Gedeckter Apfelkuchen: einfach, klassisch und unglaublich saftig

Er ist ein echter Klassiker, fest im Angebot eines jeden Szene-Cafés zu finden und von innen besonders zart und saftig: der gedeckte Apfelkuchen. Verfeinert mit einem Hauch Zimt schmeckt er, als würde er frisch aus Omas Backofen kommen.

Der gedeckte Apfelkuchen besteht außen aus köstlichem Mürbeteig, gefüllt mit einer himmlischen Schicht aus eingekochten Äpfeln. Eine Zuckerglasur und geröstete Mandeln sind das i-Tüpfelchen.

Gedeckter Apfelkuchen: Anschnitt mit Mürbeteig-Decke und Zuckerguss

Warum dieses Rezept so gut gelingt

Einfach, wenn auch etwas zeitaufwändig. Mit einer Kugel Vanilleeis serviert, ist er ein Gedicht und perfekt für den Nachmittagskaffee. Der gedeckte Apfelkuchen lässt sich super am Tag vorher vorbereiten, da schön saftig bleibt und sich sein Geschmack noch intensiviert.

Ich gebe zu: Der gedeckte Apfelkuchen gehört nicht zu den schnellen Kuchen, die ich jede Woche aus dem Ärmel zaubere. Er schmeckt fruchtig nach Apfel und passt mit einer Prise Zimt perfekt in die kühlere Jahreszeit.

Zutatenübersicht: klassisch, einfach, lecker

Mürbeteig - Basisvarianten

  • Mehl mit Eier, Salz, Zucker und Butter zu einem glatten Teig verkneten und in Frischhaltefolie verpackt 30 Minuten kalt stellen.
  • Die Zutaten für den Teig erst mit den Knethaken, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. In 3 etwa gleich große Kugeln formen, diese mit der Hand platt drücken und in Folie gewickelt ca. 30 Minuten kalt stellen.
  • Mehl mit Backpulver vermischen und in eine Rührschüssel sieben. Die übrigen Zutaten der Reihe nach dazugeben und mit dem Handmixer (Knethaken) zu einem Teig verkneten. In Frischhaltefolie gewickelt ca. 1/2 Std. kalt stellen.
  • Ich weiß, eigentlich soll man einen Mürbeteig immer aus kalter Butter machen und sich dabei die Finger wund kneten, aber: ich mache das immer ein wenig anders, und es klappt wunderbar. Ich verwende weiche Butter und verknete sie dann mit Mehl, Zucker, Salz, Ei und Zimt zu einem homogenen Teig.

Füllung - Apfel, Zimt und Zitrone

  • Für die Füllung Äpfel schälen, vierteln, entkernen, in dünne Spalten schneiden, mit Zitronensaft mischen. Zucker, Mandelblättchen und Zimt zufügen, vermengen.
  • Die Äpfel inkl. Zitronensaft, Zucker und Zimt in einem kleinen Topf rund 5 Minuten offen dünsten lassen; falls sie viel Wasser ziehen, dieses etwas abgießen. Stärke unterrühren.
  • Die Äpfel mit den übrigen Zutaten vermischen.
  • Für die Füllung schälst du die etwa 1,5 kg Äpfel, viertelst und entkernst sie, schneidest sie in ca. 1 cm grobe Würfel.

Topping - Glasur und Mandeln

  • Puderzucker mit Zitronensaft glatt rühren, mit einem Pinsel den Guss dünn auf dem Kuchen auftragen.
  • Für den Zuckerguss gibst du 80 g Puderzucker in eine Schüssel, fügst teelöffelweise etwa 3 - 4 TL Zitronensaft dazu und verrührst es bis eine glatte, zähflüssige Masse entsteht.
  • Für das Topping röstest du 20 g Mandelblättchen in einer beschichteten Pfanne ohne Fett.

Die besten Äpfel und Backtipps

Für den Kuchen solltest du bei der Auswahl der Äpfel auf eine backfeste, säuerliche Apfelsorte setzen, dann erhältst du das perfekte Ergebnis. Boskop oder Jonagold sind eine hervorragende Wahl. HINWEIS: Es ist empfehlenswert, dass du backstabile Äpfel verwendest. Ansonsten verkochen die Äpfel im Backofen und du hast eher eine Apfelmus-Füllung.

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Zimt darf im Apfelkuchen natürlich nicht fehlen. Anders als bei vielen anderen Kuchen sollte die Butter für den Teig frisch aus dem Kühlschrank kommen und noch kalt sein. Ich lasse den Teig nach dem Kneten kurz im Kühlschrank ruhen.

Apfelsorten für Apfelkuchen: Boskop, Jonagold und andere backstabile Sorten

Schritt-für-Schritt: gedeckter Apfelkuchen in der Springform

Form vorbereiten und Teig ausrollen

Ofen auf 200 Grad (Umluft: 180 Grad) vorheizen. Springform (Ø 26cm) einfetten. Etwa 2/3 des Teiges auf bemehlter Arbeitsfläche ausrollen. Form damit auskleiden, einen 4 cm hohen Rand hochziehen. Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Restlichen Teig zwischen zwei Stück Backpapier dünn ausrollen und einen Ø 26 cm großen Kreis ausschneiden und kühlstellen.

Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen. Für den Kuchen-Deckel nimmst du dir die Backpapier-Schablone zur Hand. Den Mürbeteig auswiegen und vom Gesamtgewicht ein Drittel entnehmen. Dieses Teigstück rollst du mit einem Nudelholz auf der leicht bemehlten Backpapier-Schablone nicht ganz bis zum Rand immer von der Mitte nach Außen rund aus. In den Kühlschrank legen.

Füllung zubereiten

Für die Füllung schälst du die etwa 1,5 kg Äpfel, viertelst und entkernst sie, schneidest sie in ca. 1 cm grobe Würfel. Die 50 g Butter in einer Pfanne auf mittlerer Stufe schmelzen lassen, 75 g Zucker, 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker, ca. 2 TL der Zitronenschale und ½ TL Zimt dazugeben, verrühren und etwa 1 Minute unter Rühren erhitzen. Die Apfel-Würfel gut damit vermengen und abkühlen lassen.

Die Äpfel inkl. Zitronensaft, Zucker und Zimt in einem kleinen Topf rund 5 Minuten offen dünsten lassen; falls sie viel Wasser ziehen, dieses etwas abgießen. Stärke unterrühren.

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Füllen, Decke auflegen, backen

Die Apfel-Würfel nimmst du mit einem Schöpflöffel aus der Pfanne, ohne etwaige Restflüssigkeit, und verteilst sie gleichmäßig auf dem Teigboden. Den Deckel holst du aus dem Kühlschrank und stürzt ihn mithilfe des Backpapiers vorsichtig auf die Apfelmasse, ziehst das Papier ab und drückst den Teigdeckel rundherum leicht an. Mit einer Gabel stichst du mehrmals ein.

Den gedeckten Apfelkuchen in den vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten (Rost) für 60 - 70 Minuten backen. HINWEIS: Falls der Rand höher ist als der Deckel auf der Apfel-Masse, einfach mit den Händen den Rand noch leicht stauchen. Nach der Backzeit in der Form 30 Minuten ausdampfen und im Anschluss auf einem Kuchengitter ganz auskühlen lassen.

Glasur auftragen

Kuchen aus der Form lösen und auf eine Kuchenplatte setzen. Puderzucker mit Zitronensaft glatt rühren, mit einem Pinsel den Guss dünn auf dem Kuchen auftragen. Für das Topping röstest du 20 g Mandelblättchen in einer beschichteten Pfanne ohne Fett.

Videoanleitung: Gedeckter Apfelkuchen aus der Springform - Teig, Füllung, Glasur

Alternative: gedeckter Apfelkuchen vom Blech

Den Teig halbieren. Eine Teighälfte auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig (30 x 35 cm) ausrollen, mithilfe eines Rollstabes aufrollen und auf einem leicht befetteten Backblech abrollen. Die Füllung darauf verteilen.

Die Teigdecke vorsichtig auf den Kuchen legen. Ränder gut festdrücken. Decke mehrfach mit einer Gabel einstechen. Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen.

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Variante mit Rosinen und vorgebackenem Boden

Die Rosinen waschen und abtropfen lassen. Die Äpfel schälen, entkernen, in Würfel schneiden und mit Zitronensaft mischen.

Die Äpfel inkl. Zitronensaft, Zucker und Zimt in einem kleinen Topf rund 5 Minuten offen dünsten lassen; falls sie viel Wasser ziehen, dieses etwas abgießen. Stärke unterrühren.

Eine Springform buttern und mit etwas Mehl bestäuben. Übrigen Teig ebenfalls ausrollen, die Form damit auslegen und einen ca. 3 cm hohen Rand formen. Boden mehrfach mit einer Gabel einstecken. Die Mandeln aufstreuen. Die vorgedünsteten Äpfel mit den Rosinen mischen und auf dem Boden verteilen.

Die Teigdecke vorsichtig auf den Kuchen legen. Ränder gut festdrücken. Decke mehrfach mit einer Gabel einstechen. Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen.

Omas Rezept mit Apfelmus-Füllung

Der Gedeckte Apfelkuchen ist ein Klassiker und ein echtes Familienrezept. Es ist ein super saftiger und köstlicher, aber dennoch einfacher Kuchen aus Mürbeteig. Er wird mit Apfelmus gefüllt und bekommt einen Mürbeteig Decke, der zum Abschluss mit Zuckerguss bestrichen wird.

Apfelmus: die Äpfel schälen, entkernen und vierteln oder Spalten schneiden. Gib sie in einen Topf, füge Wasser und Zitronensaft hinzu und erhitze alles. Lass die Äpfel köcheln und rühre regelmäßig, bis sie weich sind. Gib dann die Zucker-Zimt-Mischung hinzu.

⅔ des Teiges in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form drücken, der Rand sollte ca. 2 cm hoch werden. Die Form im Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze 15-20 Minuten vorbacken. Anschließend die Form mit Apfelmus füllen und den restlichen Teig für den Deckel ausrollen und auf die Apfelmusfüllung legen.

