Kreative Deko-Ideen für Kekse: Backen und Verzieren
Die Tage werden kürzer, die Stimmung besinnlicher - und in der Weihnachtsbäckerei werden so langsam die Öfen vorgeheizt. Die Adventszeit steht vor der Tür und damit startet offiziell auch die Plätzchen-Saison! Doch damit kommt auch die Frage aller Fragen auf: Was für Weihnachtsgebäck gibt es in diesem Jahr? - Und vor allem: Wie verziere ich meine Plätzchen?
Was sind Plätzchen und Kekse?
Plätzchen sind feine, süße Backwaren, die in Deutschland zunächst seit dem 18. Jahrhundert bei den Damen der gehobenen Gesellschaft zum Kaffeekränzchen äußerst beliebt waren. In Österreich werden Plätzchen „Kekse“ genannt, in der Schweiz „Biscuits“. Das Wort „Plätzchen“ ist dabei einfach eine verniedlichte Form des Wortes „Platz“, mit dem einfach ein flach geformter Kuchen gemeint war. Plätzchen gehören typischerweise zum Weihnachtsgebäck und werden in der Adventszeit gerne selber gebacken und verziert, aber auch industriell hergestellt und gekauft.
Die Begriffe sind heutzutage nicht eindeutig voneinander trennbar. In Österreich werden Plätzchen immerhin auch Kekse genannt. In der ursprünglichen Bezeichnung handelt es sich bei Plätzchen jedoch um Luxusbissen, die einst mit teuren Zutaten wie Schokolade, Zucker und Mandeln verziert zum Kaffee gereicht wurden - quasi wie kleine Kuchen. Kekse hingegen sind rustikaler, kommen ohne viel Schnickschnack aus und waren im 18. Jahrhundert ursprünglich als Proviant für lange Schiffsreisen gedacht.
Welche Plätzchen-Arten und Teige gibt es?
Die klassischen Weihnachtsplätzchen werden aus einem ausgerollten Teig mithilfe von Formen ausgestochen. Bei anderen Plätzchen - wie etwa Vanillekipferln - kommen keine Formen zum Einsatz. Hier wird bspw. der Teig aufgerollt und dann die einzelnen Kipferl heruntergeschnitten. Zu den unterschiedlichen Teigen zählen beispielsweise der klassische Mürbeteig für Butterplätzchen oder Spekulatius-Teig. Aber auch die Teige für Zimtsterne und Teig für Vanillekipferl gehören zu den süßen, geschmackvollen Adventsplätzchen.
Aber auch ausgefallene Varianten wie etwa Crème-brûlèe-Cookies mit Himbeersalz gehören mittlerweile mit in den Plätzchen-Kosmos. Abgesehen von Teig und Form unterscheiden sich viele Plätzchen in der Art und Weise sowie den Zutaten, mit denen sie dekoriert werden.
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Wie backt und formt man Plätzchen?
Nachdem man sich für einen Teig wie zum Beispiel unser Grundrezept für Butterplätzchen entschieden hat, gilt es diesen gut zu kneten und je nach Rezept kalt zu stellen. Anschließend wird der Teig auf einer bemehlten Fläche ausgerollt. Am besten gelingt das mit einem Nudelholz. Sollte keins vorhanden sein, kann man aber auch eine Glas- oder Plastikflasche nehmen, diese gut bemehlen und schon kann losgerollt werden.
Anschließend werden die gewünschten Plätzchen geformt bzw. ausgestochen. Die darauffolgende Backzeit variiert je nach Dicke und Form der Plätzchen zwischen 10-25 Minuten. Zunächst sollte der Teig etwa 0,5 cm dick auf einer bemehlten Fläche ausgerollt werden. Dann kann es ans Ausstechen gehen.
Dabei gehören zu den klassischen Ausstechformen zur Weihnachtszeit unter anderem Herzen, Sterne, Sternschnuppen, Schneeflocken, Glocken, Stiefel, Tannenbäume und Monde. Mittlerweile gibt es aber auch ausgefallenere Formen, die bspw. auf Filmcharaktere anspielen. Um die Plätzchen unbeschadet aus dem Teig zu stechen, ruckelt man sie am besten vorsichtig hin und her, bis sie sich von der Arbeitsfläche lösen.
