Rezepte und Dekorationsideen für eine diamantene Hochzeitstorte

Eine diamantene Hochzeit ist ein außergewöhnliches Jubiläum, das eine ebenso besondere Torte verdient. Manche Jubiläen sind etwas ganz besonderes und verdienen eine wunderschöne Hochzeitstorte. Eine Diamantenen Hochzeit ist einfach so ein Anlass. Ich fürchte das kann ich nichtmal mehr annähernd schaffen 😀 Dafür hab ich wohl zu spät geheiratet bzw. dafür sterbe ich wahrscheinlich einfach zu früh weg. Jedenfalls war dieser Tag mal wieder ein guter Anlass für mich, um eine aufwendige Torte zu backen. Ich backe aus Zeitgründen ja nur noch selten so große Kuchen in dieser Art, aber wenn DAS nicht ein perfekter Grund war, dann weiß ich auch nicht. Eine diamantene Hochzeit. Da fackelte ich nicht lange, sondern wusste sofort, die Torte muss glitzern!

Grundrezept für Biskuitböden (3 x Ø 20 cm)

Du benötigst: drei Springformen (Ø 20 cm), Handrührgerät, Schüssel, feine Reibe, Schneebesen, Sieb, Teigschaber, Kuchengitter, Brotmesser, Topf, Teigkarte, Palette, Nudelholz, Stecknadel, Ausstecher, Pinsel. Etwas Fett für die Form, etwas Mehl für die Form, 400 g weiche Butter, 400 g Zucker, 4 Eier (Gr. M). Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Drei Springformen (Ø 20 cm) mit fetten und mit etwas Mehl bestäuben.

Für den Teig Butter mit Zucker schaumig rühren, die Eier nach und nach hinzugeben und die Masse hellcremig aufschlagen. 1 Bio-Orange, 1 TL Vanilleextrakt, 1 Prise Salz, 450 g Weizenmehl (Type 405), 150 g Speisestärke, 4 TL Backpulver. Orange heiß abwaschen, trockenreiben und 3 TL Schale abreiben. Vanilleextrakt und Orangenabrieb zur Butter-Zucker-Masse hinzufügen, Salz unterrühren. Mehl, Stärke und Backpulver in einer Schüssel mischen und sieben, alles zum Teig hinzugeben und verrühren.

Den Teig auf die drei vorbereiteten Springformen verteilen, glattstreichen und im vorgeheizten Backofen für ca. 30 Minuten goldbraun backen. Tortenböden auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und aus der Form nehmen. Die Tortenböden gerade schneiden.

Vanille-Buttercremefüllung

80 g Zucker, 1 Pck. Vanillepuddingpulver, 300 ml Milch. Zucker mit Puddingpulver mischen und mit 3 EL der Milch glattrühren. Die restliche Milch in einen Topf geben und erwärmen. Sobald die Milch kocht, das angerührte Puddingpulver einrühren und unter ständigem Rühren ca. 3 Minuten kochen. Den Vanillepudding in einen tiefen Teller umfüllen. Mit Frischhaltefolie abdecken, damit keine Haut entsteht, und abkühlen lassen.

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Die weiche Butter schaumig aufschlagen. Dann den ausgekühlten Pudding esslöffelweise hinzugeben, alles luftig leicht aufschlagen. Den ersten Tortenboden mit etwas Buttercreme bestreichen. Den zweiten Tortenboden aufsetzen und ebenfalls mit etwas Buttercreme bestreichen. Den letzten Tortenboden aufsetzen. Die Torte für ca. 30 Minuten kühlen, dann ringsum mit etwas Buttercreme einstreichen und mit einer Teigkarte und Palette glattstreichen. Die Torte erneut für ca. 30 Minuten kühlstellen, anschließend erneut mit Buttercreme einstreichen, um eventuelle Unebenheiten auszugleichen.

Noch fruchtiger? Für etwas Frische kannst du deine Buttercreme mit etwas Zitronenabrieb verfeinern und zusätzlich zur Creme frische Himbeeren zwischen die Böden geben.

Einfaches Eindecken mit Fondant

600 g weißer Fondant, etwas Puderzucker zum Arbeiten. Für die Dekoration den Fondant weich kneten und auf einer mit Puderzucker bestreuten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Ausgerollten Fondant über die Torte schlagen, die Ränder fixieren und alles glattstreichen. Bei Bedarf Luftblasen mit einer Stecknadel aufstechen und glattstreichen.

