Faule Weiber Kuchen mit Schmand: Das perfekte Rezept für einen cremigen Mandarinen-Käsekuchen
Der Faule Weiber Kuchen mit Schmand ist ein echter Klassiker der deutschen Backkunst. Charakteristisch für diesen Kuchen ist seine schnelle und unkomplizierte Zubereitung - deshalb auch der “gewöhnungsbedürftige” Name. Das Rezept stammt oft aus Omas Rezeptsammlung und hat sich über Generationen hinweg bewährt. Mit nur wenigen Zutaten, die meist zuhause vorrätig sind, entsteht ein cremiger, saftiger Käsekuchen mit fruchtigen Mandarinen, der nach dem Backen weder aufwendige Verzierung noch komplizierte Techniken braucht.
Der Kuchen ist besonders praktisch: Er gelingt garantiert, kann am Vortag vorbereitet und sogar eingefroren werden. Selbst kleine Ungenauigkeiten beim Abwiegen verzeiht das Rezept - ideal also für alle, die spontan backen möchten oder keine Lust auf komplizierte Backprojekte haben.
Das Basisrezept: Zutaten und Mengen
Mürbeteigboden
- 200 g Mehl
- 75 g Zucker
- 1 Ei
- 75 g Margarine oder Butter
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz (optional)
Quark-Schmand-Füllung
- 500 g Magerquark
- 2 Eier
- 140 g Zucker
- 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver (zum Kochen)
- 100-200 g Schmand (je nach Rezeptvariante)
- 0,5 Tasse (ca. 70 ml) Öl
- 1 Tasse (ca. 120-180 ml) Milch
- 1 Dose Mandarinen (Abtropfgewicht ca. 150 g)
- 1 Päckchen klarer Tortenguss (optional für die Optik)
| Komponente | Zutaten |
|---|---|
| Boden | Mehl, Zucker, Ei, Margarine/Butter, Backpulver, Salz |
| Füllung | Quark, Eier, Zucker, Schmand, Öl, Milch, Puddingpulver, Mandarinen |
| Optional | Tortenguss |
Zubereitung: Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Mürbeteig herstellen
Mehl, Zucker und Backpulver in einer Schüssel mischen. Die Butter (oder Margarine) in Würfeln dazugeben und alles rasch zu einem krümeligen Teig verkneten. Dann das Ei hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Zu einer runden Platte formen, in Frischhaltefolie wickeln und für ca. 30-45 Minuten in den Kühlschrank stellen - das verhindert, dass der Teig beim Backen nach unten rutscht.
2. Quark-Schmand-Creme anrühren
Quark, die Eier und Zucker in einer Rührschüssel von Hand verrühren. Puddingpulver, Öl und Schmand miteinander vermengen und unter die Quarkmasse geben. Milch dazu und alles einmal gründlich verquirlen - die Masse bleibt beim Einfüllen sehr flüssig, wird aber durch das Backen fest.
3. Boden und Rand formen
Den Mürbeteig ausrollen und eine gefettete 26er Springform damit auslegen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen und einen Rand hochziehen. Wer mag, kann auch Abrieb einer halben Zitrone für mehr Aroma hinzufügen.
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4. Mandarinen vorbereiten
Die Mandarinen aus der Dose abgießen und gut abtropfen lassen.
5. Füllung einfüllen & Mandarinen verteilen
Die Quarkmasse auf den Boden geben und die Mandarinen darauf verteilen. Das Obst kann nach Belieben ersetzt werden - auch Kirschen oder Aprikosen sind möglich.
6. Backen
Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze 50-60 Minuten backen. Falls der Boden besonders knusprig sein soll, kann er vorab für 12-15 Minuten vorgebacken werden.
Wenn die Oberfläche des Kuchens zu schnell dunkel wird, kann diese gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abgedeckt werden.
