Engelsaugen Rezept ohne Puderzucker – Zarte Marmeladenplätzchen für jede Gelegenheit

Engelsaugen, auch bekannt als Husarenkrapfen oder Kulleraugen, gehören zu den beliebtesten Plätzchen während der Weihnachtszeit. Diese kleinen, runden Mürbeteigplätzchen sind besonders fein mit fruchtiger Marmeladenfüllung und schmecken besonders gut, wenn sie einige Zeit durchgezogen sind. Obwohl es viele Varianten dieses Klassikers gibt, zeichnen sich alle durch ihre zarte Konsistenz und die charakteristische Mulde in der Mitte aus, die mit Deiner Lieblingsmarmelade gefüllt wird.

Warum ein Rezept ohne Puderzucker?

Traditionell werden Engelsaugen gerne mit Puderzucker bestäubt, doch es gibt auch zahlreiche Rezepte, die ganz ohne Puderzucker auskommen oder diesen nur in kleinen Mengen im Teig enthalten. Besonders für Menschen, die Zucker meiden möchten, gibt es wunderbare Varianten mit alternativen Süßungsmitteln oder ohne jeglichen Puderzucker. So kannst Du die köstlichen Plätzchen auch diabetikerfreundlich oder low carb zubereiten und dennoch den vollen Genuss erleben.

Grundrezept für Engelsaugen ohne Puderzucker

Der Mürbeteig für die Engelsaugen ohne Puderzucker basiert auf einfachen Zutaten und ist schnell und unkompliziert zubereitet. Ein traditionelles Rezept verwendet gemahlene Mandeln, Vanillezucker, Zucker (oder eine Alternative), kalte Butter und Mehl. Wichtig ist, die Zutaten nur kurz zu verkneten und den Teig anschließend mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen zu lassen, damit er fest wird und die Plätzchen beim Backen nicht verlaufen.

Zutaten Menge
Mehl 250 g
Gemahlene Mandeln oder Haselnüsse 40-50 g
Zucker oder Zuckeralternative 100 g (nach Wahl, z.B. Datteln für diabetikerfreundliche Varianten)
Vanillezucker 1 Päckchen
Butter (kalt) 150 g
Backpulver 1 TL
Salz 1 Prise
Eigelbe (oder Ei-Ersatz für vegane Option) 3 Stück

Das Mehl mit Backpulver sieben, Zucker, Vanillezucker, Salz, Eigelb und Butter in Flöckchen dazugeben, mit Knethaken kurz vermengen und anschließend mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine Stunde kaltstellen.

Vegane und zuckerfreie Varianten

Für eine vegane Version werden beispielsweise vegane Butter oder Margarine verwendet, und anstelle von Eigelb ein Ei-Ersatz wie Leinsamenmehl mit Wasser angerührt. Zucker wird hier oft durch Datteln oder fructosearme Marmelade ersetzt, sodass auch Diabetiker oder Allergiker in den Genuss kommen können.

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Low Carb Engelsaugen verwenden Mandelmehl und gemahlene Mandeln als Teigbasis und Süßungsmittel wie Erythrit und Xylit. Diese Variante ist besonders aromatisch, saftig und mürbe, aber mit deutlich weniger Kohlenhydraten und Kalorien.

Varianten von Engelsaugen: klassisch, vegan und low carb

Engelsaugen richtig formen und füllen

  • Aus dem gekühlten Teig walnussgroße Kugeln formen und mit genügend Abstand auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen.
  • Mit einem bemehlten Holzlöffelstiel (oder Daumen, Messlöffel) in die Mitte jeder Kugel eine kleine Mulde drücken - diese Mulde wird später mit Marmelade gefüllt.
  • Damit die Plätzchen beim Backen nicht verlaufen, empfiehlt es sich, die geformten Kugeln vor dem Backen nochmals 15 Minuten im Kühlschrank kaltzustellen.

Die Mulden werden dann entweder vor dem Backen oder erst nach dem Auskühlen mit Marmelade gefüllt. Wer die Marmelade vorher einfüllt, erzielt eine festere Konsistenz nach dem Backen, die Füllung kann jedoch beim Backen Blasen werfen und leicht überlaufen. Das Erhitzen und Glattrühren der Marmelade (z.B. mit 1 EL Rum) erleichtert das Einfüllen und verhindert Klumpen.

Engelsaugen mit Marmeladenfüllung vor und nach dem Backen

Welche Marmelade für Engelsaugen?

