Schwäbische Erdbeermarmelade (Bräschdlengsgsälz): Das umfassende Rezept mit Varianten, Tipps und Haltbarkeit
Erdbeerzeit ist Erdbeermarmeladenzeit und in meinen Augen, neben der Weihnachtszeit, einfach die beste Saison im Jahr. Denn ich liebe Erdbeeren und so richtig schmecken die kleinen Sammelnüsse auch nur, wenn sie in Hülle und Fülle auch in unseren Breitengraden reif sind. Das für Nicht-Schwaben fast unaussprechliche „Bräschdlengsgsälz“ ist nichts anderes als Erdbeermarmelade. Die mag ich schon, seit ich ein Kind bin am allerliebsten.
Wenn ihr dann auch noch eine Schwemme im Garten habt, stellt sich allerdings häufig die Frage, wie man sie länger haltbar macht, um mehr davon zu haben. Eine richtig gute Idee ist Erdbeermarmelade, so lecker wie auch Oma sie immer gemacht hat. StartseiteKochenVegetarische GerichteErdbeermarmelade wie von Oma. Nur noch besser!
Zutaten, Zuckerwahl und schwäbische Vorlieben
Mit Gelierzucker oder normalem (Haushalts-)Zucker? Mit frischen Erdbeeren oder TK-Früchten? Wie lässt sich Erdbeermarmelade kochen, die garantiert rot bleibt? Ich habe habe den Test gemacht und verschiedene Rezepte ausprobiert - mit klarem Ergebnis. Das Gewinner-Rezept inklusive aller Tipps bekommst du hier.
Sicherlich gibt es mittlerweile gute und viele Alternativen zum Industriezucker und auch Ersatzprodukte zum Andicken um Marmelade herzustellen und ich weiß, auch jetzt gibt es wieder Diskussionen, warum ich den Zucker für meine Erdbeermarmelade benutze. Dies geschieht aus mehreren Gründen. Zudem hat Zucker bzw. der Gelierzucker die Eigenschaften, Lebensmittel länger haltbar zu machen oder besser gesagt zu konservieren. Außerdem dient der Zucker als Gelierhilfe, denn sonst könntet ihr eure Marmelade mit dem Strohhalm trinken.
- Erdbeeren: Ideal sind frische Erdbeeren aus eurer Region bzw. eurem Garten.
- Gelierzucker: Ich nehme für die Marmelade immer 2:1 Gelierzucker. Falls ihr euch etwas Zucker einsparen möchtet, dann nehmt 3:1.
- Zitrone: Wir benötigen den Saft davon, denn durch die Säure kann das Pektin anfangen „zu wirken“ und die Marmelade geliert anständig.
Gelierzucker 2:1 - fruchtig und weniger süß: Wie bei allen anderen Varianten auch, ist der Gelierzucker 2:1 eine Mischung aus Zucker und Geliermittel, wobei der Zucker hier einen höheren Pektingehalt hat. Du brauchst weniger Zucker, dafür aber mehr Frucht. Oder andersrum. Die erste Zahl gibt nämlich Auskunft über die Frucht, die zweite Zahl über den Zucker. Also mehr Frucht und weniger Zucker. Oder vereinfacht ausgedrückt: Doppelt so viel Frucht wie Zucker. Einziger Nachteil: je weniger Zucker, desto kürzer die Haltbarkeit.
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Gelierzucker 1:1 - der Klassiker zum Marmeladenkochen: Der Klassiker unter den Gelierzuckern. Um nicht zu sagen - der Erste. Für die Angeber unter euch: 1965 brachte Pfeifer und Langen Gelierzucker 1:1 als ersten Gelierzucker auf den Markt. Im Vergleich zu meinem Lieblingsprodukt muss du hier mehr Zucker verwenden. Also gleiche Teile Frucht und Zucker. Ist daher auch süßer, aber hält sich auch länger.
Es gibt auch Gelierzucker 3:1. Schmeckt noch weniger süß. Muss dafür aber auch relativ schnell verzehrt werden.
Das Rezept für schwäbische Erdbeermarmelade (klassisch mit Gelierzucker)
Erdbeeren waschen, putzen, Stiele entfernen. Die Erdbeeren mit Gelierzucker vermischen und mit Zitronensaft beträufeln. Erdbeeren in einem großen Topf unter Rühren aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Heiße Marmelade in die heißen Gläser füllen, Deckel drauf und auf dem Kopf stehend auskühlen lassen.
Die Gläser und Deckel in heißem Wasser auskochen. Nach Belieben pürieren und in saubere, gut verschließbare Gläser füllen. Auf den Kopf stellen. Schaum mit einer Kelle abschöpfen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Gelierprobe machen.
