Rezept für Crêpes mit Zucker

Wenn ich mit meiner Familie über Jahrmärkte oder Weihnachtsmärkte schlendere, führt kein Weg am Crêpes-Stand vorbei. Aus allen Ecken duftete es nach süßen Leckereien und zack stehen wir vor dem Crêpes-Stand. Die zarten, weichen Pfannkuchen mit ihrer Vielfalt an köstlichen Füllungen sind einfach unwiderstehlich.

Warum selber machen?

So köstlich die gekauften Crêpes auch sind, haben sie doch ihren Preis. Spätestens beim Griff zum Portemonnaie wird klar: Die Dinger sind nicht nur richtig lecker, sondern auch echt teuer, wenn jeder aus der Familie einen will. Also dachte ich mir irgendwann: Warum nicht einfach selber machen? Deshalb haben wir uns ein Crêpes-Maker zugelegt. Klar, die Anschaffung kostet erstmal ein bisschen was. Aber dann kannst du sparen - und alle können auch mal locker zwei oder drei Stück essen.

Crêpes-Stand auf dem Jahrmarkt

Dieses Grundrezept: Zutaten

Für mein Crêpes-Rezept verwende ich wenige, einfache Zutaten, die perfekt miteinander harmonieren. ▢ 5 Eier - Größe M ▢ 375 ml Vollmilch ▢ 200 g Mehl - Type 405 ▢ 125 ml Mineralwasser - sprudelig ▢ 50 g Butter ▢ 2 EL Puderzucker ▢ 1 Prise Salz ▢ 1/2 TL Pflanzenöl - zum Braten ▢ Zimtzucker, Marmelade, Haselnusscreme - nach Belieben.

Was das Rezept besonders macht

Was meine Crêpes-Rezept so besonders macht, ist seine Einfachheit: wenige Zutaten, die perfekt miteinander harmonieren. Der wunderbare Geschmack im Crêpes-Rezept kommt von geschmolzener Butter im Teig. In meinem Grundrezept verzichte ich aber auf Cognac, damit es kinderfreundlich bleibt. Der Teig ist unser absoluter Allrounder, wenn es um Crêpes geht und das sagen nicht nur wir.

Vorbereitung des Teigs (Schritt-für-Schritt)

  1. Zuerst die 50 g Butter in einem kleinen Topf langsam schmelzen und bereitstellen. Die geschmolzene Butter und der Cognac kommen zum Schluss zum Teig. (Ich verzichte auf Cognac für Kinderfreundlichkeit.)
  2. Dann vermengst du in einer Rührschüssel 200 g Mehl mit 2 EL Puderzucker sowie 1 Prise Salz. Mehl, Milch, Salz, Vanillezucker und Eier verrühren bis ein homogener Teig entstanden ist.
  3. Die 5 Eier separat in einer kleinen Schüssel aufschlagen und die Eimasse mit dem Schneebesen oder den Quirlen eines Handrührgeräts mit dem Mehl‑Zucker‑Salz‑Gemisch zu einem glatten Teig verrühren.
  4. Anschließend rührst du 375 ml Milch und 125 ml Sprudel‑Wasser nach und nach unter den Teig. Für die Crêpes die Milch mit den Eiern in einer Schüssel gut verrühren. Das Mehl durch ein feines Sieb in die Milchmischung geben und gleichzeitig mit dem Schneebesen einrühren.
  5. Zum Schluss rührst du die flüssige Butter unter und lässt den Teig abgedeckt 15 Minuten quellen. Auch: Den Teig ca. 20 Minuten lang ruhen lassen. Crêpe-Teig muss quellen, damit das Mehl die Flüssigkeit aufnehmen kann und der Teig homogen und elastisch wird.

Der Crêpe-Teig ist in 5 Minuten und damit richtig schnell gemacht, du kannst ihn fix anrühren, wenn du welche zubereiten willst. Wenn du den Teig lieber vorbereiten möchtest, kannst du das zum Beispiel morgens machen und ihn dann in einem luftdichten Behälter in den Kühlschrank stellen. Sollte der Teig in der Zwischenzeit andicken, kannst du ihn mit etwas Wasser oder Milch wieder flüssiger machen.

Lesen Sie auch: Das große Backen: Crêpe-Torte

Konsistenz und Tipps gegen Klümpchen

Der Crêpes-Teig wirkt zunächst vielleicht etwas dünnflüssig, das ist jedoch gewollt, denn so kann er sich beim Schwenken gleichmäßig bis zum Rand in der Pfanne verteilen. Soll der Teig so flüssig sein? Ja! Magst du deine gerne besonders dünn, sollte der Teig von der Konsistenz her fast so flüssig wie Sahne sein. So gelingt der Teig ohne Klümpchen: Mehl, Ei, Milch und Salz zu einem geschmeidigen Teig verrühren, das Sprudelwasser zuletzt hinzugeben, bis er nicht mehr so zäh ist.