Anschließend hebt man die Form mit dem ausgestochenen Teig an und löst das Plätzchen vorsichtig aus der Form. Bei detailreichen Formen mit vielen Spitzen, Ecken und Kanten ist nun besondere Sorgfalt geboten, damit diese nicht abbrechen - hierbei kann auch ein Messer hilfreich sein. Alternativ kann man auch zunächst den gesamten Teig ausstechen und dann die Ränder wegnehmen. Dadurch fällt das anschließende Anheben der Plätzchen leichter.
Verzieren: Vor dem Backen oder danach?
Das ist die große Frage und gleichzeitig auch die Königsdisziplin der Plätzchen-Kunst. Generell gilt: Alles was schmeckt, ist erlaubt! Allerdings sollte man sich entscheiden, ob man seine Plätzchen VOR oder NACH dem Backen verzieren möchte.
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Plätzchen vor dem Backen verzieren
Die Plätzchen sind fertig ausgestochen, liegen auf dem Blech, sind eigentlich bereit für den Ofen, aber euch fehlt noch das gewisse Etwas? Dann solltet ihr eure Plätzchen vor dem Backen verzieren.
- Mit Keks-Stempeln: Bevor ihr eure Plätzchen als langweilig abstempelt, stempelt sie doch lieber mit Keks-Stempeln! Die gibt’s mit den verschiedensten Motiven und Sprüchen im Einzelhandel oder online zu kaufen. Einfach mit sanftem Druck kurz vor dem Backen auf den Plätzchen-Rohling drücken und schon habt ihr euer Gebäck personalisiert!
- Tipp: Wenn ihr keine Keks-Stempel habt, schaut euch mal in eurem Haushalt um. Bestimmt findet ihr das ein oder andere schöne Muster auf z.B. Böden von Gläsern, mit denen ihr eure Keks-Rohlinge prägen könnt!
- Mit Eigelb und Streuseln: Wer seine Plätzchen besonders knusprig haben möchte, kann sie auch ganz einfach vor dem Backen schon mit etwas Eigelb bestreichen. So werden sie besonders knackig und glänzend. Dafür einfach das Ei trennen, das Eigelb verquirlen und Plätzchen mit einem Backpinsel bestreichen. Wenn kein Pinsel vorhanden ist, tut es aber auch ein Stück Küchenpapier, ein Messer, ein Teigschaber oder - ganz basic - auch einfach der bloße Finger.
- Weiterer Vorteil: Durch das Eigelb haften jegliche Streusel super gut auf den Plätzchen. Bunte Zuckerstreusel, Schokostreusel, Mandelsplitter, gehackte Nüsse, Kokosflocken und und und…
Plätzchen nach dem Backen verzieren
Nun sind eure Plätzchen goldgelb fertig gebacken und es duftet in der ganzen Küche nach den frisch gebackenen Advents-Lieblingen. Jetzt kann es endlich an das eigentliche Highlight für viele Plätzchen-Bäcker*innen gehen: Verzieren, dekorieren und garnieren.
Mit Schokolade
Zugegeben - Schokolade geht ja eigentlich zu jeder Jahreszeit und in jeder Form. Wir finden aber, dass Schoki auf Weihnachtsplätzchen eine ganz besonders gute Figur abgibt. Um kunstvoll verziert werden zu können, müssen eure fertig gebackenen Plätzchen zunächst vollständig auskühlen. Das gelingt besonders gut auf einem Gitter oder Rost.
In der Zwischenzeit könnt ihr die Kuvertüre eurer Wahl schon einmal in einem Wasserbad schmelzen. Je nach Geschmack könnt ihr dunkle, weiße oder Vollmilchschokolade nutzen. Achtet unbedingt darauf, dass die Temperatur nicht zu hoch ist. Sonst brennt die Schokolade an oder die Kakaobutter löst sich heraus und hinterlässt einen weißen Film, nachdem die Schokolade wieder getrocknet ist. Etwa 30-35 °C reichen in eurem Wasserbad vollkommen aus. Alternativ kann die Kuvertüre auch bei 600 Watt für eine Minute in der Mikrowelle verflüssigt werden. Achtet hier aber unbedingt auf eine mikrowellenfeste Schüssel!
