Honig aus Dubai: Eigenschaften, Herstellung und gesundheitliche Vorteile
Honig, seit jeher eine geschätzte Köstlichkeit, war lange Zeit die einzige verfügbare Süße. Neben seinem köstlichen Geschmack wurde Honig traditionell eine besondere Stärkung zugeschrieben. Dieser Artikel beleuchtet die Eigenschaften von Honig, insbesondere den Honig aus Dubai, seine Herstellung, gesundheitlichen Vorteile und worauf man beim Kauf achten sollte.
Zusammensetzung und Entstehung von Honig
Die Zusammensetzung von Honig umfasst etwa 38 % Fructose, 31 % Glucose, 10 % Mehrfachzucker, 17 % Wasser und je nach Sorte unterschiedliche Anteile anderer Stoffe. Das Verhältnis von Fructose zu Glucose beeinflusst die Konsistenz des Honigs.
Bienen erzeugen Honig, indem sie Nektar aus Blüten und Honigtau sammeln, der hauptsächlich an Nadelbäumen vorkommt. Der Nektar gelangt über den Saugrüssel der Biene in die Speiseröhre und dann in den Honigmagen, wo er gesammelt wird. Ein kleiner Teil des Nektars dient den Bienen als Energiequelle für den Rückflug zum Bienenstock.
Honigtau, eine weitere Quelle für Honig, stammt von Laub- oder Nadelbäumen. Er enthält Aminosäuren, die für Läuse lebensnotwendig sind. Die Bienen nehmen den von den Läusen ausgeschiedenen Zucker auf. Im Bienenstock wird der Nektar von Biene zu Biene weitergegeben, wodurch der Enzymgehalt des Honigs steigt. Durch die ständige Bewegung und die warme Luft im Stock verdunstet überschüssiges Wasser, was zur Eindickung des Honigs führt.
Die Bedeutung der Bienenernte und Imkerei
Eine gute Honigernte ist nicht nur für den Imker von Bedeutung. Bienen halten im Gegensatz zu Wespen und Hummeln, bei denen nur die Königinnen überwintern, ihr Volk auch in der kalten Jahreszeit am Leben. Dies erfordert eine enorme Wärmeproduktion, um im Bienenstock eine Mindesttemperatur von 30 °C aufrechtzuerhalten, selbst bei Außentemperaturen von bis zu -20 °C. Ein Bienenvolk benötigt für die Überwinterung in Mitteleuropa etwa 25 Kilogramm Honig. In warmen Monaten können die Bienen jedoch weit über 100 Kilogramm Honig produzieren.
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Konventionelle vs. Bio-Imkerei
In der industriellen Honiggewinnung steht oft die Maximierung des Profits im Vordergrund, was zur Verwendung von Zuckerwasser führen kann. Auch in der konventionellen Imkerei werden ähnliche Maßnahmen ergriffen, wie sie aus anderen konventionellen Tierzuchtbetrieben bekannt sind. Dazu gehören der Einsatz chemotherapeutischer Medikamente, die künstliche Befruchtung der Königinnen und das Beschneiden ihrer Flügel.
Die Bio-Imkerei hingegen verbietet solche Methoden strikt. Bei Erkrankungen der Bienen, wie z. B. Varroamilbenbefall, werden ausschließlich organische Säuren zur Behandlung eingesetzt. Bio-Betriebe unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben und Kontrollen.
Die Wirkung von Honig: Medizinische und gesundheitliche Aspekte
Honig wird seit jeher als Heilmittel gegen verschiedene Erkrankungen und zur Wundheilung eingesetzt. Im unreifen Honig entsteht durch ein spezielles Enzym, das die Bienen über ihren Speichel hinzufügen, ständig eine geringe Menge Wasserstoffperoxid. Im reifen Honig sorgt die hohe Zuckerkonzentration dafür, dass Bakterien, Pilze und Parasiten absterben, da sie das überschüssige Wasser bindet. Ohne Wasser können Mikroorganismen nicht überleben, was zu ihrem Austrocknen und Absterben führt. Zusätzlich enthält Honig Stoffe, die das bakterielle Wachstum hemmen und das Kommunikationssystem der Bakterien blockieren können.