Ausrüstung: Crêpes-Maker oder Pfanne?

In Frankreich und bei den Profis am Crêpe-Stand werden Crêpes klassisch auf großen Gusseisenplatten gebacken - zu Hause muss das aber nicht sein. Viele glauben, man brauche dafür einen Crêpe Maker, doch normal beschichtete Pfannen oder gut eingebrannte Gusseisenpfannen funktionieren genauso gut. Eine spezielle Crêpes Pfanne ist praktisch aber kein absolutes Muss. Wichtig ist ein niedriger Rand, damit man den Teig gut schwenken kann. Die Pfanne sollte auf jeden Fall eine gute Beschichtung haben, damit der Teig nicht kleben bleibt.

Crêpes-Maker und Crêpes-Pfanne

Mit einem Crêpes-Maker kannst du den Teig ganz easy zubereiten. Ich habe unseren Crêpes-Maker im Internet bestellt und mich an den Kundenbewertungen orientiert. Ich glaube, es gibt viele gute Anbieter und man kann beim Kauf nicht so viel falsch machen. Es gibt auch immer wieder gute Angebote im Handel und Discounter.

Crêpes in der Pfanne zubereiten

  1. Heizt nun eure Crêpe-Pfanne auf und bestreicht die Oberfläche mit ein paar Tropfen Öl. Das reicht aus, damit der erste Crêpes sich löst. In einer beschichteten Pfanne (mit 24 oder 28 cm) mit niedrigem Rand erhitzt du einmalig 1/2 TL Pflanzenöl auf mittlerer bis starker Hitze (ca. 7 von 9).
  2. Den Teig nochmal kurz durchrühren und mit einer Schöpfkelle, je nach beliebiger Dünne und Pfannendurchmesser ca. 100 bis 150 ml in die Pfanne geben, die Pfanne hin und her schwenken und den Teig so gleichmäßig bis zum Rand verteilen. Bei meinem Gerät reicht eine Kelle mit ca. 150 ml Teig. Mein Gerät hat einen Durchmesser von 30 cm. Auch für eine Pfanne mit einem Durchmesser von 30 cm würde ich eine Kelle voll nehmen. Wenn deine Pfanne kleiner ist, nimm etwas weniger.
  3. Etwa 1-2 Minuten backen. Wenn der Crêpe leicht gebräunt ist, wendest du ihn mit einem Pfannenwender und lässt ihn etwa 30 bis 60 Sekunden ausbacken. Auf dem Crêpes-Maker nimmst du zum Wenden den dünnen Spatel, der schon dabei ist und meist aus Holz oder Kunststoff besteht.

Den Crêpe ca. 2 Minuten goldgelb backen und dann mit Hilfe eines Teigschabers wenden und nochmals ca. 1 Minute backen. Den Teig, Pfanne, Temperatur und Crêpe-Bäcker müssen sich eingrooven, also nicht aufgeben. Jedes Crêpes-Gerät heizt und backt etwas anders. Eventuell braucht es 1-2 Versuche, bis die Teigdicke und der Bräunungsgrad perfekt passen.

Wichtige Praxistipps

  • Gut einfetten: Wenn dein Crêpes-Maker oder deine Pfanne eine sehr gute Antihaft-Beschichtung hat, musst du nur zu Beginn einmal kurz einfetten. Ich nehme dafür Butterschmalz und fette alles mit einem Küchenpinsel dünn ein.
  • Für alle weiteren Crêpes benötigst du kein Öl mehr für die Pfanne, da Butter im Teig ist. Wichtig: Für jeden weiteren Crêpe den Teig mit der Schöpfkelle verrühren, weil sich sonst die Butterflöckchen oben und am Schüsselrand absetzen.
  • Bitte wenden: Nach etwa zwei Minuten heißt es: bitte wenden. Den Teig nochmal gut umrühren (am besten vor dem Ausbacken jedes einzelnen Crêpes).
  • Mit Zucker im Teig karamellisiert der Crêpe schneller und neigt dazu, am Eisen oder in der Pfanne festzukleben. Ohne Zucker hingegen löst sich der Crêpe besser. Fülltipp: Weniger ist hier mehr, denn wenn du zu viel Füllung auf den Crêpes-Teig gibst, kann er reißen.
  • TIPP: Die Crêpes auf einem Teller im warmen Backofen (60 °C Umluft) warmhalten.
Pfanne mit dünnem Crêpe in der Zubereitung

Faltanleitung und Füllideen

Die Füllung kommt in die Mitte. Wir haben mein Crêpes-Rezept zuhause schon oft gemacht und deshalb auch schon viele Füllungen ausprobiert. Crêpes sollen hauchdünn sein. Das macht sie so besonders beim Essen, aber manchmal auch schwierig bei der Zubereitung. Wenn du deine Crêpes lieber herzhaft magst, lässt du den Puderzucker einfach weg.