Zum Schluss kannst du den Kuchen, wenn gewünscht, mit Zuckerguss bestreichen. Das klappt auf dem warmen Kuchen als auch wenn er abgekühlt ist. Je wärmer, desto dünner wird der Guss.

Bäckertricks: Karamell-Note und Mandeln

In den meisten Rezepte für gedeckten Apfelkuchen werden die Äpfel einfach mit Zucker und Zitronensaft gedünstet - das war mir zu langweilig. Ich mache es anders: aus Butter und Zucker bereite ich erst ein goldbraunes Karamell zu und gebe dort die Äpfel hinein. Dann erst kommt noch Zitronensaft hinzu - und das ist soooo lecker. Der Karamell gibt eine ganz besondere Note ohne vorzuschmecken und das macht letzlich den besonderen Geschmack meines gedeckten Apfelkuchens aus.

Stecht den Boden mit einer Gabel mehmals ein und streut die 20 g gemahlene Mandeln auf den Boden.

Backzeiten, Formen und Portionen

  • Zubereitung: 50 Min.
  • Gelingt leicht
  • etwa 16 Portionen

DU BENÖTIGST EINE SPRINGFORM MIT 24 CM DURCHMESSER. Ich backe ihn „historisch“ immer in der 24-26cm Springform und empfehle eine Form mit guter Antihaft Beschichtung, die sich gut löst.

Backformen und Größen: Springform 24-26 cm und Blech 30×35 cm

Zwei erprobte Zutatenlisten - klassische Springform und alternative Blechversion

Variante Mürbeteig Füllung Topping
Springform klassisch 300 g Weizenmehl, 150 g kalte Butter, 75 g Zucker, 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker, 1 Prise Salz, 1 Ei 1,5 kg säuerliche, backstabile Äpfel, 75 g Zucker, 50 g Butter, 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker, 2 TL Zitronenschale, 1/2 TL Zimt 80 g Puderzucker, 3-4 TL Zitronensaft, 20 g geröstete Mandelblättchen
Blech (30×35 cm) 600 g griffiges Mehl, 1/2 Pck. Backpulver, 200 g Staubzucker, 1 Pck. Vanillin Zucker, 250 g weiche Butter, 2 Eier, 3 EL Milch 1 1/2 kg geschälte, entkernte, blättrig geschnittene Äpfel, 120 g Zucker, Zitronenschale, 1 KL Zimt Puderzucker-Zitronenguss nach Belieben

Häufige Fragen und hilfreiche Hinweise

Welche Apfelsorten eignen sich?

Für den Kuchen solltest du bei der Auswahl der Äpfel auf eine backfeste, säuerliche Apfelsorte setzen, dann erhältst du das perfekte Ergebnis. Boskop oder Jonagold sind eine hervorragende Wahl.

Butter kalt oder weich?

Anders als bei vielen anderen Kuchen sollte die Butter für den Teig frisch aus dem Kühlschrank kommen und noch kalt sein. Ich weiß, eigentlich soll man einen Mürbeteig immer aus kalter Butter machen und sich dabei die Finger wund kneten, aber: ich mache das immer ein wenig anders, und es klappt wunderbar.

Mit oder ohne Rosinen?

Die Rosinen in der Füllung sind natürlich optional. Für mich gehören sie aber dazu.

Wie lange backen und wann glasieren?

Ca. 50 Min. backen. Komplett in der Form erkalten lassen. Puderzucker mit Zitronensaft mischen und den Kuchen mit dem Guss überziehen.

Servieren, Aufbewahren und Anlässe

Mit einer Kugel Vanilleeis serviert, ist er ein Gedicht und perfekt für den Nachmittagskaffee. Du kannst du Kuchen warm essen, du solltest ihn aber etwas abkühlen lasse, so wird er etwas fester und man kann ihn richtig genießen - gerne auch mit frischer Schlagsahne.

Der gedeckte Apfelkuchen lässt sich super am Tag vorher vorbereiten, da schön saftig bleibt und sich sein Geschmack noch intensiviert. Es gibt den gedeckten Apfelkuchen jedes Jahr zum Geburtstag meiner Schwester im September und zum Geburtstag meiner Eltern im Oktober. Und ALLE lieben ihn.

Serviervorschlag: Gedeckter Apfelkuchen mit Vanilleeis und gerösteten Mandeln

Noch mehr Apfelglück

Ich liebe allerhand Apfelkuchen, auf meinem Blog findest du daher eine Auswahl meiner liebsten Kuchen mit dem herbstlichen Obst: Apfelkuchen mit Streuseln, Apfelkuchen mit Pudding, der Apfelkuchen vom Blech oder mein versunkener Apfelkuchen. Du hast die Qual der Wahl!

Insbesondere der doch recht ähnlich gestaltete amerikanische Apple Pie schmeckt umwerfend. Und wenn´s etwas klassischer mit Rührteig sein soll, sind der einfache Apfelkuchen mit Rührteig und der versunkene Apfelkuchen vom Blech ebenfalls eine gute Wahl.

Ich wünsche dir einen süßen Appetit.

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