Honig kann aufgrund seiner antibakteriellen, antimykotischen und antioxidativen Wirkung bei vielen entzündlichen Prozessen hilfreich sein. Bei tiefen oder schlecht heilenden Wunden sowie bei schweren Erkrankungen sollte jedoch von Selbstversuchen mit Honig abgesehen werden.
Anwendung von Honig bei Erkältung und Hauterkrankungen
Die bekannteste Anwendung von Honig ist die Linderung von Husten bei Erkältungen. Eine Studie aus Nigeria aus dem Jahr 2014 zeigte, dass Honig bei der Behandlung von Husten bei Kindern zwischen 2 und 18 Jahren wirksam sein kann.
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Der Mediziner Al-Waili aus Dubai behandelte Patienten mit Schuppenbildung der Haut, starkem Juckreiz, Herpes und Haarausfall mit rohem Honig. Die Patienten trugen eine Mischung aus Honig und warmem Wasser auf die betroffenen Hautpartien auf und wuschen sie nach einer Einwirkzeit von 3 Stunden ab. Die Ergebnisse zeigten, dass Honig die Schuppenbildung und den Juckreiz lindern kann, wobei Hauterkrankungen oft auf eine gestörte Darmflora hinweisen.
Honig bei Magen-Darm-Erkrankungen und Pilzinfektionen
Honig kann auch bei Magen-Darm-Entzündungen helfen. Eine Studie mit erkrankten Kindern zeigte, dass eine Honiglösung akuten Durchfall und Übelkeit reduzieren kann. Trotz des hohen Zuckergehalts kann Honig auch Pilzinfektionen der Gattung Candida albicans bekämpfen. In vitro-Studien haben gezeigt, dass reiner Honig das Wachstum des Pilzes hemmt.
Weitere gesundheitliche Vorteile von Honig
Honig kann Aflatoxine, giftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, unschädlich machen. Im Gegensatz zu raffiniertem Zucker enthält Honig Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren, die eine gute Nahrungsgrundlage für Darmbakterien darstellen. Eine höhere Anzahl guter Darmbakterien kann mehr Aflatoxine unschädlich machen.
Trotz der vielen gesundheitlichen Vorteile sollte Honig Säuglingen unter 12 Monaten nicht gegeben werden, da er Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten kann, die bei Säuglingen Botulismus verursachen können.
Ein übermäßiger Konsum von Honig kann ähnliche negative Auswirkungen wie Haushaltszucker haben, wie z. B. Karies, eine gestörte Darmflora, eine Überforderung der Bauchspeicheldrüse und Übergewicht. Honig sollte auch nicht zum Kochen oder Backen verwendet werden, da Temperaturen über 40 °C viele seiner gesundheitlichen Vorteile zunichte machen.
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Worauf man beim Kauf von Honig achten sollte
Beim Kauf von Honig sollte man auf folgende Punkte achten:
- Keine Plastikbehältnisse, da diese Weichmacher enthalten können.
- Kein Billigprodukt, da Qualität ihren Preis hat.
- Keine importierten Produkte, da diese häufig pasteurisiert werden und genmanipulierte Pollen enthalten können.
- Auf Qualitätssiegel achten, z. B. von Imkerbünden in Deutschland und der Schweiz, die inländischen und unbehandelten Honig kennzeichnen.
- Bio-Honig bevorzugen, da Bio-Imker strengen Richtlinien unterliegen.
Honigsorten
Es gibt verschiedene Honigsorten, die sich in Farbe, Geschmack und Zusammensetzung unterscheiden:
- Blütenhonige: Entstehen aus Nektar von Blüten, z. B. Raps-, Klee-, Löwenzahn-, Lindenblüten- und Frühjahrsblütenhonig. Helle Honige stammen meist aus dem Frühjahr, dunklere Honige aus dem Sommer.
- Waldhonig: Entsteht aus Honigtau von Laub- oder Nadelbäumen und ist in der Regel sehr dunkel. Er enthält weniger Glucose als Blütenhonig und bleibt daher länger flüssig.
- Tannenhonig: Gilt als König unter den Tausorten und ist aufgrund der kleinen Tannenbestände eine Rarität.
- Manuka-Honig: Stammt aus dem Blütennektar des neuseeländischen Manuka-Strauches und zeichnet sich durch einen hohen Methylglyoxal-Gehalt (MGO) aus, der ihm eine besonders hohe antibakterielle Wirkung verleiht.