Lesen Sie auch: Die Herstellung von Crêpes Dentelles

Meine liebsten Crêpe-Toppings wie auf dem Jahrmarkt: Zimt und Zucker: Der absolute Klassiker - einfach, aber unschlagbar. Haselnusscreme oder Schokolade: Für Schoko‑Fans ein Muss! Warm auf dem Crêpe verteilt, schmilzt sie leicht und sorgt für diesen unverwechselbaren Genussmoment. Marmelade, Konfitüre oder Fruchtmus: Besonders lecker mit Erdbeer-, Aprikosen-, oder Himbeermarmelade. Frische Früchte: Erdbeeren, Bananen oder Heidelbeeren bringen fruchtige Noten in die süßen Crêpes. Viele lieben auch die Kombination aus einem süßen Aufstrich und Obst.

Crêpes mit Zimt und Zucker, Nutella und Früchten

Weitere Füllideen

  • Crêpe complète: Ein echter französischer Klassiker (Schinken, Käse, Ei).
  • Herzhafte Varianten mit Pilzen, Hack oder Zucchini.
  • Süß: Zimtzucker, Puderzucker, Karamell, Kokos, Eis, Haselnuss‑/Nuss‑Nougat‑Creme, Spekulatius‑Creme, Marmelade.
  • Frisch: Erdbeerscheiben und Banane mit Haselnusscreme oder Puderzucker.

Aufbewahrung und Einfrieren

Fertige Crêpes ohne Füllung kannst du abgedeckt im Kühlschrank bis zu 3 Tage aufbewahren. Sie halten sich 1-2 Tage im Kühlschrank, wenn du sie möglichst luftdicht verpackst. Am besten schmecken sie aber natürlich frisch, und deshalb würde ich dir eher empfehlen, nur die Hälfte des Teiges zu machen, wenn du dir unsicher bist, ob du alle schaffst.

Du möchtest die fertigen Crêpes (ohne Füllung) einfrieren? Sie lassen sich gut einfrieren und später wieder auftauen. Alternativ kannst du sie mit deiner besseren Hälfte, deiner besten Freundin oder deiner Lieblingskollegin teilen.

Varianten: mit und ohne Zucker

Unser Crêpes Rezept ist bewusst neutral gehalten. Der Zuckeranteil ist nur recht gering dosiert und sorgt dafür, dass der Teig rund schmeckt ohne süß zu sein. Genau das macht ihn so vielseitig. Ihr könnt den Zucker für die herzhaften natürlich komplett weglassen, aber wir lieben die ganz leichte Süße, die dem Salzigen entgegensteht. Du suchst ein unkompliziertes Crêpes-Rezept ganz ohne Zuckerzusatz? Dann ist dieses Grundrezept ideal für dich: Mit nur wenigen Zutaten gelingen dir dünne, goldgelbe Crêpes, die sich nach Belieben süß oder herzhaft füllen lassen.

Servieren und Genießen

Nach belieben toppen, ggf. einrollen und genießen. Sind alle Crêpes ausgebacken, nach Belieben mit Zimt-Zucker, Haselnusscreme oder Marmelade gefaltet servieren. Und jetzt heißt es nur noch, ihr müsst euch entscheiden, mit welchen Füllungen ihr eure Crêpes belegen wollt. Ganz klassisch mit Zimt & Zucker oder wird es fancy?

Lesen Sie auch: Desserts mit Crêpes zubereiten

Wie man Crêpes in der Pfanne wendet und füllt

Noch ein paar persönliche Worte

Dieses Rezept ist für uns ein echtes Grundrezept. Mein Crêpes Rezept gehört für uns ganz klar dazu. Sascha liebt Crêpes vor allem in der kalten Jahreszeit. Ohne einen süß gefüllten französischen Pfannkuchen ist für ihn ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt kein befriedigendes Erlebnis. Ich sehe das zwar genauso, aber doch etwas entspannter. Denn ich liebe Crêpes das ganze Jahr über. Ganz ohne Anlass und auch wenn es 30 Grad draußen hat. Vor allem aber, wenn sonntags nachmittags kein Kuchen im Haus ist.

Hast du das Crêpes‑Rezept einmal ausprobiert? Wie findest du es? Gefällt dir das Rezept? Dann hinterlass mir doch gerne einen Kommentar, wie sie dir geschmeckt haben! Und wenn du eine Kombi kennst, die hier nicht steht, schreib sie mir unbedingt in die Kommentare. Ich freu mich auf Inspiration von dir!

tags: #Rezept #für #Crêpes #mit #Zucker

Populäre Artikel: