Glutenfreie, zuckerfreie Waffeln: Rezepte und Variationen
Gesunde Waffeln ohne Zuckerzusatz müssen kein Traum bleiben. Mit ein paar einfachen Tricks und den richtigen Zutaten lassen sich köstliche Waffeln zaubern, die sowohl glutenfrei als auch zuckerfrei sind. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung für die Zubereitung solcher Waffeln, inklusive verschiedener Rezeptvarianten und Tipps für die perfekte Konsistenz und den optimalen Geschmack.
Einführung
Für viele Menschen gehören Waffeln zu den absoluten Lieblingsgerichten, insbesondere aus der Kindheit. Wer sich jedoch bewusst ernähren möchte oder bestimmte Unverträglichkeiten hat, muss nicht auf diesen Genuss verzichten. Glutenfreie und zuckerfreie Waffeln sind eine tolle Alternative, die sowohl gesund als auch lecker sein kann. Dabei muss man nicht auf komplizierte Ersatzprodukte zurückgreifen, sondern kann mit natürlichen Zutaten tolle Ergebnisse erzielen.
Grundlagen für glutenfreie und zuckerfreie Waffeln
Der Schlüssel zu gelungenen glutenfreien und zuckerfreien Waffeln liegt in der Auswahl der richtigen Zutaten und deren Kombination. Hier sind einige wichtige Aspekte:
- Glutenfreies Mehl: Anstelle von Weizenmehl kommen glutenfreie Mehlmischungen, Reismehl, Maismehl oder eine Mischung aus verschiedenen glutenfreien Mehlen und Stärken zum Einsatz.
- Süße ohne Zucker: Zucker wird durch natürliche Süßungsmittel wie Obstmus (Apfelmus, Bananenmus), Dattelsirup, Reissirup, Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker ersetzt.
- Bindemittel: Um die Bindung im Teig zu gewährleisten, können Eier, pflanzlicher Joghurt (z.B. auf Kokosbasis), Nussmuse oder Chiasamen verwendet werden.
- Flüssigkeit: Pflanzliche Milchalternativen wie Reismilch, Mandelmilch oder Hafermilch eignen sich hervorragend, um den Teig geschmeidig zu machen.
- Fett: Öl oder Nussmus sorgen für die nötige Saftigkeit und verhindern, dass die Waffeln zu trocken werden.
Rezept 1: Vegane, glutenfreie und zuckerfreie Waffeln mit Banane
Dieses Rezept ist besonders einfach und benötigt nur wenige Zutaten. Es eignet sich gut für die Resteverwertung von überreifen Bananen.
Zutaten:
- 2 reife Bananen (ca. 155-200 g)
- 2 Tassen glutenfreie Haferflocken (ca. 150 g)
- 2 Tassen Reismilch (oder eine andere pflanzliche Milch)
- Optional: Zimt, Vanille, oder andere Gewürze nach Geschmack
- Optional: Proteinpulver für einen Sport-Snack
Zubereitung:
- Die Bananen in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken.
- Die Haferflocken und die Reismilch hinzufügen und gut verrühren.
- Optional Gewürze und Proteinpulver hinzufügen.
- Den Teig kurz quellen lassen.
- Das Waffeleisen vorheizen und leicht einfetten.
- Den Teig portionsweise in das Waffeleisen geben und goldbraun backen.
Tipps:
- Für eine fluffigere Konsistenz kann etwas Backpulver hinzugefügt werden.
- Die Waffeln schmecken am besten frisch, können aber auch im Kühlschrank aufbewahrt und vor dem Verzehr kurz aufgewärmt werden.
- Als Topping eignen sich frische Früchte, Nussmus, oder ein zuckerfreier Joghurt.
Rezept 2: Vollkornwaffeln ohne Zucker, Ei und Butter
Dieses Rezept verwendet Vollkornmehl und Obstmus, um eine gesunde und nahrhafte Waffel zu kreieren.
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Zutaten:
- Vollkornmehl
- Backpulver
- Pflanzliche Milchalternative
- Obstmus (Apfelmus oder Bananenmus)
- Öl
- Optional: Gewürze wie Vanille oder Zimt
Zubereitung:
- Mehl und Backpulver mischen.
- Pflanzliche Milch, Obstmus und Öl verquirlen.
- Trockene und feuchte Zutaten vermischen und zu einem glatten Teig verrühren.
- Optional Gewürze hinzufügen.
- Den Teig ca. 5 Minuten ruhen lassen.
- Das Waffeleisen vorheizen und gut einfetten.
- Den Teig portionsweise in das Waffeleisen geben und goldbraun backen.
