Dessert mit Stevia Rezepte: Süße Genüsse ohne Reue
Diäten haben oft den Ruf, dass man auf alles verzichten muss und nicht richtig satt wird. Zum Glück geht die Low Carb Ernährung einen anderen Weg, und man kann dank kohlenhydratarmer Zutaten viele leckere Low Carb Desserts und Süßspeisen zaubern. Gerade bei Low Carb Desserts und Low Carb Süßspeisen ist es wichtig, auf Zuckeralternativen zurückzugreifen und dem gemeinen Haushaltszucker die kalte Schulter zu zeigen. Stevia ist eine solche Alternative, die sich besonders für Low Carb Rezepte eignet.
Was ist Stevia?
Stevia ist ein natürlicher, kalorienarmer Zuckerersatz, der aus den Blättern der Steviapflanze (Stevia rebaudiana) gewonnen wird. Die Pflanze stammt aus Südamerika, wo die Ureinwohner Paraguays sie schon seit Jahrhunderten zum Süßen ihrer Mate-Tees nutzten. Der Süßstoff wird aus den Blättern extrahiert und besteht hauptsächlich aus Steviosiden und Rebaudiosiden. Diese Glykoside sind für den intensiv süßen Geschmack verantwortlich, ohne Kalorien zu liefern.
Vorteile von Stevia
- Kalorienarm: Stevia ist praktisch kalorienfrei und damit ideal für eine Low Carb Ernährung oder für Menschen, die auf ihr Gewicht achten.
- Blutzuckerneutral: Stevia beeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht und ist somit auch für Diabetiker geeignet. Es gibt sogar Studien, die darauf hindeuten, dass regelmäßiger Stevia-Konsum den Langzeitblutzuckerwert HbA1c positiv beeinflussen könnte.
- Zahnschonend: Anders als Zucker wird Stevia von den Bakterien im Mund nicht verstoffwechselt, was bedeutet, dass keine Säuren entstehen, die den Zahnschmelz angreifen.
- Antioxidative Wirkung: Stevia besitzt antioxidative Eigenschaften.
- Kann Insulinsensitivität und Glucosetoleranz verbessern: Studien deuten darauf hin, dass Stevia diese Aspekte positiv beeinflussen kann.
- Positive Wirkung auf Bluthochdruck: Es gibt Hinweise, dass Stevia bei Bluthochdruck helfen kann.
Nachteile von Stevia
- Geschmack: Stevia schmeckt anders als Zucker. Manche Menschen empfinden den Geschmack als leicht lakritzartig oder mit einem metallischen Nachgeschmack. Die Süße setzt etwas verzögert ein, hält dafür aber länger an.
- Bitterstoffe: Einige Konsumenten schmecken Bitterstoffe in Stevia heraus, was auf Bitterrezeptoren auf der Zunge zurückzuführen ist. Je nach genetischer Veranlagung können diese Bitterstoffe verstärkt wahrgenommen werden.
- Qualität: Stevia wird im Handel oft mit Füllstoffen wie Maltodextrin gestreckt, was die gewünschten Eigenschaften zunichtemachen kann. Daher ist es wichtig, auf die Qualität des Produkts zu achten.
Stevia im Vergleich zu anderen Zuckeralternativen
Neben Stevia gibt es noch weitere Zuckeralternativen, die für Low Carb Desserts verwendet werden können:
- Erythrit: Ein Zuckeralkohol mit etwa 70 % der Süßkraft von Zucker, aber ohne Kalorien und ohne Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Es kann einen leicht kühlenden Nachgeschmack haben und karamellisiert nicht.
- Xylit: Hat die gleiche Süßkraft wie Zucker, aber weniger Kalorien (240 Kalorien je 100 Gramm). Es hat eine antikariogene Wirkung, kann aber bei übermäßigem Verzehr abführend wirken und ist giftig für Hunde und Hasen.
- Andere natürliche Süßungsmittel: Bananen, Datteln, Äpfel, Ahornsirup und Honig können ebenfalls zum Süßen verwendet werden, enthalten aber im Vergleich zu Stevia und Erythrit mehr Kalorien und Kohlenhydrate.
