Die vielschichtigen Eigenschaften der Schokolade: Genuss, Gesundheit und mehr

Schokolade - ein Genussmittel, das seit Jahrhunderten die Menschheit begeistert. Sie ist mehr als nur eine Süßigkeit; sie ist ein Stimmungsaufheller, ein Trostspender und ein Geschenk der Liebe. Doch was macht Schokolade so besonders? Und ist sie wirklich so ungesund, wie viele behaupten? Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Eigenschaften der Schokolade, von ihren Inhaltsstoffen und gesundheitlichen Auswirkungen bis hin zu ihrer Geschichte und kulturellen Bedeutung.

Die Geschichte der Schokolade: Von bitteren Getränken zu süßen Verführungen

Die Geschichte der Schokolade reicht Tausende von Jahren zurück. Ursprünglich wurde der Kakaobaum (Theobroma cacao) im Nordwesten Südamerikas angebaut. Archäologische Funde in Ecuador belegen, dass bereits vor über 5.300 Jahren Kakao von indigenen Völkern genutzt wurde - als Nahrung, Medizin oder Getränk.

Die Azteken entwickelten die Idee, Kakaobohnen zu mahlen und mit Wasser zu vermischen. Das Ergebnis war ein bitteres Getränk, das erst durch die Zugabe von Honig und Vanille schmackhaft wurde.

Mit den spanischen Seefahrern gelangte der Kakao nach Europa, wo er zunächst wenig Anklang fand. Erst als man begann, ihn mit Zucker zu genießen, trat er seinen Siegeszug durch den Kontinent an. Heute stammen die meisten Kakaobohnen aus Afrika.

Schokolade: Inhaltsstoffe und Sorten

Schokolade besteht hauptsächlich aus Kakaobutter, Kakaomasse und Kakaopulver. Je nach Sorte kommen noch weitere Zutaten wie Zucker, Milch, Nüsse oder Gewürze hinzu.

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Man unterscheidet verschiedene Schokoladensorten:

  • Weiße Schokolade: Enthält keine Kakaomasse, sondern nur Kakaobutter, Zucker und Milchbestandteile.
  • Milchschokolade: Enthält mindestens 25 % Kakaobestandteile und mindestens 14 % Milchpulver.
  • Vollmilchschokolade: Enthält mindestens 30 % Kakaobestandteile.
  • Zartbitterschokolade: Enthält mindestens 50 % Kakaobestandteile.
  • Bitterschokolade: Enthält in der Regel rund 70 % Kakao, manche Sorten sogar 85 % oder 100 %. Schwarze, bittere und Zartbitterschokolade sind Synonyme, um eine Schokolade zu bezeichnen, die über mindestens einen Kakaoanteil von 45 % verfügt, während bei extra dunkler oder „dunkler“ Schokolade der Prozentsatz auf 70 % bis 100 % steigt.

Generell gilt: Je höher der Kakaoanteil, desto geringer der Zuckeranteil und desto intensiver der Geschmack.

Die gesundheitlichen Aspekte der Schokolade: Was steckt drin?

Schokolade enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können.

  • Flavonoide: Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und können die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen. Sie können das Risiko von Herzkrankheiten verringern, die Gefäßwände positiv beeinflussen und die Durchblutung fördern. Kakaobohnen übertreffen mit dem Gehalt dieser sekundären Pflanzenstoffe sogar Äpfel und Zwiebeln. Studien zufolge können Flavonoide mit ihrer antioxidativen Wirkung die Haut vor UV-Schäden schützen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken. Zudem gibt es Hinweise, dass sie die Durchblutung stärken und das Absterben von Krebszellen begünstigen.
  • Polyphenole: Diese Bitterstoffe weiten die Blutgefäße im Gehirn und verbessern dadurch die Wahrnehmung. Sie wirken entzündungshemmend.
  • Mineralstoffe: Schokolade enthält Magnesium, Eisen, Zink, Kalium und Kalzium. Diese Mineralstoffe sind wichtig für verschiedene Körperfunktionen, wie z.B. die Energieproduktion, die Muskel- und Nervenfunktion und die Knochengesundheit. Kakao enthält einen hohen Anteil an Magnesium, das sowohl für das körperliche Wohlbefinden als auch für das Gleichgewicht des Nervensystems nützlich ist.
  • Tryptophan: Diese Aminosäure wird im Gehirn in Serotonin umgewandelt, ein Neurotransmitter, der für unsere Stimmung und unser Wohlbefinden verantwortlich ist.
  • Theobromin: Dieses Alkaloid ist mit Koffein verwandt und wirkt anregend.
  • Phenylethylamin: Steigert die Konzentration und Motivation.
  • Endorphine: Sind für ihre schmerzlindernde Wirkung bekannt.