Die flüssige Schokolade kann dann entweder mit einem Löffel, einem Pinsel oder einem Spritzbeutel auf eure Kekse aufgetragen werden. Natürlich könnt ihr die Plätzchen auch einfach mit der Hand oder einer kleinen Zange in die Schoki eintauchen. Dabei könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen, ob ihr die ganzen Plätzchen mit Schoki überzieht, nur zur Hälfte oder vielleicht sogar in Mustern? Anschließend muss die Schokolade gut aushärten. Dafür stellt ihr eure Meisterwerke am besten für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank.
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Idee: Euer Plätzchen hat schon einen Mantel in dunkler Schokolade bekommen? Wie wäre es mit weißer Schokolade on Top zur Deko? Achtet nur unbedingt darauf, dass die erste Schicht bereits komplett ausgehärtet ist.
Tipp: Mit einer Prise Zimt bekommt eure Schoko-Kuvertüre einen besonders weihnachtlichen Touch!
Mit Royal Icing
Don’t call it Zuckerguss! Sondern Royal Icing - wenn schon, denn schon... Mit unserem königlichen Plätzchen-Topping verleiht ihr eurem Weihnachts-Gebäck einen zuckersüßen Anstrich. Einfach mithilfe eines Pinsels oder Spritzbeutels nach Belieben auf die Plätzchen auftragen und aushärten lassen. Dabei könnt ihr natürlich entweder das ganze Plätzchen mit dem Icing toppen oder Muster malen.
Weißes Royal Icing ist euch zu langweilig? Mit einem Tropfen Lebensmittelfarbe könnt ihr das fertig angerührte Icing in die verschiedensten Farben einfärben. Je mehr Farbe ihr verwendet, umso intensiver wird die Farbe des Royal Icing. In unserem Royal Icing Grundrezept erfahrt ihr alles rund um das edle Keks-Topping!
Mit etwas Lebensmittelfarbe bekommt euer Royal Icing und somit auch eure Plätzchen den richtigen Anstrich! Unsere Verzier-Ideen sind natürlich auch super easy miteinander kombinierbar. Wie wäre es zum Beispiel mit gestempelten Plätzchen, die nach dem Backen mit Royal Icing gepimpt werden? Oder Mandelsplitter auf euren mit Schokokuvertüre überzogenen Plätzchen? Erlaubt ist alles, was schmeckt … und natürlich weihnachtlich gut aussieht.
Das nötige Zubehör zum Verzieren
Als erstes zeige ich dir, welche Utensilien du für den Anfang benötigst. Später kommt noch das eine oder das andere hinzu, aber für den Anfang reichen diese Dinge völlig.
- Lebensmittelfarben: Lebensmittelfarben gibt es von verschiedenen Firmen, z. B. Wilton, Squires Kitchen, Rainbow Dust usw. Sie sind entweder in Gel-, Pasten-, in Pulverform oder flüssig erhältlich. Ich habe mit den Wilton-Gelfarben angefangen und liebe sie immer noch!
- Tüllen: Tüllen gibt es in Hülle und Fülle, die Auswahl ist riesig! Am Anfang wird man von der Vielzahl erschlagen, da man erst mal durchblicken muss, wofür welche Tülle sich eignet. Ich rate dir, für den Anfang erst mal nur Tüllen mit einem runden Loch in den Größen 1, 2 und 3 zu kaufen.
- Einweg-Spritzbeutel: Achte darauf, nicht die größten zu nehmen, da du sie nicht brauchst, es reicht die Größe von ca. 15 cm. Wenn du Spritzbeutel ohne Schweißkante bekommst, hast du den Vorteil, dass du keine Tüllen benötigst.
- Squeeze-Flaschen: Es gibt diese Flaschen in verschiedenen Größen und Ausführungen. Je nachdem, womit du am besten zurecht kommst, ob mit Spritzbeutel oder Flasche, das bleibt dir überlassen.
- Zahnstocher/Nadel: Damit kannst du das Icing bis zu den Rändern des Cookies anbringen, auf deinen Keks verteilen und sonstige Bläschen anpieksen, damit die Oberfläche glatt und nicht wie mit Pickeln übersät aussieht.
- Küchenpapier und Anti-Rutschmatten: Küchenpapier solltest du immer in deiner Nähe haben. Als Untergrund für den zu verzierenden Keks nehme ich entweder Küchenpapier oder ich schneide mir Quadrate von den Anti-Rutschmatten.
- Icing: Icing kannst du entweder selber machen oder kaufen. Ich rate dir, erstmal das Icing selber zu machen, damit du diese Grundlage hast.