Stevia in der Küche: Tipps und Tricks
Stevia ist vielseitig einsetzbar, sowohl in süßen als auch in herzhaften Gerichten. Hier sind einige Tipps für die Verwendung von Stevia in der Küche:
- Dosierung: Stevia hat eine hohe Süßkraft (200 bis 300-mal süßer als Zucker), daher sollte es sparsam verwendet werden. Eine grobe Faustregel: 1 TL Zucker entspricht etwa 2-3 Tropfen flüssigem Stevia-Extrakt oder einer Messerspitze Steviapulver.
- Getränke: Stevia eignet sich hervorragend zum Süßen von Getränken wie Limonade, Eistee, Smoothies, Proteinshakes, Kaffee und Tee.
- Backen: Beim Backen mit Stevia ist es wichtig zu beachten, dass Stevia keine Feuchtigkeit bindet. Daher kann es notwendig sein, etwas mehr Flüssigkeit oder ein Ei mehr zum Teig hinzuzufügen. Flüssige Stevia-Extrakte eignen sich gut für saftige Kuchen.
- Desserts: Stevia ist ideal für Desserts wie Vanillepudding, Schokocreme, Obstsalate, Kompotte und Fruchtpürees.
- Herzhafte Gerichte: Stevia kann auch in herzhaften Gerichten verwendet werden, um Dressings, Marinaden, Tomatensoßen, Barbecue-Saucen und asiatische Gerichte zu süßen.
Stevia Rezepte
Low Carb Panna Cotta mit Beerenpüree
Zutaten:
- Panna Cotta:
- 400 g Sahne
- 1 Vanilleschote
- 50 g Stevia (oder andere Süßungsmittel, Menge entsprechend anpassen)
- 2 Blatt Gelatine
- Beerenpüree:
- 250 g frische oder aufgetaute Beeren
- Stevia nach Geschmack
- 1 Blatt Gelatine
- Eine Handvoll Beeren zur Dekoration
Zubereitung:
- Panna Cotta: Stevia mit der Sahne und dem Mark einer Vanilleschote aufkochen, bis sich das Süßungsmittel gut auflöst. Dabei bleiben und rühren, damit die Sahne nicht überkocht. Für etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen.
- Gelatine für etwa 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen.
- Den Topf vom Herd nehmen. Die Gelatine ausdrücken, zur Sahne hinzugeben und unter Rühren in der Sahne auflösen.
- Die Panna Cotta in Schälchen oder verschließbare Gläser füllen und für mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, kühlen.
- Beerenpüree: Die Gelatine für etwa 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen.
- Die frischen oder aufgetauten Beeren mit dem Stevia pürieren. Eine Handvoll Beeren für die Deko übrig lassen.
- Das Beerenpüree kurz im Topf aufkochen und vom Herd nehmen. Anschließend die Gelatine ausdrücken und unter das Püree rühren.
- Das Beerenpüree über die gekühlte Panna Cotta geben und mit frischen Beeren dekorieren.
Kaffee Plätzchen (Low Carb Variante)
Zutaten:
(Die genauen Mengenangaben variieren je nach Rezept, aber hier sind die typischen Zutaten in einer Low Carb Version)
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- Mandelmehl
- Kokosmehl
- Erythrit oder Stevia
- Butter
- Eier
- Zartbitterschokolade (mit hohem Kakaoanteil)
- Espresso oder starker Kaffee
- Kakaopulver
Zubereitung:
- Die trockenen Zutaten (Mandelmehl, Kokosmehl, Süßungsmittel, Kakaopulver) vermischen.
- Die Butter schmelzen und mit den Eiern und dem Espresso verrühren.
- Die flüssigen Zutaten zu den trockenen Zutaten geben und zu einem Teig verkneten.
- Den Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen.
- Die Plätzchen auf einem Backblech verteilen und im vorgeheizten Ofen backen.
- Die Zartbitterschokolade schmelzen und die abgekühlten Plätzchen damit verzieren.
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