Faule Weiber Käsekuchen ohne Boden – Rezept und Tipps für einen cremigen Klassiker
Dieser cremige Käsekuchen ohne Boden katapultiert uns jedes Mal von 0 auf 100 in den Genusshimmel. Geschmacklich ist der saftige Käsekuchen ohne Boden eine Wucht! Der Kuchen ist trotz der Süße sogar vergleichsweise low carb. Wer mag, gibt Rosinen unter die Masse. Ansonsten schmeckt der Käsekuchen ohne Boden mit Mandarinen oder Kirschen gut. Köstlich!
Warum „Faule Weiber Kuchen“?
Kannst Du mir sagen, warum dieser Kuchen “Faule Weiber Kuchen” heißt? Das (zugegeben gewöhnungsbedürftige) Namen verdankt er sicherlich seiner einfachen Zubereitung. Der Faule-Weiber-Kuchen ist wirklich schnell gemacht! Vielleicht daher, dass man die meisten Zutaten schon zu Hause hat und er schnell gezaubert ist? So bleibt neben dem Backen noch genug Zeit für ein Schwätzchen oder eine „faule“ Auszeit.
Zutaten (für ca. 12 Stücke)
- 1 kg Magerquark
- 250 g Zucker (oder 120 g je nach Variante)
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 2-4 Eier (je nach Rezeptvariante)
- 125 g Butter oder Margarine (bzw. 250 g in einer Variante)
- 100-120 ml Pflanzenöl oder 1 Becher Öl
- 120 ml Milch (je nach Rezept)
- 2 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
- 2 EL Grieß (in manchen Rezepten)
- 1 Prise Salz, 1 TL Backpulver
- Abrieb einer halben Zitrone und evtl. 1 EL Zitronensaft
- 1 Dose Mandarinen (Abtropfgewicht ca. 150 g) oder anderes Dosenobst (Pfirsiche, Aprikosen)
- Für den Boden (optional): 200 g Mehl, 75 g Zucker, 75 g Margarine/Butter, 1 Ei, 1 TL Backpulver
- Alternativ: Keksboden aus 200 g Butterkeksen + 90 g geschmolzene Butter
Kurze Beschreibung der Varianten
Die Quarkmasse besteht v.a. aus Magerquark, Eiern, Butter und (Weichweizen-) Grieß; zum Stabilisieren wird der Käsekuchen ohne Boden mit Vanillepuddingpulver gemacht. Die Basis bildet ein ganz einfacher Mürbteigboden aus Mehl, Butter, Zucker, Ei und einer Prise Salz. Noch weniger Arbeit gefällig? Dann kannst du den Mürbteigboden weglassen. Aber Achtung: Die Käsekuchenmasse ist recht flüssig, achte also darauf, dass deine Form wirklich dicht ist.
Vorbereitung
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (26 cm) einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
- Mehl, Zucker und Backpulver für den Mürbeteig mischen. Butter in Stücken rasch einkneten oder mit der Küchenmaschine zu einem krümeligen Teig verarbeiten, dann das Ei hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Zu einem flachen Ziegel formen und in Frischhaltefolie ca. 30-45 Minuten kaltstellen.
- Für die bodenlose Variante einfach die Form fetten oder eine gefettete Auflaufform (ca. 20 x 25 cm) verwenden; bei Unsicherheit kann ein Keksboden genutzt werden.
Zubereitung der Quarkfüllung
Für die Quarkmasse die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker mit der Küchenmaschine / Handrührer einige Minuten schön schaumig schlagen. Die Eier einzeln gut unterrühren. Grieß, Vanillepuddingpulver, Backpulver, Salz und Zitronenschale mischen. Zur Eiermasse geben. Zusammen mit dem Quark ebenfalls unterrühren (aber nicht zu lange), bis eine homogene Creme entstanden ist. In einer Schüssel 500 g Quark, 2 Eier, 140 g Zucker und 1 Prise Salz mit dem Schneebesen verquirlen. Dann weiter dazu geben: 1 Pck. Vanillepuddingpulver, den Rest der sauren Sahne, 1 Becher Öl und 2 Becher Milch. Alles miteinander gut verquirlen, bis auch das Öl sich mit der Teigmasse gut verbunden hat.
