DDR Rezept Kuchen mit Pudding Füllung: Von LPG-Kuchen bis Streuselkuchen – Ostdeutsche Backkunst im Blick
Ein Stückchen Kuchen am Nachmittag ist einfach herrlich und lecker - doch es gibt Kuchen-Rezepte, bei denen ein einzelnes Stück überhaupt nicht reicht. Denn: Sie sind so frisch, cremig und lecker, dass man gut und gern ein halbes Blech in sich hineinlöffeln könnte. Dieses Rezept für Omas Blechkuchen mit Pudding und Schokolade ist eines davon - es stammt aus dem DDR-Kochbuch, ist cremig, gut gekühlt eine Wohltat im Sommer - und das perfekte Dessert am Nachmittag. Hier kommt das leckere Rezept für den Pudding-Kuchen mit Schoko-Glasur.
Dieser Blechkuchen erinnert an ein Rezept, das noch viele von früher kennen dürften: Die Rede ist vom LPG-Kuchen. Auch dieser Blechkuchen besteht traditionell aus einem Teigboden, einer Puddingcreme und einem glänzenden Schokoladenguss, hier werden allerdings als Zwischenschicht noch Butterkekse eingebaut, die in Schnaps getränkt wurden. So süffig muss es aber gar nicht sein, auch dieser Blechkuchen, der nur aus Boden, Pudding und Schokolade besteht, ist herrlich lecker. Die kleinen Kuchen-Schnitten sind ruckzuck weggenascht - und weil kein Alkohol drin ist, darf hier sogar die ganze Familie zugreifen.
Beim Wetter droht Chaos: Experte warnt vor Tornados! Wie schlimm trifft uns das Unwetter? Tipp: Kühlen Sie den Küchen vor dem Servieren richtig durch. Wenn der Pudding und der Schokoladenguss richtig kalt sind, schmeckt der Kuchen aus dem DDR-Backbuch zu einer Tasse Kaffee auch im Sommer einfach himmlisch!
Für den Teig brauchen Sie: 500 Gramm Mehl, 30 Gramm frische Hefe, 250 Milliliter Mehl, 75 Gramm Zucker, 1 Ei, 60 Gramm Butter, 1 Prise Salz. Für die Füllung: 1,5 Liter Milch, 4 Päckchen Vanille-Puddingpulver, 120 Gramm Zucker. Für den Schoko-Guss: 250 Gramm Kokosfett, 100 Gramm Zucker, 1 Ei, 5 Esslöffel Milch, 50 Gramm Kakaopulver.
Zubereitung der Pudding-Variante
Zuerst bereiten Sie einen Vanillepudding zu. Dafür 100 Milliliter Milch mit den vier Päckchen Puddingpulver und dem Zucker in einer Schüssel gut verrühren. Die übrige Milch aufkochen, die Pudding-Mischung einrühren und unter Rühren einmal blubbernd aufkochen lassen. Den fertigen Pudding vollständig abkühlen lassen - wer eine Lage Frischhaltefolie auf die Oberseite des Puddings legt, verhindert damit, dass sich eine Haut bildet.
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Für den Teig die Milch leicht anwärmen, den Zucker hinzugeben und die Hefe hineinbröckeln. Alles mit einem Holzlöffel gut verrühren, bis die Hefe aufgelöst ist. Das Mehl in eine Schüssel geben. Eine große Mulde in die Mitte drücken, Hefe-Milch hineingießen, mit etwas Mehl vom Rand verrühren, abdecken und 20 Minuten gehen lassen. Wenn der Vorteig leicht geblubbert hat, die Butter zerlassen und zusammen mit Ei und Salz in die Schüssel geben. Alles mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Dann am besten mit der Hand weitere zehn Minuten durchkneten. In eine Schüssel legen, mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort für etwa eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen des Teigs merklich vergrößert hat.
Teig in zwei Hälften teilen, jede davon auf Blechgröße ausrollen. Eine Teig-Lage auf das Blech geben, die Puddingcreme darauf verteilen und alles mit der anderen Teig-Platte zudecken. Im Ofen (180 Grad Ober- und Unterhitze) für etwa 30 Minuten backen. Dann den Blechkuchen mit Pudding vollständig abkühlen lassen. Wenn er kalt ist, Kokosfett schmelzen. In einer Schüssel Zucker, Kakao, Ei und Milch gut verrühren. Nach und nach das geschmolzene Kokosfett zugeben und gut einrühren. Den Guss auf dem Kuchen verteilen, fest werden lassen. Kühlen, bis der Kuchen serviert wird.
DDR-Streuselkuchen mit Vanillepudding-Füllung
Ein weiterer Klassiker aus DDR-Zeiten ist der Streuselkuchen mit Puddingfüllung. Dieser lässt sich gut als Blechkuchen zubereiten und bietet mehrere Variationen - mit fruchtiger Füllung oder purer Pudding-Schicht, bedeckt von knusprigen Streuseln.