Praktische Tipps, Übung und Stil
Etwas ganz Wichtiges… brauchst du allerdings auch noch, und das ist….Geduld!! Und wenn Du sagst, ja, Tchakka!, Geduld habe ich, dann brauchst du noch….Übung! Und wenn du jetzt sagst, yeaahh Tchakka!, üben will ich sowieso - na, dann wünsche ich dir viel Spaß mit deinen Keksen und mit dem Verzieren! Übung macht den Meister…
Am Anfang wirst du erschlagen sein von all den Dingen und Möglichkeiten, die es gibt, um Kekse zu verzieren. Mit der Zeit wirst du deine eigenen Vorlieben zum Verzieren kennenlernen und auch deine persönliche Note in jedem Keks wiederfinden. Ich möchte dich nach und nach an das Verzieren der Kekse heranführen und Schritt für Schritt erklären, wie du deine Kekse gestalten kannst und dir verschiedene Techniken zeigen, was alles in der Kekswelt möglich ist.
Stil-Ideen: Skandinavisch, Bunt oder Minimalistisch
Wir haben uns dieses Jahr noch einmal für den skandinavischen Stil entschieden, da es uns dieser bereits im letzten Winter angetan hat. Für diesen schlichten Stil haben wir das Royal Icing nicht gefärbt, sondern einfach weiß gelassen. Natürlich könnt ihr das Royal Icing nach Lust und Laune einfärben und eigene, bunte Kreationen erschaffen.
Beim Verzieren deiner Kekse kannst du sehr kreativ sein und deiner Fantasie freien Lauf lassen, mit den verschiedensten Farben und Zutaten spielen, Perlen und Schokostreusel anbringen, mit Icing, Schokolade oder Fondant überziehen, bemalen etc., je nach Laune und Geschmack.
Aufbewahren und Verschenken
Eure fertigen Plätzchen solltet ihr am besten kühl, luftdicht und trocken lagern. So bleiben sie ca. 4 Wochen lang lecker. Der Kühlschrank eignet sich allerdings nicht so gut zur Aufbewahrung, da die extreme Kälte eure Plätzchen bröckeln lässt. Ideal sind hingegen Keksdosen, z.B. aus Metall, mit einem luftdichten Deckel.
Die Plätzchen sind fertig verziert, alles ist ausgehärtet? Dann sind eure selbstgemachten Plätzchen nicht nur für euch selbst und eure Lieben zuhause die perfekte Weihanchts-Nascherei, sondern eigenen sich auch hervorragend als kleines Geschenk in der Adventszeit. Ob bei der Oma zum Adventsbrunch eingeladen oder mit der besten Freundin zum Glühweintrinken verabredet - eine kleine Tüte selbstgemachter Plätzchen punktet garantiert immer.
Tipp: Entweder die Plätzchen in eine kleine Plastiktüte packen, Geschenkband drum und fertig oder für eine plastikfreie Geschenkalternative eine schöne Serviette anstelle des Plastikbeutels nutzen und mit einem Juteband zusammenbinden. Beim Verschenken solltet ihr allerdings noch dazu erwähnen, dass sich die Plätzchen in dieser Variante nur leider nicht ganz so lange halten. Aber bei so leckeren Plätzchen ist das vermutlich ja auch gar nicht nötig, so schnell wie sie verputzt sein werden.
Inspiration und neue Produkte
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Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit, deswegen sind auch wir fleißig am Backen. Gerade rechtzeitig sind dafür auch unsere neuen, selbst gestalteten Keksausstecher von CutterSweet angekommen. Ab sofort gibt es bei uns im Sortiment auch ein Tannenbaum-Set, eine Fichte und ein Waldtiere-Set bestehend aus Reh, Hase und Pilz.
Zu allererst müssen die Kekse gebacken werden. Dafür könnt ihr ganz einfach eurer Lieblingskeksrezept verwenden oder als Alternative auch unser Mandel-Butter-Spekulatius-Rezept. Nach dem Backen dürft ihr eure Plätzchen nach Lust und Laune mit Royal Icing und buntem Streudekor dekorieren. Eine Anleitung zum Arbeiten mit Royal Icing findet ihr in unserem dazu passenden Blogbeitrag.
Hier haben wir nun ein paar unserer Lieblingskekse für euch ausgesucht, als Anregung wie eure Plätzchen aussehen könnten. Lasst euch inspirieren und viel Spaß beim Backen.
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