Die Wirkung von Schokolade auf Herz und Kreislauf

Studien deuten darauf hin, dass dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil dazu beitragen kann, die Blutgefäße vor Arteriosklerose zu schützen und das Risiko für Herzinfarkte zu verringern. Die enthaltenen Flavonoide machen die Blutgefäße elastischer und wirken blutdrucksenkend. Allerdings ist der Effekt vergleichsweise gering.

Schokolade und die Stimmung

Schokolade kann die Stimmung verbessern, da sie die Ausschüttung von Serotonin und Dopamin im Körper anregt. Diese Neurotransmitter sind für Glücksgefühle und Wohlbefinden verantwortlich. Der Konsum von hochwertiger Schokolade kann also dazu beitragen, dass wir uns glücklicher und zufriedener fühlen.

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Schokolade als Energiequelle

Zartbitterschokolade kann helfen, die Konzentration und das Gedächtnis zu fördern. Zusätzlich reduziert Zartbitterschokolade das Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung. Daher lohnt es sich, während des Lernens oder bei erhöhter geistiger Anstrengung zu Zartbitterschokolade zu greifen. Auch vor einem Ausflug in die Berge oder vor einem Marathon können ein paar Stücke Zartbitterschokolade ein willkommener Energieschub sein.

Mythos oder Wahrheit: Schokolade und Zahngesundheit

Schokolade enthält Zucker, der zur Bildung von Karies beitragen kann. Dunkle Schokolade ist jedoch zahnschonender als andere Süßigkeiten, da sie nicht so hart ist und sich relativ schnell im Mund auflöst.

Schokolade während einer Diät?

Viele Ernährungswissenschaftler erlauben den Verzehr von ein paar Stücken dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil während einer Diät. Dies kann helfen, Heißhunger auf Süßigkeiten zu vermeiden und unnötige Frustrationen zu reduzieren.

Worauf sollte man beim Schokoladenkauf achten?

Beim Kauf von Schokolade sollte man auf folgende Punkte achten:

  • Kakaoanteil: Je höher der Kakaoanteil, desto besser. Zartbitterschokolade mit mindestens 70 % Kakao ist empfehlenswert.
  • Zutatenliste: Zucker sollte nicht an erster Stelle stehen. Gute Schokolade enthält echte Kakaobutter und keine billigen Ersatzfette.
  • Anbaugebiet: Hochwertige Schokoladen benennen das Anbaugebiet des Kakaos.
  • Bio- und Fairtrade-Siegel: Diese Siegel stellen sicher, dass der Kakao umweltverträglich angebaut wurde und die Plantagenarbeiter fair bezahlt werden.

Schokolade in Maßen genießen

Trotz ihrer positiven Eigenschaften sollte Schokolade in Maßen genossen werden. Sie enthält viel Fett und Zucker und kann bei übermäßigem Verzehr zu Gewichtszunahme und anderen gesundheitlichen Problemen führen. Experten empfehlen, maximal eine Rippe einer Hundert-Gramm-Tafel dunkler Schokolade pro Tag zu essen.

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Risiken und Warnhinweise

Es gibt auch einige Risiken im Zusammenhang mit dem Konsum von Schokolade:

  • Cadmium: Edelkakaosorten aus Südamerika können auf vulkanischen Böden wachsen, die von Natur aus reich an Cadmium sind. Diese Substanz kann die Nieren schädigen und gilt als krebserregend. Seit 2019 gibt es innerhalb der EU einen Grenzwert für Cadmium in Schokolade.
  • Suchtpotenzial: Schokolade enthält Stoffe, die süchtig machen können. Es gibt Menschen, die täglich Süßigkeiten und Schokolade im Wert von 100 Euro zu sich nehmen.
  • Kopfschmerzen: Bei manchen Menschen kann Schokolade Kopfschmerzen auslösen, da der Zucker den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und wieder abfallen lässt.
  • Giftig für Tiere: Schokolade ist giftig für Hunde und Katzen, da sie den Inhaltsstoff Theobromin nicht so schnell abbauen können.

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