Für die Dekoration 50 g Blütenpaste in Beige (für Schmetterlinge, 2 Rosen, Blätter, Zahl 50), Goldpuder. Aus Blütenpaste Schmetterlinge, Rosen und die Zahl 50 formen bzw. ausstechen und mit Goldpuder bepinseln. Die Fondant-Dekoration mit etwas Wasser bepinseln und an der diamantenen Hochzeitstorte befestigen. Die Torte ergibt ca. 18 Stücke und hält sich gekühlt mindestens 3 Tage.

Elegante diamantene Hochzeitstorte mit Fondant und goldenen Akzenten

Geoden- und Diamantendekor: Funkelnde Akzente für die Torte

Die Idee, die Torte mit essbaren Geoden und Kandis-Kristallen zu bestücken, sorgt für einen spektakulären Effekt. Zuckerkristalle müssen sich langsam ausbilden, in dieser Zeit sollte man die Schalen weder verrücken noch die Alufolie lösen. Nach den zwei Tagen die Steine auspacken, die Alufolie dafür entfernen und das restliche Zuckerwasser in den Steinen ausleeren. Nun die Geoden duchtrocknen lassen (ich habe sie dafür kopfüber auf kleine Gläser gesetzt, damit die übrige Flüssigkeit gut raustropfen konnte. Am besten nun nochmal ein oder zwei Tage trocknen lassen. Nach dem Trocknen glitzern dann auch die innendrin gebildetetn Zuckerkristalle und Ihr könnt Eure Torten nun damit verzieren.

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Die Kristalle der Torte bestanden ganz einfach aus Kandisstücken. Ich habe kleinen Kandis (gibt es in jedem Supermarkt) und großen Kandis (heißen z. B. Kluntjes). Alle Kandisstücke habe ich ganz kurz unter kaltes (!) Wasser gehalten, um den Staub abzubekommen, damit sie nachher auch glänzen. Dafür einfach in einen Sieb füllen. Anschließend habe ich sie sofort abgetrocknet und ausgebreitet komplett trocknen lassen.

Um die Kandisstücke auf einer Torte anzubringen, überzieht man die Torte mit weißem Fondant und stellt sodann einen essbaren Kleber her, der ziemlich fest wird. Das Eiweiß mit der Prise Salz steifschlagen. Währenddessen nach und nach den Puderzucker einrieseln lassen. Alles einige Minuten rühren bis eine dickflüssige Masse entsteht. Den Kleber sodann zügig und dünn verarbeiten. Er trocknet sehr schnell. Dieser weiße Zuckerkleber härtet super aus und hält die Steine (auch die größeren) bombenfest. Die Tortenoberfläche nun immer stückchenweise mit dem Kleber einstreichen und die Kandissteine einzeln daran befestigen. Der Kleber härtet schnell aus, so dass das eigentlich recht einfach ist und die Steine gut halten sollten. Man sollte mit dem Bekleben von unten beginnen, damit die Steine besser aufeinander halten.

Schimmernde Kandis-Kristalle und essbare Geode auf Tortendekor

Grosse Geode als Cake Topper

Gut, der Cake Topper, die Geode, war hergestellt. Wie nun aber die Torte selbst gestalten und zum Funkeln bringen?! Einfach nur mit Fondant überziehen fand ich ziemlich langweilig. Da ich schon lange mal Zuckergeoden herstellen wollte, kam ich auf die Idee, die Torte mit einer solchen zu bestücken. Ich machte mich daher ein paar Wochen vor dem Anlass daran, solche essbaren Steine herzustellen. Und Leute, was soll ich sagen, das geht echt einfach (wenn man denn mal weiß WIE es geht) und macht soooo Spaß! Wie bei allem, das ich erfolgreich ausprobiere, verfiel ich gleich wieder einem Wahn und stellte nicht nur einen Stein her, nein, es mussten ganz viele sein, in allen möglichen Farben.

Ich organisierte kleinen weißen Kandis und großen (sogenannte Kluntjes). Da Kandis leider jedoch nicht glänzend, sondern staubig aus der Verpackung kommt, habe ich ihn ganz kurz unter kaltem (!) Wasser abgespült und dann trocknen lassen. Und siehe da, er glänzte. Mit meinem einfach herzustellenden essbaren Super Glue konnte man die Steinchen dann perfekt und bombenfest auf dem weißen Fondant der Torte aufkleben.

