Christine Ferber – Meisterhafte Marmeladenkunst und ihre Besonderheiten
Christine Ferber gilt als eine der bekanntesten und einflussreichsten Konfitürenmacherinnen Europas. In der beschaulichen Ortschaft Niedermorschwihr im Elsass, am Fuße der Vogesen, führt sie die Maison Ferber in vierter Generation - eine traditionsreiche Pâtisserie, Chocolaterie und Confiserie. Doch was macht Marmeladen aus dem Hause Ferber so besonders und wie entstehen diese außergewöhnlichen Fruchtaufstriche? Tauchen Sie ein in die exklusive Welt von Christine Ferber und erfahren Sie, warum ihre Marmeladen auf Frühstückstischen von Gourmets und Sterneköchen weltweit zu finden sind.
Die Geschichte und Philosophie von Christine Ferber
Christine Ferber wurde in eine Familie von Bäckern, Konditoren und Chocolatiers hineingeboren. Ihr Großvater und Vater waren beide Bäcker - der Vater zusätzlich Chocolatier - und so stand sie schon als Kind oft in der Backstube, backte kleine Kuchen oder spielte Kassiererin. „Ich wusste immer, dass ich viel arbeiten muss. Ohne harte Arbeit gibt es keine Exzellenz. Und meine Arbeit ist dauernde Suche. Nach dem Besten.“
Nach dem Übernehmen des elterlichen Betriebs entwickelte sie aus dem klassischen Fachwerkhaus in der Rue des Trois Épis den Mittelpunkt eines kleinen Genusshandwerks. Sie vermeidet gerne den großen Rummel, liebt es ihre Nase tief in die tagesfrische Obstlieferung zu stecken und setzt sich stets das Ziel, außergewöhnlich gute Konfitüre herzustellen.
Inzwischen ist sie über das Elsass hinaus bekannt und beliefert Gourmetköche auf der ganzen Welt - von Alain Ducasse in Paris bis Boulud in New York. Auch in Japan wurde sie eine Berühmtheit und so pilgern Gourmets aus Europa und Japan regelmäßig in das kleine Ladengeschäft nach Niedermorschwihr, um die berühmte Konfitüre persönlich zu kaufen.
Herstellung und Handwerkskunst
Strenge Auswahl der Zutaten
Das Geheimnis ihrer Marmeladen beginnt bei der Frucht. 80 Prozent der verwendeten Früchte kommen aus dem Elsass - etwa die berühmten Elsässer Erdbeeren, die Ferber von nur zwei ausgewählten Bauern während der Saison zweimal täglich frisch geliefert bekommt. Sie verarbeitet nur die reifesten, fruchtigsten und oft alten, wenig ergiebigen Sorten, für die sie aus Qualitätsgründen auch hohe Preise bezahlt.
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Traditionelle Verarbeitung und kleine Chargen
- Kleine Mengen: Christine Ferber kocht immer nur kleine Chargen, niemals mehr als vier Kilo auf einmal. Dadurch hebt sie sich von industriell produzierter Marmelade ab, jede Charge trägt ihre Handschrift.
- Kupferkessel: Zum Kochen nutzt sie traditionelle Kupferkessel. Diese sorgen für ideale Gelierung und ermöglichen die perfekte Entwicklung von Aromen.
- Natürliche Zutaten: Sie verwendet wenig Zucker, setzt stattdessen auf Zitronensaft zur Bindung und kombiniert je nach Frucht mit pektinreichen Sorten wie Himbeeren. Ferber verzichtet auf künstliche Zusätze.
- Zweimaliges Kochen: Die Fruchtmasse wird zweimal aufgekocht und darf dazwischen über Nacht ruhen - das verleiht den Konfitüren ihre außergewöhnliche Konsistenz und das intensive Aroma.
Maschinen braucht Christine Ferber keine. „Es gibt kein Glas Konfitüre, das mein Atelier verlässt, das ich nicht selbst gekocht habe“, sagt sie und verwendet sogar meist die bloßen Hände statt eines Messers, um etwa Erdbeeren sanft zu zerquetschen.
Jahrhundertealte Familientradition
Maison Ferber vereint bis heute Bäckerei, Konditorei und Konfitürenmanufaktur unter einem Dach. Der Feinkostladen mit seiner Mischung aus Zeitschriften, Baguette, Cremeschnitten und Konfitüren ist bis heute Herzstück und Mittelpunkt des Betriebs. Hier wird Tradition gelebt und mit Bescheidenheit weitergeführt, während die Hauptproduktion teils in einen Neubau ausgelagert werden musste.
