Dubai Schokolade Inhaltsstoffe und Alkohol — Was steckt wirklich drin und welche Regeln gelten in Dubai?
Dubai‑Schokolade ist Schokolade, die mit Pistaziencreme und Kadaifi gefüllt ist. Sie erlebte 2024 und Anfang 2025 einen Hype in den sozialen Medien. „Can’t Get Knafeh of It“ wurde 2021 von Sarah Hamouda, der Gründerin von Fix Dessert Chocolatier, in Dubai entwickelt. Als Schokolade wird meist Vollmilchschokolade verwendet, alternativ Bitterschokolade.
Grundaufbau und typische Zutaten der Dubai‑Schokolade
Die Füllung besteht aus geröstetem und gehacktem Kadaifi („Engelshaar“), gehackten Pistazien. Pistaziencreme ist die wichtigste der Dubai‑Schokolade‑Zutaten. Die Creme verleiht der Füllung Farbe, Cremigkeit und Geschmack. Die Herstellung von Pistaziencreme ist recht aufwendig. Besonders geschmacksintensive Pistazien wachsen in Sizilien.
Weiterhin werden noch Butter, Zucker und Milch zugefügt. Dabei wird häufig Kamelmilch für Schokolade in Dubai verwendet. Nichts geht ohne Schokolade. Vollmilch‑ oder Zartbitterschokolade bildet die Basis der Süßigkeit. Für das originale Dubai Schokolade wird Zartbitter‑Schokolade verwendet. Die Schoki für die Original‑Süßigkeit kommt von der Firma Max Felchlin AG aus der Schweiz.
Kadaifi (Engelshaar): Ursprung und Rolle in der Füllung
Die dünnen Teigfäden werden auch Engelshaar genannt. Sie bestehen aus einem simplen Teig aus Wasser und Mehl. Der Teig wird ultradünn ausgerollt und anschließend in feine Streifen geschnitten. Kadayif ist aus der griechischen, türkischen und arabischen Küche nicht wegzudenken. Kadaifi ist eine Nachspeise aus gefülltem Engelshaar. Die Füllung besteht aus Mandeln oder Walnüssen, die mit Nelken und Zimt gewürzt werden. Nach dem Backen wird die Süßspeise in Zuckersirup getränkt. In der arabischen Küche kennt man die nussige Füllung weniger und füllt die Teigfäden lieber mit Frischkäse.
Weitere typische Zutaten und ihre Bedeutung
- Tahini (Sesampaste): In Dubai hergestellte original Dubai Schokolade enthält Tahini. Tahini kann aus geschältem und ungeschältem Sesam bestehen. Sesampaste aus ungeschälten Körnern ist dunkler und vitaminreicher.
- Milch, Butter und Zucker: Geben Süße, Textur und Haltbarkeit.
- Kakaotrockenmasse und Kakaobutter: Bestimmen die Qualität der Schokolade - Kakaotrockenmasse ist das, was entsteht, wenn Kakaobohnen gepresst werden: also Kakaopulver und Kakaobutter.
Allergene und ernährungsrelevante Hinweise
Wenn Sie Dubai Schokolade bestellen, achten Sie auf die Zutatenliste. Für Personen mit Sesamallergie ist wichtig: In den Proben aus der Türkei wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen, was für Personen mit Sesamallergie ein Gesundheitsrisiko darstellt. Wer Zöliakie hat, darf kein Gluten essen. Fakt ist: Dubai Schokolade ist nicht glutenfrei, denn Kadayif wird aus Weizenmehl hergestellt und enthält damit Gluten. Glutenfreie Kadayif sind in Deutschland kaum verfügbar.
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Qualität, Kennzeichnungen und gesetzliche Vorgaben
Was genau in einer Schokolade drinstecken darf, ist genau geregelt. Und zwar in der so genannten Kakaoverordnung. Laut dieser Kakaoverordnung müssen in einer Schokolade mindestens 35 Prozent Kakaotrockenmasse sein. Produkte, die anstatt Kakaobutter andere pflanzliche Fette enthalten - die günstiger sind - sind keine Schokolade.
Die Stiftung Warentest wollte wissen, ob sich der Trend nicht nur für Hersteller und Händler, sondern auch für Kundinnen und Kunden lohnt. Wir haben sechs verschiedene Tafeln Dubai‑Schokolade eingekauft und ins Labor geschickt. Wir wollten wissen: Wie viel Füllung steckt darin und wie viel Pistazie? Und wie ist es um die Qualität bestellt? Finden sich Schadstoffe in den Tafeln?
Untersuchungsergebnisse und Risiken (Stichproben)
Im Dezember 2024 führte die Lebensmittelüberwachung in Baden‑Württemberg eine Untersuchung von acht Proben „Dubai‑Schokolade“ durch: Fünf Proben waren unterschiedliche Chargen eines Herstellers aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), drei stammten von verschiedenen Produzenten aus der Türkei. Dabei wurde der Einsatz von Palmöl anstelle von Kakaobutter in den VAE‑Proben beanstandet, was eine Verbrauchertäuschung darstellt, da das Produkt nicht den rechtlichen Anforderungen für Schokolade entspricht.