Tipps:
- Das Waffeleisen gut einfetten, um ein Ankleben zu verhindern.
- Anstelle von Apfelmus kann auch anderes Obstmus verwendet werden.
- Für eine intensivere Süße kann etwas Süßungsmittel hinzugefügt werden.
Rezept 3: Glutenfreie Waffeln mit Reismehl und Tapiokastärke
Dieses Rezept kombiniert Reismehl und Tapiokastärke für eine besonders feine Textur.
Zutaten:
- Reismehl
- Tapiokastärke
- Hirseflocken
- Veganer Naturjoghurt auf Kokosbasis (oder Soja/Lupinenbasis)
- Reismilch
- Backpulver
Zubereitung:
- Reismehl, Tapiokastärke und Hirseflocken mischen.
- Joghurt und Reismilch verrühren.
- Trockene und feuchte Zutaten vermischen und Backpulver hinzufügen.
- Den Teig abgedeckt ca. 10 Minuten ruhen lassen.
- Das Waffeleisen vorheizen und einfetten.
- Den Teig portionsweise in das Waffeleisen geben und goldbraun backen.
Tipps:
- Die Hirseflocken verleihen den Waffeln ein tolles Aroma.
- Der Teig kann auch mit einer universellen glutenfreien Mehlmischung zubereitet werden.
- Die Waffeln können im Kühlschrank aufbewahrt oder eingefroren werden.
Variationen und Ergänzungen
Die Grundrezepte lassen sich vielfältig variieren und an die eigenen Vorlieben anpassen. Hier sind einige Ideen:
- Nussmus: Das Hinzufügen von Nussmus (z.B. Mandelmus, Erdnussmus) verleiht den Waffeln einen nussigen Geschmack und sorgt für zusätzliche Saftigkeit.
- Gewürze: Zimt, Muskatnuss, Kardamom oder Zitronenabrieb bringen Abwechslung in den Teig.
- Obst und Gemüse: Geriebene Zucchini, Karotten oder Apfelstücke können dem Teig hinzugefügt werden, um die Waffeln noch gesünder und saftiger zu machen.
- Schokolade: Kakaopulver oder zuckerfreie Schokostückchen sorgen für einen schokoladigen Genuss.
- Toppings: Frische Früchte, zuckerfreier Joghurt, Nussmus, selbstgemachte Marmelade ohne Zuckerzusatz oder ein zuckerfreies Schokoladendessert sind tolle Toppings für die Waffeln.
Tipps für die Zubereitung
- Das richtige Waffeleisen: Ein gutes Waffeleisen ist entscheidend für das Gelingen der Waffeln. Besonders empfehlenswert sind belgische Waffeleisen, da sie dickere und fluffigere Waffeln produzieren.
- Das Einfetten des Waffeleisens: Das Waffeleisen sollte vor jedem Backvorgang gut eingefettet werden, um ein Ankleben zu verhindern.
- Die Teigkonsistenz: Der Teig sollte nicht zu flüssig sein, da die Waffeln sonst zu dünn werden. Er sollte aber auch nicht zu dick sein, da sie sonst zu trocken werden.
- Die Backzeit: Die Backzeit hängt von der Art des Waffeleisens und der gewünschten Bräunung ab. Die Waffeln sollten goldbraun und knusprig sein.
- Das Abkühlen: Die Waffeln kurz auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, damit sie nicht durchweichen.
Vorteile von glutenfreien und zuckerfreien Waffeln
- Gesund: Glutenfreie und zuckerfreie Waffeln sind eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Waffeln, da sie weniger Zucker und Gluten enthalten.
- Allergikerfreundlich: Sie sind ideal für Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) oder einer Zuckerunverträglichkeit.
- Vielseitig: Sie können nach Belieben variiert und mit verschiedenen Toppings kombiniert werden.
- Lecker: Mit den richtigen Zutaten und der richtigen Zubereitung sind sie genauso lecker wie herkömmliche Waffeln.
- Für Kinder geeignet: Durch den Verzicht auf Zucker sind sie auch für Kleinkinder geeignet.
Glutenfreie Mehlmischung selber machen
Für die glutenfreien Waffeln kann man statt einer fertigen Mehlmischung auch eine eigene Mischung herstellen. Hier ist ein einfaches Rezept:
Zutaten:
- 100 g Reismehl
- 100 g Maismehl
- 100 g Kartoffelstärke oder Maisstärke
Zubereitung:
- Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermischen.
- Die Mehlmischung kann sofort verwendet oder in einem luftdichten Behälter aufbewahrt werden.
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