Der Gott der Schokolade: Aztekische Mythologie und die Geschichte des Kakaos
Die Geschichte der Schokolade reicht tief in die Mythologie und Kultur der Azteken zurück. Kakao war für die Azteken nicht nur ein Nahrungsmittel, sondern war untrennbar mit Göttern, Macht und rituellen Praktiken verbunden. Doch die Ursprünge der „Speise der Götter“ führen noch weiter in die Vergangenheit, bis zu den Olmeken und Maya, bevor sie durch Eroberung und Handel ihren Siegeszug in die ganze Welt startete.
Mythologische Wurzeln des Kakaos: Quetzalcóatl und die heilige Pflanze
Ein Geschenk des Himmels ist sie, die Schokolade. So will es zumindest die Legende: Der gefiederte Gott des Windes - Quetzalcóatl - war es, der die Kakaobohne zu den Azteken auf die Erde brachte, den Indios galt der Kakao daher als heilige Pflanze. Sie diente als Opfergabe für Götter und Könige. Die flüssige Schokolade symbolisierte auch das Blut und das menschliche Herz war in der Frucht zu sehen. Aus diesem Grund wurde der Xocolatl zu einer häufigen Opfergabe für die zahlreichen Gottheiten der Azteken.
Gottheiten wurden verehrt, weil sie den Kakao in die Welt gebracht hatten, und er wurde bei Ritualen, Zeremonien, Festen und Feiern verwendet. Auch die Azteken, deren Kultur sich um 1300 zu entwickeln begann, profitierten davon. Ihnen verdanken wir den heutigen Namen Schokolade, da sie damals den Begriff „xocolatl“ für Kakao verwendeten.
Kakao in der aztekischen Gesellschaft: Von Menschenopfer bis Zahlungsmittel
Kakao erlangte in verschiedenen Kulturen wie den Olmeken, Izapanern, Maya, Tolteken, Azteken und Inkas einen göttlichen Status. Das hoch geschätzte Getränk wurde hauptsächlich von der Elite konsumiert. Sie glaubten, dass Kakao ein Geschenk der Götter an die Menschheit sei. Der Herrscher der Azteken soll Schokolade täglich genossen, das heißt getrunken haben.
Wertvoll war auch der besondere Geschmack der Bohnen. Aus dem Pulver der Kakaobohnen, Wasser und scharfen Gewürzen mischten die Azteken ein ganz besonderes Getränk namens Xocóatl. Das Kakaogetränk der Azteken ist mit unserer Schokolade nicht zu vergleichen. Bei den Azteken schmeckte die Trinkschokolade würzig und scharf. Neben Kakaobohnen enthielt ihr Trunk verschiedenste Gewürze, Chili, Piment und wilden Honig.
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Sie stellten daraus auch ein Getränk her, das sie bei Zeremonien und Riten zu sich nahmen. Die Jugendlichen lernen, dass die Kakaobohne früher sehr wertvoll war, bei den Azteken als Zahlungsmittel diente und wie Xocóatl, der Trank der Götter, hergestellt wurde.
| Verwendung | Bedeutung/Ausführung |
|---|---|
| Opfergabe | Der Kakao wurde Göttern und Königen geopfert, symbolisch für Blut und Herz |
| Trinkschokolade (Xocóatl) | Zubereitet aus Kakaopulver, Wasser, scharfen Gewürzen (Chili, Piment), oft wildem Honig |
| Zahlungsmittel | So wertvoll, dass man mit Kakaobohnen fast alles kaufen konnte, sogar Sklaven |
Die Azteken verwendeten Kakaobohnen als Geld. "Braunes Gold" - so wurden die Kakaobohnen früher oft bezeichnet, weil sie so wertvoll waren. Er wurde den Gefangenen vor der Zeremonie angeboten, um ihr Schicksal zu vergessen, wie die Azteken es nannten.
Zu Zeiten der Azteken wurde der Kakao meist kalt getrunken. Das Rezept für Kakao hat sich in den Jahrhunderten vor der Blütezeit der aztekischen Kultur kaum verändert. Sie diente als Opfergabe für Götter und Könige. Die alte Art, das Getränk zu erhitzen, kam aus der Mode, aber viele Geschmacksrichtungen aus dieser Zeit sind erhalten geblieben.
Die Reise des Kakaos nach Europa: Von Xocóatl zur modernen Schokolade
Als Christoph Kolumbus vor 500 Jahren auf der Insel Guanaja vor der Küste Honduras' anlegte, war unter den Willkommensgeschenken der Azteken auch ein Sack mit braunen Kakaobohnen. Da der europäische Entdecker mit dieser Gabe nichts anzufangen wusste, zeigten ihm die Einwohner, wie sie daraus tchocolatl herstellten. Vor seinen Augen zermahlten sie die Bohnen und gaben Gewürze und Wasser hinzu. Diese erste Schokolade, ein schäumendes scharf-bitteres Gebräu, soll Kolumbus allerdings nicht geschmeckt haben. Er zeigte deswegen auch kein weiteres Interesse an dem Sack mit den Bohnen.
