Einfaches veganes Apfelkuchen-Rezept mit Streuseln
Dieser vegane Apfelkuchen ist saftig, unkompliziert und eignet sich perfekt für Einsteiger im veganen Backen. Der Kuchen kombiniert einen lockeren Rühr- oder Mürbeteig mit vielen Apfelstücken und knusprigen Streuseln - ein Klassiker, den Gäste lieben.
Zutaten (für eine Springform Ø 26 cm)
- 300 g Mehl (oder glutenfreie Mehlmischung, falls gewünscht)
- 150 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker / Bourbon-Vanillezucker
- 1 Pck. Backpulver
- ½ TL Zimt (optional 1 TL für mehr Geschmack)
- 1 Prise Salz
- 180 g pflanzliche Margarine (kalt für Mürbeteig oder 200 g vegane Butter für andere Varianten)
- 250-300 ml Pflanzenmilch (z. B. Sojamilch, 150 ml je nach Rezeptvariante)
- 92-100 ml neutrales Öl (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl; optional veganes Rapsöl mit Buttergeschmack)
- 400-600 g Äpfel (säuerliche Sorten empfohlen)
- Saft einer Zitrone
- 50 g Zucker zum Karamellisieren (bei einer Variante mit Apfelkompott)
- 2 EL Speisestärke (für eingedickte Apfelmasse)
- evtl. Aprikosenmarmelade oder Quittengelee zum Glänzen
- Für Streusel: 150 g Mehl, 80 g kalte Margarine, 6 EL Zucker, 1 TL Zimt
Vorbereitungen und Hinweise
Bevor ihr mit dem Backen beginnt, habe ich noch kurz ein paar Hinweise für euch: Für die Zubereitung des Kuchens haben wir Weizen-Vollkornmehl genommen, aber ich bin mir sicher, dass auch Dinkelmehl oder Dinkel-Vollkornmehl funktionieren sollte. Falls du den Kuchen zusätzlich noch glutenfrei machen möchtest, kannst du das Mehl einfach durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen.
Variante A - Mürbeteig mit Apfelkompott und Streuseln
Mehl mit Zucker, Zimt und Salz in einer Schüssel mischen. Kalte Pflanzenmargarine zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten und in Folie gewickelt mindestens 30 Minuten kalt stellen. 2/3 des Teiges in die gefettete Form geben und festdrücken. Dabei einen ca. 3 cm hohen Rand formen.
Zitrone auspressen. Äpfel schälen, halbieren und vierteln. Kerngehäuse entfernen und die Früchte in ca. 2-3 cm große Stücke schneiden, mit Zitronensaft mischen. Zucker in einem Topf karamellisieren lassen. Apfelwürfel und 100 ml Wasser zugeben und 4 Minuten köcheln lassen. Stärke mit Vanillezucker und 2 EL Wasser glatt rühren und zugeben. Apfelmasse unter Rühren eindicken lassen. Beiseite stellen.
Warme Apfelmasse darauf verstreichen. Aus dem restlichen Mürbeteig Streusel zupfen und auf der Apfelmasse verteilen. Kuchen ca. 55 Minuten bei 180 °C (Umluft: 160 °C) backen. Auf einem Kuchenrost komplett erkalten lassen. Mindestens 2 Stunden erkalten lassen. Noch warm mit Aprikosenmarmelade oder Quittengelee bestreichen - lasst aber auf gar keinen Fall das Gelee am Ende weg, das rundet den Kuchen perfekt ab.
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Variante B - Schneller Rührteig-Apfelkuchen (Blech oder Springform)
Trockene Zutaten in einer Schüssel mischen: Mehl, Backpulver, Speisestärke, Zucker, Vanillezucker, Salz und ggf. Zimt. In einer weiteren Schüssel Sojamilch und Zitronensaft verrühren, kurz stehen lassen (die Säure macht die Milch leicht dicker). Öl, Vanilleextrakt und die Sojamilch-Zitronen-Mischung hinzufügen und rasch zu einem glatten Teig verrühren. Nicht lange rühren.