Zubereitung: Das „Stehenlassen über Nacht“ habe ich aus einem alten Kochbuch. Das bewirkt, dass die Erdbeeren in der Marmelade noch geschmacksintensiver werden. Geschmack: Wenn ihr das riechen könntet! Die ganze Küche duftet nach süßen Erdbeeren!
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Alternative Arbeitsweise (püriert gekocht, 3:1)
- Zuerst die Erdbeeren säubern und vom Grün befreien. Dann in einen großen! Topf geben (die Marmelade kocht schnell hoch). Die Zitrone auspressen und den Saft in den Topf geben, genauso wie den Gelierzucker. Jetzt einfach mit einem Pürierstab alles zerkleinern (wer mag, kann die Früchte auch ganz oder zum Teil, unzerkleinert lassen).
- Gläser und Kelle bereitlegen. Die Masse langsam, bei ständigem Rühren, aufkochen lassen. Mindestens 3 min. bei ständigem Rühren kochen lassen. Jetzt so schnell wie möglich die Marmelade in die Gläser füllen, Deckel drauf schrauben und sofort auf den Kopf stellen!
- Die Anzahl der Portionen hängt von der Größe der Gläser ab. Auch die Zubereitungszeit ist schwierig einzuschätzen, da vieles auch von der Qualität/Sauberkeit der Erdbeeren abhängt. Also lassen sie sich etwas Zeit. Marmelade braucht Zeit und Liebe.
„Genau meine Einstellung, jede Erdbeere wird angefasst und mit Liebe gewaschen, dann mit Liebe gesäubert, dann zerkleinert". Ich finde es so schön, so schöne Früchte zu bearbeiten! Und die Liebe fließt in die später fertige Marmelade auch ein!
Erdbeermarmelade kochen - drei Möglichkeiten im Vergleich
Erdbeermarmelade kochen - drei Möglichkeiten Also gut, alles noch mal auf Anfang. Marmeladenversuch Nummer drei sollte dieses Mal auch was werden. Also nicht nur lecker, sondern auch optisch gut. Die Basiszutaten: frische Erdbeeren und Zitrone. Bleibt aber noch die Frage, wie Erdbeermarmelade kochen? Mit Gelierzucker, normalem (Haushalts-)Zucker oder geht’s sogar ganz ohne Zucker?
- Erdbeermarmelade mit Gelierzucker: Gelierzucker ist (wieder) so ein Produkt, das Niemand missen möchte. Also ich zumindest nicht. Meine Oma hat den Sinn noch nicht so ganz verstanden. Nimm doch einfach normalen Zucker, hat sie früher immer gesagt. Aber ich steh’ auf Gelierzucker. Kommt nämlich mit einer Gelinggarantie daher. Und die braucht es als startendes „Marmeladenmädchen“.
- Erdbeermarmelade ohne Gelierzucker: Meine Oma hat ihre Marmelade immer ohne Gelierzucker gekocht. Stattdessen hat sie ganz normalen (Haushalts-)Zucker verwendet. Und ein bisschen Zitronensaft. Die Zubereitung ist (fast) so einfach wie die mit Gelierzucker. Erdbeermarmelade ohne Gelierzucker braucht einfach nur ein bisschen mehr Zeit. Also nichts für eben mal gerade so.
- Erdbeermarmelade ohne (Haushalts-)Zucker: Erdbeermarmelade kochen geht tatsächlich auch „ohne alles“. Ohne Gelierzucker und ohne (Haushalts-)Zucker. Wirkt sich natürlich auch auf die Haltbarkeit aus. Klar.
Ohne Gelierzucker: Schrittfolge
- 1kg Erdbeeren putzen und vierteln. Mit 400 g Zucker mischen und eine halbe Stunde ziehen lassen, abtropfen lassen.
- Erdbeersaft mit 350 g Zucker aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
- Erdbeeren und Saft einer halben Zitrone dazugeben und unter Rühren 15-25 Minuten köcheln lassen, bis die Marmelade fest wird. In Schraubgläser füllen und auf den Kopf stellen.
Ohne (Haushalts-)Zucker: Hinweise
Die zuckerfreie Erdbeermarmelade sollte innerhalb von 1-2 Wochen aufgebraucht sein. Wichtig hier: Unbedingt reife Erdbeeren verwenden. Dann bringen die Früchte nämlich von Natur aus mehr Süße und auch Pektin mit. Letzteres bringen Erdbeeren nämlich häufig in nicht ausreichender Menge mit. Vor allem dann, wenn du zu frühen (unreifen) Erdbeeren greifst. Wenn du also auf Nummer sicher gehen möchtest, dann einfach 20 g Apfelpektin-Pulver auf 500 g Erdbeeren verwenden. Für die Marmelade ohne Zucker würde ich es dir definitiv empfehlen.