Zudem enthielten die VAE‑Proben herstellungsbedingte Verunreinigungen, was ihre Eignung für den menschlichen Verzehr in Frage stellt. In den Proben aus der Türkei wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen. Fast alle untersuchten Proben enthielten zudem künstliche Farbstoffe, die einen höheren Anteil an hochwertigen Zutaten vortäuschten. Bei einer Stichprobe von acht Schokoladeprodukten, die als Dubai‑Schokolade beworben wurden, sind bei einer Untersuchung alle durchgefallen.
Die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter des Landes (CVUA) entdeckten in sämtlichen Proben Verunreinigungen, Farbstoffe, Allergene und Fremdfett in Form von Palmöl. In fünf der acht Proben sei keine Schokolade enthalten gewesen, sondern Palmöl. Außerdem seien sie nicht zum Verzehr geeignet gewesen. Sie enthielten laut CVUA eine fast doppelt so hohe Menge wie der erlaubte Höchstwert für Glycidyl‑Fettsäureester - eine Substanz, die als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft wird.
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Bei einem stichprobenartigen Screening seien in einer Probe mit Pistazienfüllung hohe Anteile an Schimmelpilzgiften (Mykotoxine), vor allem Aflatoxine, festgestellt worden. Der Verdacht auf eine Aflatoxin‑Höchstgehaltsüberschreitung habe sich bestätigt. Die Ware darf bis zur endgültigen Ergebnisermittlung nicht verkauft werden.
Herstellung, Markt und Markenrecht
Die originale Süßigkeit stellt die von der Dubai‑Schokolade‑Erfinderin Sarah Hamouda gegründete Firma „Fix Dessert Chocolatier“ her. Die Dubai‑Schokolade‑Zutaten bleiben überschaubar. Der Begriff ist nicht geschützt. Laut dem Deutschen Patent‑ und Markenamt gab es in Deutschland zum Stand 4. Dezember 2024 insgesamt 19 aktive Markenanmeldungen, die den Begriff „Dubai“ im Zusammenhang mit Süßwaren umfassen. In Europa wurden mehr als 30 ähnliche Markenanmeldungen für Schokolade registriert.
Im Dezember 2024 mahnte ein Importeur andere Hersteller ab, da deren Dubai‑Schokolade nicht in Dubai produziert wird. Trotz der Abmahnungen vertreiben zahlreiche Hersteller weiter unter der Bezeichnung Dubai‑Schokolade. Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie ist der Meinung, dass als „Dubai‑Schokolade“ bezeichnete Schokoladenerzeugnisse auf der ganzen Welt hergestellt werden dürfen.
Preise, Image und Verbraucherhinweise
Dubai Schokolade liegt im Trend. Die Nachfrage ist groß. Mit Preisen um 15 Euro ist die Tafel Schoki kein Schnäppchen. Dubai‑Schokolade symbolisiert Luxus und Exklusivität. Die Angebote sind oft verlockend. Durch gute Marketingstrategien gelingt es nicht selten, auch eher minderwertige Schokoladen unter die Leute zu bringen. Kaufen Sie Dubai Schokolade nicht bei jedem Händler. Wichtig ist, dass es sich um einen bekannten und renommierten Hersteller handelt. Sagt Ihnen der Produzent nichts, schauen Sie sich die Kundenbewertungen an. Eine gute Schokolade steht und fällt mit ihren Zutaten.
| Aspekt | Guter Qualitätsindikator | Warnsignal |
|---|---|---|
| Kakaoanteil | Hoher Kakaoanteil, mindestens 35% Kakaotrockenmasse | Kein Kakao, Ersatzfette wie Palmöl |
| Füllung | Hoher Anteil echter Pistaziencreme und geröstetem Kadaifi | Künstliche Farbstoffe, geringer Nussteil |
| Allergene | Volle Deklaration von Sesam, Nüssen, Gluten | Nicht deklarierter Sesam, undeutliche Zutatenliste |
| Sicherheit | Laborgeprüft, keine Mykotoxine | Aflatoxine, Glycidyl‑Fettsäureester über den Grenzwerten |
Tipps zum Einkauf und zur sicheren Auswahl
- Achten Sie auf die Zutatenliste: Reiner Kakao, Pistazienanteil, deklarierte Tahini/Sesam und kein Palmöl anstelle von Kakaobutter.
- Kaufen Sie bei renommierten Chocolatiers oder offiziellen Anbietern - das Originalprodukt stellt Fix Dessert Chocolatier in Dubai her.
- Bei Allergien: Prüfen Sie auf deklarierte Allergene wie Sesam, Nüsse und Gluten.
