Was ist Dubai-Schokolade: Herstellung und Zutaten

Die Dubai-Schokolade ist eine virale Süßigkeit, die Schokolade mit einer knusprigen, orientalisch inspirierten Füllung vereint. Sie kombiniert zartschmelzende Schokolade mit geröstetem Kadayif (Engelshaar) und cremiger Pistazienpaste und gilt als Trendprodukt, das seit seinem Ursprung in Dubai weltweit Aufmerksamkeit erregt hat.

Ursprung, Entstehung und Verbreitung

Was wir wissen: Der Name „Dubai Schokolade“ deutet darauf hin, dass sie in den Vereinigten Arabischen Emiraten, insbesondere in Dubai, ihren Ursprung hat. „Can’t Get Knafeh of It“ wurde 2021 von Sarah Hamouda, der Gründerin von Fix Dessert Chocolatier, in Dubai entwickelt. Sarah Hamouda gründete die Firma Fix Dessert Chocolatier, welche das originale Dubai Schokolade bis heute herstellt und vertreibt. Nach Deutschland schwappte der Trend im Dezember 2023. Influencer wie Sarah Hamouda und weitere Influencer mit großen Follower-Zahlen sorgten für die weltweite Verbreitung.

Die Dubai-Schokolade erlebte 2024 und Anfang 2025 einen Hype in den sozialen Medien. An dem Dubai Chocolate Hype kommt man kaum vorbei. Auf den Sozialen Medien hält jeder trendbewusste Influencer die teure Schokolade mit dem Daumen irgendwo zwischen Himmel und Erde in die Kamera. Überall werden DIY Rezepte und nur unwesentlich günstigere Imitate der Dubai Chocolate aus dem Boden gestampft.

Viralität und Social Media Präsentation der Dubai-Schokolade

Warum es keinen eindeutigen Erfinder gibt

  • Traditionelle Rezepte: Die Kombination von Schokolade und Nüssen ist in vielen Kulturen ein beliebter Snack. Es ist möglich, dass ähnliche Rezepte schon lange vor der Entstehung des Begriffs „Dubai Schokolade“ existierten.
  • Soziale Medien: Durch die Verbreitung in den sozialen Medien hat sich das Rezept ständig weiterentwickelt und verändert. Es ist schwer nachzuvollziehen, wer die ursprüngliche Idee hatte.
  • Kommerzielle Interessen: Viele Unternehmen und Konditoreien haben ihre eigene Version der Dubai Schokolade entwickelt und verkaufen sie. Die Begriffsverwendung ist nicht geschützt, daher vertreiben zahlreiche Hersteller weiter unter der Bezeichnung Dubai-Schokolade.

Was macht die Dubai-Schokolade so besonders?

Die Dubai-Schokolade ist mehr als nur ein süßes Vergnügen - sie ist eine kleine Reise in den Orient. Die Kombination aus Schokolade, gefüllt mit knusprigem Engelshaar (Kadayif) und köstlicher Pistaziencreme, macht sie zu etwas ganz Besonderem. Der knusprige Kadayif, der an orientalische Süßspeisen erinnert, gibt der Schokolade eine ganz besondere Textur und einen tollen Crunch. Die Verschmelzung aus Schokolade, knusprigem Engelshaar (Kadayif) und Pistazien ist unschlagbar und schmeckt auch in Desserts wie Dubai Tiramisu unvergleichlich gut.

Kombination von Pistaziencreme und knusprigem Kadayif in der Dubai-Schokolade

Hauptzutaten der Dubai-Schokolade

Die Zutatenliste ist im Kern überschaubar, erlaubt aber viele Variationen:

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  • Schokolade: Je nach Vorliebe Vollmilch- oder Zartbitterschokolade; oft wird für das Original Zartbitter verwendet. Man kann auch eine Mischung aus dunkler und Vollmilchschokolade nehmen oder weiße Schokolade zum Dekorieren.
  • Pistaziencreme / Pistazienmus: Die wichtigste Zutat für die Füllung. Die Creme verleiht Farbe, Cremigkeit und Geschmack. Pistazienmus besteht aus 100% Pistazien; am besten vorher rösten.
  • Kadayif (Engelshaar): Dünne Teigfäden aus Wasser und Mehl, auch als Engelshaar bezeichnet. Geröstet gibt es den charakteristischen Crunch.
  • Tahin (Sesammus): Sorgt für eine orientalische Note und reduziert die Süße; kann optional verwendet werden oder durch mehr Pistaziencreme ersetzt werden.
  • Butter, Zucker, Milch (optional): Je nach Rezept werden Butter oder etwas Zucker ergänzt; in Dubai wird teilweise Kamelmilch verwendet.
  • Optional: Safran, Kardamom, Rosenwasser: Manche Varianten nutzen diese Zutaten für eine noch stärker orientalische Aromatik.

Typische Allergene und Besonderheiten

  • Enthält Milchprodukte bei Verwendung von Vollmilchschokolade.
  • Kadayif besteht aus Weizenmehl und ist damit nicht glutenfrei.
  • Tahin enthält Sesam; in einigen importierten Proben wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen - relevant für Allergiker.