Rote Farbe behalten: Schwäbische Kniffe
Wie bleibt Erdbeermarmelade rot? Der Geschmack eine Eins. Die Optik - nunja - ausreichend. Beim zweiten Mal hingegen hat alles ganz wunderbar geklappt. Meine Freundin Marie hat mir nämlich vor einer Weile auch von ihrer braunen Marmelade erzählt. Zuerst rot und dann braun. Und damit scheinen wir nicht die Einzigen zu sein.
Marmelade, die eingefroren wird: Die letzte Marmelade. Und damit ist klar: der Testsieger. Das Rezept von Nummer eins geklaut. Also quasi eine klassische Erdbeermarmelade, die aber nach dem Kochen eingefroren wird. Der Geschmack wie oben beschrieben. Also richtig schön fruchtig. Und die Optik - strahlend rot. Und das auch noch nach Wochen. Oder Monaten. Theoretisch auch nach Jahren. Warum? Das Schlüsselwort hier ist Oxidation. Durch Wärme, Licht und Luft kommt es dazu, dass sich deine Marmelade verfärbt. Daher merke: Diese immer kühl und dunkel, aber am besten im Gefrierfach lagern.
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Klassische Erdbeermarmelade: Fangen wir mit der klassischen Marmelade an. Ist ruckzuck zusammengerührt und hat (natürlich) auf ganzer Linie überzeugt. Die Optik - richtig schön rot. Erdbeermarmelade aus TK-Erdbeeren: Die Optik - gut. Der Geschmack aber zu intensiv, fast schon künstlich.
Marmelade mit 1:1 Gelierzucker: Die Optik - gut. Aber geschmacklich (tatsächlich) viel zu süß. Nicht empfehlenswert. Marmelade ohne Gelierzucker: Die Marmelade war am Ende aber doch sehr flüssig. Wahrscheinlich waren die Erdbeeren noch nicht reif genug. Die Optik - ok. Das Rot nicht ganz so intensiv wie ihre Vorgänger.
Haltbarkeit, Hygiene und Aufbewahrung
Erdbeermarmelade haltbar machen Fast so schlimm wie flüssige Marmelade ist schimmelige Marmelade. Obwohl - nein. Ich finde es eigentlich noch schlimmer. Stell dir mal vor, du weißt, dass deine Marmelade gut geworden ist, freust dich den ganzen Tag darauf und musst sie am Ende wegen einer pelzigen Schimmeldecke wegschmeißen. Nicht schön. Damit dir das nicht passiert, solltest du dich an folgende Regeln halten.
Zwei Wege deine Gläser zu sterilisieren
- Wasser in einem großen Topf aufkochen lassen und Gläser und Deckel für 10 Minuten hineinlegen. Wasser abschütten und Gläser und Deckel mit einem sauberen Geschirrtuch entnehmen. Kurz abtropfen lassen.
- Alternativ kannst du deine Gläser auch im Backofen „auskochen“: Backofen auf 120 °C vorheizen. Gläser und Deckel für 15 Minuten hineingeben. Gläser und Deckel mit einem sauberen Geschirrtuch entnehmen.
Bei beiden Verfahren ist es wichtig, dass du entweder Handschuhe trägst. Oder aber mit einem sauberen und keimfreien Geschirrtuch arbeitest. Du wirst nicht glauben, wie viele Bakterien sich an deinen Händen tummeln.
Gläser wirklich auf den Kopf stellen? Nach dem Sterilisieren kommt die Marmelade in die Gläser. Dabei zügig arbeiten. Die Gläser sollten beim Einfüllen noch heiß sein. Deckel drauf, fest verschließen und anschließend für 10 Minuten auf den Kopf stellen. Mach die Gläser ruhig voll. Je weniger Luft im Glas ist, desto länger halten sie. Aber Vorsicht beim Einfüllen: Nicht den Rand bekleckern!
Und was mache ich nach dem Öffnen? Es gibt eigentlich nur eine Regel, die du nach dem Öffnen beherzigen solltest. Immer nur mit einem frischen Löffel oder frischen Messer in die Marmelade tunken. Dann ist es auch egal, ob du sie im Kühlschrank oder im Keller aufbewahrst. Ob deine Marmelade schlecht ist, das erkennst du am Schimmel. Ist leider so.