7. Abkühlen & aus der Form lösen
Nach dem Backen “darf” der Kuchen in der Mitte noch etwas weich sein - er wird beim Auskühlen erst richtig fest. Den Kuchen im ausgeschalteten Backofen bei geöffneter Tür 20-30 Minuten abkühlen lassen, danach komplett bei Zimmertemperatur auskühlen.
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Erst dann aus der Springform lösen - eventuell mit einem Messer am Rand entlang fahren.
8. Optional: Tortenguss
Wer mag, gibt nach dem Auskühlen noch klaren Tortenguss für einen schönen Glanz auf den Kuchen. Das ist für die Optik, der Kuchen schmeckt aber auch hervorragend ohne.
Tipps & Varianten
- Blechkuchen: Der Faule Weiber Kuchen funktioniert auch auf dem Blech - dafür einfach die Zutatenmenge verdoppeln und die etwas kürzere Backzeit (40-45 Minuten) beachten.
- Obstvarianten: Mandarinen können durch Kirschen, Pfirsiche oder Aprikosen ersetzt werden.
- Boden alternative: Wer weniger Aufwand möchte, kann den Mürbeteig durch einen Keksboden ersetzen (200 g Butterkekse mit 90 g Butter vermengen und in die Form drücken).
- Kühlung & Frische: Im Kühlschrank bleibt der Kuchen 3-4 Tage frisch, eingefroren bis zu 3 Monate. Einzelne Stücke lassen sich gut portioniert einfrieren.
- Stäbchenprobe: Bei diesem Kuchen ist die klassische Stäbchenprobe nicht geeignet. Die Konsistenz wird erst beim Abkühlen fest.
- Backform: Wer unsicher ist, kann auch eine gefettete Auflaufform verwenden - ideal sind etwa 20 x 25 cm.
- Milch/Butter/Quark-Varianten: Statt Magerquark geht auch Quark mit höherem Fettgehalt, statt Vanillezucker kann Vanillepaste oder das Mark einer Vanilleschote verwendet werden.
Nährwerte pro Portion (ca. 390 kcal)
| Kalorien | Proteine | Fett | Kohlenhydrate |
|---|---|---|---|
| 390 kcal | 9 g | 20 g | 37 g |
Warum “Faule Weiber Kuchen”?
Der Name hat seinen Ursprung aller Wahrscheinlichkeit nach in der schnellen und unkomplizierten Zubereitung. Es kommt kein großes Equipment zum Einsatz, die Zutaten sind meist im Haus und der Kuchen ist in wenigen Schritten gemacht - ideal für alle “faulen” BäckerInnen. So bleibt genug Zeit für eine “faule” Auszeit oder einen Plausch mit Nachbarn.
Auch auf Familienfeiern und zu Besuch bei Oma ist der Faule Weiber Kuchen oft der Star unter den Kuchenklassikern. Die Kombi aus Quark und Schmand macht ihn außergewöhnlich cremig und saftig, die Mandarinen sorgen für einen frischen Kick. Das Beste: Er schmeckt nach dem Durchziehen im Kühlschrank am nächsten Tag noch besser!
Zusätzliche Hinweise und Tricks
- Alle Zutaten sollten die gleiche Temperatur haben - Eier, Quark und Schmand daher vorher aus dem Kühlschrank nehmen.
- Der Rand des Mürbeteigs kann mit übrig gebliebenem Teig gestopft werden, falls kleine Risse entstehen.
- Der abgetropfte Saft der Mandarinen eignet sich zum Anrühren des Tortengusses.
- Eine hitzefeste Schale mit Wasser im Ofen schützt den Kuchen vor Rissen.
- Wer mag, mischt den Abrieb einer halben Zitrone für mehr Frische in Boden und Füllung.
Dieses Rezept kursiert, wie es Omas handgeschrieben hat, in vielen Kochbüchern und im Netz - und es gelingt garantiert immer wieder. Vielen Dank an alle, die es über Jahre weitergegeben und verfeinert haben!
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