Teig in eine gefettete Springform (Ø 26 cm) oder auf ein mit Backpapier belegtes Backblech (30 x 40 cm) geben. Apfelspalten fächerartig oder Würfel gleichmäßig darauf verteilen und leicht andrücken. Auf mittlerer Schiene 45-60 Minuten bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) backen. Stäbchenprobe machen und vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen.
Alternative Rezepte und Anpassungen
- Für einen versunkenen Apfelkuchen: Einen dichten Teig mit Vollkornmehl oder Dinkelvollkornteig zubereiten, Äpfel fächerartig in den Teig drücken und bei 190 °C Umluft 45-60 Minuten backen.
- Für weniger Fett einen Teil durch Apfelmark/Apfelmus ersetzen. Das Apfelmus bringt außerdem Süße mit, so dass Zucker reduziert werden kann.
- Wer mag, kann Rosinen oder grob gehackte Nüsse unter den Teig heben oder Mandelblättchen obenauf geben.
- Streusel: 150 g Mehl, 80 g kalte Margarine, 6 EL Zucker und 1 TL Zimt in einer Schüssel zu Streuseln verkneten und über den Kuchen geben.
- Für einen knusprig-saftigen Effekt Haferflocken-Streusel verwenden oder einige Walnüsse unter den Teig mischen.
Praktische Tipps
- Äpfel können mit oder ohne Schale verwendet werden; säuerliche Sorten schmecken am besten.
- Gib die geschnittenen Apfelstücke gleich nach dem Schneiden in eine Schüssel mit Zitronensaft, dann werden sie nicht braun.
- Wenn du einen besonders saftigen Kuchen möchtest, verwende mehr Früchte als Teig - so bleibt der Kuchen innen feucht.
- Backzeit und Temperatur: 180 °C Ober-/Unterhitze ist Standard; Umluft meist 160-180 °C. Backzeit je nach Form 45-60 Minuten.
- Der Kuchen schmeckt auch am 2. Tag noch sehr lecker; allerdings kann der Boden durchweichen, wenn er lange steht.
Nährwertorientierte Hinweise
Die genauen Nährwerte pro Portion hängen von den gewählten Zutaten ab. Eine durchschnittliche Schätzung kann anhand der Zutaten berechnet werden; für eine leichtere Version Zucker reduzieren, Vollkornmehl nutzen und Öl durch Apfelmark teilweise ersetzen.
Serviervorschläge
Den Kuchen leicht mit Puderzucker bestäuben oder mit Aprikosenmarmelade / Quittengelee bestreichen. Vegane Schlagsahne oder eine Kugel pflanzliches Vanilleeis passen hervorragend dazu. Dieser Apfelkuchen ist ideal für Brunch, Kaffeetisch oder Geburtstagsfeiern - bei Gästen kommt er immer sehr gut an.
| Variante | Boden | Äpfel | Streusel | Backzeit |
|---|---|---|---|---|
| Mürbeteig & Streusel | Mürbeteig (300 g Mehl, 180 g Margarine) | 400-600 g, karamellisiert mit Stärke | aus restlichem Mürbeteig oder klassisch | ca. 55 Min bei 180 °C |
| Schneller Rührteig | Rührteig (Mehl, Zucker, Pflanzenmilch, Öl) | 400-600 g, Spalten oder Würfel | optional Haferflocken- oder Mehlstreusel | 45-60 Min bei 180 °C |
Ich kenne versunkenen Apfelkuchen ausschließlich durch meine Mutter. An Geburtstagen oder anderen Feierlichkeiten hat sie den Kuchen immer und immer wieder gebacken und meine Schwester und ich haben ihn abgöttisch geliebt. Als wir also mit der Planung unserer veganen Kuchenklassiker-Woche starteten, schrieb ich meiner Mutter kurzerhand eine Nachricht, um ihr Rezept zu bekommen. Und tada, hier ist es!
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