Herstellung von essbaren Geoden und Kandis-Steinen für Tortendekor

Blumengestecke aus Blütenpaste und Rice Krispie-Halbkugeln

Für das Gesteck habe ich ganz viele Rosen, Edelwicken und einige Fliederblüten gemacht (Anleitung für Rosen und Edelwicken). Teilweise hatte ich die Blumen schon zu Hause vorbereitet, teilweise habe ich sie vor Ort zusammen mit meiner Schwiegerfamilie gebastelt. Damit das Gesteck kuppelförmig wird, habe ich eine Halbkugel aus Rice Crispie Masse hergestellt. Diese habe ich mit Royal Icing eingestrichen, um eine glatte weiße Oberfläche zu erhalten. Auf diese Halbkugel habe ich mit Royal Icing die Rosen geklebt. Leider braucht das Icing eine Weile, bis es trocknet und die Rose wirklich klebt. Im Nachhinein hätte ich die Blumen lieber mit Heißkleber befestigt. So ein Gesteck wird ja nicht gegessen, daher kann man im Prinzip auch nicht-essbaren Kleber verwenden. Zu den Rosen habe ich Fliederblüten und Edelwicken auf Draht gesteckt, so dass alle Lücken gefüllt waren. Für so eine Halbkugel braucht man enorm viele Blumen, das hatte ich wirklich unterschätzt. Aber dafür hat sich die Arbeit auch wirklich gelohnt, so ein großes Gesteck in zarten Rosa- und Fliedertönen mit etwas Creme wirkt einfach wunderschön.

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Küppelförmiges Blumengesteck aus Blütenpaste auf Rice Krispie-Halbkugel

Tipps & Tricks für eine stressfreie Vorbereitung

  • Viele Dekorationen lassen sich Tage oder Wochen vorher herstellen: Blütenpaste-Blumen sollten einige Tage vorher gefertigt werden, damit alles schön fest ist und seine Form behält.
  • Fertige Pasten (z. B. Cake Lace) sind praktisch und die angebrochene Masse hält sich meist lange.
  • Beim Arbeiten mit Fondant ist Puderzucker hilfreich, um das Ankleben zu verhindern; Luftblasen kann man mit einer Stecknadel entfernen.
  • Für große, schwere Dekorationen (z. B. Gestecke) kann man uneßbare Hilfsmittel wie Heißkleber oder Kapa-Platten nutzen, da diese Teile nicht verzehrt werden.
  • Beginne beim Bekleben mit Kandis von unten nach oben, so halten die Stücke besser.

Geschichte und Bedeutung

Es gab bereits im alten Rom Hochzeitskuchen zur Feier der Liebe. Rezepte für Hochzeitstorten, so wie wir sie heute in Deutschland kennen, entstanden jedoch erst im 19. Jahrhundert. Begonnen haben Zuckerbäcker mit dem Hochzeitstorten-Backen vermutlich in England. Im Jahre 1859 hat man zur Hochzeit von Königin Viktoria eine dreistöckige Hochzeitstorte gebacken. Vor allem innerhalb des Adels war es populär, zu allen festlichen Anlässen genussvolle Torten anzufertigen. Auch heute sind Rezepte für Hochzeitstorten sehr gefragt.

Rezepte für liebevolle Anlässe

Das von der Dr. Oetker Versuchsküche entwickelte Hochzeitstorten-Rezept „Hochzeitstorte Blütentraum“ leitet zum Beispiel innerhalb von zehn Schritten an, die perfekte Hochzeitstorte mit zwei Buttercremefüllungen und blumiger Deko zu backen. Mit ein wenig Zeit und Lust lässt sich so ein schmackhafter, cremiger Tortentraum erschaffen. Eine Torte für eine Hochzeit zu backen ist eine Herausforderung. Aber mit ein wenig Kreativität und dem richtigen Rezept kann das Backen viel Spaß machen.

Beispiel: Eierlikörkuchen als Basis für diamantene Hochzeitstorte

60 Jahre verheiratet! Unter dieser Hochzeitstorte zur diamantenen Hochzeit steckt der leckere Eierlikörkuchen, gefüllt mit einer Aprikosen-Marzipan-Füllung und karamellisierten Walnüssen. Die Blumen wurde schon einige Tage vorher aus Blütenpaste hergestellt, damit auch alles schön fest ist und seine Form behält.

Zutat Menge / Hinweis
Weizenmehl (Type 405) 450 g
Butter 400 g (weich)
Zucker 400 g (Teig) + 80 g (Pudding)
Vanillepuddingpulver 1 Pck.
Milch 300 ml
Fondant ca. 600 g weiß
Blütenpaste 50 g (Deko)

Viel Spaß beim Planen und Backen eurer diamantenen Hochzeitstorte. Wer sie mit funkelnden Geoden, glänzendem Kandis und zarten Blumen kombiniert, schafft ein unvergessliches Highlight zum großen Jubiläum.

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