Dubai Schokolade Rewe Test Erfahrungen
Dubai-Schokolade erlebte besonders 2024 einen großen Hype: Exotische Geschmacksrichtungen, aufwendige Verpackungen und ein Hauch von Luxus machten die Tafeln mit Pistaziencreme und Engelshaar beliebt. Nahezu jeder wollte die mit Pistaziencreme und Engelshaar gefüllte Schokolade probieren und manche stellten sich sogar stundenlang vor Läden an, um sie zu kaufen.
Aktueller Rückruf: PICCA Dubai Style Chocolate bei Rewe
19.07.2025 - Köln - Wer Dubai-Schokolade mag, sollte vorsichtig sein. Denn eine dieser Leckereien wurde jetzt vom Hersteller zurückgerufen. Der Grund: gefährliche Schimmelpilze.
Die PICCA Dubai Style Chocolate wird wegen erhöhter Werte des Schimmelpilzgifts Aflatoxin zurückgerufen. Der Rückruf erfolgt durch die Machado GmbH. Produktname: PICCA Dubai Style Chocolate, Inhalt: 100 Gramm, Chargennummer: 18092026, Mindesthaltbarkeitsdatum: 18.09.2026.
Erhältlich war die Schokolade bei Rewe vorwiegend in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt sowie in Österreich bei MPreis, wie „Lebensmittelwarnung“ berichtet. Vertriebsstellen: Verkauft über Rewe in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. In NRW ist die Rewe Region Dortmund betroffen (rund 400 Märkte), in Sachsen-Anhalt die Region Magdeburg.
Kunden sollten die betroffene Schokolade umgehend zurückgeben, um sich und ihre Gesundheit zu schützen. Verbraucher, die das betroffene Produkt gekauft haben, können es in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgeben. Eine Rückerstattung des Kaufpreises, auch ohne Kassenbon, wird über den Hersteller zugesichert. Eine Erstattung des Kaufpreises erfolgt auch ohne Vorlage des Kassenbons.
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Warum Aflatoxine gefährlich sind
Aflatoxine gehören zur Gruppe der Mykotoxine - das sind giftige Stoffwechselprodukte bestimmter Schimmelpilze. Sie können in verschimmelten Nüssen, Reis, Gewürzen, Pflanzenölen und sogar Kakaobohnen vorkommen. In höheren Dosen können Aflatoxine lebensbedrohlich sein und wurden mit schweren Komplikationen, einschließlich Krebs, in Verbindung gebracht. Aflatoxine gelten als potenziell leberschädigend und krebserregend.
Frühere Prüfungen und generelle Mängel bei Dubai-Schokolade
Doch das Ministerium für Ernährung und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg warnte bereits im Dezember vor einigen Sorten Dubai-Schokolade. Nach Untersuchung durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt wurden in allen acht Proben Kontaminanten, Farbstoffe, Allergene und Fremdfett festgestellt. In einem Produkt wurden ebenso hohe Anteile an Schimmelpilzgiften nachgewiesen. Bei einem stichprobenartigen Screening seien in einer Probe mit Pistazienfüllung hohe Anteile an Schimmelpilzgiften (Mykotoxine), vor allem Aflatoxine, festgestellt worden, sagte Hauk. Der Verdacht auf eine Aflatoxin-Höchstgehaltsüberschreitung habe sich bestätigt. Die Ware darf bis zur endgültigen Ergebnisermittlung nicht verkauft werden.
Bei einer Stichprobe von acht Schokoladeprodukten, die als Dubai-Schokolade beworben wurden, sind bei einer Untersuchung alle durchgefallen. "Von Betrug bis Gesundheitsschädlichkeit wurde in den ersten Importproben von 'Dubai-Schokolade' alles gefunden. Das ist so nicht akzeptabel", sagte Verbraucherminister Peter Hauk (CDU).
Drei Chemische und Veterinäruntersuchungsämter des Landes (CVUA) in Stuttgart, Freiburg und Sigmaringen entdeckten demnach in sämtlichen Proben Verunreinigungen, Farbstoffe, Allergene und Fremdfett in Form von Palmöl. Fast alle Proben hätten mit künstlichen Farbstoffen einen höheren Anteil an qualitativen Zutaten vorgetäuscht. In fünf der acht Proben sei keine Schokolade enthalten gewesen, sondern Palmöl, teilte das Ministerium mit. Sie enthielten dem CVUA-Bericht zufolge eine fast doppelt so hohe Menge wie der erlaubte Höchstwert für Glycidyl-Fettsäureester - eine Substanz, die als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft wird.
Drei Proben stammten laut Mitteilung aus der Türkei. Sie enthielten den Angaben zufolge Sesam, ohne dass dies auf der Packung gestanden habe. Für Sesam-Allergiker sei dies gesundheitsschädlich. Fünf Proben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten enthielten Fremdfett statt echter Schokolade: ein klarer Fall von Verbrauchertäuschung. Sie stammten den Angaben zufolge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und waren demnach aus unterschiedlichen Chargen vom selben Hersteller. Außerdem seien sie nicht zum Verzehr geeignet gewesen.
