische Symptome basieren überwiegend auf einer Antigen-Antikörper-Reaktion und können stark variieren zwischen Reaktionen der Schleimhaut, Magen-Darm-Bereich, Atemwegen und Haut. Zwar können allergische Reaktionen ähnlich wie die Reaktionen einer Intoleranz sein. Direkt lebensbedrohlich sind aber nur Nahrungsmittelallergien.

Um den Zusammenhang von Honig und Allergien besser zu verstehen: Der Honig besteht überwiegend aus Zuckergemisch und Wasser, weitere Inhaltsstoffe können Pollen, Pilzsporen und Bienenkörperbestandteile oder anderes organisches Material sein. Aus Honig gewonnenen Extrakt kann in Honigprodukten vorkommen. Aus Honig resultierende Allergien sind selten, aber möglich. Die Pollenkonzentration in Honig ist regional abhängig und beträgt typischerweise nur einen kleinen Anteil, kann aber bei bestimmten Sorten problematisch sein. Wenn eine Honig-Allergie vermutet wird, sollte beim Arzt ein Allergietest erfolgen, typischerweise Pricktest eller Prick-to-Prick-Test mit natürlichem Honig; besser gesagt Prick-Test mit Honig. Die immunologische Reaktion kann von oropharyngealen Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock reichen. Dennoch ist nicht jeder Honig für Allergiker tabu; oft reagieren Pollenallergiker auf bestimmte Honigsorten, andere Sorten werden toleriert.

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