Gelierprobe, Pannenhilfe und Saisonhinweise
SOS: Meine Erdbeermarmelade wird nicht fest Da steht sie nun. Deine Marmelade. Einsam und allein. Und (noch) nicht zum Essen bereit. Sie ist einfach nicht fest geworden. Ob du sie jetzt noch retten kannst? Ich fürchte leider nein. Sorry. Einmal vom Herd genommen, ist der Gelierprozess beendet. Was du aber machen kannst, meine Tipps befolgen und dich für die nächste Runde des Marmeladenkochens wappnen.
- Welchen Monat haben wir? April? Mai? Na, dann kann es sein, dass deine Erdbeeren einfach zu viel Wasser enthalten. Für ein frühes Marmeladenkochen unbedingt zu Gelierzucker oder alternativ Pektin greifen.
- Du hast Gelierzucker verwendet? Dann unbedingt an die Mengenangabe halten. Steht auf der Packung 2:1 bedeutet das, dass du zwei Teile Früchte und einen Teil Zucker brauchst.
- Egal ob Gelierzucker, Pektin oder ohne irgendwas - du solltest deine Marmelade nicht zu früh vom Herd nehmen. Mindestens einmal sprudelnd aufkochen lassen.
- Kleiner Tipp: Gelierprobe machen. Dafür einfach mit einem sauberen Löffel in die Marmelade gehen und auf einem kleinen Teller abstreichen. Ist sie noch zu flüssig, ein paar Minuten weiter kochen lassen.
Wenn ihr die Marmelade geöffnet habt, stellt ihr diese dann idealerweise in den Kühlschrank. Übrigens kannst du die Marmelade auch mit TK-Erdbeeren kochen. Dadurch verlängert sich die Saison für dich auf 365 Tage.
Wie viel Marmelade ergibt 1 kg Erdbeeren?
Du fragst dich, wie viel Marmelade du aus 1 kg Erdbeeren bekommst? Puh - schwierige Frage. Das hängt natürlich von der Größe deiner Gläser sowie vom Gelierzucker ab. Ich kann dir daher nur einen Richtwert sagen: 1 kg Erdbeeren ergibt ungefähr 6-7 Gläser à 200 g.
| Menge Erdbeeren | Zucker (2:1) | Ertrag (ca.) |
|---|---|---|
| 1 kg | 500 g | 6-7 Gläser à 200 g |
Varianten: Vanille, Holunderblüte und schwäbische Finesse
Vanille? Holunderblüten? Bring deine Marmelade auf ein neues Level! Ich bin ja ein Freund von Klassikern. Erdbeeren und ein bisschen Zitrone und ich bin glücklich. Anders ist das bei meiner Schwester. Die ist ständig auf der Suche nach neuen Kreationen. Und mit einer hat sie mich tatsächlich überzeugt: Erdbeermarmelade mit Vanille. So simpel - aber genau mein Geschmack.
Die Vanilleschote schneidet ihr der Länge nach auf und kratzt dann das Mark heraus. Erdbeer-Aufstrich Zutaten (für 2 Gläser) - 150 g Erdbeeren - 100 g Himbeeren - 1 Vanilleschote - 185 g Gelierzucker. Erdbeeren und Himbeeren waschen und putzen. Das Mark der Vanilleschote auskratzen. Insgesamt 250 g Früchte abwiegen, mit Vanillemark und Gelierzauber in ein hohes Gefäß geben. Ungefähr 45 Sekunden mit dem Pürierstab mixen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Fruchtaufstrich in Gläser füllen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Ohne Kochen: Express-Aufstrich aus dem Kühlschrank
Erdbeermarmelade ohne Kochen Keine Lust auf Kochen? Kein Problem! Du kannst deine Erdbeermarmelade auch ganz einfach ohne Kochen herstellen. Dafür Gelierzucker kaufen, der extra dafür vorgesehen ist. Erdbeeren putzen und klein schneiden. Dabei gammelige Früchte unbedingt entfernen. Diese verderben deine Marmelade schneller. Anschließend mit Gelierzucker (ohne Kochen) mischen und mit einem Stabmixer pürieren. Fertig ist deine Marmelade - so einfach und hausgemacht.
Unbedingt beachten, dass sich Marmelade ohne Kochen maximal 14 Tage aufbewahren lässt. Dafür in Gläser füllen und in den Kühlschrank stellen.
