Selbstgemachte Dominosteine mit Nougat: Ein Rezept für die Weihnachtszeit

Dominosteine sind ein beliebtes Gebäck in der Advents- und Weihnachtszeit. Die kleinen, schokoladenüberzogenen Würfel mit ihren Schichten aus Lebkuchen, Gelee und Marzipan (oder eben Nougat!) gehören einfach dazu. Dieses Rezept zeigt, wie man Dominosteine mit einer leckeren Nougatfüllung selber machen kann - eine Variante, die nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch etwas leichter und zuckerreduzierter ist.

Was sind Dominosteine?

Dominosteine sind mehr als nur ein süßes Gebäck; sie sind ein Stück Weihnachtsgeschichte. Ursprünglich in den 1930er Jahren als eine Art "Praline für jedermann" vom Chocolatier Herbert Wendler in Dresden kreiert, sollten sie auch weniger wohlhabenden Menschen den Genuss feiner Süßwaren ermöglichen. Wendler verwendete dafür kostengünstige Zutaten wie Lebkuchenreste und Fruchtgelee. Die quadratische Form erinnert an Spielsteine, was den Namen erklärt. Heute gibt es unzählige Variationen, von Dominosteinen mit Fruchtgelee über solche ohne Marzipan bis hin zu Versionen mit Persipan oder eben Nougat.

Warum Dominosteine selber backen?

Es gibt viele gute Gründe, Dominosteine selber zu backen. Zum einen weiß man genau, welche Zutaten verwendet wurden. So kann man beispielsweise auf hochwertige Schokolade achten oder den Zuckergehalt reduzieren. Zum anderen macht das Backen in der Vorweihnachtszeit einfach Spaß und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre. Selbstgebackene Dominosteine sind außerdem ein schönes Geschenk für Freunde und Familie. Und nicht zuletzt schmecken sie einfach besser als gekaufte!

Das Grundrezept für Dominosteine mit Nougat

Dieses Rezept weicht von der klassischen Variante ab, indem es auf Marzipan verzichtet und stattdessen eine Nougatfüllung verwendet. Dadurch werden die Dominosteine nicht nur leichter, sondern auch für diejenigen interessant, die Marzipan nicht so gerne mögen.

Zutaten:

  • Für den Teig:
    • Vanille-Mark (ausgekratzt)
    • Diverse Zutaten (siehe unten, genaue Mengen im vollständigen Rezept)
    • Kokosmilch (Menge nach Bedarf)
    • Eigelb (optional, alternativ mehr Kokosmilch)
  • Für die Füllung:
    • Zimmerwarmer Nougat
    • Apfeldicksaft (oder Apfelkraut)
  • Für den Überzug:
    • Schokolade oder Kuvertüre (dunkle Schokolade empfohlen, da zuckerreduzierter)
    • Öl (für eine flüssigere Konsistenz)

Zubereitung:

  1. Teig zubereiten: Alle Zutaten außer der Kokosmilch in eine Rührschüssel geben. Mit einem Handrührgerät mit Knethaken auf niedrigster Stufe rühren und nach und nach die Kokosmilch unterkneten. Zuletzt das Eigelb oder mehr Kokosmilch hinzufügen. Den Teig für ca. 5 Minuten kneten. Er ist recht klebrig.
  2. Teig ausrollen und backen: Die Arbeitsplatte leicht anfeuchten und eine Backmatte darauflegen, damit sie nicht verrutscht. Den klebrigen Teig auf die Matte geben und mit einem Nudelholz und einem Teigspachtel ein Rechteck von ca. 16 x 22 cm formen. Etwas Mehl auf die Teigoberfläche geben, damit man besser rollen kann. Bei 160 Grad (mittlere Schiene) ca. 25 Minuten backen.
  3. Teig abkühlen lassen und zuschneiden: Den Teig abkühlen lassen und die Ränder begradigen, um ein sauberes Rechteck zu erhalten. Die Teigreste können für andere Rezepte verwendet werden (z.B. Feigen- und Schokokugeln oder falsche Lebkuchen). Die Teigplatte horizontal in der Mitte durchschneiden.
  4. Füllung vorbereiten: Die untere Teigplatte umdrehen, sodass die Schnittseite am Boden liegt. Den zimmerwarmen Nougat zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu einem Rechteck ausrollen, das genauso groß ist wie die Teigplatte.
  5. Füllen: Die untere Teigplatte mit Apfeldicksaft (ca. 0,4 cm dick) bestreichen. Eine Seite der Folie von der Nougatplatte abziehen und die Platte auf die Fruchtschicht legen. Vorsichtig die Folie abziehen. Wieder eine Schicht Apfelkraut auftragen.
  6. Kühlen: Die gefüllten Teigplatten vorsichtig, aber fest in Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  7. Schneiden: Die gekühlten Teigplatten aus dem Kühlschrank nehmen, auspacken und auf ein Brett legen. Gleichgroße Streifen quer und längs schneiden, um Quadrate zu erhalten. Streifen von 1,5 - 2,5 cm Breite schneiden, je nachdem, wie groß die Steine werden sollen. Mit Zahnstochern Markierungen setzen, um die richtigen Abstände einzuhalten. Ein Messer ohne Zacken verwenden und vorsichtig schneiden, um Krümeln zu vermeiden.
  8. Überziehen: Schokolade oder Kuvertüre im Wasserbad zusammen mit etwas Öl schmelzen. In jeden Würfel einen Zahnstocher stecken (nicht ganz durchstechen!). Jeden Stein einzeln in das Schokoladenbad eintauchen, bis zum unteren Rand. Den Zahnstocher in ein Stück Styropor stecken und die Schokolade trocknen lassen.

Tipps und Variationen

  • Vegane Variante: Dieses Rezept ist bereits vegan, wenn man darauf achtet, vegane Schokolade und Nougat zu verwenden.
  • Zuckerreduziert: Dunkle Schokolade enthält weniger Zucker als Kuvertüre. Auch der Apfeldicksaft ist eine gute Alternative zu zuckerhaltigen Konfitüren.
  • Füllung variieren: Anstelle von Nougat kann man auch andere Füllungen verwenden, z.B. Fruchtgelee, Marmelade oder Persipan.
  • Teigreste verwerten: Aus den Teigresten lassen sich tolle Feigen- und Schokokugeln oder falsche Lebkuchen herstellen.
  • Geduld: Dominosteine schmecken nach 2-3 Tagen Durchziehen noch besser.

Dominosteine als Geschenk

Selbstgebackene Dominosteine sind ein ideales Geschenk für die Weihnachtszeit. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch ein Zeichen von Wertschätzung und persönlicher Mühe. Verpackt in einer schönen Dose oder einem kleinen Geschenkkarton, werden sie garantiert Freude bereiten.

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