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Regeln: Was in Schokolade enthalten sein darf
Was genau in einer Schokolade drinstecken darf, ist genau geregelt. Und zwar in der so genannten Kakaoverordnung. Laut dieser Kakaoverordnung müssen in einer Schokolade mindestens 35 Prozent Kakaotrockenmasse sein. Kakaotrockenmasse ist das, was entsteht, wenn Kakaobohnen gepresst werden: also Kakaopulver und Kakaobutter. Produkte, die anstatt Kakaobutter andere pflanzliche Fette enthalten - die günstiger sind - sind keine Schokolade.
Sensorik-, Kennzeichnungs- und Laborprüfungen: Methodik und Befunde
Im Test: 6 Tafeln Dubai-Schokoladen (zwei davon Dubai-Style, eine Dubai-Art) verschiedener Herkunft (Dubai, Niederlande, Türkei und Deutschland). Drei geschulte Prüfpersonen verkosteten im Rahmen einer einfach beschreibenden sensorischen Prüfung in Anlehnung an Methode L 00.90-6 der Amtlichen Sammlung von Untersuchungsverfahren (ASU) nach § 64 Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch die anonymisierten Schokoladen unter standardisierten Bedingungen.
Im Rahmen einer Kennzeichnungsprüfung haben wir unter anderem gecheckt, ob der Pistazienanteil, die Herkunft der Zutaten und die Nährwertkennzeichnung wie Kalorien-, Fett- und Zuckergehalt angegeben sind. Dazu trennten wir die Schokolade von der Füllung und wogen die jeweiligen Anteile aus. Bei dem Produkt von Muya war das aufgrund der hauchdünnen Ummantelung nicht möglich.
Wir bestimmten aus dem abgetrennten Schokoladenanteil nach Fettextraktion die Fettsäureverteilung sowie das Triglyceridspektrum in Anlehnung an Methoden der deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaften (DGF) und überprüften die Fettauthentizität. Untersucht haben wir die abgetrennte Füllung auf Fettschadstoffe wie 3‑MCPD‑ und Glycidylester nach Fettextraktion (in Anlehnung an DGF‑Methode) sowie auf Mykotoxine wie Aflatoxine und Ochratoxin A (mittels Flüssigchromatographie HPLC/FLD).
Praktische Erfahrungen: Geschmack und Sortenvielfalt
Von einer Freundin durfte ich die Lindt Dubai Schokolade probieren. Die Füllung war cremig und knusprig. Sie war süß und hatte auch etwas herbes. schmeckte nach Pistazie und den Engelshaar, doch die Lindt Schokolade war mir zu süß. Es war die typischen Milchschokolade. Die Pralinen und der Riegel waren geschmacklich sehr ähnlich. nur die Form war anders.
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Es gab später noch dark und weiße Schokolade. Wo weiße Schokolade noch besser passt, weil die Füllung im Vordergrund steht. Im Shop gab es noch die Knusperpraline einzeln oder in einer Packung. Ich habe eine mitgenommen. war. Die Getreidecrispies waren ein zusätzlicher Crunch, der aber nicht hätte sein müssen, da schon das Engelshaar in der Füllung knusprig ist.
Noch später gab es die Schokolade statt mit Pistazie mit Macadamia und Mandel und Haselnuss-Cashew. Mandel-Macadamia habe ich probiert, doch ich fand den Unterschied nicht so groß, da das Engelshaar am stärksten schmeckt. Es schmeckte nussig und nach den Engelshaar. Mandel waren, hätte ich nicht erraten.
Verbraucherschutz und Konsequenzen
Wo Dubai-Schokolade draufstehe, müsse auch echte Schokolade mit hochwertigen Zutaten ohne Verfälschungen oder Verunreinigungen drin sein, so Verbraucherminister Hauk. Er hat wegen der Untersuchungsergebnisse nach eigenen Angaben ein landesweites Sonderprogramm gestartet, um angebotene Dubai-Schokolade genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu gehört auch Ware von kleinen einheimischen Firmen, Konditoreien und Confiserien sowie Proben von Pistaziencreme aus dem Großhandel.
Die Forschenden fanden bei der Untersuchung der acht Proben weitere Mängel. Zum Beispiel fanden sie Farbstoffe, die in der Zutatenliste nicht angegeben waren. Bei einer Stichprobe von acht Schokoladeprodukten, die als Dubai-Schokolade beworben wurden, sind bei einer Untersuchung alle durchgefallen.
Tabelle: Wichtige Rückruf- und Testdaten im Überblick
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Produktname | PICCA Dubai Style Chocolate |
| Inhalt / Gewicht | 100 Gramm |
| Chargennummer | 18092026 |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 18.09.2026 |
| Grund für Rückruf | Erhöhte Werte von Aflatoxinen (Schimmelpilzgifte) |
| Vertriebsstellen | Rewe (vorwiegend BW, NRW, ST), MPreis (Österreich) |
| Rückerstattung | Erstattung auch ohne Kassenbon |
Wenn Sie das betroffene Produkt besitzen, geben Sie es in der Verkaufsstelle zurück und nutzen Sie das Rückgaberecht. Kunden sollten die betroffene Schokolade umgehend zurückgeben, um sich und ihre Gesundheit zu schützen.
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