Es gibt keine feste Regel, welche Marmelade für Engelsaugen verwendet wird. Klassisch sorgt rotes Johannisbeergelee oder Himbeermarmelade für den typischen Geschmack und die schöne rote Farbe. Alternativ sind Aprikosenmarmelade, Quittengelee oder ausgefallenere Sorten wie Bratapfel- oder Orangenmarmelade ebenso geeignet. Bei der Wahl der Marmelade sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Backen und Haltbarkeit

Die Engelsaugen werden im vorgeheizten Ofen bei 175-180 °C (Ober-/Unterhitze) etwa 10-15 Minuten gebacken, bis sie leicht goldgelb sind. Wichtig ist, den Teig nicht zu warm werden zu lassen, da sonst die Plätzchen verlaufen. Nach dem Backen vollständig abkühlen lassen.

Engelsaugen halten sich bei kühler, trockener Lagerung in einer luftdichten Keksdose etwa drei Wochen. Sie sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden, da die Marmelade sonst zu hart wird. Die Plätzchen können auch eingefroren werden - entweder als fertiges Gebäck oder als roher Teig für später.

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Besondere Tipps und Zubehör

  • Für perfekte Mulden und gleichmäßige Größe bieten sich amerikanische Messlöffel (teaspoons) oder spezielle Engelsaugen-Formen an.
  • Ein Mini-Spritzbeutel oder eine kleine Spritzflasche erleichtern das Befüllen der Mulden mit Marmelade ohne Kleckern.
  • Teigzusammensetzung und Ruhezeiten sind entscheidend für mürbe Plätzchen mit stabiler Form.
  • Für eine besonders mürbe Textur sollte der Teig nicht zu lange geknetet und die Butter kalt verwendet werden.
Befüllen und Backen von Engelsaugen - Schritt-für-Schritt

Varianten und kreative Möglichkeiten

Das Grundrezept lässt sich nach Geschmack abwandeln:

  • Mit gemahlenen Haselnüssen oder Walnüssen anstelle von Mandeln
  • Mit Schokoladenkakaoanteil im Teig für Schoko-Engelsaugen
  • Frühlingshafte Variante mit Mürbeteig ohne Nüsse und einer Füllung aus Rhabarbercurd
  • Diabetikerfreundliche und fructosearme Varianten mit Datteln und speziellen Marmeladen
  • Vegane Versionen mit pflanzlicher Butter und Ei-Ersatz
  • Low Carb-Versionen mit Mandelmehl, Xylit und Erythrit
Videoanleitung: Engelsaugen backen ohne Puderzucker - Schritt für Schritt

Häufig gestellte Fragen zu Engelsaugen ohne Puderzucker

  1. Welchen Teig verwendet man für Engelsaugen?
    Ein einfacher Mürbeteig auf Basis von Mehl, Butter, Eigelb und Zucker bzw. einem Zuckerersatz. Wichtig sind kurze Knetzeiten und ausreichend Ruhezeit im Kühlschrank.
  2. Kann man Engelsaugen ohne Puderzucker backen?
    Ja, Puderzucker ist traditionell oft sichtbar als Dekoration, aber die Plätzchen können auch ohne Puderzucker hergestellt und serviert werden, ohne Geschmackseinbußen.
  3. Wie verhindere ich, dass die Plätzchen verlaufen?
    Verwende kalte Butter, kühle den Teig ausreichend und setze die Kugeln mit Abstand aufs Backblech. Nicht zu lange kneten, damit die Butter nicht warm wird.
  4. Welche Marmelade ist die beste Füllung?
    Klassisch Johannisbeer- oder Himbeergelee, doch auch Aprikosen, Quitten oder exotische Sorten passen gut.
  5. Wie lange sind Engelsaugen haltbar?
    Bei trockener Lagerung und Raumtemperatur ca. 3 Wochen. Eingefroren bis zu 3 Monate möglich.

Besonderheiten beim Backen ohne Puderzucker

Im Rezept ohne Puderzucker verzichtet man auf die staubige Zuckerschicht, die viele Plätzchen klassisch schmückt. Dadurch sieht das Gebäck natürlicher und etwas rustikaler aus, behält aber die zarte Mürbe und den fruchtigen Geschmack. Für eine leichte Süße im Teig wird häufig alternative Süße verwendet oder die Marmelade besonders aromatisch gewählt.

Dank der Vielfalt der Rezepte gelingt es, Engelsaugen in vielen Varianten zuzubereiten - angefangen bei klassisch mit Puderzucker bis hin zu vegan, fructosearm und Low Carb ohne Zuckerzusatz. So gibt es für jeden Geschmack und jede Ernährungsweise die passende Engelsaugen-Variante.

Vielfalt der Engelsaugen: klassisch, vegan, fructosearm, low carb

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