Schwäbische Praxis: Brotbackautomat und liebevolle Routine
Eine leckere Erdbeer Marmelade im Brotbackautomaten hergestellt. Dier Erdbeeren waschen und putzen. Sehr große Erdbeeren halbieren oder vierteln. Das geputzte Obst in den Backeinsatz des Brotbackautomaten geben. Zum Obst den Gelier-Rohrzucker, den Zitronensaft und den Vanilleextrakt hinzufügen. Den Backeinsatz in den Brotbackautomaten einsetzen, den Deckel schließen und das Programm für Konfitüre auswählen. Dann startet man das Programm. Nach 1½ Stunden ist das Programm fertig und ein Signalton ertönt. Die noch heiße flüssige Marmelade wird mit Hilfe einer Suppenkelle und einem Marmeladentrichter in die sauberen Schraubgläser gefüllt.
Wer die Marmelade nicht roh mag oder den Geschmack noch intensiver haben möchte, kann sie leicht an eine „klassische“ Erdbeermarmelade anlehnen, indem man die Zutaten leicht kocht. Die Erdbeeren werden dabei gut gewaschen, in kleine Stücke geschnitten und zusammen mit Zitronensaft und einem Schuss Wasser in einen Topf gegeben. Auf mittlerer Stufe werden die Erdbeeren zum Kochen gebracht, dann die Hitze reduziert und das Ganze für etwa 15 Minuten leicht geköchelt. Nach dem Kochen wird der Topf von der Herdplatte genommen und Honig sowie Vanillepulver hinzugefügt. Die Flohsamenschalen kommen zum Schluss dazu, und alles wird mit einem Stabmixer zu einer cremigen Masse püriert und abgefüllt.
Warenkunde, Begriffsklärung und kleine Kulturinfo
Erdbeermarmelade, Konfitüre, Gelee - der Unterschied Ok, ich gebe zu - meine Erdbeermarmelade ist strenggenommen gar keine Marmelade. Sie ist eigentlich eine Konfitüre, eine Erdbeerkonfitüre. Das sagen die Kriterien der EU Konfitüren-Verordnung. Ja, die gibt es tatsächlich. Sie legt für Hersteller und Handel fest, wie das Gläschen mit Brotaufstrich heißen darf. Erdbeermarmelade ist ein Klassiker unter den Marmeladen. Bei dem hier vorgestellten Rezept handelt es sich nun eigentlich um Konfitüre bzw. einen Fruchtaufstrich. Und so wird die alltagssprachlich bezeichnete Erdbeermarmelade nun offiziell Erdbeerkonfitüre genannt. Denn Marmelade kann sich eigentlich nur ein Erzeugnis aus Zitrusfrüchten nennen.
Bevor ich mich dem eigentlichen Rezept widmen möchte, gibt es hier ein paar Informationen zur Erdbeere. Sie ist eigentlich keine Frucht, sondern eine Nuss. Denn eigentlich ist die Frucht der Erdbeere eine sogenannte Sammelscheinfrucht. Und so zeigen sich die eigentlichen Samen als kleine gelbe Nüsschen an der Außenseite der Frucht.
REGION - Sobald die ersten Erdbeeren des Jahres reif sind, lassen sie sich nach Herzenslust genießen. Die beliebten Früchte sind nicht nur die ersten des Sommers, sie bieten in der heimischen Küche auch vielfältige Möglichkeiten für leckere Kreationen. Ein Klassiker ist es, aus ihnen Fruchtaufstriche zuzubereiten. Das ist unkompliziert, macht der ganzen Familie Spaß und gibt einem das sichere Gefühl, genau zu wissen, was "drin" ist. Vor allem aber schmeckt es selbst gemacht immer noch am besten und ist schnell gemacht.
TK-Früchte und Saisonverlängerung
Übrigens kannst du die Marmelade auch mit TK-Erdbeeren kochen. Dadurch verlängert sich die Saison für dich auf 365 Tage. Zutatenmenge und Zubereitung bleiben die gleiche. Die Marmelade mit TK-Erdbeeren muss nur 10 Minuten länger köcheln. Also Erdbeeren mit Gelierzucker, Zitronensaft und -abrieb aufkochen. Hitze reduzieren, Mischung ca. 15 Minuten köcheln lassen und die Gelierprobe machen.
Basis-Checkliste: Schwäbische Erdbeermarmelade wie von Oma
- Erdbeeren: Ideal sind frische Erdbeeren aus eurer Region bzw. eurem Garten.
- Gelierzucker 2:1 - fruchtig und weniger süß.
- Zitrone: Wir benötigen den Saft davon.
- Gläser auskochen, heiß abfüllen, 10 Minuten auf den Kopf stellen.
- Im Kühlschrank nach dem Öffnen lagern.
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