Für den Boden benötigen Sie: 200 Gramm Mehl, 120 Gramm Butter, 1 Ei, 2 EL Schlagsahne, 1 EL Wasser, 5 EL Zucker, eine Prise Salz. Für die Streusel: 200 Gramm Mehl, 150 Gramm Butter, 200 Gramm Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, eine Prise Salz. Für die Füllung: 2 Päckchen Puddingpulver Vanille, 1 Liter Milch, 4 Esslöffel Zucker.
Und so geht das Rezept: Zuerst bereiten Sie den Pudding zu, denn er sollte etwas abkühlen. Geben Sie die Milch in einen großen Topf und rühren Sie den Zucker ein. 8 Esslöffel Milch rühren Sie in ein Gefäß mit dem Puddingpulver zusammen, bis keine Klümpchen mehr in der Flüssigkeit sind. Die restliche Milch zum Kochen bringen, Pudding-Mischung einrühren und alles unter ständigem Rühren erneut aufkochen. Vom Herd nehmen und eine Schicht Frischhaltefolie auf die Oberfläche legen - Haut vermeiden.
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Für den Boden schlagen Sie Butter mit Zucker und Salz cremig, rühren das Ei dazu und rühren nach und nach Mehl unter, immer im Wechsel mit Sahne und Wasser. Den fertigen Teig auf dem Blech verteilen, Rand hochziehen. Den Boden mehrmals einstechen und bei 180 Grad Umluft vorheizen. Die Hälfte bis zwei Drittel des Teigs als Boden fest andrücken. Den restlichen Teig als Streusel bereitstellen.
Auf den Boden die Puddingfüllung streichen, dann die Streusel darüber verteilen. Den Kuchen backen, bis die Streusel goldbraun sind (ca. 45-50 Minuten). Vor dem Anschneiden etwas abkühlen lassen, damit die Puddingfüllung fest wird. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben oder mit Sahne oder Vanilleeis servieren.
Dieser Streuselkuchen lässt sich auch flexibel gestalten: Früchte wie Kirschen, Äpfel oder Beeren können vor dem Backen auf die Puddingfüllung gegeben werden. Ob rund oder eckig, eine Springform oder ein Backblech - das Rezept passt sich an Ihre Küchenausstattung an.
Beispiele weiterer DDR-Variante und persönliche Anekdoten
Eine besonders klassische Assoziation ist der LPG-Kuchen, der Schichtkuchen mit Boden, Puddingcreme, Butterkeksen in Weinbrand getränkt und einer Schokoladenglasur. Die Abkürzung im Namen steht für die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, da sämtliche Zutaten in der DDR leicht erhältlich waren. Doch auch ohne alkoholische Zwischenlage schmeckt der Kuchen fantastisch - und bleibt ein Stück DDR-Geschichte auf der Kaffeetafel.
Eine weitere, oft genutzte Variante bezeichnete man familiär als „Beerdigungskuchen“ - eine Bezeichnung, die sich auf ein Ritual der Tafeln nach Beerdigungen bezieht. Dennoch ist der Kuchen reich an Aromen: Hefeteig, Vanillepudding, Schokoladenguss - eine harmonische Dreigliederung, die in vielen Familien weiterlebt.
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Besonderheiten der Zubereitung: Beim Puddingkochen darauf achten, Hautbildung zu vermeiden, ggf. Frischhaltefolie direkt auf die Puddingoberfläche legen. Beim Hefeteig die Temperatur der Flüssigkeit beachten (nicht mehr als ca. 37-38 Grad), damit die Hefe arbeiten kann. Das Ausrollen des Teiges erfordert Geduld, aber mit etwas Übung gelingt es, eine gleichmäßige Decklage zu legen, die später den Puddingboden bedeckt.
Dieser DDR-Puddingkuchen verbindet einfache Zutaten mit nostalgischem Geschmack und erinnert an gemütliche Nachmittage bei Oma. Die Kombination aus zartem Hefeteig, cremiger Vanillepudding-Füllung und knusprigen Streuseln oder einer glatten Schoko-Glasur schmeckt sowohl im Westen als auch im Osten zeitlos gut.
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Der Streuselkuchen mit Vanillepudding-Füllung lässt sich auch hervorragend als Obstkuchen adaptierten: Früchte auf der Puddingschicht geben dem Kuchen eine fruchtige Note, während die Streusel eine knusprige Kruste liefern.
Tabellarische Daten zum DDR-Rezeptuniversum
| Rezeptname | Hauptzutaten | Typ | Backzeit |
|---|---|---|---|
| Pudding-Kuchen mit Schoko-Guss | Teigboden, Vanillepudding, Kokosfett-Guss, Kakao | Blechkuchen | 30 Minuten |
| Streuselkuchen mit Puddingfüllung | Boden, Vanillepudding, Streusel | Blech-/Springform | 45-60 Minuten |
| LPG-Kuchen | Teigboden, Puddingcreme, Butterkekse, Schokoladenguss | Schichtkuchen | ca. 25-50 Minuten |
Ob als klassischer Streuselkuchen oder als Pudding-Schichtkuchen - DDR-Rezepte beweisen, dass einfache Zutaten großartige Geschmackserlebnisse liefern können. Sie laden dazu ein, Erinnerungen zu teilen, Nachmittage zu versüßen und das Gefühl einer vergangenen Zeit mit jedem Bissen neu zu erleben.
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