Manuka-Honig: Ein besonderer Honig aus Neuseeland
Manuka-Honig wird aus dem Nektar der Südseemyrte (Manuka-Strauch) gewonnen, die in den entlegenen und bergigen Regionen Neuseelands und im südöstlichen Australien wächst. Die Ureinwohner Neuseelands nutzen die Blätter, die Rinde und den Honig des Manuka-Strauches seit jeher zur Desinfektion und Wundheilung.
Methylglyoxal (MGO) und UMF-Wert
Die keimtötende Wirkung des Manuka-Honigs wird auf den erhöhten Methylglyoxal-Gehalt (MGO) zurückgeführt. Der MGO-Wert gibt an, wie viel Methylglyoxal in einem Glas Manuka-Honig enthalten ist. Der UMF-Wert (Unique Manuka Factor) dient zur Kennzeichnung der antibakteriellen Wirkung, wobei ein höherer Wert eine stärkere Wirkung bedeutet.
Anwendung und Wirkung von Manuka-Honig
Manuka-Honig wird aufgrund seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung als Allheilmittel gegen verschiedene Beschwerden angepriesen. Er soll die Wundheilung unterstützen, Zahnprobleme lindern, Erkältungen vorbeugen, Magen-Darm-Beschwerden lindern, Entzündungen entgegenwirken und das Hautbild verbessern können. Die gesundheitsfördernde Wirkung konnte bisher jedoch nur im Labor nachgewiesen werden.
Fazit zum Manuka-Honig
Manuka-Honig ist ein hochwertiges Produkt mit besonderen Eigenschaften, das jedoch auch seinen Preis hat. Ob sich der Kauf lohnt, hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab.
Honig aus Dubai: Der Hatta Honey Bee Garden
Der Hatta Honey Bee Garden ist eine Anlage in Dubai, die sich der Honigproduktion widmet. Die Imker werben damit, dass der Hatta-Honig aus Blüten der Zedernbäume, des Ghaf-Baums oder der Akazien der qualitativ hochwertigste in den Emiraten sei. Der Honig soll gegen Erkältungen und Husten helfen und die Haut geschmeidig machen.
Abenteuer im Hinterland von Dubai
Dubai arbeitet daran, mehr zu sein als nur eine Hochglanzmetropole. Im Hinterland der Stadt können Reisende Outdoor-Abenteuer erleben und die Schönheit der Wüste oder das Hadschar-Gebirge erkunden.
Hatta: Eine Exklave für Naturliebhaber
Hatta, eine Exklave des Emirats Dubai, liegt etwa 130 Kilometer südöstlich der Stadt im Hadschar-Gebirge. Hier können Besucher dem Trubel der Stadt entfliehen und die Ruhe und Schönheit der Natur genießen. Zu den Aktivitäten gehören Wassersport auf dem Hatta-Damm, Mountainbiking, Wandern und der Besuch des Hatta Honey Bee Garden.
Al Qudra: Radfahren in der Wüste
In Al Qudra, in der Nähe des Fünf-Sterne-Resorts Bab Al Shams, wurde ein 86 Kilometer langer Radweg mitten in der Wüste gebaut. Die Strecke führt vorbei an den Al Qudra Lakes, künstlichen Seen, die über Pipelines mit gefiltertem Meerwasser gespeist werden.
Ballonfahrt über die Wüste
Ein besonderes Erlebnis ist eine Ballonfahrt bei Sonnenaufgang über die Wüste. Die Besucher können die Schönheit der Landschaft aus der Vogelperspektive genießen und mit etwas Glück Oryxantilopen und Kamelkarawanen beobachten.
Tipps für die Reise nach Dubai
- Die beste Reisezeit für Dubai ist zwischen November und April, wenn das Klima angenehmer ist.
- In der Stadt gibt es eine große Auswahl an Hotels in verschiedenen Preisklassen.
- Im Hadschar-Gebirge empfiehlt sich das Sedr Trailers Resort und in der Wüste das Resort Bab Al Shams.
- In Hatta bietet das Outdoorzentrum Wadi Hub verschiedene Aktivitäten an.
- In der Wüste sollten Besucher eine Radtour auf dem exklusiven Radrundweg unternehmen oder eine Ballonfahrt machen.
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