Wer produziert Grandessa Marmelade für Aldi?
Marmelade gehört für viele Menschen auf den Frühstückstisch. Ob Erdbeeren, Himbeeren oder exotische Früchte - die Vielfalt an Fruchtaufstrichen ist riesig. Aldi Süd bietet unter der Marke Grandessa ebenfalls verschiedene Marmeladensorten an. Dieser Artikel beleuchtet, wer hinter der Produktion der Grandessa-Marmelade steckt, welche Inhaltsstoffe und Qualitätskritik es gibt und welche Alternativen Konsumenten haben.
Hersteller und Produktionsstandorte
Mehrere Paderborner Gesellschaften produzieren für den Discounter. Sechs Produkte, vier Gesellschaften, ein Standort: Hinter all diesen Lebensmitteln des Discounters Aldi steckt der Paderborner Lebensmittelproduzent Stute mit Sitz an der Abtsbrede 129. Oft, aber längst nicht mehr so oft wie früher, ist Stute in Paderborn auf dem Etikett vermerkt. Hinter all diesen Lebensmitteln des Discounters Aldi steckt der Paderborner Lebensmittelproduzent Stute mit Sitz an der Abtsbrede 129.
Inhaltsstoffe der Grandessa Marmelade
Die Grandessa Marmelade ist in verschiedenen Sorten erhältlich, darunter Aprikose und Erdbeere. Ein Blick auf die Zutatenliste ist entscheidend, um die Qualität der Marmelade zu beurteilen. Einige Kunden bemängeln den Geruch und Geschmack nach künstlichem Aroma. Ein Kritikpunkt ist der Einsatz von "natürlichem Aroma". Zudem wird Ammoniumsulfit‑Zuckerkulör genannt. Andere Kunden loben den hohen Fruchtanteil und den geringeren Zuckeranteil im Vergleich zu anderen Marmeladen.
Übliche Zusatzstoffe und ihre Funktion
- Pektin (E 440): Als Lebensmittelzusatzstoff wird es vor allem wegen seiner Fähigkeit, Flüssigkeiten gelartig fest zu machen, eingesetzt. Mit heißem Wasser wird Pektin aus den Schalen von Äpfeln oder Zitrusfrüchten sowie aus Zuckerrübenschnitzeln isoliert.
- Xanthan: Das von Bakterien gebildete Xanthan ist ein langkettiges, weit verzweigtes Kohlenhydrat, das Flüssigkeiten wegen seiner enormen Quell- und Wasserbindungsfähigkeit zu gelartigen Massen macht.
- Calciumcitrate: Calciumcitrate sind Salze der Citronensäure (E 330). Der zunehmende Einsatz in Getränken und „sauren“ Süßigkeiten führt immer häufiger zu Zahnschäden, weil der Zahnschmelz von der Säure angegriffen wird.
Kritik: ÖKO-TEST und Pestizidrückstände
Die Erdbeermarmelade von Grandessa wurde im ÖKO-TEST mit "mangelhaft" bewertet. Das beauftragte Labor fand Spuren von acht verschiedenen Spritzgiften. Mehrfachrückstände von Pestiziden sind zwar nicht akut gefährlich, aber mögliche Gesundheitsrisiken durch Wechselwirkungen der einzelnen Pestizide sind bisher kaum erforscht. In der Grandessa Erdbeermarmelade wurde Cyprodinil nachgewiesen, ein Fungizid, das laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als endokriner Disruptor wirkt. Außerdem wurde Fludioxonil gefunden, das ebenfalls als endokriner Disruptor gilt.
Für unseren Test haben wir 25 Erdbeer‑Fruchtaufstriche eingekauft und im Labor analysieren lassen. Das Ergebnis: Nur acht Produkte schneiden mit "sehr gut" ab. Das von uns beauftragte Labor ist in den getesteten Erdbeermarmeladen von Mövenpick und Aldi auf Spuren von gleich acht verschiedenen Spritzgiften gestoßen. Wir werten es deshalb ab, wenn ein Produkt mehr als eine Pestizidspur enthält. Die getesteten Aufstriche von Mövenpick und Aldi enthalten zudem Pestizide, die wir als besonders bedenklich ansehen. Konkret wurden in beiden Produkten, wie auch einer weiteren Erdbeermarmelade im Test, Cyprodinil nachgewiesen.
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Zuckergehalt als weiterer Kritikpunkt
Ein weiterer Kritikpunkt ist der hohe Zuckergehalt. Die Aldi-Erdbeermarmelade enthält pro 30‑Gramm‑Portion 12,6 Gramm Zucker. Wir werten es ab, wenn in einer Erdbeermarmelade mehr als 12,5 Gramm Zucker pro 30‑Gramm‑Portion steckt. Die WHO empfiehlt für Erwachsene höchstens 25 Gramm Zucker am Tag. Isst man also zum Beispiel 30 Gramm der kritisierten Produkte im Test, hat man schon mehr als 50 Prozent dieser maximalen Tagesempfehlung ausgeschöpft.