Backen
Käsemasse in die vorbereitete Form füllen, glattstreichen und ca. 40-60 Minuten backen. Backzeit hängt von Formgröße und Variante ab: auf dem Blech ist der Kuchen nach rund 40-45 Minuten fertig, in der Springform eher 50-60 Minuten. Sollte der Kuchen gegen Ende der Backzeit dunkel werden, evtl. mit Backpapier oder Alufolie abdecken. Stelle eine hitzefeste Schale mit Wasser in den Ofen, das sorgt dafür, dass der Käsekuchen später keine Risse bekommt.
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Abkühlen und Servieren
Den Kuchen im geschlossenen, warmen Ofen abkühlen lassen; die Tür dabei nicht öffnen. Den Kuchen danach bei Raumtemperatur abkühlen lassen und erst dann über Nacht in den Kühlschrank geben. Ich empfehle, den Kuchen über Nacht im Kühlschrank durchziehen zu lassen - mir schmeckt er so am besten. Der Kuchen schmeckt auch ohne Tortenguss hervorragend; wer das mag, macht jetzt noch einen Tortenguss auf den Kuchen, muss aber nicht, denn Tortenguss ist eher für die Optik.
Varianten und Tipps
- Mandarinen tragen sicher ihren Teil dazu bei, dass der Kuchen so wahnsinnig saftig ist. Du könntest auch Pfirsiche, Aprikosen oder Kirschen verwenden.
- Wer den Kuchen besonders cremig möchte, mischt Schmand in die Quarkfüllung (z. B. 200 g Schmand neben 500 g Quark).
- Für einen knusprigen Boden vorbacken: 12-15 Minuten bei 180 °C vorbacken.
- Alternativ Keksboden: 200 g Butterkekse mahlen und mit 90 g geschmolzener Butter vermengen.
- Wichtig: Käsekuchenmasse nicht zu lange rühren, einfach einmal gründlich verquirlen.
- Der Kuchen bleibt 3-4 Tage im Kühlschrank frisch und kann bis zu 3 Monate eingefroren werden (am besten in Portionen).
- Beim Auftauen: ohne Tortenguss klappt’s meist besser, da Tortenguss beim Auftauen weich werden kann.
Rezepte in Kurzform (Praxis)
| Komponente | Zutaten-Beispiel |
|---|---|
| Mürbeteig (optional) | 200 g Mehl, 75 g Zucker, 75 g Butter, 1 Ei, 1 TL Backpulver |
| Füllung | 500 g Quark, 200 g Schmand, 2 Eier, 120 ml Öl, 120 ml Milch, 120 g Zucker, 1 Pck. Vanillepuddingpulver |
| Frucht | 1 Dose Mandarinen (abgetropft) oder 1 Dose Pfirsiche/Aprikosen |
| Backzeit & Temperatur | 40-60 Minuten bei 180 °C (je nach Form) |
Häufige Fragen
- Kann man den Kuchen ohne Boden backen? Absolut - das Rezept funktioniert auch ohne Boden, das Ergebnis ist besonders cremig.
- Warum schwimmen die Mandarinen? Ich habe keine Ahnung, warum die Fruchtstücke schwimmen können und nicht absinken, aber sie tun es!
- Kann man das Rezept auf dem Blech backen? Ja, Mengen verdoppeln und Backzeit beachten (ca. 40-45 Minuten).
- Wie lange vorher backen? Du kannst den Kuchen wunderbar am Vortag zubereiten; über Nacht durchgezogen schmeckt er oft am besten.
Dieser Kuchen heißt "Faule-Weiber-Kuchen", aber den dürfen auch die fleißigen Hausfrauen backen. Er wird fluffig und ist einfach lecker. Mamas Originalrezept ist absolut gelingsicher und so lecker, dass am Ende garantiert nichts übrig bleibt. Falls doch kannst du den Kuchen problemlos 3-4 Tage im Kühlschrank aufbewahren, ohne dass er an Saftigkeit verliert.
Und? Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir erzählt, wie Euch das Rezept gefallen hat. Tipps und Anregungen von Euch sind hier immer willkommen! In diesem Sinne: Viel Spaß beim Backen und Genießen! Und immer dran denken: Schönheit ist Geschmackssache.
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