Erst siebzehn Jahre später, im Jahr 1519, erkannte ein anderer Spanier den Wert des Kakaos. Auch wenn er es für sehr bitter hielt, erkennt Hernan Cortéz, dass die therapeutischen und energetisierenden Eigenschaften von Kakao für seine Soldaten sehr nützlich sein können! Wohl aus dieser Euphorie heraus zerstörte er blutrünstig das aztekische Imperium und segelte ca. 10 Jahre später wieder nach Hause. Er schrieb: "Dieses Getränk ist das Gesündeste und hat den besten Nährwert von allem, was man auf der Welt trinken kann, denn wer eine Tasse dieser Flüssigkeit trinkt, kann, egal wie weit er geht, einen ganzen Tag lang ohne Essen auskommen."
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Da das Getränk zu stark war, fügten die Spanier Rohrzucker und Vanille hinzu. Fast ein Jahrhundert lang wurde das Rezept für das heiße Schokoladengetränk am spanischen Hof geheim gehalten. Erst 1615 exportierte Anna von Österreich, die Frau des französischen Königs Ludwig XIII., das süße Getränk nach Versailles. Auch wenn die Reaktionen anfänglich gemischt ausfielen, löste die Schokolade einige Jahre später am Hofe des Sonnenkönigs einen wahren Sturm der Begeisterung aus. Von da an verbreitete sich die Schokolade in ganz Europa. Damals konnten sich nur die reichen Europäer das exotische Schokoladengetränk aus den Tropen leisten.
Mit der Entstehung der Industrie blühten in Europa die ersten Schokoladenfabriken auf. Daniel Peter und Henri Nestlé erfanden 1875 die Milchschokolade. Heute ist Schokolade für jeden zu haben.
Kakao und Schokolade: Von der Götterspeise zum globalen Genussmittel
Kakao hat eine reiche Geschichte in den Kulturen der Ureinwohner Mesoamerikas. Die Spuren seiner Verwendung reichen bis über 4000 Jahre zurück. Bereits das Volk der Olmeken, das bis vor etwa 400 vor Christus in Mittelamerika lebte, verwendete Kakaobohnen. Bei Ausgrabungen wurden Spuren von Kakao in den mehr als 2000 Jahre alten Töpfen gefunden. Aus alten Texten und Abbildungen auf Vasen geht hervor, dass eine Paste aus geröstetem Kakao mit Wasser, Chilischoten und Maismehl vermischt und zwischen Töpfe gegossen wurde, bis sich ein dicker Schaum bildete.
Die Spanier brachten den Kakao im frühen 16. Jahrhundert nach Europa. Als sie ihr Importmonopol verloren, verbreitete sich der Kakao schnell in Europa. Verschiedene technologische Fortschritte sowie der Zusatz von Zucker, Milchpulver und anderen Zutaten führten zu Schokolade, wie wir sie heute kennen und lieben.
Kakao ist die Frucht des Kakaobaums (lateinisch "Theobroma cacao"). Die Kakao-Schoten wachsen direkt am Stamm des Baumes und sind von einer harten Schale umgeben. Heute wird Kakao in tropischen Regionen rund um den Äquator angebaut, wobei etwa die Hälfte der weltweiten Produktion aus Westafrika stammt. Die Qualität von Kakao hängt von verschiedenen Faktoren ab, und wir sind besonders an bestimmten Kakaosorten interessiert, die so wenig wie möglich verarbeitet sind.
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Kakao wird immer noch als pflanzliche Medizin in Zeremonien verwendet. Das Interesse am Wissen der Einheimischen und an der Verwendung von Kakao nimmt zu. Auch die Ernährung und die Wirkungen von Kakao sind ein immer beliebteres Thema für die moderne Forschung in der Gesundheits-, Schönheits- und Pharmaindustrie. Schokolade, wie wir sie heute kennen, ist eine verarbeitete Form von Kakao mit weniger gesunden Inhaltsstoffen, die den Kakao so interessant machen.
Ein toller Genuss, der auf der Zunge zergeht, auch wenn es nicht immer die gesunde Leckerei ist für welche die mesoamerikanischen Ureinwohner so geschätzt wurden. Kakao ist seit Tausenden von Jahren ein heiliges Getränk und wird überall auf der Welt geliebt und verehrt.
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