- Billigangebote mit hohen Versprechungen bei Farbe oder „viel Pistazie“ sollten skeptisch gemacht werden - oft werden künstliche Farbstoffe eingesetzt, um Farbe zu imitieren.
- Bei Zweifeln: Laboranalysen und Prüfberichte der Lebensmittelüberwachung sind verlässliche Quellen.
Alkohol in Dubai: Relevanz für Schokolade‑Käufer und Reisende
Ist Alkohol trinken in Dubai erlaubt? Das Trinken von Alkohol ist in Dubai grundsätzlich erlaubt, jedoch an bestimmte Regelungen gebunden. Personen, die mindestens 21 Jahre alt sind, dürfen alkoholische Getränke kaufen und konsumieren. Alkoholische Getränke sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht in regulären Supermärkten erhältlich, sondern ausschließlich in speziell lizenzierten Fachgeschäften sowie in Hotels und Restaurants mit entsprechender Ausschankgenehmigung. Der Konsum ist nur in diesen genehmigten Bereichen gestattet.
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Für Touristinnen und Touristen ist wichtig: Alkohol wird in Dubai weder in Supermärkten noch an Tankstellen verkauft. In regulären Supermärkten sind ausschließlich alkoholfreie Alternativen wie alkoholfreies Bier oder alkoholfreier Sekt erhältlich. Erwerb und Konsum von Alkohol in Dubai sind also unter klar definierten gesetzlichen Vorgaben erlaubt, der Ausschank ist auf lizenzierte Einrichtungen beschränkt, während der Konsum in der Öffentlichkeit verboten ist.
Praktische Regeln und Folgen bei Verstößen
- Mindestalter: 21 Jahre für Kauf und Konsum.
- Alkohollizenz: Für den Kauf in lizenzierten Geschäften benötigen Einwohner und Touristen eine Registrierung bzw. Lizenz (Touristen‑Lizenz meist 30 Tage gültig).
- Öffentlicher Konsum: Verboten - Strafen bei Verstößen möglich.
- Fahren: Null‑Promille‑Grenze, strenge Sanktionen bei Verstößen.
- Einfuhr: Reisende dürfen bis zu vier Liter Alkohol oder zwei Kartons Bier einführen.
Warum ist das relevant für Schokolade‑Käufer? Einige exotische oder luxuriöse Süßwaren aus Dubai können in limitierten Editionen alkoholhaltige Aromen oder Liköre als Aroma‑Komponente verwenden. Wenn Sie als Käufer oder Reisender sensibel auf Alkohol reagieren - religiös oder medizinisch - prüfen Sie die Zutatenliste und Produktbeschreibung sorgfältig, besonders bei Importwaren oder handgefertigten Spezialitäten.
Alternative Rezepte und DIY‑Tipps
Wer bei Dubai Schokolade auf den Geschmack gekommen ist, kann kreativ werden und neue Rezeptideen ausprobieren. Datteln und Schokolade aus Dubai sind eine Möglichkeit. Datteln und Teigfäden sind in Deutschland in türkischen Supermärkten erhältlich. Die frischen Teigfäden sind in der Kühltheke unter der Bezeichnung „Kadayif Zate“ zu finden. Einige Geschäfte führen auch bereits geröstete Teigfäden, was die Zubereitung verkürzt.
Wer die Wahl hat, sollte sich für Medjool‑Datteln entscheiden. Diese Sorte ist besonders weich und saftig. Für die Dattelfüllung empfiehlt sich Pistazienmus. Da Datteln viel Eigensüße mitbringen, ist ungesüßtes Pistazienmus die perfekte Kombination. Das Pistazienmus wird mit den gerösteten und klein geschnittenen Teigfäden vermischt. Die Datteln werden mit der Masse gefüllt.
Worauf Verbraucher achten sollten - Checkliste vor dem Kauf
- Lesen Sie die Zutatenliste: Kakaotrockenmasse, Kakaobutter vs. pflanzliche Fette, Pistazienanteil, Tahini/Sesam.
- Prüfen Sie Allergene: Sesam, Nüsse, Gluten sind häufig vorhanden.
- Suchen Sie nach Prüfsiegeln oder Laboranalysen bei teuren Produkten.
- Vertrauen Sie etablierten Herstellern und offiziellen Verkäufern.
- Bei Unsicherheit: Finger weg von Produkten mit undeutlicher Deklaration.
Dubai Schokolade hat weltweit Fans gefunden. Influencer schwärmen von der süßen Kreation und lassen ihre Fangemeinde daran teilhaben. Auch wenn sie mittlerweile rund um den Globus ihre Nachahmer gefunden hat, kreiert wurde die Süßigkeit in Dubai. Damit ergeben sich für Käufer Chancen auf Genuss, aber auch Verpflichtungen, kritisch auf Zutaten, Herkunft und Sicherheitsprüfungen zu achten.
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