Begriffsbestimmungen: Marmelade, Konfitüre, Gelee
Streng genommen handelt es sich bei den Produkten im Test nicht um Erdbeermarmeladen, sondern um Fruchtaufstriche. Gemäß Konfitürenverordnung sind Marmeladen nur Zubereitungen aus Zitrusfrüchten. Fruchtaufstriche fallen nicht unter die Konfitürenverordnung und haben keine Mindest‑Zuckergehalte.
- Marmelade: Wird aus ganzen Früchten, oft aus Zitrusfrüchten, hergestellt und enthält meistens kleine Fruchtstücke.
- Konfitüre: Besteht aus ganzen oder zerkleinerten Früchten und hat eine stückige Konsistenz.
- Gelee: Wird nur aus dem reinen Fruchtsaft gewonnen und hat eine glatte, feinere Textur.
Sensorische Bewertung und Verpackungsbedenken
Das Mövenpick-Produkt schmeckt den geschulten Sensorikexperten zufolge "aromatisch, fruchtig nach Erdbeere, süß, leicht säuerlich". Der Geschmack des Fruchtaufstriches von Aldi sei "süß, leicht säuerlich". Zum Geruch und Geschmack notierten die Experten: "Aromatisch, fruchtig nach Erdbeere, Kochnoten". Beim geprüften Mövenpick-Aufstrich bekam das Labor noch einen Minuspunkt aus Umweltgründen: In der Deckeldichtung wurde PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen nachgewiesen. Wir sehen den Einsatz dieser Stoffe kritisch, weil sie die Umwelt belasten und Weichmacher enthalten können.
Alternativen zur Grandessa Marmelade
Wer eine Marmelade mit weniger Zucker und ohne Pestizidrückstände sucht, hat verschiedene Alternativen:
- Fruchtaufstriche mit wenig Zucker: Diese Varianten legen den Fokus auf den natürlichen Geschmack der Früchte und enthalten oft einen höheren Fruchtgehalt.
- Bio‑Marmeladen: Diese Marmeladen werden aus Früchten aus kontrolliert biologischem Anbau hergestellt und enthalten keine künstlichen Zusätze.
- Vegane Fruchtaufstriche: Diese Marmeladen verzichten auf tierische Gelatine und beinhalten stattdessen pflanzliche Geliermittel wie Pektin.
- Selbstgemachte Marmelade: Wer die Inhaltsstoffe selbst bestimmen möchte, kann Marmelade selber kochen.
Tipps für Kauf und Lagerung
- Achte auf die Zutatenliste: Ein hoher Fruchtanteil und wenige Zusatzstoffe sind ein Zeichen für Qualität.
- Bevorzuge Bio‑Marmeladen: Diese enthalten keine Pestizide und künstlichen Zusätze.
- Achte auf den Zuckergehalt: Wähle Marmeladen mit wenig Zucker oder stelle sie selbst her.
- Lagere Marmelade richtig: Selbstgemachte Marmelade kann bei richtiger Lagerung bis zu einem Jahr haltbar sein. Dunkel und kühl gelagert, bleibt der Fruchtaufstrich lange frisch.
- Vermeide Schimmelbildung: Verwende saubere und sterile Gläser. Fülle die Marmelade heiß ab und verschließe die Gläser sofort fest.
Fazit zur Frage "Wer produziert Grandessa Marmelade?"
Mehrere Hinweise deuten darauf hin, dass Lebensmittelproduzenten aus Paderborn, namentlich die Firma Stute mit Sitz an der Abtsbrede 129, als einer der Produktionspartner für Aldi fungieren. Oft ist Stute auf dem Etikett vermerkt, allerdings nicht immer. Verbraucher sollten beim Kauf auf die Zutaten achten, da gerade die Grandessa‑Erdbeermarmelade in Tests wegen Pestizidrückständen und relativ hohem Zuckergehalt kritisiert wurde. Für jene, die Wert auf rückstandsfreie und zuckerärmere Produkte legen, bieten sich Bio‑Alternativen oder hausgemachte Fruchtaufstriche an.
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| Aspekt | Information |
|---|---|
| Bekannter Produzent | Stute (Paderborn) - mehrere Produkte für Aldi |
| ÖKO‑TEST Ergebnis (Erdbeere) | Note "mangelhaft" wegen Pestizidrückständen und hohem Zucker |
| Hauptkritikpunkte | Spuren von acht Pflanzenschutzmitteln, u. a. Cyprodinil und Fludioxonil; hoher Zuckergehalt |
| Empfohlene Alternativen | Bio‑Marmeladen, Fruchtaufstriche mit wenig Zucker, selbstgemachte Marmelade |
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