Herstellungsprinzip: Schritt-für-Schritt (Kernschritte aus verschiedenen Rezepten)

  1. Kadayif vorbereiten: Das Engelshaar klein schneiden. Das geschnittene Engelshaar in einer Pfanne bei mittlerer Hitze in Butter knusprig braun braten. Abkühlen lassen. Alternativ im Ofen grob zerkleinern, mit geschmolzener Butter beträufeln und bei 175 °C 10 Minuten backen bis goldgelb.
  2. Pistazienfüllung: Pistaziencreme mit geröstetem Kadayif und ggf. Tahin vermischen. Optional gehackte Pistazien untermengen.
  3. Schokolade temperieren: Schokolade im Wasserbad schmelzen, auf 40 °C erhitzen, dann bis ca. 28 °C abkühlen lassen und erneut bis ca. 29,5 °C erwärmen. Das richtige Temperieren sorgt für glänzende, knackige Schokolade.
  4. Schokoladenhülle formen: Temperierte Schokolade in Silikonformen (z. B. Tafelform, Muffinform oder Müsliriegelform) geben und an den Rändern hochziehen. 5 Minuten ruhen lassen, dann 30 Minuten kühlen.
  5. Füllen: Die abgekühlte Pistazien-Kadayif-Masse in die Formen geben, glattstreichen und erneut kühlen (ca. 30 Minuten).
  6. Deckeln: Mit weiterer temperierter Schokolade abdecken, vollständig aushärten lassen und vorsichtig aus der Form lösen.
Temperieren und Gießen der Schokolade in Silikonformen

Ein einfaches Rezept-Beispiel (Mengen für ca. eine Tafel oder 10-12 Bites)

Zutat Menge (Beispiel)
Vollmilch- oder Zartbitterschokolade 250 g
Weisse Schokolade (Dekor) 20-40 g
Kadayif / Engelshaar (geröstet) 80-100 g
Pistaziencreme (gesüßt) 100-130 g
Tahin (optional) 20-30 g
Butter (zum Anbraten) 20-30 g

Tipps aus der Praxis und Variationen

  • Experimentiere ruhig mit verschiedenen Schokoladensorten und Nüssen. So kreierst du deine ganz persönliche Dubai-Schokolade.
  • Besonders gut hat uns die Zubereitung mit weißer Schokolade geschmeckt, die exzellent mit den Pistazien harmoniert.
  • Strebe dünne Schokoladenschichten an, sodass die Füllung im Mittelpunkt steht und das Kakao-Aroma nicht überdeckt wird.
  • Verwende hochwertige Pistazien für intensiven Geschmack; besonders geschmacksintensive Pistazien wachsen in Sizilien.
  • Wer Datteln mag: Datteln mit Pistazienmus und geröstetem Kadayif füllen als Alternative zur Riegel- oder Tafelfüllung.
  • Für alkoholische Varianten: Baileys oder ähnliches in die Füllung geben (z. B. 25-50 ml) für eine besondere Note.
Varianten: Bites, Tafeln und Pralinen der Dubai-Schokolade

Qualität, Sicherheit und rechtliche Aspekte

Die Nachfrage nach Dubai-Schokolade ist groß. Mit Preisen um 15 Euro pro Tafel ist die Süßigkeit kein Schnäppchen. Hochwertige Zutaten und aufwendige Herstellung rechtfertigen den Preis, doch lohnt der Blick auf die Zutatenliste: Umso weniger und hochwertiger die Zutaten, umso besser das Produkt.

Die Lebensmittelsicherheit ist wichtig: In einer Untersuchung der Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg wurden Mängel in importierten Proben festgestellt, u. a. Einsatz von Palmöl anstelle von Kakaobutter (was eine Verbrauchertäuschung darstellt), herstellungsbedingte Verunreinigungen und nicht deklarierter Sesam. Fast alle untersuchten Proben enthielten zudem künstliche Farbstoffe, die einen höheren Anteil an hochwertigen Zutaten vortäuschen können.

Markenrechtlich gilt: Der Begriff „Dubai-Schokolade“ ist nicht geschützt; laut Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie darf als „Dubai-Schokolade“ bezeichnete Schokolade weltweit hergestellt werden. Dennoch gab es Markenkonflikte und Abmahnungen wegen irreführender Herkunftsangaben.

Praktische Hinweise: Lagerung, Form und Einkauf

  • Aufbewahrung: Selbstgemachte Dubai-Schokolade bis zu einer Woche im Kühlschrank lagern, luftdicht verpackt.
  • Formen: Silikonformen eignen sich sehr gut (Tafel-, Muffin- oder Müsliriegelform). Für Bites eignen sich Minimuffinformen; für Tafeln spezielle Silikontafelformen.
  • Zutatenbeschaffung: Kadayif und andere Zutaten findet man in türkischen oder orientalischen Supermärkten; Pistaziencreme kann selbst hergestellt werden, wenn sie im Handel ausverkauft ist.
Herstellungsprozess: Dubai-Schokolade Schritt für Schritt

Sensorik und Präsentation

Aussehen und Textur: Die Schokolade besitzt auffällig große und dicke Quadrate; sie ist cremig und knusprig zugleich. Das Geschmackserlebnis vereint den Schmelz der Schokolade mit dem nussigen, grünen Aroma der Pistazien und dem krossen Kadayif. Für viele Naschkatzen symbolisiert Dubai-Schokolade Luxus und Exklusivität.

Fazit für Liebhaber und Nachmacher

Die Dubai-Schokolade ist ein modernes, an die orientalische Desserttradition angelehntes Produkt, das traditionelle Zutaten wie Kadayif und Tahin mit klassischer Schokoladenkunst verbindet. Wer bereit ist, etwas Zeit in das Temperieren der Schokolade und das Rösten des Kadayif zu investieren, kann zu Hause eine sehr gelungene, individuelle Version dieser viralen Spezialität herstellen. Probiert verschiedene Schokoladensorten, passt die Süße an und nutzt hochwertige Pistazien - so entsteht die beste Variante ganz nach eurem Geschmack.

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