Klassiker und außergewöhnliche Sorten
Christine Ferber bietet etwa 400 verschiedene Sorten Konfitüre an, viele saisonal, alle in kleinen Chargen. Ihr Sortiment reicht von Klassikern wie Erdbeere, Himbeere und Mirabelle bis hin zu seltenen Kompositionen wie Feige mit Kardamom und Kirschwasser, grüne Tomate mit Birne und Vanille oder Banane mit Passionsfrucht.
| Konfitüre | Bedeutende Merkmale |
|---|---|
| Erdbeere | Hergestellt aus regionalen Elsässer Erdbeeren, mit minimalem Zucker und traditionellem Kochen im Kupferkessel |
| Himbeere mit Rosenblättern | Kombination aus süßen Himbeeren und floraler Note, liebevoll dekoriert |
| Mirabelle | Nutzt ausschließlich vollreife Mirabellen aus der Lorraine |
| Aprikose mit Vanille | Frisch und exotisch durch echte Madagaskar-Vanille |
| Feige, Williamsbirne & Orange mit Lebkuchengewürz | Fein abgestimmte Winterkomposition |
| Passionsfrucht | Erlesene, tropische Früchte handverarbeitet |
| Schwarze Johannisbeere (Cassis) | Intensiv, leicht herb, aus regionalem Anbau |
Regionale und internationale Bezugsquellen
Früchte aus der Ferne erhält Christine Ferber vom legendären Pariser Großmarkt Rungis. Für besondere Kompositionen wie zum Beispiel die seltene Setoka-Mandarine reist sie regelmäßig nach Japan. Deren Manufaktursorten sind stets nach wenigen Tagen ausverkauft.
Bekanntheit und internationale Wertschätzung
Die Konfitüren von Christine Ferber werden international hoch geschätzt und finden sich in renommierten Hotels, Pâtisserien sowie Feinkostgeschäften weltweit. Kochgrößen wie Alain Ducasse und Paul Bocuse gehören zu ihren Fans und Kunden; Letzterer bezeichnet Ferbers Marmeladen als „die besten der Welt“.
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Ob als klassischer Brotaufstrich, als edle Komponente zu Käse, für Patisserie und Croissants oder als feine Zutat zu Desserts - Ferbers Aufstriche überzeugen durch eine perfekte Balance von Süße, Fruchttiefe und aromatischer Frische. Jede Kreation zeigt ihre Sorgfalt: „Alles, was ich mache, wollte ich immer anders machen als die anderen“, sagt Ferber.
Bekannte Formate wie „Kitchen Impossible“ haben die besondere Herangehensweise von Christine Ferber populär gemacht; dort wurde sie zur Herausforderung für Spitzenköche.
Von der Herstellung zum Genuss
Die berühmte Marmeladenkünstlerin aus Niedermorschwihr begeistert Feinschmecker weltweit. Erdbeer- und Himbeerkonfitüren aus Elsässer Anbau, sorgfältig per Hand verarbeitet, gelten als Klassiker: Feinsäuerlich, elegant, ideal für Frühstück und Gebäck. Ob pur auf Brot, als Füllung beim Backen oder als raffinierte Begleitung zu Desserts und Käseplatten - Ferbers Kompositionen sind Genuss pur.
Auch experimentierfreudige Genießer finden ausgefallene Sorten, etwa grüne Tomate mit Orange oder Himbeere mit Rosenblättern. Jede Charge wird sorgfältig von Hand abgefüllt und mit einem feinen Stofftuch sowie einer weißen Schleife liebevoll dekoriert - kleine Kunstwerke aus dem Elsass, die sich auch als besonderes Geschenk eignen.
Alle Sorten werden nach traditioneller Rezeptur in handgefertigten Kupferkesseln gekocht und tragen die Handschrift einer wahren Meisterin, die französische Raffinesse aufs Brot bringt.
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Rezepte und Inspiration aus Ferbers Buchklassikern
Das Rezept für die klassische Erdbeerkonfitüre stammt aus Christine Ferbers Kochbuch-Bibel für Marmelade. Feinschmecker und ambitionierte Hausköche finden darin ausführliche Anleitungen und Tipps - beispielsweise wie das Mazerieren (das Einlegen in Zucker über mehrere Tage) zur perfekten Konsistenz beiträgt. Die berühmte Erdbeer-Holunderblüten- und Himbeerkonfitüre können sowohl in der elsässischen Backstube als auch zuhause nachgekocht werden: Erdbeeren, Zucker und Zitrone aufkochen, zehn Minuten köcheln lassen, Holunderblüten zugeben und erneut aufkochen; oder Himbeeren, Zucker und Zitronensaft köcheln lassen, bis die Masse geliert.
Ferber-Konfitüren kaufen und genießen
Wer sich das Erlebnis von Ferbers Konfitüren nach Hause holen möchte, findet die beliebtesten Sorten wie Erdbeere extra, feinsäuerliche Himbeere oder raffinierte Kompositionen wie Rose & Litschi im Feinkosthandel - direkt, exklusiv oder im Onlineversand. Jedes Glas ist ein Unikat und bringt ein Stück elsässische Genusskultur auf den heimischen Frühstückstisch.
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